Dunkler Himmel: Die Nacht aufdrehen

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Bildcredit und Bildrechte: Jeff Dai (TWAN)

Beschreibung: Haben Sie je einen wirklich dunklen Nachthimmel gesehen? Ein alltägliches und doch überraschendes Detail ist das leuchtende Band unserer Milchstraße, die von einem Horizont bis zum anderen reicht. Wenn Sie aber in einer großen Stadt oder in einer städtischen Umgebung leben, kennen Sie sie die Milchstraße vielleicht nicht, weil Sie wegen der Straßen­beleuchtung, die von der Erdatmosphäre reflektiert werden, nur den Mond und einige wenige Sterne sehen können.

Am heutigen Internationalen Tag des Lichtes der UNESCO bittet die Internationale Astronomische Union, die Nacht aufzudrehen, um Lichtverschmutzung besser zu verstehen und künftig zu verringern. Sie können das selbst probieren, sogar jetzt, indem Sie auf der APOD-Website der NASA Ihren Mauspfeil über das Vorher-Bild schieben.

Das Nachher-Bild, das dann erscheint, ist ein Panorama aus vier Aufnahmen, die mit derselben Kamera und am gleichen Standort aufgenommen wurden. Es zeigt, was kürzlich in China passierte, als die Bewohner von Kaihua viele Lichter ausschalteten. Auf dem Vorher-Bild sieht man die Sterne Sirius (links neben der Mitte) und Beteigeuze. Auf dem Nachher-Bild erkennen Sie Tausende Sterne und das gewölbte Band unserer Milchstraße.

Die Menschheit lebte Jahrtausende unter einem dunklen Nachthimmel. Es ist wichtig, sich mit ihm zu verbinden, sowohl für die Natur als auch das kulturelle Erbe.

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Fluss zu Orion

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Bildcredit und Bildrechte: Juris Sennikovs

Beschreibung: Auf dem Lielupe bildet sich Eis, während er durch diese ruhige Nachtlandschaft fließt. Sogar in Bewegung reflektiert das eisige Wasser noch den sternklaren Himmel. Flache Pfannkuchen aus bewegtem Eis ziehen auf den lang belichteten Aufnahmen Streifen, während die bunten Sterne des Orion und der nördlichen Winternacht über und unter dem Horizont erscheinen.

Das auf den Orion zentrierte Panorama blickt nach Süden, fotografiert wurde es auf drei geplanten Aufnahmen auf einer Brücke in der Nähe von Staļģene in Lettland auf dem Planeten Erde. Zu den Lichtern des Dorfes am Horizont zählen auch die Strahler der Gemeindekirche, die zum Himmel leuchten. Das Bild gewann einen ersten Platz beim StarSpace-Astrofotografiewettbewerb 2018.

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Meer und Himmel leuchten über der Küste von the Oregon

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Bildcredit und Bildrechte: Rudy Montoya

Beschreibung: Bei jedem Schritt leuchtete der Sand blau auf. Das Licht entstand durch Biolumineszenz – ein blaues Leuchten, das auch die Brandung auf dieser surrealen Szene beleuchtet, die letzten Monat an Meyer’s Creek Beach in Oregon (USA) fotografiert wurde. Im Vordergrund sind vulkanische Hügel im Meer verteilt, am Horizont streut eine leichte Nebelschicht das Licht.

Die Lichtstrahlen links am Horizont stammen von Autoscheinwerfern auf dem Oregon Coast Highway (US 101), das orange Licht rechts am Horizont von einem Fischerboot. In weiter Ferne ist das Band unserer Milchstraße zu sehen, die scheinbar von einer dunklen Felsnase aufsteigt. Sechzehn Bilder wurden kombiniert, um die Milchstraße im Hintergrund herauszuarbeiten und das Rauschen zu reduzieren.

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Der Mond in der East 96th Street

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Bildcredit und Bildrechte: Stan Honda

Beschreibung: Ein sehr voller Mond, den manche als Erdbeermond kennen, ging am 28. Juni in Manhattan über der Upper Eastside auf. Die warmgelbe Mondscheibe am Horizont wirkte durch die lange Sichtlinie durch die dichte, dunstige Atmosphäre ein bisschen zerzaust und abgedunkelt. Trotzdem passt er auf diesem urbanen Astrobild gut zu den Ampeln und Straßenlampen an der East 96th Street. Das Teleobjektivbild wurde im Central Park auf dem Planeten Erde an einem (sicheren) höher gelegenen Ort mit Blick Richtung Ostsüdost fotografiert. Dieser Mond in der 96. Straße war der zeitlich nächste Vollmond zur nördlichen Sommersonnenwende dieses Jahres.

