LDN 1295: Der Giraffen-Nebel

Eine dunkle Staubwolke in Form einer Giraffe schreitet nach rechts durchs Bild. Manche erkennen in dem dunklen Nebel LDN 1295 im Sternbild Kassiopeia aber eher ein Eichhörnchen.
Bildcredit und Bildrechte: Alessandro Merga; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Was seht ihr in diesem Bild? Viele erkennen hier eine Giraffe, die nach rechts schaut. Der Nacken ist hochgestreckt und die langen Beine schreiten. Doch manche sehen stattdessen vielleicht ein Eichhörnchen. Das Bild zeigt den dunklen Nebel LDN 1295 im Sternbild Kassiopeia. Er heißt auch Giraffen-Nebel.

LDN 1295 ist ein Objekt in Lynds Katalog dunkler Nebel. Die amerikanische Astronomin Beverly Lynds erstellte ihn im Jahr 1962. Lynds war eine Pionierin für Frauen in der Astronomie und Astrophysik. Dunkle Nebel sind interstellare Wolken aus Staub und Gas. Sie verdecken das sichtbare Licht von Sternen, die dahinter liegen. Diese Nebel sind oft blass und daher schwierige Ziele für die Astrofotografie.

Warum sehen wir die Formen von Tieren und Gesichtern in den Nebeln, Wolken und auch sonst so ziemlich überall? Das liegt an der Pareidolie. So nennt man unsere Neigung, überall nach Mustern zu suchen, die wir kennen. Pareidolie ist bei Tieren (und Menschen) vielleicht ein evolutionärer Vorteil, der hilft, zum Beispiel Jäger zu erkennen und ihnen auszuweichen.

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Der Pelikannebel: Gas, Staub und Sterne

Der Pelikannebel wirkt hier dunkler als auf anderen Bildern, weil die dunklen Staubfasern, die ihn gestalten, sehr detailreich abgebildet sind. Er leuchtet blau und wird von dunklen Umrissen gezeichnet. Rechts oben bildet eine orangerot leuchtende Wolke die Grenze.
Bildcredit und Bildrechte: Mark Killion

Der Pelikannebel verändert sich langsam. Offiziell nennt man ihn IC 5070. Eine Molekülwolke, die mit dunklem Staub gefüllt ist, trennt ihn vom größeren Nordamerikanebel. Dieses Bild mit vielen Details entstand in Utah in den USA. Die Aufnahmen dafür wurden insgesamt 25 Stunden belichtet. Dadurch treten prachtvolle Details in den Fasern des Staubs hervor.

Der Pelikannebel bekommt viel Aufmerksamkeit. Er ist nämlich eine besonders aktive Mischung aus Sternbildung und Gaswolken, die sich entwickeln. Das Licht junger Sterne mit viel Energie verwandelt das kalte Gas langsam in heißes Gas. Die Grenze dazwischen rückt langsam vor. Man bezeichnet sie als Ionisationsfront. Sie leuchtet rechts oben hell in Orange. Besonders dichte Ranken aus kaltem Gas bleiben übrig.

Der Dunkelnebel LDN 935 bildet die Grenze für den Pelikannebel. In Millionen Jahren kennt man ihn vielleicht nicht mehr als Pelikan. Denn das Verhältnis und die Platzierung von Sternen und Gas lässt sicherlich etwas zurück, das ganz anders aussieht.

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Der rote Schimmer der kosmischen Fledermaus

Mitten im Bild ist eine dunkle Gas- und Staubwolke, die einer Fledermaus mit ausgebreiteten Flügeln ähnelt. Zwei Stellen leuchten scheinbar von innen heraus – dort sind junge Sterne. Der Hintergrund ist von dunklen Nebelschwaden und Sternen übersät.

Bildcredit und Bildrechte: Humbert Cédric; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Diese kosmische Fledermaus wünscht ein frohes Summerween! Diese Feier zur Jahreshälfte von Halloween überschreitet die Erdhälften, auch wenn der Sommer auf der Nordhalbkugel der Winter auf der Südhalbkugel ist.

