Jupiter und die Meteore im Sternbild Zwillinge

Über einer nächtlichen Landschaft in Portugal blitzen Meteore über den Himmel. Scheinbar strömen sie alle von einem Punkt in den Zwillingen aus, der nahe beim hellen Stern Kastor liegt. Bei Kastor und Pollux strahlt ein helles Licht, es ist der Planet Jupiter. Am Himmel sieht man außerdem die Milchstraße, rötliche Nebelwolken und ein Nachthimmellicht.

Bildcredit und Bildrechte: David Cruz

Jupiter ist der größte Gasriese in unserem Sonnensystem. Er steht hier als heller Mittelpunkt am Himmel. Das Bild entstand aus 40 Einzelaufnahmen, die aus mehr als 500 Bildern ausgewählt wurden. Auf jeder dieser Aufnahmen wurde nämlich ein Meteor festgehalten! Die Bilder entstanden in Alentejo in Portugal, und zwar in der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember, dem Höhepunkt des Meteorstroms der Geminiden. Jedes der ausgewählten Bilder wirkt, als würden die Sternschnuppen von Jupiter ausstrahlen.

Der Punkt, aus dem scheinbar die Meteore strömen, wird als Radiant bezeichnet. Er liegt eigentlich näher beim hellen Stern Kastor im Sternbild Zwillinge. Deshalb trägt dieser Sternschnuppenstrom den Namen Geminiden. Jedenfalls ist der Ursprungskörper dieses Stroms nicht der Gasriese Jupiter, sondern ein steiniges Objekt: der erdnahe Asteroid 3200 Phaethon. Doch seine Umlaufbahn wird vom massereichen Jupiter und den Planeten im inneren Sonnensystem beeinflusst.

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Geminiden über schneebedeckten Bergen

Über einer Landschaft mit schneebedeckten Bergen und einem Haus, das hinter einigen Nadelbäumen steht, zischen Meteore über den sternklaren Himmel. Die Bilder, die den Himmel zeigen, wurden lang belichtet. Daher sieht man auch rötliche Nebel, zum Beispiel die Barnardschleife im Sternbild Orion.

Bildcredit und Bildrechte: Tomáš Slovinský

Woher kommen all diese Meteore? Was die Richtung am Himmel betrifft, lautet die pointierte Antwort: aus dem Sternbild Zwillinge (Gemini). Daher kennt man den größten Meteorschauer im Dezember als die Geminiden, denn alle Meteore des Schauers strömen scheinbar von einem Punkt in den Zwillingen aus.

Dreidimensional gesehen stößt der ungewöhnliche Asteroid 3200 Phaethon die Teilchen aus. Sie sind etwa so groß sind wie Sandkörner und folgen einer klar definierten Bahn um unsere Sonne. Der Teil der Bahn, dem die Erde am nächsten kommt, liegt vor dem Sternbild Zwillinge. Wenn also die Erde diese Bahn kreuzt, liegt der Radiant der fallenden Teilchen in diesem Sternbild.

Dieses Bild zeigt ein Komposit aus vielen Fotos. Sie wurden in den letzten Tagen am dunklen Himmel in der Slowakei aufgenommen. Hinten stehen die schneebedeckten Gipfel der Belianske Tatry. Über den Himmel ziehen zahllose helle Meteorspuren der Geminiden. Orion geht über dem Horizont auf. Der helle Stern nahe beim Radianten ist Kastor.

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Nordlichter in Florida

Über dem Strand von Shired Island in Florida schimmert rotes Polarlicht. Dahinter zischt ein Meteor über den Himmel. Das Bild stammt vom 11. November 2025.

Bildcredit und Bildrechte: Samil Cabrera

Polarlichter haben den Himmel über Florida erreicht. Dieser Aufnahme entstand am 11. November am Strand von Shired Island in Florida. Die strahlend helle Spur eines Meteors zieht über den Sternenhimmel. Wir erwarten gerade die Sternschnuppen des jährlichen Meteorstroms der Tauriden.

