Optimierter Mond

Der Mond wurde hier mit verstärkten Details und Farben abgebildet, die Hinweiss auf die Zusammensetzung liefern.

Bildcredit und Bildrechte: Darya Kawa Mirza

Unser Mond sieht nicht wirklich so aus. Luna, der Erdmond, weist nicht von Natur aus diese starke Struktur auf, und die Farben sind eher dezent. Dennoch basiert dieses digitale Werk auf der Realität.

Das Komposit aus mehreren Bildern wurde optimiert, um vorhandene Strukturen auf der Oberfläche zu betonen. Die Krater sind zum Beispiel auf dem verstärkten Bild deutlicher zu erkennen, sie veranschaulichen die schweren Einschläge auf unserem Mond im Laufe seiner 4,6 Milliarden alten Geschichte.

Die dunklen Bereiche, so genannte Mare, waren einst Meere voll geschmolzener Lava und weisen weniger Krater auf. Die Farben im Bild wurden verändert und verstärkt, doch sie basieren auf der tatsächlichen Zusammensetzung. Blaue Farbtöne sind ein Hinweis auf eine eisenreiche Region, Orange zeigt einen leichten Überschuss an Aluminium.

Seit Milliarden Jahren ist von der Erde aus immer dieselbe Seite des Mondes zu sehen. Doch moderne Technik ermöglicht es der Menschheit, viel mehr über den Mond und seinen Einfluss auf die Erde zu erfahren.

Zur Originalseite

Monduhr 2022

Diese Monduhr zeigt alle Vollmonde des Jahres und ihre Namen.

Bildcredit und Bildrechte: Niveth Kumar

Der erste Vollmond 2023 steht in der Nacht von heute auf morgen um 23:08 UTC am Himmel gegenüber der Sonne. In seiner hellsten Phase ist der Mond groß und schön und sollte leicht erkennbar sein.

Für einen schnellen Überblick sind hier Bilder angeordnet, die allesamt 2022 bei einem einzigartigen Astrofotografieprojekt auf Sri Lanka, Planet Erde, um Vollmond herum fotografiert wurden. Das Diagramm enthält die Tage, die Monate und die traditionellen volkstümlichen Namen der zwölf Vollmonde des Jahres 2022.

Die scheinbare Größe jedes Vollmondes hängt von der Entfernung jeder vollen Mondphase zum Perigäum oder Apogäum ab, das sind die erdnächsten oder erdfernsten Punkte auf der elliptischen Bahn des Mondes. Wie der Wolfsmond 2022 auf der Ein-Uhr-Position ist auch der heutige Vollmond nur zwei Tage vom Apogäum entfernt.

Anders als 2022 gibt es 2023 13 Vollmonde, die somit nicht auf diese Zwölf-Stunden-Uhr passen.

Zur Originalseite

Planetenparade nach Sonnenuntergang

Abendhimmel mit allen 8 Planeten und hellen Sternen über dem türkischen Dorf Gökçeören.

Bildcredit und Bildrechte: Tunc Tezel (TWAN)

Wenn ihr heute Abend nach oben schaut, könnt ihr eine ganze Reihe von Planeten sehen. Nach Sonnenuntergang sind Richtung Westen die Planeten Venus, Saturn, Jupiter und Mars gleichzeitig sichtbar. Von Westen nach Osten steht in dieser planetaren Reihe die Venus dem Horizont am nächsten und geht kurz nach der Sonne unter. Es spielt keine Rolle, wo auf der Erde ihr lebt, denn diese frühabendliche Planetenparade ist bei klarem Himmel auf der ganzen Erde zu sehen.