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Polarlicht und Manikouagankrater von der Raumstation aus

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Bildcredit: NASA

Beschreibung: Welches dieser Dinge finden Sie auf dem heute gezeigten Foto: ein Polarlicht, Nachthimmellicht, einen der ältesten Einschlagskrater der Erde, Schnee und Eis, Sterne, Stadtlichter und einen Teil der Internationalen Raumstation? Die meisten davon sind an ihren charakteristischen Farben erkennbar.

Das Polarlicht leuchtet unten grün, oben rot und ist links im Bild sichtbar. Nachthimmelslicht erscheint orangefarben und schwebt über der Erdkrümmung. Der runde Manicouagan-Krater in Kanada ist ungefähr 100 Kilometer groß und 200 Millionen Jahre alt, er ist rechts unten zu sehen und mit weißem Schnee und Eis bedeckt. Sterne in hellen Farben sind am dunklen Hintergrund des Weltraums verstreut. Stadtlichter leuchten in hellem Gelb und sprenkeln die Landschaft. Oben erscheint ein Teil der Internationalen Raumstation (ISS) großteils braun.

Dieses Bild wurde 2012 auf der ISS fotografiert.

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Flug über die Erde bei Nacht II


Videocredit: NASA, Gateway to Astronaut Photography; Musik: The Low Seas (The 126ers)

Beschreibung: Wie wäre es, wenn man die Erde zu umkreisen könnte? Die Internationale Raumstation (ISS) tut das alle 90 Minuten, und die Astronauten an Bord fotografieren manchmal Bildfolgen, aus denen Videos erstellt werden.

Dieses Zeitraffervideo zeigt viele visuelle Naturschauspiele der dunklen Erde. Zu Beginn des Videos sind links oben grüne und rote Polarlichter über weißen Wolken zu sehen. Bald kommen Stadtlichter in Sicht, damit zeigt sich, dass die Raumstation über Nordamerika und schließlich über Florida fliegt. In der zweiten Abfolge fliegt sie über Europa und Afrika und zieht am Ende über den Nil. Kurze Lichtblitze beleuchten die Gewitter. Man sieht, wie weit entfernte Sterne hinter dem grünlich-goldenen Leuchten der Erdatmosphäre aufgehen.

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Manhattan-Silhouetten

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Bildcredit und Bildrechte: Stan Honda

Beschreibung: Auf dieser dramatischen urbanen Nachthimmelslandschaft vom 13. Februar leuchten Stadtlichter entlang der Upper East Side von Manhattan. Das Schwarz-Weiß-Bild, das aus einer Reihe digitaler Belichtungen entstand, erinnert an die Zeit, als empfindliche Schwarz-Weiß-Filme eine beliebte Wahl für lichtschwach Nacht- und Astrofotografie waren.

Die kombinierten 22 Einzelbilder entstanden in einer Zeit von 2 Minuten und 40 Sekunden und blicken über das Reservoir im Central Park von New York City. Sterne wandern auf der Zeitrafferansicht, und treibende Wolken bilden Muster am Himmel. Die strichlierte Linie, die von oben nach unten durch die surreale Szene verläuft, ist die Internationale Raumstation, die noch von der Sonne beleuchtet ist und zum südöstlichen Horizont zieht. Die kurzen Pausen zwischen den Aufnahmen hinterlassen Lücken in der hellen Spur der Raumstation.

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Ein dunkler Winterhimmel über dem Nationalpark Monfragüe in Spanien

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Bildcredit und Bildrechte: José Luis Quiñones

Beschreibung: Auch Sie können einen Nachthimmel wie diesen sehen, weil im Nationalpark Monfragüe in Spanien, wo dieses Kompositbild entstand, kürzlich der Nachthimmel offiziell vor künftiger Lichtverschmutzung geschützt wurde.

Zu den Kultobjekten des Nachthimmels auf diesem Bild, die im nördlichen Winter weiterhin auffallen sollten, gehören sehr helle Sterne wie Sirius, Beteigeuze und Prokyon, helle Sternhaufen wie die Plejaden sowie – fotografisch – blasse Nebel wie der Kalifornien- und der Rosettennebel.

