Mond im Erdschein über Sizilien

Mondsichel mit Erdschein über Palazzolo Acreide auf Sizilien in Italien.

Bildcredit und Bildrechte: Dario Giannobile

Beschreibung: Warum können wir die ganze Vorderseite des Mondes sehen? Wenn nämlich der Mond eine Sichelphase zeigt, ist nur ein Teil des Mondes direkt von der Sonne beleuchtet.

Die Antwort lautet: Erdschein, auch bekannt als Erdlicht oder Da-Vinci-Licht. Es entsteht, weil der Rest der Mondseite, die zur Erde zeigt, schwach von Sonnenlicht beleuchtet wird, das zuerst von der Erde reflektiert wurde. Da die Erde – vom Mond aus gesehen – nahe ihrer vollen Phase ist, wenn man den Mond von der Erde aus als schmale Sichel sieht – ist der Erdschein dann fast am hellsten.

Dieses kombinierte HDR-Bild aus aufeinanderfolgenden Aufnahmen, die zu Beginn des Monats fotografiert wurden, zeigt den Aufgang des Erdschein-Mondes, der langsam am Planeten Venus vorbeizog, dem hellsten Lichtpunkt nahe der Bildmitte. Knapp über der Venus leuchtet der Stern Dschubba, katalogisiert als Delta Scorpii, der rote Stern ganz links ist Antares.

Die Himmelsschau ist hinter stimmungsvollen Wolken zu sehen. Im Vordergrund leuchten die Lichter von Palazzolo Acreide, einer Stadt mit antiken historischen Wurzeln auf der italienischen Insel Sizilien.

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Die Moona Lisa

Versionen des Mondes zeigen Leonardo da Vincis Mona Lisa.

Bildcredit und Bildrechte: Gianni Sarcone und Marcella Giulia Pace

Beschreibung: Diese kreative visuelle Präsentation zeigt nur die natürlichen Farben des Mondes am Himmel des Planeten Erde. Die Mondscheiben wurden zu unterschiedlichen Zeiten fotografiert und sind als Bildpunkte zu einem gerahmten Bild angeordnet.

Die unterschiedlichen Farbtöne entstehen durch reflektiertes Sonnenlicht, das durch veränderliche atmosphärische Bedingungen und durch die Geometrie der Anordnung von Mond, Erde und Sonne beeinflusst wird. Die dunkelsten Mondscheiben leuchten in den Farben des Erdscheins. Eine Beschreibung des Erdscheins als Sonnenlicht, das von den Ozeanen der Erde reflektiert wird und die dunkle Mondoberfläche beleuchtet, verfasste Leonardo da Vinci vor mehr als 500 Jahren.

Wenn ihr auf Abstand vom Monitor geht oder die kleineren Versionen des Bildes betrachtet, erkennt ihr vielleicht auch da Vincis berühmtestes Kunstwerk.

Heute: Internationale Mondbeobachtungsnacht
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Junos Vorbeiflug an Ganymed und Jupiter


Videocredit: Bilder: NASA, JPL-Caltech, SWRI, MSSS; Animation: Koji Kuramura, Gerald Eichstädt, Mike Stetson; Musik: Vangelis

Beschreibung: Wie wäre es, über den größten Mond im Sonnensystem zu fliegen? Im Juni flog die Roboter-Raumsonde Juno am riesigen Jupitermond Ganymed vorbei und fotografierte Bilder, die digital zu einem detailreichen Überflug-Video kombiniert wurden.

Zu Beginn des Videos schwebt Juno  über die zweifarbig getönte Oberfläche des 2000 Kilometer großen Mondes und zeigt eine eisige Landschaft voller Rillen und Krater. Die Rillen entstanden wahrscheinlich durch die Verschiebung von Oberflächenplatten, während die Krater durch gewaltige Einschläge verursacht wurden.