Anders, als die unheimlichen Aura des kosmische Fledermausnebels (LDN 43) vermuten lässt, ist er eine lebhafte Stätte, wo Sterne entstehen. Diese Fledermaus sollte man nicht mit dem Fledermausnebel NGC 6995 verwechseln. Nur ein wenig junges Sternenlicht glimmt durch die dichten Gas- und Staubwolken. Die Spannweite der kosmischen Fledermaus macht 12 Lichtjahre aus.

Wenn ihr den Mauszeiger über das Bild schiebt, erscheint ein unheilvolles rotes Leuchten. Das ultraviolette Licht der jungen Sterne regt den Wasserstoff im Nebel an und bringt ihn dazu, rotes Licht abzustrahlen. Aus dem Kopf der Fledermaus strömt leuchtender Wasserstoff. Er deutet die Sternbildung an, die sich im Inneren der kosmischen Fledermaus verbirgt.

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LDN 1622: Dunkler Nebel im Orion

Die Astronomin Beverly Turner Lynds katalogisierte die dunkle Wolke im Bild als LDN 1622. Sie hat den Spitznamen Butzemann-Nebel und liegt vor einer Wolke aus leuchtendem Wasserstoff.

Bildcredit und Bildrechte: Chris Fellows

Die Silhouette einer dunklen Wolke prägt diese kosmische Szene. LDN 1622 (Lynds‚ dunkler Nebel 1622) liegt vor einer sanft leuchtenden Wolke aus Wasserstoff. Man erkennt ihn erst auf lang belichteten Aufnahmen deutlich. Im Gegensatz dazu findet man den helleren Reflexionsnebel vdB 62 leichter: Er liegt knapp über der dunklen Wolke.

LDN 1622 befindet sich in der Scheibe unserer Milchstraße nahe bei einer Gegend am Himmel, die als Barnards Schleife bekannt ist. Diese große Wolke umgibt die vielen Emissionsnebel im Gürtel und Schwert des Sternbilds Orion. Der Staub der dunklen Wolke LDN 1622 ist wahrscheinlich ähnlich weit von uns entfernt, nämlich ungefähr 1500 Lichtjahre. Die Wolke ist im Bild 3 Grad breit. In ihrer Entfernung beträgt ihr Durchmesser daher ganze 100 Lichtjahre! Im Staub sind junge Sterne versteckt. Sie wurden mit der Infrarotkamera des Weltraumteleskops Spitzer beobachtet.

Dank ihrer gespenstischen Erscheinung erhielt die Wolke LDN 1622 den Spitznamen Butzemann-Nebel (Boogeyman Nebula).

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Lynds Dunkler Nebel 43

Vor den Sternen der Milchstraße fliegt eine kosmische Fledermaus im Sternbild Schlangenträger. Sie scheint von innen heraus zu leuchten. Die Astronomin Beverly Lynds katalogisierte sie als LDN 43.

Bildcredit und Bildrechte: Team Ciel Austral

Der Abend vor Allerheiligen (All Hallows’ Eve) ist sicherlich ein astronomischer Feiertag. Astronominnen lieben es, am Himmel nach spuk-takulären Galaxien, Sternen und Nebeln zu suchen. Hier ist Objekt Nummer 43 aus dem Katalog Dunkler Nebel, den die Astronomin Beverly Lynds im Jahr 1962 anlegte.

Man nennt ihn liebevoll Kosmischer Fledermausnebel. Sein Gesicht sieht wie ein gruseliges fliegendes Säugetier aus. Doch Lynds Dunkler Nebel 43 ist mehr als 12 Lichtjahre breit. In der staubhaltigen interstellaren Molekülwolke entstehen Sterne. Sie glimmen in einem schaurigen Licht. Die Wolke so dicht, dass sie sich als Silhouette vor einem Hintergrund aus Sternen in der Milchstraße abzeichnet. Aufgepasst: Der kosmische Fledermausnebel ist an die 400 Lichtjahre entfernt. Er liegt im Sternbild Schlangenträger (Ophiuchus).

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Ein dunkler Schleier im Schlangenträger

Das Bild ist von einem rot leuchtenden Nebel durchzogen, durch den ein dunkler Schleier verläuft.

