Der Pferdekopfnebel in Infrarot von Hubble

Das Bild zeigt den normalerweise dunklen Pferdekopfnebel in hell leuchtendem Infrarotlicht.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble; Bearbeitung: Alexandra Nachman

Während diese prächtige interstellare Staubwolke durch den Kosmos trieb, wurde sie von den Winden und der Strahlung von Sternen geformt, bis sie eine erkennbare Form annahm. Passenderweise wird sie Pferdekopfnebel genannt und ist in den riesigen, komplexen Orionnebel M42 eingebettet. Das Objekt ist lohnend, aber mit einem kleinen Teleskop schwierig zu beobachten. Dieses prachtvolle, detailreiche Bild wurde mit dem Weltraumteleskop Hubble in Infrarotlicht fotografiert.

Die dunkle Molekülwolke ist ungefähr 1500 Lichtjahre entfernt und als Barnard 33 katalogisiert. Sie ist oben vorwiegend deshalb zu sehen, weil sie der nahe massereiche Stern Sigma Orionis von hinten beleuchtet. Die Erscheinung des Pferdekopfnebels ändert sich langsam im Lauf der nächsten Millionen Jahre, bis er schlussendlich vom energiereichen Sternenlicht zerstört wird.

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Die Region des Pferdekopfnebels ohne Sterne

Vor roten Emissionsnebel zeichnet sich der Pferdekopfnebel dunkel ab, links unten leuchtet der Flammennebel.

Bildcredit und Bildrechte: George Chatzifrantzis

Der berühmte Pferdekopfnebel im Orion ist nicht allein. Eine Langzeitbelichtung zeigt, dass die dunkle, vertraut geformte Einkerbung rechts neben der Mitte Teil eines riesigen Komplexes an absorbierendem Staub und leuchtendem Gas ist.

Dieses eindrucksvolle Bild zeigt eine filigrane Tapisserie aus gasförmigen Büscheln und Staubfasern, die im Laufe von Äonen von Sternwinden und urzeitlichen Supernovae gebildet und geformt wurden. Links neben dem Pferdekopf leuchtet der Flammennebel in Orange.

Um Staub und Gas zu betonen, wurden die meisten Sterne digital entfernt. Eine markante Ausnahme ist Alnitak über dem Flammennebel, der rechte der drei Sterne im berühmten Gürtel des Orion. Der Pferdekopfnebel liegt 1500 Lichtjahre entfernt im Sternbild Orion.

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Orion und Fichten

Diese detailreiche Aufnahme aus Albanyà in Spanien zeigt Orions Gürtelsterne, den Orionnebel, Pferdekopfnebel und Flammennebel sowie den hellen Stern Rigel.

Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Casado (Starry Earth, TWAN)

Beschreibung: Viele kurz belichtete Aufnahmen wurden mit einer Kamera auf einem Stativ nahe dem ländlichen Albanyà in der nordöstlichsten Ecke Spaniens fotografiert, an den Sternen ausgerichtet und zu diesem schönen, dunklen Nachthimmel kombiniert.

Oben in der Mitte des sternklaren Bildes verlaufen die drei Gürtelsterne des Orion. Alnitak, der östlichste Gürtelstern links strahlt neben dem diffuseren Licht des Flammennebels und der dunklen Kerbe des berühmten Pferdekopfes. Der große Orionnebel unter den Gürtelsternen ist leicht mit bloßem Auge erkennbar. Mit seiner Entfernung von nur 1500 Lichtjahren ist er das unserem Planeten nächstgelegene Sternbildungsgebiet. Der breite, blasse Bogen der Barnardschleife ist am besten auf Fotos zu sehen. Er umarmt scheinbar Orions hellere Sterne und Nebel.

Das vertraute nördliche Wintersternbild geht im nördlichen Frühling unter. Rechts unten nahe am westlichen Horizont berührt der scheinbar hellste Stern im Orion, der blaue Überriese Rigel, die Zweige einer Fichte.

