Lunations-Matrix

Diese Matrix zeigt die Mondphasen vom 29. Juli bis 26. August während einer Lunation

Bildcredit und Bildrechte: Tunc Tezel (TWAN)

Wenn ihr jede Nacht den Mond beobachtet, seht ihr, wie sich seine sonnenbeleuchtete Seite allmählich verändert. Ein Mondzyklus oder eine Lunation verläuft in Phasen von Neumond zu Vollmond und wieder zu Neumond und dauert etwa 29,5 Tage.

Diese Matrix aus 7×4 Teleskopbildern zeigt von links oben nach rechts unten die Mondphasen in 28 aufeinanderfolgenden Nächten. Sie wurden vom Abend des 29. Juli bis zum Morgen des 26. August aufgenommen und folgen einer fast vollständigen Lunation. Etwa 24 Stunden nach und vor Neumond wurde kein Bild aufgenommen. Der Mond ist zu dieser Zeit höchstens eine schmale Sichel nahe an der Sonne, die wirklich schwierig zu beobachten ist.

Um einen weitgehend klaren Mittelmeerhimmel zu finden und dieses Mondzyklusprojekt zu vollenden, war gelegentlich eine Fahrt mit dem Auto nötig. Der erste Teil der Lunation wurde am frühen Abend fotografiert, die zweite Teil spätabends oder am frühen Morgen. Da alle Bilder im gleichen Maßstab aufgenommen wurden, könnt ihr anhand dieser Matrix die Änderung der scheinbaren Mondgröße während einer Lunation verfolgen. Wer die Mondphase findet, die dem Perigäum am nächsten kommt, erhält einen Bonus.

Heute: Internationale Mondbeobachtungsnacht
DE: Astronomietag
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Erntemond über Sizilien

Der Erntemond, ein Vollmond in der Hähe der Herbst-Tag-und-Nachtgleiche, leuchtet über Castiglione di Sicilia.

Bildcredit und Bildrechte: Dario Giannobile

Für die Leute auf der Nordhalbkugel war der Vollmond im September der Erntemond. Als er auf dieser Nahaufnahme vom 9. September über der historischen Stadt Castiglione di Sicilia aufging, gab er die warmen Farbtöne bei Sonnenuntergang wider.

Der Vollmond in zeitlicher Nähe der Herbst-Tag-und-Nachtgleiche wird traditionell Erntemond genannt und wird mit Festen, Sagen und Liedern gefeiert. Der Tradition nach ist der Name sehr passend. Auch wenn die Tage gegen Ende der Vegetationsperiode immer kürzer wurden, konnte die Landbevölkerung im Licht des Vollmondes, der von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang leuchtete, ihre Ernte einbringen.

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Raumstation Tiangong überquert den Mond

Die Raumsonde zieht vor dem halb beleuchteten Mond vorbei.

Bildcredit und Bildrechte: Lucy Yunxi Hu

Die zerklüftete Südpolregion des Mondes liegt auf diesem farbigen Porträt des abnehmenden Halbmondes oben. Es wurde aus den Einzel- und Standbildern eines Videos erstellt, das am 20. August in Springrange in New South Wales (Australien) aufgenommen wurde.

Das Panorama zeigt auch einen Transit der chinesischen Raumstation Tiangong. Der Transit dauerte nicht lang. Die Raumstation brauchte weniger als eine Sekunde, um die schattige und die sonnenbeschienene Mondscheibe zu überqueren. Tiangong befindet sich in einem niedrigen Erdorbit in einer Höhe von etwa 400 Kilometern, der Mond hingegen ist etwa 400.000 Kilometer entfernt.

Zarte Farbunterschiede auf der hellen Mondoberfläche sind auf den gestapelt verarbeiteten Bildern erkennbar. Mit bloßem Auge sind sie nicht sichtbar, und sie verraten echte Unterschiede in der chemischen Zusammensetzung der Mondoberfläche.

