Komet Enckes Schweif reißt ab

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Credit: Angelos Vourlidas (NRL) et al., SECCHI / STEREO, NASA

Beschreibung: Der periodische Komet Encke, der innerhalb der Merkurbahn pendelt, traf am 20. April auf eine Stoßwelle von der Sonne in Form eines koronalen Massenauswurfs (CME). Wenn CMEs – riesige Wolken energiereicher Partikel, die von der Sonne ausgestoßen werden – auf die Magnetosphäre der Erde treffen, lösen sie häufig Polarlichter aus. Doch in diesem Fall trug die Kollision den Schweif des Kometen fort. Der Schweif wurde wahrscheinlich eher von wechselwirkenden Magnetfeldern abgerissen als durch den mechanischen Druck der Kollision. Wenn Sie auf das zweigeteilte Bild klicken, wird ein Gif-Fim des bemerkenswerten Ereignisses abgespielt, der vom Heliospheric Imager an Bord der Raumsonde STEREO A aufgezeichnet wurde. Die Zeit zwischen den Einzelbildern des Films beträgt etwa 45 Minuten, während die Bilder in der Entfernung des Kometen etwa 14 mal 20 Millionen Kilometer umspannen. Natürlich haben sich auch früher schon ähnliche Kollisionen ereignet, da der alte Komet alle 3,3 Jahre seine Sonnenbahn durchläuft. Also keine Sorge, Enkes Schweif wächst nach!

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Tutulemma: Sonnenfinsternis-Analemma

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Credit und Bildrechte: Tunc Tezel und Cenk E. Tezel

Beschreibung: Wenn Sie täglich genau zur gleichen Zeit nach draußen gingen und ein Foto von Himmel und Sonne machten, welche Bahn würde die Sonne ziehen? Solche Bildserien erfordern viel Planung und Aufwand. Die 8er-Schleife, der die Sonne im Laufe eines Jahres folgt, wird Analemma genannt. Mit noch mehr Planung und Aufwand können solche Serien das Bild einer totalen Sonnenfinsternis enthalten. Oben sehen Sie ein solches Analemma mit totaler Sonnenfinsternis, auch Tutulemma genannt – ein Ausdruck, den die Fotografen vom türkischen Begriff für Finsternis abgeleitet haben. Die Komposit-Bildfolge wurde ab 2005 in der Türkei aufgenommen. Das Basisbild für die Serie stammt von der totalen Phase einer Sonnenfinsternis, die am 29. März 2006 in Side in der Türkei zu beobachten war. Rechts unten war während der Totalität auch die Venus zu sehen.

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Magellans kleine Wolke

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Credit und Bildrechte: Stéphane Guisard

Beschreibung: Der portugiesische Seefahrer Ferdinand Magellan und seine Mannschaft hatten reichlich Zeit um während der ersten Umsegelung des Planeten Erde den südlichen Himmel zu studieren. Ein Ergebnis davon ist, dass zwei Himmelswunder, für Beobachter des südlichen Sternenhimmels leicht zu sehen, als Magellans Wolken bekannt sind. Von diesen kosmischen Wolken weiß man inzwischen, dass es irreguläre Zwerggalaxien sind, Begleiter unserer größeren Spiral-Milchstraßengalaxis. Die oben abgebildete Kleine Magellansche Wolke breitet sich über etwa 15.000 Lichtjahre aus und enthält mehrere hundert Millionen Sterne. Mit einer Entfernung von etwa 210.000 Lichtjahren im Sternbild Tukan ist sie die viertnächste der bekannten Satellitengalaxien der Milchstraße, nach der Canis-Major- und der Sagittarius-Zwerggalaxie sowie der Großen Magellanschen Wolke. Diese großartige Ansicht enthält auch die beiden Vordergrund-Kugelsternhaufen NGC 362 (oben links) und 47 Tucanae. Der imposante 47 Tucanae ist lediglich 13.000 Lichtjahre entfernt und hier links von der Kleinen Magellanschen Wolke zu sehen.

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Milchstraßenband

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Credit und Bildrechte: John P. Gleason, Celestial Images

Beschreibung: Die meisten hellen Sterne unserer Milchstraße befinden sich in einer Scheibe. Nachdem sich auch unsere Sonne in dieser Scheibe befindet, sehen wir diese Sterne als diffuses Band, das den Himmel umgibt. Das oben gezeigte Panorama des nördlichen Bandes der Scheibe der Milchstreaße umfasst 90 Grad und ist ein digital kombiniertes Mosaik aus mehreren unabhängigen Aufnahmen. Wenn Sie den Rollbalken des Fensters nach rechts schieben, sehen Sie den Rest dieses spektakulären Bildes. Zu sehen sind viele prächtige Sterne, dunkle Staubspuren, rote Emissionsnebel, blaue Reflexionsnebel und Anhäufungen von Sternen. Zusätzlich zu allem was sichtbar ist, vermuten Astronomen, dass dort noch mehr Dunkle Materie existiert, die wir nicht sehen können.