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Ein Löwe im Sternbild Orion

Pferdekopfnebel und Flammennebel im Sternbild Orion.

Bildcredit und Bildrechte: Maroun Mahfoud

Beschreibung: Seht ihr den Löwen? Eine detailreiche Aufnahme zeigt die berühmte dunkle Einkerbung links unter der Mitte, die wie ein Pferdekopf aussieht und – wenig überraschend – als Pferdekopfnebel bekannt ist.

Der Pferdekopfnebel (Barnard 33) ist Teil eines riesigen Komplexes aus dunklem, absorbierendem Staub und hellem leuchtendem Gas. Um Details der Wiese des Pferdekopfs herauszuarbeiten, kombinierte ein Astrofotograf auf kunstvolle Weise Licht, das er im Laufe von mehr als 20 Stunden gesammelt hatte, und zwar Wasserstoff orangefarben, Sauerstoff grün und Schwefel blau. Das eindrucksvolle Ergebnisbild zeigt eine detailreiche, komplexe Tapisserie gasförmiger Büschel und staubreicher Fasern, die im Laufe von Äonen von Sternwinden und urzeitlichen Supernovae erzeugt und geformt wurden.

Diese Komposition bringt im ausladenden, orange gefärbten Gas über dem Pferdekopf ein weiteres pareidolisches Tierbild zum Vorschein: einen Löwenkopf. Links neben dem Pferdekopf seht ihr den Flammennebel. Der Pferdekopfnebel liegt 1500 Lichtjahre entfernt im Sternbild Orion.

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Gas und Staub in Orions Gürtelregion

Staubwolken und Nebel im Gürtel des Orion um die Sterne Mintaka, Alnilam und Alnitak mit Pferdekopf- und Flammennebel.

Bildcredit und Bildrechte: Matt Harbison (Space4Everybody), Fernerkundungs-Observatorium Marathon

Beschreibung: Wahrscheinlich habt ihr schon einmal den Gürtel des Orion gesehen – aber nicht so. Die drei hellen Sterne in diesem Bild sind – von links nach rechts – Mintaka, Alnilam und Alnitak, die kultigen Gürtelsterne des Orion. Die restlichen Sterne im Bild wurden digital entfernt, um die umgebenden Wolken aus leuchtendem Gas und Staub zu betonen. Manche dieser Wolken haben faszinierende Formen, darunter der Pferdekopf- und der Flammennebel, beide befinden sich rechts unten bei Alnitak.

Dieses detailreiche Bild wurde letzten Monat im Marathon Himmelspark und Observatorium im US-Bundesstaat Texas aufgenommen. Das Bild wurde mit etwa 20 Stunden Belichtungszeit aufgenommen und hat am Himmel eine Ausdehnung von 5 Grad. Es wurde so bearbeitet, dass die Gas- und Staubanteile so dargestellt sind, die wir sehen würden, wenn wir viel näher dran wären.

Der berühmte Orionnebel liegt rechts oben außerhalb des farbenprächtigen Bildes. Die ganze Region ist nur etwa 1500 Lichtjahre entfernt und somit eine der nächstliegenden und am besten erforschten Sternbildungsgebiete.

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Pferdekopfnebel und Flammennebel

Pferdekopfnebel, Flammennebel IC 432 und NGC 2023 im Sternbild Orion.

Bildcredit und Bildrechte: Wissam Ayoub

Beschreibung: Der Pferdekopfnebel ist einer der bekanntesten Nebel am Himmel. Auf diesem Bild ist er ganz rechts als dunkle Einkerbung im orangefarbenen Emissionsnebel erkennbar.

Der Pferdekopfnebel ist dunkel, weil er eigentlich eine undurchsichtige Staubwolke ist, die vor einem hellen Emissionsnebel liegt. Wie viele Wolken in der Erdatmosphäre hat diese kosmische Wolke zufällig eine erkennbare Form angenommen. In ferner Zukunft nach vielen Tausend Jahren innerer Bewegung wird die Wolke sicherlich ein neues Aussehen annehmen. Die orange Farbe des Emissionsnebels stammt von Elektronen, die mit den Protonen von Wasserstoffatomen rekombinieren.