Noch vor 100 Jahren waren viel mehr Menschen mit einem dunkleren Nachthimmel vertraut als heute, hauptsächlich wegen der aktuellen Lichtverschmutzung. Weitere Parks, die auf ähnliche Weise als Lichtschutzgebiete geschützt wurden, sind der Death-Valley-Nationalpark (USA) und der Grasslands-Nationalpark (Kanada). Auch in Gebieten wie Flagstaff in Arizona und einem Großteil der Insel Hawaii ist der Nachthimmel geschützt.

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Der neue Weltatlas der künstlichen Himmelshelligkeit

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Bildcredit und Lizenz: F. Falchi et al., Light Pollution Atlas, ISTIL

Beschreibung: Wie weit sind Sie von einem natürlichen dunklen Himmel entfernt? In ansteigenden Stufen zeigt diese Weltkarte die Auswirkung künstlicher Nachthimmelshelligkeit auf den visuellen Eindruck des Nachthimmels. Die Helligkeit wurde mithilfe hoch aufgelöster Satellitendaten modelliert und in einer aktuellen Arbeit auf Tausende Nachthimmelshelligkeitsmessungen eingepasst. Farbcodierte Stufen werden mit der natürlichen Himmelshelligkeit an einem Ort verglichen. Die künstliche Himmelshelligkeitsstufe gelb verändert zum Beispiel die natürliche Erscheinung des Nachthimmels. Bei Rot ist die Milchstraße in einem künstlichen Lichtnebel verborgen. Die Ergebnisse zeigen, dass der in früheren Zeiten allgemeine nächtliche Anblick der Galaxis nun für mehr als ein Drittel der Menschheit verloren ist. Dazu gehören 60 Prozent der Europäer und fast 80 Prozent der Nordamerikaner sowie Bewohner der dicht bevölkerten lichtverschmutzten Regionen des Planeten Erde.

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Megastädte der USA, vom Weltraum aus gesehen

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Bildcredit: NASA, International Space Station

Beschreibung: Erkennen Sie an der nächtlichen Beleuchtung eine vertraute Region im Nordosten der USA? Vielleicht, weil viele Hauptstädte zu sehen sind, unter anderem (von rechts nach links) New York, Philadelphia, Baltimore, Washington, Richmond und NorfolkBoston in den nordöstlichen Ballungsräumen der USA ist nicht abgebildet.

Dieses Bild wurde 2012 an Bord der Internationalen Raumstation fotografiert. Im Vordergrund befinden sich zwei russische Frachtschiffe mit markanten Solarpaneelen.

In diesen nordöstlichen Ballungsräumen, die nur etwa 2 Prozent der Landesfläche ausmachen, wohnen fast 20 Prozent der Menschen in den USA. Die Region ist auch als Nordostkorridor und Teil der Ostküste bekannt, etwa 10 Prozent der größten Unternehmen der Welt haben hier ihren Hauptsitz. Die fast kontinuierlichen Lichter scheinen eine Prognose aus den 1960er Jahren zu bestätigen, dass sich das ganze Gebiet in eine durchgehende Stadt verwandelt.

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Leuchtende Nachtwolken über London

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Bildcredit und Bildrechte: Christoph Malin (TWAN)

Beschreibung: Diese Szenerie der frühen Morgenstunden des 3. Juli blickt von der Westminster Bridge über die Themse. Das Bild, Teil eines leuchtenden Zeitraffervideos (vimeo), zeigt eine vertraute Londoner Ansicht, das Nachtleuchten des London Eye. Eine weniger vertraute Ansicht leuchtet am ruhigen, dunklen Himmel darüber – ausgedehnte leuchtende Nachtwolken. Am Rand des Weltraums, etwa 80 Kilometer über der Erdoberfläche, reflektieren die Eiswolken immer noch Sonnenlicht, obwohl die Sonne vom Boden aus gesehen unter dem Horizont steht. Die transparenten Erscheinungen sind meist in den Sommermonaten in hohen Breiten zu sehen und auch als polare Mesosphärenwolken bekannt. Die saisonalen Wolken entstehen unserem Verständnis nach, wenn Wasserdampf in die kalte obere Atmosphäre gelangt und auf feinen Staubteilchen kondensiert, die von zerfallenden Meteoren oder Vulkanasche stammen. Die Mission AIM der NASA liefert tägliche Projektionen der leuchtenden Nachtwolken vom Weltraum aus gesehen.

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