Danach flog Juno zum 34. Mal dicht an Jupiters Wolken vorbei. Das digital erstellte Video zeigt zahlreiche wirbelnde Wolken im Norden und in der Mitte farbenprächtige, den Planeten umspannende Zonen und Bänder mit mehreren weißen ovalen Wolken der Perlenkette. Im Süden befinden sich noch mehr wirbelnde Wolken.

Nächsten September soll Juno nahe an einem weiteren großen Jupitermond vorbeifliegen: Europa.

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Vollmondsilhouetten


Videocredit und -rechte: Mark Gee; Musik: Tenderness (Dan Phillipson)

Beschreibung: Habt ihr schon einmal beobachtet, wie der Mond aufgeht? Wenn der fast volle Mond langsam über dem klaren Horizont aufgeht, kann das sehr beeindruckend sein.

Anfang 2013 wurde über dem Mount Victoria Aussichtspunkt in Wellington in Neuseeland ein eindrucksvoller Mondaufgang gefilmt. Nach sorgfältiger Planung platzierte ein fleißiger Astrofotograf seine Kamera etwa zwei Kilometer entfernt und richtete sie zum Aussichtspunkt, wo sicherlich bald der Mond sein nächtliches Debüt geben würde.

Diese Videoaufnahme ist unbearbeitet und in Echtzeit zu sehen – es ist keine Zeitrafferaufnahme. Die Menschen auf dem Mount Victoria Aussichtspunkt sind als Silhouetten zu sehen und bewundern ihrerseits den Aufgang des größten Erdsatelliten.

Es ist nicht schwierig, selbst einen Mondaufgang zu sehen – das passiert jeden Tag, wenn auch nur die Hälfte der Zeit bei Nacht. Jeden Tag geht der Mond ungefähr fünfzig Minuten später auf als am Vortag, wobei der Vollmond immer bei Sonnenuntergang aufgeht.

Nächsten Samstag am 16. Oktober ist die internationale Mondbeobachtungsnacht, bei der ihr zusammen mit anderen Mondfreundinnen und -freunden beobachten könnt, wie der Halbmond aufgeht.

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Aufgedeckt: Fünfzig Jahre altes Selbstporträt vom Mond

Neil Armstrongs 50 Jahre altes Selbstporträt vom Mond bei Apollo 11 im Visier von Buzz Aldrin.

Bildcredit: NASA, Apollo 11, Neil Armstrong; Bearbeitung: Michael Ranger

Beschreibung: Hier ist eines der berühmtesten Bilder vom Mond – aber digital gespiegelt. Apollo 11 landete 1969 auf dem Mond. Bald danach entstanden viele Fotos, darunter ein kultiges Bild von Buzz Aldrin, fotografiert von Neil Armstrong. Das Originalbild zeigt nicht nur die prachtvolle Einöde einer fremden Welt, sondern auch Armstrong, der sich auf Aldrins gewölbtem Visier spiegelte.

Jetzt kommt die moderne Digitaltechnik ins Spiel. Auf diesem Bild wurde die kugelförmige Verzerrung von Aldrins Helm umgekehrt. Das Ergebnis ist das berühmte Bild – doch nun zeigt es Armstrong aus Aldrins Perspektive. Da Armstrong das Bild fotografiert hat, ist es tatsächlich ein fünfzig Jahre altes Selbstporträt vom Mond. Die originale Reflexion auf dem Visier ist links zu sehen. Rechts oben hängt die Erde am Mondhimmel. Ein in Folie gepacktes Bein der Landefähre Eagle ragt markant ins Bild.

Schon laufen Vorbereitungen für eine Rückkehr von Menschen zum Mond in den nächsten Jahren, dazu gehört das Artemis-Programm, eine internationale Zusammenarbeit unter Leitung der NASA.

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Die Spur des Erntemonds

Der Erntemond in Saunderstown auf Rhode Island war der vierte Vollmond des Sommers.