Dieses Bild wurde Ende des letzten Monats fotografiert. Es zeigt nicht nur all diese Planeten, sondern auch den Mond und den Planeten Merkur, die gleichzeitig sichtbar waren. Die Planeten Neptun und Uranus waren unterhalb der Sichtbarkeitsgrenze, mit ihnen wäre es ein Panorama aller Planeten. Im Vordergrund liegen die Hügel um das kleine Dorf Gökçeören im türkischen Kaş nahe der Mittelmeerküste. Die hellen Sterne Atair, Fomalhaut und Aldebaran leuchten markant, ebenso wie der Sternhaufen der Plejaden. Im Laufe des Januars steigt die Venus bei Sonnenuntergang am Himmel höher, während Saturn tiefer sinkt.

Zur Originalseite

Mond über Makemake

Der Zwergplanet Makemake am Rand des Sonnensystems besitzt einen Mond, beide sind auf dieser Illustration dargestellt.

Illustrationscredit: Alex H. Parker (Südwest-Forschungsinstitut)

Makemake (klingt wie [ˈmakeˈmake]) ist der zweithellste Zwergplanet im Kuipergürtel und hat einen Mond mit der Bezeichnung MK2. Makemakes Mond reflektiert Sonnenlicht mit einer kohlschwarzen Oberfläche, etwa 1300 Mal dunkler als sein Heimatkörper. Dennoch wurde er 2016 bei Beobachtungen mit dem Weltraumteleskop Hubble bei der Suche nach blassen Begleitern erspäht, und zwar mit derselben Technik, mit der man nach kleinen Begleitern von Pluto suchte.

Genauso wie bei Pluto und seinen Begleitern werden bei weiteren Beobachtungen von Makemake und dem umkreisenden Mond die Masse des Systems und seine Dichte vermessen. Das führt zu einem umfassenderen Verständnis der fernen Welten. MK2 ist etwa 160 Kilometer groß. Makemakes Durchmesser beträgt im Vergleich dazu 1400 Kilometer.

Diese Illustration zeigt die relative Größe und den Kontrast von MK2. Die imaginäre Szene eine unerforschte Grenze des Sonnensystems und blickt aus der Perspektive einer Raumsonde zurück, wo eine trübe Sonne in der Milchstraße leuchtet. Die Sonne ist mehr als 50 Mal weiter von Makemake entfernt als vom Planeten Erde.

Zur Originalseite

Cassinis Ausblick auf Saturn

Das Bild zeigt das Sechseck am Nordpol von Saturn aus der Nähe, fotografiert von der Raumsonde Cassini bei einem nahen Vorbeiflug gegen Missionsende.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Institut für Weltraumforschung

So sieht Saturn von innerhalb der Ringe aus. 2017 lenkte die NASA die Raumsonde Cassini erstmals zwischen Saturn und seine Ringe. Bei diesem Tauchflug fotografierte die Roboter-Raumsonde Hunderte beispiellos detailreiche Bilder der Strukturen in Saturns Atmosphäre. Doch auch beim Blick rückwärts boten sich der Raumsonde eindrucksvolle Ansichten.

Dieses Bild entstand wenige Stunden vor der größten Annäherung. Es zeigt Saturns ungewöhnliches Sechseck um den Nordpol. Der nächstliegende sichtbare Ring ist Saturns B-Ring, dahinter trennt die dunkle Cassini-Teilung den B-Ring vom äußeren A-Ring. Wenn ihr genau hinseht, erkennt ihr die beiden kleinen Monde, die den am weitesten entfernten erkennbaren Ring – den F-Ringhüten.

Wenige Monate nach Aufnahme dieses Bildes und nach mehr als einem Jahrzehnt der Erforschung und Entdeckung ging der Treibstoff zur Neige. Die Raumsonde Cassini wurde in die Saturnatmosphäre gelenkt, wo sie vermutlich schmolz.

Himmlische Überraschung: Welches Bild zeigte APOD an eurem Geburtstag? (ab August 2007)

Zur Originalseite

Anaglyphe der VIP-Site von Apollo 17

Die Anaglyphe zeigt den Mondrover  und das Landemodul der Apollo-Mission 17 im Taurus-Littrow-Tal.

