Jupiter und die Monde

Über dem riesigen Mond strahlt der helle Jupiter mit seinen vier galileischen Monden. Die Nachtseite des Mondes wird von der Erde beleuchtet, daher erkennt man Meere und Strahlen um den Krater Tycho.
Bildcredit und Bildrechte: Chirag Upreti

Wie viele Monde seht ihr hier? Die Antwort lautet: Fünf. Vier kreisen um Jupiter, und Luna umrundet die Erde. Das Bild mit mehreren Monden gelang, weil sich der Erdmond letzte Woche direkt vor Jupiter schob. Dieses Bild entstand aus einer Serie, die kurz nach der Bedeckung in Westchester fotografiert wurden. Westchester liegt im Bundesstaat New York in den USA.

Links unten strahlt die überbelichtete Sichel des Erdmondes, die von der Sonne beleuchtet wird. Die Nachtseite des Mondes ist rechts oben. Sie ist zart in Erdschein getaucht. Jupiters helle galileische Monde stehen fast senkrecht über dem Mond. Von unten nach oben bilden Ganymed, Io, Kallisto und Europa eine Reihe. Kallisto, Ganymed und Io sind größer als der Mond der Erde, nur Europa ist etwas kleiner.

Derzeit kreist die robotische NASA-Raumsonde Juno um Jupiter. Sie zog an drei dieser Monde in geringem Abstand vorbei.

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Eine Zodiakal-Nacht

Siehe Beschreibung. XXX Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.
Bildcredit und Bildrechte: Neelam und Ajay Talwar (TWAN)

Entspannen im sanften Schein des Zodiakallichts. Dieses leuchtende Band am dunklen Nachthimmel wird auch oft als falsche Dämmerung bezeichnet. Das Bild wurde im September kurz vor Beginn der astronomischen Dämmerung im abgelegenen Hanle Dark Sky Reserve in Ladakh, Indien, aufgenommen. Jedes Jahr treffen sich dort hartgesottene und begeisterte Astrofotografen zur Sternenparty. Auf einer Höhe von 4 500 Metern bietet das Hanle Dark Sky Reserve ideale Beobachtungsbedingungen.

Am östlichen Horizont ist der hell leuchtende Planet Jupiter im schwachen Glanz des Zodiakallichts zu sehen. Rechts davon zischt ein Meteor durchs Bild. Folgt man dem Band des Zodiakallichts Richtung Zenit, findet man den offenen Sternhaufen M44. Weiter oben, nahe der Mitte des Bildes, sieht man den gelblich leuchtenden Mars.

Mithilfe der NASA-Raumsonde Juno hat man Daten von interplanetarem Staub gesammelt, die eigentlich zufällig entstanden sind. Besonders spannend ist, dass die Untersuchungen darauf hindeuten, dass der Mars selbst die Quelle des Staubs ist. Dieser Staub streut das Sonnenlicht und erzeugt so das Zodiakallicht, das wir nachts auf der Erde sehen können.

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10 Tage Venus und Jupiter

Vier Bildfelder zeigen, wie sich die Planeten Jupiter und Venus am Horizont von Maharashtra immer näher kommen. Am 8. Juni stehen sie in der Dämmerung eng beisammen.
Bildcredit und Bildrechte: Aditya Pawar

Vielleicht sind euch Venus und Jupiter letztens aufgefallen. Kürzlich gab es eine enge Konjunktion zwischen den beiden hellsten Planeten. Sie war am Abendhimmel kaum zu übersehen. Es begann am 30. Mai, Jupiter stand damals oben, und endete am 8. Juni. Die Bildfelder zeigen ihre enge Begegnung. Zeitlich verläuft die Konjunktion von links nach rechts am westlichen Horizont von Maharashtra in Indien.

Die Farben am Abendhimmel in den Bildfeldern zeigen die Bedingung am Ort, als die Sonne unterging. Die größte Annäherung war am 9. Juni. An dem Abend betrug die Distanz zwischen dem Paar am Himmel nur etwa dreimal die Breite eines Vollmondes. Physikalisch lagen natürlich mehr als 600.000.000 km zwischen den beiden Planeten, die auf ihren Bahnen um die Sonne kreisen.

In den nächsten Tagen verschwindet Jupiter abends langsam im Glanz der Sonne. Doch die Venus entfernt sich im Westen weiter von der Sonne in ihrer aktuellen Rolle als gleißender Abendstern.

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Venus und Jupiter: Konjunktion über Avebury

Am dämmerigen Abendhimmel leuchten zwei helle Lichter. Im Vordergrund ist eine dunkle Wiese, darauf stehen zwei riesige Steine, die leicht zueinander geneigt sind. Es sind die Megalithe "Adam" und "Eve" der Menhire in Avebury. Am Horizont sind Wolken und die Silhouetten von Bäumen. Direkt neben den Steinen stehen am Himmel zwei helle "Sterne", der hellere steht etwas rechts über dem anderen.
Bildcredit und Bildrechte: Josh Dury

Diesen Monat seht ihr Venus und Jupiter ganz ohne Fernglas oder Teleskop. Schaut einfach nach Sonnenuntergang Richtung Westen. Dann seht ihr, wie sie auftauchen, wenn der Himmel dunkler wird. Die beiden hellsten Planeten begegneten sich am 9. Juni bei einer engen Konjunktion. Am Himmel trennten sie aus unserer Sicht weniger als 2 Grad.

Der innere Planet Venus ist heller und läuft schneller als Jupiter um die Sonne. Deswegen holt sie den äußeren Planeten ungefähr alle 13 Monate auf der Ekliptik ein und zieht dann an ihm vorbei. Etwa alle drei Jahre ist der Abstand dieser Konjunktion zur Sonne so groß, dass man sie in der Dämmerung gut beobachten kann.