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Mosaik des Dawn-Starts

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Credit und Bildrechte: Randy Pollock

Beschreibung: Kurz nach Sonnenaufgang am Donnerstag startete die Raumsonde Dawn von der Cape Canaveral Air Force Station aus ihre Reise zum Asteroidengürtel und wandte sich dabei ostwärts zum blauen, wolkigen Himmel. Die Reise von Dawn begann mit einer konventionellen, chemisch betankten Delta II-Rakete und wird mit einem innovativen Ionentriebwerk fortgesetzt. Der extrem effiziente Ionenantrieb wird mittels Sonnenenergie erzeugte Elektrizität verwenden um Xenonatome zu ionisieren und damit einen sanften, aber kontinuierlichen Schub zu erzeugen. Nach einer vier Jahre langen interplanetaren Kreuzfahrt wird Dawn zwei kleine Welten umkreisen, zuerst Vesta und dann Ceres. Vesta ist einer der größten Hauptgürtelasteroiden, während die Nomenklatur, die 2006 von der Internationalen Astronomischen Union vorgestellt wurde, die fast kugelförmige Ceres als Zwergplanet klassifiziert.

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Großaufnahme eines Lochs im Mars

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Credit: HiRISE, MRO, LPL (U. Arizona), NASA

Beschreibung: Diese Nahaufnahme des Instruments HiRISE an Bord des Mars Reconnaissance Orbiters zeigt eine geheimnisvolle dunkle Grube mit einem Durchmesser von etwa 150 Metern auf dem nördlichen Abhang des alten Marsvulkans Arsia Mons. Diese und ähnliche weitere Gruben weisen keine aufragenden Kanten oder andere Charakteristika eines Einschlagskraters auf, sie wurden in sichtbarem Licht und auf Infrarot-Bildern der Raumsonden Mars Odyssey und Mars Global Surveyor  entdeckt. Die Bilder im sichtbaren Licht zeigen nur die Dunkelheit darin, die Infrarotaufnahmen weisen thermale Merkmale darauf hin, dass die Öffnungen tief unter die Oberfläche des Mars reichen und vielleicht in unterirdische Höhlen sind. Auf dem später entstandenen Bild ist die Grubenwand von Sonnenlicht beleuchtet und offenbar fast senkrecht, obwohl der Grund, der mindestens 78 Meter tiefer liegt, nicht sichtbar ist. Die dunklen marsianischen Gruben sind vermutlich Einsturzschächte im Lavafluss, ähnlich vulkanischen Grubenkratern auf Hawaii.

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Ein Loch in der Sonne

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Credit: SOHOEIT Consortium, ESA, NASA

Beschreibung: Die dunkle Weite unterhalb des Äquators der Sonne ist ein coronales Loch – eine Region mit niedriger Dichte, die sich über der Oberfläche ausdehnt, wo sich das solare Magnetfeld frei in den interplanetaren Raum öffnet. Das Bild, in Falschfarben dargestellt, wurde am 19. September vom EIT-Instrument an Bord des Weltraumobservatoriums SOHO im extremen Ultraviolettlicht aufgenommen. Coronale Löcher werden seit den 1960er Jahren intensiv vom Weltraum aus im Ultraviolett– und Gammastrahlen-Licht erforscht und sind als Quelle für den Hochgeschwindigkeits- Sonnenwind, Atome und Elektronen, die entlang der offenen Magnetfeld-Linien ausströmen, bekannt. Der Sonnenwind, der von diesem coronalen Loch ausströmte, löste das farbenprächtige Aurora-Schauspiel auf dem Planeten Erde, das Ende letzter Woche begannen, und das Weltraumwetter-Beobachter in nördlichen Breiten genießen konnten.