Aber die Kamera fing auch das schimmernde Leuchten eines Polarlichts ein. Dieses Phänomen ist ja normalerweise nur in höheren Breiten zu beobachten. Die Nordlichter sind auch als Aurora Borealis bekannt. Derzeit sieht man sie in vielen Teilen der Welt. Sie werden von starken geomagnetischen Stürmen verursacht. Das stürmische Weltraumwetter der letzten Tage wird von der starken Aktivität der Sonne ausgelöst. Aktuell ziehen viele koronale Massenauswürfe in die Richtung der Erde.

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Komet Lemmon mit zwei Schweifen

Vor dem Kometen C/2025 A6 (Lemmon) verläuft die braune, gewellte Leuchtspur eines Meteors. Dahinter ist ein Teppich voller kleiner Sterne.

Bildcredit: Massimo Penna

Wie viele helle Schweife hat Komet Lemmon? Zwei. In der Aufnahme oben könnte man meinen, dass es drei sind. Aber warum? Der Grund ist die braune Zickzacklinie. Dabei handelt es sich jedoch um die lang anhaltende Leuchtspur eines Meteors. Während der Aufnahme verlief diese Leuchtspur zufällig vor dem weit entfernten Kometen C/2025 A6 (Lemmon).

Leuchterscheinungen von Sternschnuppen werden meist als Meteore bezeichnet. Das heiße Gas und der feine Staub, die in der Erdatmosphäre verbleiben, bilden die sichtbare Leuchtspur. Diese verschwindet meist einigen Sekunden nach einem hellen Meteor.

Die zwei hellen Kometenschweife sind der blaue Ionenschweif und der weiße Staubschweif. Sie verlaufen quer durch das Bild. Die echten Kometenschweife stammen aus dem Kern des Kometen innerhalb der Koma, die hier grün leuchtet.

Die Aufnahme entstand vor einigen Tagen in Manciano in Italien. Diese Woche sieht man den Kometen Lemmon am nördlichen Himmel nach Sonnenuntergang im Nordwesten. An sehr dunklen Standorten sieht man ihn er sogar ganz schwach mit freiem Auge.

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Der Meteor und der Sternhaufen

Vor den blau leuchtenden Nebeln der Plejaden zischt ein grüner Meteor vorbei.

Bildcredit und Bildrechte: Yousif Alqasimi und Essa Al Jasmi

Manchmal hat sogar der Himmel eine Überraschung parat. Um mehr Sterne und schwache Nebelwolken im Sternhaufen der Plejaden (M45) zu sehen, werden Aufnahmen lange belichtet. Oft erscheinen weniger interessante Elemente auf den Fotos, die nicht beabsichtigt waren. Sie werden später wegretuschiert. Dazu gehören Pixelfehler, kosmische Strahlung, Bilder mit hellen Wolken oder dem Mond, Spuren von Flugzeugen, Spiegelungen der Linsen, schwache Spuren von Satelliten oder sogar von Insekten.

Selten bleibt jedoch zufällig etwas wirklich Interessantes hängen. Genau das passierte vor einigen Wochen in al-Ula in Saudi-Arabien. Während der stundenlangen Belichtung der Plejaden zog ein heller Meteor vorbei. Neben den berühmten hellblauen Sternen, weniger bekannten und weniger hellen blauen Sternen und Staub um den Sternhaufen, der blau reflektierte, erzeugte das schnelle Gesteinsstück ein charakteristisches grünes Leuchten. Die Farbe stammt wahrscheinlich von Metallen, die verdampften.

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Hauptsächlich Perseïden

Über einem Windpark im Burgenland, dessen Lichter rot blinken, regnen Meteore der Perseïden vom Himmel.