Bildcredit: Gene Cernan, Apollo 17, NASA; Anaglyphe von Erik van Meijgaarden

Nehmt eure rot-blauen Brillen und seht euch diese Stereo-Szene im Taurus-Littrow-Tal auf dem Mond an! Die Farb-Anaglyphe zeigt eine detailreiche 3-D-Ansicht des Mondfahrzeugs von Apollo 17 im Vordergrund, dahinter seht ihr das Mondmodul und ferne Mondhügel. Weil die Welt über die TV-Kamera des Mondfahrzeugs beim Start der Aufstiegsstufe des Mondmoduls zusehen konnte, wurde dieser Parkplatz auch VIP-Schauplatz genannt.

Vor 50 Jahren verbrachten Eugene Cernan und Harrison Schmitt, die Astronauten von Apollo 17, im Dezember 1972 etwa 75 Stunden auf dem Mond, während ihr Kollege Ronald Evans im Orbit blieb. Die Besatzung kehrte mit 110 Kilogramm Gesteins- und Bodenproben zurück, mehr als von jeder anderen Mondlandestelle. Cernan und Schmitt sind immer noch die Letzten, die den Mond betreten (oder befahren) haben.

Zur Originalseite

Vollmond, Vollmars

Das Bild zeigt, wie der Vollmond am Horizont vor dem Planeten Mars vorbeizieht.

Bildcredit und Bildrechte: Tomas Slovinsky

Am 8. Dezember standen ein voller Mond und ein voller Mars nahe beisammen, beide leuchteten hell am Himmel des Planeten Erde gegenüber der Sonne. An einigen Orten in Europa und Nordamerika wurde der Mars sogar bedeckt und wanderte hinter dem Mond vorbei.

In Košice in der Ostslowakei fand die Bedeckung des Mars durch den Mond kurz vor Sonnenaufgang statt. Mit einem Teleskop wurde das faszinierende Spektakel auf dieser Zeitraffer-Abfolge dokumentiert. Als der letzte Vollmond des Jahres 2022 in warmen Farbtönen zum westlichen Horizont sank, brauchte der Rote Planet etwa eine Stunde, um zu hinter der Mondscheibe zu verschwinden und und dann wieder aufzutauchen.

Die nächste Bedeckung des hellen Planeten Mars durch den Mond findet am 3. Januar im neuen Jahr statt, wenn sich der Mond in einer zunehmenden Dreiviertelphase befindet. Mondbedeckungen sind nur auf Teilen der Erdoberfläche zu sehen. Die Bedeckung des Mars am 3. Januar 2023 ist in Teilen des Südatlantiks, im Süden von Afrika und dem Indischen Ozean sichtbar.

Zur Originalseite

Mondstaub und Klebeband

Das Bild zeigt ein Rad des Mondrovers der Mission Apollo 17, der mit einer Karte, einer Klammer und Klebeband repariert wurde.

Bildcredit: Apollo 17, NASA

Warum ist der Mond so staubig? Auf der Erde verwittern Felsen durch Wind und Wasser, dabei entstehen Erde und Sand. Auf dem Mond hat ein kontinuierliches Bombardement von Mikrometeoriten die felsige Oberfläche zersplittert. Dadurch entstand eine Schicht aus pulverartigem Mondboden oder Regolith.

Für die Apollo-Astronauten und ihre Ausrüstung war der allgegenwärtige, feine, scharfkantige Staub definitiv ein Problem. Im Dezember 1972, vor fünfzig Jahren, mussten die Apollo-17-Astronauten Harrison Schmitt und Eugene Cernan auf der Mondoberfläche einen Kotflügel ihres Rovers reparieren, um die Hahnenschweife aus Staub von sich und ihrer Ausrüstung fernzuhalten.

Das Bild zeigt das Rad und den Kotflügel ihres staubbedeckten Rovers mit der einfallsreichen Befestigung von Ersatzkarten, Klammern und einem grauen Streifen Klebeband.