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Der Mond, verkleidet als Saturn

Das Bild zeigt den Mond am Nachthimmel der Erde hinter einem Wolkenstreifen, sodass er aussieht wie ein riesiger Saturn.

Bildcredit und Bildrechte: Francisco Sojuel

Warum wirkt Saturn so groß? Das tut er nicht – was man hier sieht, sind Wolken im Vordergrund auf der Erde, die vor dem Mond vorbeiziehen. Der Mond zeigt eine schmale Sichelphase, ein Großteil seiner Oberfläche leuchtet in einem aschfarbenen Licht, das von der Erde reflektiert wird. Die Sonne beleuchtet die helle Mondsichel direkt von unten, was bedeutet, dass die Sonne unter dem Horizont steht und das Bild somit vor Sonnenaufgang fotografiert wurde.

Dieses Bild, bei dem man zweimal hinsehen muss, wurde am 24. Dezember 2019 fotografiert. Zwei Tage später glitt der Mond bei einer Sonnenfinsternis vor der Sonne vorbei. Im Vordergrund leuchten die Lichter kleiner Städte in Guatemala hinter dem riesigen Vulkan Pacaya.

Nominiert: APOD erhält den ersten Preis für Öffentlichkeitsarbeit der Internationalen Astronomischen Union
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Der Adler steigt auf

Anaglyphe des Mondlandemoduls Eagle beim Aufstieg von der Mondoberfläche, links ragt die Erde über den Mondrand.

Bildcredit: Apollo 11, NASABildrechte: John Kaufmann (ALSJ)

Nehmt eure rot-blauen Brillen und seht euch dieses Stereobild im Mondorbit an. Die Stereo-Anaglyphe entstand aus zwei Fotos (AS11-44-6633, AS11-44-6634), die der Astronaut Michael Collins 1969 bei der Mission Apollo 11 fotografiert hat. Sie zeigt die Aufstiegsstufe der Mondlandefähre, genannt The Eagle (Adler), die am 21. Juli in der Mondumlaufbahn auf die Kommandokapsel traf.

An Bord der Aufstiegsstufe befanden sich Neil Armstrong und Buzz Aldrin, die als erste Menschen den Mond betreten haben. Der glatte, dunkle Bereich auf der Mondoberfläche ist das Mare Smythii. Es liegt knapp unter dem Äquator am äußersten östlichen Rand der Mondvorderseite. Hinter dem Horizont des Mondes lugt unser schöner Planet Erde hervor.

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Finde den Neumond

Der Mond ist auf diesem Bild, das kurz nach Neumond auf Sant Martí d'Empúries in Spanien entstand, eine kaum erkennbare Sichel.

Bildcredit und Bildrechte: Mohamad Soltanolkotabi

Seht ihr den Mond? Diese für gewöhnlich einfache Aufgabe kann ziemlich schwierig sein. Der Mond steht zwar die halbe Zeit über dem Horizont, doch seine Phase kann alles zwischen Sichel- bis Vollmond sein. Dieses Bild wurde Ende Mai auf Sant Martí d’Empúries in Spanien am frühen Morgen über dem Mittelmeer fotografiert.

Ein Grund, weshalb ihr diesen Mond nicht seht, ist, weil er sich kurz vor der Neumondphase befindet. Dabei sieht man von der Erde aus nur wenig von der sonnenbeleuchteten Hälfte. Ein weiterer Grund ist, dass dieser Mond nahe am Horizont steht und das Licht einen langen Pfad durch die Erdatmosphäre zurücklegt. Dieser Pfad dämpft die ohnehin blasse Sichel zusätzlich. Der dritte Grund ist, dass jeder Sichelmond nahe bei der Sonne steht, daher sieht man ihn kurz vor Sonnenaufgang (abnehmender Mond) oder nach Sonnenuntergang (zunehmender Mond).