Links unten im Bild liegt der Flammennebel, ein orange getönter Nebel, der ebenfalls komplexe Fasern aus dunklem Staub enthält. Wir sehen außerdem zwei markante Reflexionsnebel: Ganz links den runden IC 432 und links unter dem Pferdekopfnebel den blauen NGC 2023. Beide leuchten vorwiegend im reflektierten Licht ihrer Zentralsterne.

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Pferdekopf- und Orionnebel

Der dunkle Pferdekopfnebel und der leuchtende Orionnebel sind kontrastreiche Gegensätze im Sternbild Orion.

Bildcredit und Bildrechte: Roberto Colombari und Federico Pelliccia

Beschreibung: Der dunkle Pferdekopfnebel und der leuchtende Orionnebel sind kontrastreiche kosmische Ansichten. Sie befinden sich 1500 Lichtjahre entfernt in einem der auffälligsten Sternbilder am Nachthimmel, in diesem fantastischen Mosaik liegen sie in gegenüberliegenden Ecken.

Der vertraute Pferdekopfnebel erscheint als dunkle Wolke, eine kleine Silhouette, die in das lange rote Leuchten links unten gekerbt ist. Alnitak ist der östlichste Stern in Orions Gürtel und der hellste Stern links neben dem Pferdekopf. Unter Alnitak ist der Flammennebel mit Wolken heller Emission und dramatischen Staubbahnen.

Die prächtige Emissionsregion des Orionnebels (alias M42) liegt rechts oben. Links daneben befindet sich ein markanter Reflextionsnebel, der manchmal Laufender Mann genannt wird. Die ganze Region ist von Ranken aus leuchtendem Wasserstoff durchzogen, die leicht erkennbar sind.

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Von Orion bis Fuhrmann

Himmelsschätze von Orion bis Fuhrmann.

Bildcredit und Bildrechte: Alistair Symon

Beschreibung: Was ist am Himmel von Orion bis Fuhrmann zu sehen? Viele der berühmten Sterne und Nebel in der Region wurden auf 34 Einzelbildern mit einer Gesamtbelichtungszeit von mehr als 430 Stunden fotografiert und digital zu diesem Bild kombiniert.

Links oben beim Sternbild Fuhrmann (Auriga) beginnend liegt der malerische Flammensternnebel (IC 405). Entlang des hellen Bogens unserer Milchstraße entlang kreuzen weiter unten von links nach rechts die Sternbilder Zwillinge und Stier. Zu den bemerkenswerten Nebeln darin zählen die Kaulquappen, Simeis 147 sowie der Affenkopf-, der Quallen-, der Kegel– und der Rosettennebel.

Im rechten oberen Quadranten Richtung Sternbild Orion (der Jäger) seht ihr Sh2-264, den Halbkreis der Barnardschleife sowie Pferdekopf– und Orionnebel. Berühmte Sterne in und um Orion sind – von links nach rechts – der orangefarbene Beteigeuze (rechts neben der Bildmitte), der blaue Bellatrix (gleich darüber), die Orion-Gürtelsterne Mintaka, Alnilam und Alnitak und rechts oben der helle Stern Rigel.

Dieses Himmelsgebiet bleibt nachts nicht mehr lange oben – es geht abends immer früher unter, je näher die Jahresmitte rückt.

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Komet Atlas und der Gürtel des Orion

Komet Atlas (C/2020 M3) wurde im Sommer mit dem Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System entdeckt und zieht durch das Sternbild Orion.

Bildcredit und Bildrechte: Charles Bracken

Beschreibung: Der Komet Atlas (C/2020 M3) ist ein weiterer Komet, der – erst diesen Sommer – mit dem von der NASA finanzierten Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System entdeckt wurde. Am 14. November erreicht er seine größte Annäherung an den Planeten Erde. Er wird nicht so hell wie Komet Neowise, ist aber mit Fernglas im vertrauten Sternbild Orion zu sehen, durch das er gerade wandert.

