Ungewöhnliche Vertiefungen auf Pluto entdeckt

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Bildcredit: NASA, Johns Hopkins U. APL, SwRI

Beschreibung: Warum gibt es diese ungewöhnlichen Gruben auf Pluto? Die Einkerbungen wurden im Juli beim Vorbeiflug der Raumsonde New Horizons an dem Zwergplaneten entdeckt. Die größten Vertiefungen sind einen Kilometer groß und reichen zig Meter in einen See aus gefrorenem Stickstoff hinab. Dieser See breitet sich über Sputnik Planum aus, diese ist ein Teil der berühmten, hellen herzförmigen Region, die als Tombaugh Regio bezeichnet wird. Die meisten Vertiefungen im Sonnensystem entstehen durch Einschlagkrater, doch diese Senken sehen anders aus – manche sind ähnlich groß, dicht gedrängt und aneinander ausgerichtet. Es wird eher vermutet, dass diese speziellen Bereiche aus Eis sublimieren und verdampfen. Der Mangel an darüberliegenden Einschlagkratern lässt sogar den Schluss zu, dass diese Gruben erst vor kurzer Zeit entstanden sind. Die Sonde New Horizons steuert inzwischen ein neues Ziel an, doch sie schickt weiterhin neue Bilder und Daten dieser dramatischen Begegnung mit Pluto zur Erde zurück.

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Wright Mons auf Pluto

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Bildcredit: NASA, Johns Hopkins Univ./APL, Southwest Research Institute

Beschreibung: Lange Schatten werdenvon einer tief stehenden Sonne über dieses zerklüftete Gelände geworfen. Die Szenerie, die von New Horizons fotografiert wurde, liegt südlich der südlichsten Spitze von Sputnik Planum, der inoffiziell so benannten glatten, hellen Herzregion auf Pluto. Im Zentrum befindet sich eine Struktur, die vorläufig Wright Mons genannt wurde – ein breiter, hoher Berg mit etwa 150 Kilometern Durchmesser und 4 Kilometern Höhe und einer 56 Kilometer großen, tiefen Gipfelsenke. Natürlich befinden sich breite Berge mit Zentralkratern auch anderswo im Sonnensystem, etwa Mauna Loa auf dem Planeten Erde oder Olympus Mons auf dem Mars. Wissenschaftler von New Horizons berichteten über eine auffallende Ähnlichkeit von Plutos Wright Mons und dem nahen Piccard Mons mit großen Schildvulkanen, die sehr nahelegt, dass es gewaltige Kryovulkane sein könnten, die einst geschmolzenes Eis aus dem Inneren der kalten fernen Welt spuckten.

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Plutos Schlangenhautgelände

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Bildcredit: NASA, Johns Hopkins Univ./APL, Southwest Research Institute

Beschreibung: Eine bergige Region, die informell als Tartarus Dorsa bekannt ist, erstreckt sich etwa 530 Kilometer über diese plutonische Landschaft. Sie kombiniert kürzlich von New Horizons empfangene Bilder in Blau, Rot und Infrarot zu einer ausgedehnten Farbansicht, die nahe der größten Annäherung der Raumsonde an Pluto am 14. Julifotografiert wurde. Die Schatten am Terminator – der Linie zwischen Plutos blassem Tag und der Nacht – zeigen eine raue, schuppige Struktur. Das atemberaubende Bild löst etwa 1,3 Kilometer große Details der fernen Welt auf. Tartarus Dorsa ist in der antiken griechischen Mythologie ein Teil von Hades und grenzt östlich an Tombaugh Regio.