Bildcredit und Bildrechte: Klaus Pillwatsch

Die Himmelslandschaft wurde am 13. August vor der Morgendämmerung aufgenommenen. Wir sehen hauptsächlich Meteore der Perseïden, die auf den Planeten Erde herabregnen. Die Spuren der Perseïden erkennt man leicht. Sie strömen scheinbar alle vom selben Punkt am Himmel aus. Das ist der Radiant des jährlichen Meteorstroms. Es ist ein kleiner Bereich im Sternbild Perseus, er befindet sich über dem Bildfeld. In dieser Richtung am Himmel blicken wir die Umlaufbahn des Verursachers der Perseïden entlang. Es ist der periodische Komet Swift-Tuttle.

Die Szene entstand aus etwa 500 Aufnahmen. Darauf wurden die einzelnen Sternschnuppen eingefangen. Alle Einzelbilder wurden in etwa zweieinhalb Stunden bei einem Windpark bei Mönchhof im österreichischen Burgenland fotografiert. Vorne leuchten die roten Lichter der Windturbinen. Die spektakuläre Konjunktion der hellen Planeten Jupiter und Venus schmückt den Osthorizont.

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Perseiden-Meteore von Durdle Door

Über der Durdle Door an der englischen Küste bei Dorset steigt die Milchstraße steil über dem Meer auf. Vom Himmel fallen Meteore der Perseïden vom Himmel.

Bildcredit und Bildrechte: Josh Dury

Was sind diese hellen Bögen am Himmel? Das sind Meteore. Genauer gesagt, es sind Sternschnuppen vom Perseïden-Meteorschauer in diesem Jahr. In den letzten Wochen wurden viele einzelne Fotos dieser Perseïden-Meteore nach Einbruch der Dunkelheit aufgenommen. Diese Bilder wurden später zu einem Gesamtbild kombiniert.

Obwohl sich die Meteore auf geraden Linien über den Himmel bewegen, wirken ihre Spuren auf dem Foto gebogen. Das liegt am Weitwinkelobjektiv der Kamera, das die Perspektive verzerrt. Alle Lichtspuren zeigen auf einen gemeinsamen Punkt am Himmel. Das ist der sogenannte Radiant. Er liegt im Sternbild Perseus und befindet sich über dem oberen Rand des Bildes.

Dieselbe Kamera machte außerdem ein lang belichtetes Foto des Nachthimmels. Darauf sieht man das helle Band der Milchstraße, das fast senkrecht durch die Bildmitte verläuft. Im Vordergrund steht der bekannte Kalksteinbogen „Durdle Door“ an der Küste von Dorset in England. Der Name stammt vermutlich aus einer Zeit vor über tausend Jahren.

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Ein GIF der Perseiden von 2025

Ein Meteor zischt von oben über den Himmel in der Dämmerung und hinterlässt eine Rauchspur, die rasch verweht.

Bildcredit und Bildrechte: Renaud und Olivier Coppe

Diese coole Animation zeigt eine helle Sternschnuppe der Perseïden und ihres Nachleuchtens an einem Himmel, der vom Mond aufgehellt war. Die Aufnahmen, aus denen die Animation erstellt wurde, entstanden am 12. August gegen 2 Uhr morgens im belgischen Chastre. Das liegt in der Provinz Wallonisch-Brabant auf dem Planeten Erde. Unmittelbar danach war die Batterie der Kamera leer.

Die Sternschnuppe entstand durch ein schnell fliegendes Staubteilchen aus dem Schweif des großen periodischen Kometen Swift-Tuttle. Es wurde durch Staudruck aufgeheizt und verglühte, als es mit 60 Kilometern pro Sekunde durch die obere Atmosphäre raste.

Im Vergleich zum kurzen Aufleuchten der Sternschnuppe ist ihre geisterhafte Spur deutlich langlebiger. Ein charakteristisches Merkmal heller Meteore ist ein rauchähnliches Nachleuchten. Es schwebt in Höhen von 60 bis 90 Kilometern im Wind und kann manchmal sogar minutenlang verfolgt werden.

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