Zur Originalseite

Io in Echtfarben

Das Bild zeigt den vulkanischen Jupitermond Io in leuchtend gelben Farben.

Bildcredit: NASA, JPL, Projekt Galileo

Der seltsamste Mond im Sonnensystem ist leuchtend gelb. Dieses Bild ist ein Versuch, Io in Echtfarben zu zeigen, wie ihn das durchschnittliche menschliche Auge wahrnehmen würde. Im Juli 1999 nahm ihn die Raumsonde Galileo auf, die von 1995 bis 2003 um Jupiter kreiste.

Ios Farben stammen von Schwefel und geschmolzenem Silikatgestein. Ein System aktiver Vulkane hält die ungewöhnliche Oberfläche von Io sehr jung. Jupiters intensive Gezeitengravitation streckt Io und dämpft die Taumelbewegungen, die von Jupiters anderen Galileischen Monden verursacht werden. Dadurch entsteht Reibung, die das Innere von Io stark aufheizt, sodass geschmolzenes Gestein durch die Oberfläche schießt. Ios Vulkane sind so aktiv, dass sie das Innere des Mondes nach außen kehren. Ein Teil von Ios vulkanischer Lava so heiß ist, dass sie im Dunkeln leuchtet.

Zur Originalseite

America und das Meer der Ruhe

Das Bild zeigt eine Anaglyphe aus zwei Einzelbildern mit dem Kommandomodul America von Apollo 17 vor dem Südmassiv und dem Taurus-Littrow-Tal.

Bildcredit: Gene Cernan, Apollo 17, NASA; Anaglyphe von Patrick Vantuyne

Nehmt eure rot-blauen Brillen und seht diese Stereoansicht einer anderen Welt an. Vor fünfzig Jahren, am 11. Dezember 1972, fotografierte Eugene Cernan, der Missionskommandant von Apollo 17, einen Umlauf vor dem Abstieg zur Landung auf dem Mond diese Szene.

Die Stereoanaglyphe wurde aus zwei Bildern (AS17-147-22465, AS17-147-22466) zusammengesetzt, beide Bilder fotografierte Cernan an Bord des Mondlandemoduls Challenger, als er und Dr. Harrison Schmitt über den Landeort von Apollo 17 im Taurus-Littrow-Tal flogen.

Die breite, sonnenbeschienene Bergwand des Südmassivs ragt nahe der Bildmitte auf, links daneben liegt der dunkle Boden von Taurus-Littrow. Vor dem Gipfel des Südmassivs seht ihr das von Ron Evans gesteuerte Kommandomodul America im Orbit. Hinter den Bergen zum Mondrand hin liegt das Mare Serenitatis.

Zur Originalseite

Mars steigt über dem Mondrand auf

Das Bild zeigt, wie der Planet Mars nach einer Bedeckung hinter dem Mondrand wieder auftaucht.

Bildcredit und Bildrechte: Tom Glenn

In der Nacht vom 7. auf den 8. Dezember stand der Mars in die Nähe des Vollmondes. Von Europa und Nordamerika aus gesehen wurde der Rote Planet sogar bedeckt, als er hinter dem Mond vorbei wanderte. Etwa eine Stunde nach seinem Verschwinden hinter der Mondscheibe tauchte der Mars auf diesem Stapel scharfer Videobilder, die in San Diego auf dem Planeten Erde aufgenommen wurden, wieder auf.

Im Vordergrund stand der Mond, der Mars war an die 82 Millionen Kilometer entfernt und nahe seiner Opposition. Vollmond und Vollmars waren hell genug für dieses spektakuläre Bild, es war keine Helligkeitsanpassung nötig. Im Bild geht der Mars knapp über dem urzeitlichen Mondkrater Abel mit seinem dunklen Boden nahe am südöstlichen Rand der Mondvorderseite auf. Der große Einschlagkrater nördlich davon (links) ist Humboldt.

Zur Originalseite