Das Bild zeigt den „kosmischen Kuss“ der beiden Himmelslichter am 9. Juni neben zwei großen Megalithen. Sie sind die Überreste einer Menhire in einem Steinkreis. Er steht im britischen Avebury und ist 4000 Jahre alt. Avebury Henge ist größer als Stonehenge und gilt als eine der wichtigsten Kultstätten der Jungsteinzeit auf der Erde.

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Blick von der Erde auf Jupiter und Venus

2012 gab es eine Konjunktion von Jupiter (links) und Venus (rechts). Man sah sie überall auf unserem Planeten. Es war fast egal, wo man lebte: Alle, die einen freien Blick zum Horizont im Westen hatten, sahen es nach Sonnenuntergang.

Ein kreativer Fotograf suchte damals einen Ort auf, der weit von den Lichtern der Stadt Szubin in Polen entfernt war. Dort lichtete er die engste Annäherung der beiden Planeten ab. Die hellen Planeten waren zu diesem Zeitpunkt nur ungefähr drei Grad voneinander entfernt. Die Tochter des Fotografen machte eine humorvolle Pose. Das schwache Rot im Hintergrund stammt noch vom Sonnenuntergang.

Jupiter und Venus stehen diese Woche wieder nahe beisammen. Wenn die Sonne untergegangen ist, sieht man die beiden im Westen am Himmel. In etwa zwei Tagen erreichen sie einen Abstand von nur einem Grad.

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Drei Bögen am Himmel über den verschneiten Alpen

Über den schneebedeckten Bergen leuchtet ein Sternenhimmel. Am Himmel verlaufen drei Bögen: links und rechts die Milchstraße und in der Mitte das Zodiakallicht.

Bildcredit und Bildrechte: Angel Fux

Warum wölben sich hier drei Bögen am Himmel statt nur zwei? Ein Hubschrauber brachte eine Astrofotografin vor einem Monat auf einen hohen Berggipfel in den Alpen nahe der Grenze zwischen der Schweiz und Italien. Dort hatte sie erwartet, zwei Bögen der Milchstraße im Lauf der Nacht zu sehen. Der innere Bogen beim Zentrum unserer Galaxis befindet sich auf der linken Seite des Bildes. Man sieht ihn kurz vor Sonnenaufgang am Morgenhimmel. Der äußere Bogen auf der rechten Seite erscheint kurz nach Sonnenuntergang am Abendhimmel.

Doch es waren drei Bögen da. Die überraschte Fotografin erkannte schnell, dass der Himmel dunkel genug war, um den ganzen Bogen des schwachen Zodiakallichtes zu erkennen. Dabei handelt es sich um feinen Staub in der Ebene des Sonnensystems, der das Sonnenlicht streut. Er verband kunstvoll die beiden Bögen der Milchstraße! Am nächsten Morgen wurde die Astrofotografin wieder vom Hubschrauber abgeholt. In weiteren 40 Stunden Arbeit fügte sie die Aufnahmen der Nacht zusammen. Dann war das 360-Grad-Panorama des dreifachen Bogens fertig.

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Blick auf die Milchstraße

Ein Tümpel in der Atacama spiegelt das Licht der Sterne. Weil das Bild gekippt ist, wirkt der kleine Teich wie ein Auge, in dem Sterne glitzern.
Bildcredit und Bildrechte: Miguel Claro (TWAN, Dark Sky Alqueva)

Glitzern manchmal Sterne in den Augen? Links im Bild ist ein Auge, bei dem das so scheint. Dabei blickt es auf noch mehr Sterne. Dieses Mosaik entstand aus 27 Einzelbildern. Es wurde 2019 bei den Ojas de Salar in der chilenischen Atacama aufgenommen.

Das „Auge“ ist eine kleine Lagune, die das Licht des dunklen Nachthimmels spiegelt, an dem sich die Milchstraße wölbt. Das scheinbar geschmeidige Band der Milchstraße besteht aus Milliarden von Sternen. Es ist durchzogen von Filamenten aus rot leuchtenden Nebeln und Staub, der Licht absorbiert.

Links neben dem galaktischen Bogen erkennt man Jupiter, Saturn steht leicht rechts neben der Milchstraße. Die Lichter von Kleinstädten sprenkeln den Horizont, der hier vertikal verläuft. Das felsige Gelände um die Lagune wirkt eher wie die Oberfläche des Mars als die unserer Erde.

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Tagundnachtgleiche an der Pyramide des Kukulcán

Bildcredit und Bildrechte: Robert Fedez

Um zu sehen, wie die gefiederte Schlange die Maya-Pyramide herabgleitet, braucht man perfekte zeitliche Planung. Dazu muss man Chichén Itzá auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán in den Tagen um die Tagundnachtgleiche besuchen. Am späten Nachmittag bilden die Schatten der Pyramide dann Dreiecke. Diese verschmelzen zu der berühmten Illusion einer Schlange, die sich windet.

Die beeindruckende Stufenpyramide ist auch als Pyramide des Kukulcán bekannt. Sie ist 30 Meter hoch. An der Basis ist sie 55 Meter breit. Das Bauwerk wurde zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert von der präkolumbianischen Zivilisation errichtet. Es besteht aus einer Reihe quadratischer Terrassen und kann als Kalender genutzt werden. Die Anlage ist für ihre astronomischen Ausrichtungen bekannt.

Dieses zusammengesetzte Bild entstand 2019. Damals rahmten Jupiter und Saturn das diagonale Band unserer Milchstraße. In ein paar Tagen gibt es wieder eine Tagundnachtgleiche – nicht nur am Tempel von Kukulcán, sondern auf der ganzen Erde.

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