Dieses Teleobjektivfeld vom 8. November kombiniert Aufnahmen, die dem Kometen folgen, mit Aufnahmen von Orions Sternen. Dadurch entsteht ein unglaublich tiefer Himmelseindruck, der Farben und Details zeigt, die man so nicht sieht, nicht einmal mit Fernglas. Die charakteristische grünliche Koma des Kometen seht ihr links oben, über Orions drei Gürtelsternen, die in einer Linie unter der Mitte verlaufen. Dieses atemberaubende Sichtfeld zeigt auch den Orionnebel und den berühmten Pferdekopfnebel. Einer von Orions Gürtelsternen ist fast 2000 Lichtjahre entfernt.

Am 14. November zieht Komet Atlas in einem Abstand von ungefähr 2,9 Lichtminuten an der Erde vorbei.

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Orion über den argentinischen Bergen

Bergpanorama mit den Gürtelsternen des Orion und dem Orionnebel, dem Pferdekopfnebel, dem Flammennebel und der Barnardschleife.

Bildcredit und Bildrechte: Nicolas Tabbush

Beschreibung: Erkennen Sie das Sternbild Orion? Es ist auf dem heute gezeigten Bild vielleicht schwieriger als sonst, weil die Kamera das Zentrum optisch näherholte. Außerdem wurden die Aufnahmen länger belichtet, um mehr Nebel darzustellen als jene, die das bloße menschliche Auge sehen kann.

Wenn man sich erst einmal orientiert hat, erkennt man in der Mitte die drei Gürtelsterne des Orion senkrecht in einer Reihe, und links oben den vertrauten Orionnebel. Zu den berühmten blassen, hier sichtbaren Strukturen gehören die dunkle Einkerbung des Pferdekopfnebels in der Bildmitte und rechts daneben der staubige Flammennebel. Ganz rechts ist auch ein Teil der Barnarschleife zu sehen, die rings um Orion verläuft.

Für das Bild wurden mehrere nachgeführte Aufnahmen vom Hintergrund in verschiedenen Farben mit einer einzelnen statischen Vordergrundaufnahme kombiniert. Alle Fotos wurden mit derselben Kamera am selben Ort fotografiert und. Die malerische Szene entstand Anfang des letzten Jahres in den Bergen von San Juan in Argentinien.

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Hubble zeigt den Pferdekopfnebel in Infrarot

Das Weltraumteleskop Hubble zeigt den Pferdekopfnebel in Infrarotlicht; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NASA, ESA und das Hubble Heritage Team (STScI/AURA)

Beschreibung: Während diese prächtige interstellare Staubwolke durch den Kosmos trieb, wurde sie von Sternwinden und Strahlung so geformt, dass sie eine erkennbare Form bekam. Passenderweise wird sie Pferdekopfnebel genannt. Sie ist in den weitläufigen, komplexen Orionnebel (M42) eingebettet.

Dieses prächtige, detailreiche Bild zeigt ein lohnendes Objekt, das aber schwer erkennbar ist, wenn man es mit eigenen Augen und einem kleinen Teleskop betrachten möchte. Es wurde 2013 mit dem Weltraumteleskop Hubble, das um die Erde kreist, in Infrarotlicht aufgenommen, um den 23. Jahrestag von Hubbles Start zu feiern.

Die dunkle Molekülwolke ist ungefähr 1500 Lichtjahre entfernt und als Barnard 33 katalogisiert. Oben sieht man sie vorwiegend deshalb, weil der nahe, massereiche Stern Sigma Orionis sie von hinten beleuchtet. Der Pferdekopfnebel wird seine Erscheinung im Laufe der nächsten Millionen Jahre langsam verändern und schließlich vom energiereichen Sternenlicht zerstört werden.

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