Bildcredit und Bildrechte: Katelyn Beecroft

Die Emissionsregion Sh2-27 leuchtet in diffusem Licht von H-Alpha. Es dominiert diese kosmische Szene. Das Sichtfeld reicht über fast 3 Grad quer im nebelreichen Sternbild Ophiuchus (Schlangenträger) zur zentralen Milchstraße hin.

Über den Vordergrund legt sich ein dunkler Schleier aus dünnen interstellaren Staubwolken. Er wird hauptsächlich als LDN 234 und LDN 204 bezeichnet. Die Bezeichnungen der Objekte stammen aus dem Dunkelnebel-Katalog von 1962. Er wurde von der amerikanischen Astronomin Beverly Turner Lynds erstellt.

Sh2-27 ist die große, aber schwache HII-Region, die den Ausreißerstern Zeta Ophiuchi umgibt. Die HII-Region Zeta Oph sowie LDN 234 und LDN 204 sind wahrscheinlich etwa 500 Lichtjahre von uns entfernt. Bei dieser Distanz zeigt das Teleskopbild einen Bereich, der ca. 25 Lichtjahre breit ist.

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Lynds Dunkler Nebel 1251

Vor einem losen Sternteppich zeichnet sich eine dunkle Staubwolke ab. Ihre Form erinnert an einen Fisch. Dahinter liegen auch einige kleine Galaxien.

Bildcredit und Bildrechte: Cristiano Gualco

In Lynds Dunklem Nebel 1251 (LDN) entstehen Sterne. Der Nebel ist etwa 1000 Lichtjahre von uns entfernt. Er liegt über der Ebene der Milchstraße. LDN 1251 trägt auch den wenig appetitlichen Namen “Fauler-Fisch-Nebel“.

Die staubige Molekülwolke gehört zu einer größeren Gruppe von Dunkelwolken, die bei der Kepheus-Aufhellung kartiert wurden. Man beobachtete die undurchsichtigen Wolken in verschiedenen Wellenlängen. Dabei entdeckte man energiereiche Stoßwellen und Sternwinde von neu entstandenen Sternen. Darunter fand sich auch das verräterische rötliche Glimmen von Herbig-Haro Objekten, die im Bild versteckt sind.

Ferne Galaxien treiben im Hintergrund der Szenerie. Sie sind beinahe von der staubigen Weite versteckt. Dieses Objekt ist sehr reizvoll für Teleskope. Es breitet sich über eine Fläche von fast drei Vollmondbreiten aus. In der Entfernung von LDN 1251 entspricht das einer Breite von etwa 25 Lichtjahren.

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LDN 1235: Der Hainebel

Graubraune Staubwolken breiten sich in dieser Himmelslandschaft aus. Dazwischen befinden sich einige blaue Reflexionsnebel. Im Hintergrund sind viele zarte und einige größere Sterne verteilt.

Bildcredit und Bildrechte: Timothy Martin

Der Hainebel – kein Gewässer dieser Erde wäre groß genug, ihn zu beherbergen. Diese räuberische Erscheinung stellt jedoch keine Gefahr für uns dar, da sie nur aus Gas und Staub besteht.

Der dunkle Staub erinnert etwas an Zigarettenrauch, er ist aber in den kühlen Atmosphären von Riesensternen entstanden. Das von ihnen ausgestoßene Gas wird meist Teil einer neuen Gas- und Staubwolke. Die Gravitation in diesen Wolken verdichtet das Material und lässt neue massereiche Sterne entstehen.

Deren energiereiches Licht und die schnellen Sternenwinde meißeln regelrecht die faszinierendsten Gebilde in ihre Entstehungswolke. Die dabei erzeugte Hitze verdampft die trüben Molekülwolken, verteilt den Wasserstoff in der Umgebung und lässt ihn rot leuchten. Wenn die Molekülwolken nach und nach zerfallen, erkennen wir Menschen vertraute Formen in diesen prächtigen Wolken – ganz so, wie wir es mit den irdischen Wolken machen.

Gemeinsam mit den kleineren Staubnebeln Van den Bergh 149 und 150 erstreckt sich der auch als LDN 1235 bekannte Hainebel über etwa 15 Lichtjahre. Er ist in einer Entfernung von ungefähr 650 Lichtjahren im Sternbild Kepheus, dem König des einstigen Aithiopia, zu finden.

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