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Plutonische Landschaft

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Bildcredit: NASA, Johns Hopkins Univ./APL, Southwest Research Institue

Beschreibung: Diese schattige Landschaft mit majestätischen Bergen und eisigen Ebenen liegt am Horizont einer kleinen, fernen Welt. Sie wurde aus einer Entfernung von zirka 18.000 Kilometern fotografiert, als die Raumsonde New Horizons 15 Minuten nach ihrer größten Annäherung am 14. Juli zu Pluto zurückblickte. Die dramatische Szenerie in der Dämmerung zeigt zerklüftete Berge, die links im Vordergrund als Norgay Montes und am Horizont als Hillary Montes bekannt sind, rechts folgt die glatte Sputnik Planum. Auch Schichten von Plutos dünner Atmosphäre sind auf dem von hinten beleuchteten Bild erkennbar. Das frostige Gelände mit seltsam vertrauter Erscheinung enthält wahrscheinlich Stickstoff- und Kohlenmonoxideis sowie Berge aus Wassereis, die bis zu 3500 Meter hoch sind. Diese Höhe ist mit den majestätischen Bergen des Planeten Erde vergleichbar. Die hier gezeigte plutonische Landschaft ist 380 Kilometer breit.

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Cthulhu Regio auf Pluto

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Bildcredit: NASA, Johns Hopkins Univ./APL, Southwest Research Inst.

Beschreibung: Neue, hoch aufgelöste Bilder von Pluto erreichen uns aus dem äußeren Sonnensystem. Die Roboter-Raumsonde New Horizons, die im Juli an Pluto vorbeisauste, hat die Rücksendung benötigter technischer Daten beendet und schickt nun Teile ihres gewaltigen Vorrats an Bildern von Pluto und seinen Monden. Das hier gezeigte digital zusammengefügte Bild zeigt Details eines interessanten Terrains voller Krater, Ebenen, Landschaften unbekannter Zusammensetzung und Geländeformen, die manchem auf der Erde ähneln, was auf Pluto nicht erwartet wurde. Die helle Region oben rechts wurde Sputnik Planum benannt und wegen ihrer ungewöhnlichen Glätte untersucht, während die dunkle, kraterübersäte Region direkt unter der Raumsonde als Cthulhu Regio bekannt ist. Bisher hat New Horizons nur wenige Prozent der Bilder und Daten geschickt, die sie bei ihrem Vorbeiflug an Pluto gesammelt hat, schickt jedoch weiterhin neue Ansichten des Zwergplaneten, während sie zu noch weiter entfernten Erkundungen weiterfliegt.

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Pluto in verstärkten Farben

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Bildcredit: NASA, Johns Hopkins Univ./APL, Southwest Research Inst.

Beschreibung: Pluto ist hier farbenprächtiger, als wir ihn sehen würden. Die Farbdaten und Bilder des berühmtesten Zwergplaneten unseres Sonnensystems wurden von der Roboterraumsonde New Horizons bei ihrem Vorbeiflug im Juli fotografiert und digital zu einer kontrastverstärkten Ansicht dieser urzeitlichen Welt kombiniert, die eine unerwartet junge Oberfläche aufweist. Das dargestellte verstärkte Farbbild ist nicht nur ästhetisch schön, sondern auch wissenschaftlich nützlich, weil es Oberflächenbereiche mit unterschiedlicher chemischer Zusammensetzung visuell unterscheidbar macht. Die helle, herzförmige Tombaugh Regio unten rechts ist hier beispielsweise klar erkennbar in zwei Regionen geteilt, die geologisch unterschiedlich sind, der linken Lappen Sputnik Planum erscheint außerdem ungewöhnlich glatt. Die Raumsonde New Horizons entfernt sich derzeit von Pluto, sendet weiterhin Bilder und Daten und wird bald auf einen neuen Kurs gelenkt, sodass sie im Januar 2019 am Asteroiden 2014 MU69 vorbeifliegen kann.