Der Mond zeigt alle Phasen in einem Monat (Mon-d). Diesen Monat tritt die schmälste Mondsichel – Neumond – in drei Tagen auf.

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Panorama des Landeplatzes von Apollo 11

Dieses Panorama vom Landeplatz der Mission Apollo 11 wurde aus Bildern erstellt, die durch die Fenster der Mondlandefähre Eagle fotografiert wurden.

Neil Armstrong, Apollo 11, NASA

Habt ihr kürzlich ein Panorama aus einer anderen Welt gesehen? Dieses Panorama wurde aus hoch aufgelösten Rasterdateien der Original-Filmaufnahmen erstellt, es zeigt die prächtige Einöde am Landeplatz von Apollo 11 im Meer der Ruhe auf dem Mond. Neil Armstrong fotografierte die Bilder, als er kurz nach der Landung am 20. Juli 1969 aus seinem Fenster des Mondlandemoduls Eagle (Adler) blickte.

Das Bild ganz links (AS11-37-5449) ist das erste, das je eine Person auf einer anderen Welt fotografiert hat. Links im Vordergrund Richtung Süden sind Schubdüsen zu sehen, rechts im Westen der Schatten des Adlers. Zum Größenvergleich: Der große, seichte Krater rechts hat einen Durchmesser von etwa 12 Metern.

Die Bilder wurden etwa eineinhalb Stunden nach der Landung durch die Fenster der Mondlandefähre aufgenommen, noch vor dem Ausstieg auf die Mondoberfläche. Sie sollten den Landeplatz dokumentieren, für den Fall, dass eine frühe Abreise nötig wäre.

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Tycho und Clavius in der Morgendämmerung

Das Bild zeigt den jungen Krater Tycho und den alten Krater Clavius auf der Mondvorderseite in der Morgendämmerung.

Bildcredit und Bildrechte: Eduardo Schaberger Poupeau

Diese dramatische Teleskopansicht wurde am 7. Juli bei Halbmond fotografiert. Süden befindet sich oben. Das Bild zeigt den Mond-Terminator und die zerklüfteten südlichen Hochländer. Die Sonne leuchtet in einem niedrigen Winkel von rechts, während die Dämmerung den jungen Krater Tycho und den alten Krater Clavius in die Region erreicht.

Tycho ist der scharfkantige Krater links unter der Mitte, er ist 85 Kilometer groß und etwa 100 Millionen Jahre jung. Sein 2 Kilometer hoher Zentralberg und der Kraterwall reflektieren das helle Sonnenlicht, sein glatter Boden liegt im dunklen Schatten.

Die Trümmer, die bei dem Einschlag ausgeworfen wurden, als Tycho entstand, lassen den Krater bei fast vollem Mond sehr markant erscheinen, sie bilden ein gut sichtbares System heller Streifen und Strahlen, die über einen Großteil der Mondvorderseite reichen. Sogar ein Teil des Materials, das etwa 2000 Kilometer entfernt an der Landestelle von Apollo 17 gesammelt wurde, stammt wahrscheinlich vom Tycho-Einschlag.

Einer der ältesten und größten Krater auf der Vorderseite des Mondes, der 225 Kilometer große Clavius, liegt südlich von Tycho (darüber). Das Strahlensystem des Kraters Clavius vom ursprünglichen Einschlag ist schon lange verblasst.

Die verwitterten Wände und der glatte Boden des alten Kraters sind inzwischen von jüngeren, kleineren Kratern überlagert, deren Einschläge nach der Entstehung von Clavius stattfanden. Die Kuppen der neueren Kraterwände reichen über den älteren Krater hinaus. Sie reflektieren das frühe Licht der Morgendämmerung und bilden schmale, leuchtende Bögen im beschatteten Clavius.