Bildcredit und Bildrechte: Mike Cohea

Beschreibung: Der wohl beliebteste Vollmond bei Festen, in Geschichten und in Liedern ist der Erntemond. Auf der Nordhalbkugel ist das der traditionelle Name des Vollmondes um das September-Äquinoktium.

Dieser Erntemond in Saunderstown auf Rhode Island, Planet Erde, zog einen breiten Streifen in warmen Farben, als er in der Dämmerung über der Newport Bridge aufging. Die Spur wurde am 20. September auf einer einzigen 22 Minuten lang belichteten Aufnahme mit einem dichten Filter und einer Digitalkamera fotografiert.

Nur zwei Tage später markierte die September-Tagundnachtgleiche einen Wechsel der Jahreszeiten und den Herbstbeginn im Norden. Wenn man eine Jahreszeit als die Zeit zwischen einer Sonnenwende und einem Äquinoktium bezeichnet, war dieser Erntemond kurz vor dem astronomischen Ende des nördlichen Sommers der vierte Vollmond der Saison.

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Video: Blitz auf Jupiter


Videocredit und -rechte: T. Humbert, S. Barré, A. Desmougin und D. Walliang (Société Lorraine d’Astronomie), Astroqueyras

Beschreibung: Auf Jupiter hat es geblitzt. Vor wenigen Tagen bemerkten mehrere Gruppen, die den größten Planeten unseres Sonnensystems beobachten, einen zwei Sekunden langen Lichtblitz.

Solche Blitze gab es schon öfter. Am bekanntesten wurde eine Reihe an Einschlägen im Jahr 1994. Damals schlugen Bruchstücke des Kometen Shoemaker-Levy 9 auf Jupiter ein und hinterließen dunkle Flecken, die monatelang sichtbar waren. Seit damals wurden mindestens sieben Einschläge auf Jupiter aufgezeichnet. Meist wurden sie von Amateurastronominnen und -astronomen entdeckt.

Auf diesem Video wabert Jupiters Bild wegen der unruhigen Erdatmosphäre, als plötzlich links neben der Mitte ein heller Blitz aufleuchtet. Rechts sind Io und sein Schatten zu sehen. Was auf Jupiter einschlug, werden wir wohl nie erfahren, doch in Anbetracht dessen, was wir vom nahen Sonnensystem wissen, war es wahrscheinlich ein Stück Gestein und Eis, vielleicht so groß wie ein Lieferwagen, das vor langer Zeit von einem vorüberziehenden Kometen oder Asteroiden abbrach.

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Spiralförmiges Polarlicht über Island

Spiralförmiges Polarlicht über dem Ölfusá bei Selfoss in Island.

Bildcredit und Bildrechte: Davide Necchi

Beschreibung: Was leuchtet da am Himmel? Ein Polarlicht! Es wurde 2015 fotografiert, nachdem es in Island wegen seiner großen Helligkeit und schnellen Entwicklung auffiel.

Das Polarlicht ist das Ergebnis eines Sonnensturms, bei dem energiereiche Teilchen von der Sonne wenige Tage später durch eine Lücke in der schützenden Magnetosphäre der Erde drangen. Es zeigt ein spiralförmiges Muster, doch kreative Menschen erkennen im komplexen Leuchten der atmosphärischen Erscheinung beliebige Anzahl beliebter Symbole.

Im Vordergrund fließt der Ölfusá, die Lichter beleuchten eine Brücke in Selfoss. Hinter tief hängenden Wolken leuchtet der fast volle Mond. Die Sonnenaktivität – und wahrscheinlich dadurch entstehende Polarlichter auf der Erde – nimmt langsam zu, während die Sonne ein Aktivitätsminimum mit einer sehr ruhigen Periode in ihrem 11-Jahres-Zyklus hinter sich lässt.