Plutobilder mit kurzer Erklärung: APOD-Pluto-Suche
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Stereo-Pluto

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Bildcredit: NASA, Johns Hopkins University/APL,
Southwest Research Institute – Stereo-Montage: Brian May

Beschreibung: Diese beiden detailreichen Echtfarbenbilder von Pluto wurden bei New Horizons‘ historischem Vorbeiflug letzten Monat fotografiert. Ihre leicht unterschiedlichen Blickwinkel auf die nun erkennbaren Oberflächendetails werden zu diesem ersten hochqualitativen Stereo-Bildpaar zur Betrachtung durch Bewohner des Planeten Erde kombiniert. Das linke Bild (linkes Auge) ist ein Mosaik, das die Raumsonde etwa 450.000 Kilometer von Pluto entfernt fotografierte. Das rechte Bild entstand früher, es war die letzte Gesamtansicht vor der größten Annäherung. Trotz des Auflösungsunterschiedes zeigen die beiden Bilder eine atemberaubende 3D-Sicht auf das ferne unterweltliche Gelände.

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Flug über Pluto


Bildcredit: NASA, Johns Hopkins Univ./APL, Southwest Research Inst.

Beschreibung: Es dauerte 9,5 Jahre, um so nahe hinzugelangen, doch nun können Sie in dieser Animation aus Bilddaten der Raumsonde New Horizons einen virtuellen Flug über Pluto machen. Das Gelände auf Pluto, das sich 77.000 Kilometer darunter ausbreitet, wird als Norgay Montes bezeichnet, gefolgt von Sputnik Planum. Die eisigen Berge – informell benannt nach Tenzing Norgay, einem der beiden Erstbesteiger des Mount Everest – türmen sich 3500 Meter über der Oberfläche auf. Die gefrorenen jungen kraterlosen Ebenen wurden inoffiziell nach dem ersten künstlichen Satelliten der Erde benannt. Sputnik Planum liegt nördlich von Norgay Montes in Plutos ausgedehnter, heller, herzförmiger Struktur, die vorläufig Tombaugh Regio heißt, nach Clyde Tombaugh, der Pluto 1930 entdeckte.

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New Horizons‘ Start zu Pluto

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Bildcredit und Bildrechte: Ben Cooper

Beschreibung: Reiseziel: Pluto. Die Raumsonde New Horizons hob 2006 mit Getöse von der Startrampe am Cape Canaveral in Florida (USA) ab und brach zu Abenteuern im fernen Sonnensystem auf. Das Fahrzeug ist das schnellste Raumschiff, das je von Menschen gestartet wurde, es passierte den Mond nur neun Stunden nach dem Start und Jupiter nach nur einem Jahr. Nachdem New Horizons fast ein Jahrzehnt durchs Sonnensystem kreuzte, passiert sie am Dienstag Pluto. Beim Start von New Horizons war Pluto offiziell ein Planet und war noch nie zuvor von einer Raumsonde besucht oder aus der Nähe fotografiert worden. Nach Pluto wird das Roboter-Raumschiff mindestens ein weiteres Kuipergürtel-Objekt besuchen, das noch weiter draußen als Pluto um die Sonne kreist. Die abgebildete Sonde New Horizons startete an der Spitze einer mächtigen Atlas-V-Rakete in den Weltraum.

Aktuelles vom Pluto-Vorbeiflug: #PlutoFlyby, Twitter, Facebook, Web
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Plutos Geologie

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Bildcredit: NASA, Johns Hopkins Univ./APL, Southwest Research Inst.

Beschreibung: Pluto rückt ins Blickfeld. Während die Roboter-Raumsonde New Horizons sich dieser unerforschten Welt des fernen Sonnensystems schnell nähert, treten neue Details seiner Oberfläche zutage. Auf diesem Bild, das letzten Donnerstag fotografiert und gestern veröffentlicht wurde, ist links eine ungewöhnliche vieleckige, etwa 200 Kilometer große Struktur sichtbar, während knapp darunter relativ komplexes Gelände diagonal über den Zwergplaneten verläuft.

New Horizons‚ Bilder und Daten auf diesen Strukturen werden wahrscheinlich von nun an jahrelang untersucht, in dem Bemühen, die geologische Geschichte Plutos und unseres Sonnensystems besser zu verstehen. New Horizons, die letzte Woche eine ärgerliche Panne hatte, macht am Dienstag ihren historischen Vorbeiflug an Pluto und seinen Monden.

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