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Vollmond über der Lublauer Burg

Vollmond über der Lublauer Burg in der Slowakei

Petr Horalek / Institute of Physics in Opava

Am 13. Juli entstand diese gut geplante Nahaufnahme mit Vollmond, der über der Lublauer Burg im Osten der Slowakei aufging. Der Fotograf war rund 3 Kilometer von der Burgmauer entfernt und etwa 357.000 Kilometer vom Vollmond nahe dem Perigäum, dem erdnächsten Punkt auf seiner elliptischen Bahn.

Vollmonde nahe dem Perigäum werden gelegentlich als Supermonde bezeichnet. Sie sind am Himmel des Planeten Erde etwas heller und größer als Vollmonde in der durchschnittlichen Entfernung von etwa 384.000 Kilometern.

Jeder Vollmond am Horizont kann die Auswirkungen der Refraktion über eine lange Sichtlinie durch eine dichte, klare Atmosphäre zeigen. Auf diesem Bild erzeugt die atmosphärische Brechung den leicht grünlichen Blitz oben, der von dünnen Wolken eingerahmt ist, und den ausgefransten roten unteren Rand des Juli-Volmondes beim Perigäum.

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Spuren der Planeten im Sonnensystem

Die Strichspuren aller Planeten im Sonnensystem und der Mondsichel am Morgenhimmel über der Verbotenen Stadt in Peking, China

Bildcredit und Bildrechte: Zheng Zhi

Auf dieser Postkarte von einem rotierenden Planeten ziehen Sterne über den klaren Morgenhimmel. Das Zeitrafferbild entstand aus nacheinander fotografierten Aufnahmen, die am 24. Juni während fast drei Stunden mit Kamera und Stativ neben der Verbotenen Stadt in Peking (China) aufgenommen wurden.

Die abnehmende Mondsichel zog nach Beginn der Aufnahmeserie links über dem östlichen Horizont den hellsten Streifen samt Reflexion im Wasser. Auch die Planeten des Sonnensystems waren an diesem Tag entlang der Ekliptik aufgereiht und zogen vor Sonnenaufgang ihre Spuren. Saturn ging an diesem Morgen als Erster auf. Die Spur des Ringplaneten beginnt noch knapp im Bild in der rechten oberen Ecke. Der innerste Planet Merkur ging erst kurz vor der Sonne auf. Er zog die kürzeste Spur, die in der Dämmerung links am Horizont beginnt. Uranus und Neptun sind blass und kaum zu erkennen, doch alle mit Sternspuren gemischten Planeten im Sonnensystem in der Szenerie sind beschriftet.

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Die Planeten des Sonnensystems

Alle Planeten und der abnehmende Sichelmond stehen vor Sonnenaufgang in einer Reihe über den östlichen Horizont bei Marina di San Nicola in Italien.

Bildcredit und Bildrechte: Antonio Canaveras, Chiara Tronci, Giovanni Esposito, Giuseppe Conzo, Luciana Guariglia (Gruppo Astrofili Palidoro)

Gleichzeitig fotografierte Bilder von vier Kameras wurden zu dieser stimmungsvollen Himmelslandschaft in der Dämmerung kombiniert. Das gemeinsam erstellte Astro-Panorama vom 24. Juni zeigt alle Planeten des Sonnensystems kurz vor Sonnenaufgang.

Der innerste Planet Merkur stand am nebeligen Morgen nahe am Horizont, er war in der Dämmerung links unter der gleißenden Venus gerade noch sichtbar. Der abnehmende Sichelmond und die anderen hellen, mit bloßem Auge sichtbaren Planeten – Mars, Jupiter und Saturn – leuchten nahe der Ekliptik und verteilen sich über das weite Sichtfeld nach rechts oben.

Für die viel blasseren Planeten Uranus und Neptun hätte man ein Fernglas gebraucht, doch auch sie standen am Himmel in der Ekliptik. Im Vordergrund befinden sich Ausgrabungen einer antiken römischen Villa bei Marina di San Nicola in Italien auf dem Planeten Erde.

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