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Erde und Mond


Bildcredit: NASA, JPL, Galileo-Projekt; Bearbeitung und Lizenz: Gordan Ugarkovic

Beschreibung: Erde und Mond werden nicht oft zusammen fotografiert. Eines der spektakulärsten Male, als dies geschah, war vor etwa 30 Jahren, als die Raumsonde Galileo auf dem Weg zu Jupiter an unserem Heimatplanetensystem vorbeisauste. Damals beobachtete die Robotersonde Galileo aus der etwa 15-fachen Entfernung Erde-Mond, wie unser einziger natürlicher Satellit an unserer Heimatwelt vorbeiglitt.

Dieses Video kombiniert 52 historische farbverstärkte Bilder. Unser Mond wirkt zwar klein neben der Erde, doch kein anderer Planet in unserem Sonnensystem hat einen Begleiter von so vergleichbarer Größe . Die Sonne rechts weit außerhalb des Bildes beleuchtet etwa die Hälfte jeder Kugel und zeigt die weißen Wolken, blauen Ozeane und braunen Kontinente der sich drehenden Erde.

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Blauer Mond – farbverstärkt

Blauer Mond mit farbverstärkter Oberfläche.

Bildcredit und Bildrechte: Robert Fedez

Beschreibung: Der Mond leuchtet normalerweise in zarten Grau- oder Goldtönen. Für diese vielfarbige Teleskop-Mondlandschaft zur vollen Mondphase wurden kleine, aber messbare Farbunterschiede kräftig verstärkt. Man geht davon aus, dass die verschiedenen Farben den tatsächlichen Unterschieden der chemischen Zusammensetzung der Mondoberfläche entsprechen. Blaue Farbtöne zeigen titanreiche Regionen, während orange und violette Farbtöne relativ titan- und eisenarme Regionen sind.

Das vertraute Meer der Ruhe oder Mare Tranquillitatis ist die blaue Region rechts oben. Vom 85 Kilometer großen Strahlenkrater Tycho rechts unten verlaufen weiße Linien strahlenförmig über die orange gefärbten südlichen lunaren Hochländer.

Der Vollmond zu Beginn des Monats wird als jahreszeitlicher Blauer Mond gezählt, weil er ungewöhnlicherweise der dritte von vier Vollmonden war, die während des nördlichen Sommers (und somit des südlichen Winters) auftraten. Dieses Komposit aus 272 Bildern zeigt, dass der Vollmond immer blau ist, aber nicht sosehr, dass er beeindruckt.

Fast Hyperraum: APOD-Zufallsgenerator

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Vollmond zur blauen Stunde

Blauer Vollmondaufgang über den italienischen Alpen von Cortina d’Ampezzo in Italien.

Bildcredit und Bildrechte: Giorgia Hofer

Beschreibung: Naturfotografinnen und -fotografen und Freundinnen des Planeten Erde freuen sich immer auf die Blaue Stunde. Das ist der Übergang in die Dämmerung kurz vor Sonnenaufgang oder nach Sonnenuntergang, wenn die Sonne unter dem Horizont steht, aber Land und Himmel noch von einem schönen blauen Licht durchflutet sind.

Das Foto entstand am 21. August nach Sonnenuntergang in der Blauen Stunde, es zeigt den fast vollen Mond, als er gegenüber der Sonne über den zerklüfteten italienischen Alpen von Cortina d’Ampezzo in Italien aufging. Die felsige Pyramide von Monte Antelao, auch bekannt als der König der Dolomiten, ist ein markanter Alpengipfel der Region, er teilt die bläulichen Farbtöne mit dem Himmel.

Das Mondlicht ist gelb, doch dieser Vollmond wird von einigen als ein jahreszeitlicher Blauer Mond bezeichnet, weil der dritte Vollmond in einer Jahreszeit mit vier Vollmonden per definitionem als Blauer Mond bezeichnet wird. Wenn man eine Jahreszeit als die Zeit zwischen Sonnenwende und Äquinoktium definiert, geht der vierte Vollmond dieser Jahreszeit kurz vor dem Äquinoktium im Septembers in der Blauen Stunde des 20. September auf.

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