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Saguaro-Mond

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Credit und Bldrechte: Stefan Seip (Astro Meeting)

Beschreibung: Ein Vollmondaufgang kann ein dramatischer Himmelsanblick sein, und Vollmonde können viele Namen haben. Der heutige Vollmond zum Beispiel, das ist jener, der kurz vor oder nach der Herbst-Tagundnachtgleiche auf der nördlichen Erdhalbkugel stattfindet, wird im Volksmund als Erntemond bezeichnet. Der Überlieferung nach ist diese Bezeichnung treffend, weil die Bauern am Ende der Vegetationsperiode bis spät in die Nacht hinein arbeiten konnten, um im Mondlicht die Ernte einzubringen. In der gleichen Tradition wird der Mond, der auf den Erntemond folgt, Jägermond genannt. Dieser Beitrag zu überwältigenden Bildern von Mondaufgängen, aufgenommen auf einer Reise in den amerikanischen Südwesten, wurde passenderweise Saguaro-Mond benannt.

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Zodiakallicht und falsche Dämmerung

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Credit und Bildrechte: Yuri Beletsky (ESO)

Beschreibung: Ein ungewöhnliches Dreieck aus Licht wird die nächsten zwei Monate lang für Beobachter auf der Nordhalbkugel der Erde vor Sonnenaufgang nahe dem östlichen Horizont besonders hell leuchten. Früher wurde es für die „falsche Dämmerung“ gehalten; dieses Dreieck aus Licht ist in Wirklichkeit das Zodiakallicht – Licht, das von interplanetaren Staubpartikeln reflektiert wird. Das Dreieck ist deutlich im linken Teil des Bildes, das im Juli am Paranal-Observatorium in Chile aufgenommen wurde, zu sehen. Staub in der Zodiakal-Ebene umkreist die Sonne vorwiegend in der gleichen Ebene wie die Planeten: der Ekliptik. Das Zodiakallicht ist zu dieser Zeit des Jahres so hell, weil das Staubband zu Sonnenaufgang fast senkrecht steht, sodass die dichte Luft am Horizont den relativ hellen reflektierenden Staub nicht blockiert. Das Zodiakallicht leuchtet für Bewohner der nördlichen Hemisphäre auch im März und April nach Sonnenuntergang sehr hell.

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Eine Sternbildungsregion in Infrarot

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Credit: S. Carey (SSC/Caltech), JPL-Caltech, NASA

Beschreibung: Wie bilden sich Sterne? Um diesen komplexen Sachverhalt zu untersuchen, nahmen Astronomen ein tiefes Infrarot-Bild von einer aktiven Region unserer Milchstraßen-Galaxie auf, in der sich zahlreiche Sterne bilden. In IRDC G11.11-0.11 gerinnen dicke Wolken aus Staub und Gas zu Sternen, die so dunkel sind, dass Menschen, die dort leben würden, einen leeren Nachthimmel vor sich hätten. Dieses Bild, das letztes Jahr vom Spitzer-Weltraumteleskop im Infrarotlicht aufgenommen wurde, zeigt unermessliche, leuchtende Felder von Gas und Staub, was darauf hinweist, dass ein guter Teil dieses Staubs von sich bildenden Sternen erhitzt wird. Die Zentren mancher Wolken, wie zum Beispiel das schlangenähnliche Gebilde oben links, sind so dicht und kalt, dass sie sogar im Ifrarotlicht dunkel erscheinen. Viele der roten Punkte sind leuchtende Staubhüllen um sehr junge, neu gebildete Sterne. Die ungewöhnliche rote Sphäre unterhalb der Schlange ist eigentlich ein Supernova-Überrest – die leuchtende Hülle eines jungen Sterns, der so massereich war, dass er sich sehr rasch entwickelte und explodierte. Die Region erstreckt sich über etwa 150 Lichtjahre und befindet sich ungefähr 10.000 Lichtjahre entfernt in Richtung des Sternbildes Schütze.

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Die gleiche Nacht

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Credit: Besatzung STS-68, NASA

Beschreibung:  Heute passiert die Sonne um 9:50 UT den Äquator des Sternenhimmels nach Süden. Dieses astronomische Ereignis, das so genannte Äquinoktium, markiert auf der Nordhalbkugel den ersten Herbsttag und des Frühlings im Süden. Äquinoktioum bedeutet gleiche Nacht; wenn die Sonne am Himmelsäquator steht, erleben die Erdbewohner fast genau 12 Stunden Tageslicht und 12 Stunden Dunkelheit. Natürlich werden für Bewohner der Südhalbkugel die Tage länger, während die Sonne am Himmel höher steigt, wenn der Sommer näher kommt. Ein paar Wochen nach dem September-Äquinoktium 1994 nahm die Besatzung der Raumräfre Endeavor dieses Bild mit der über dem Rand der Erde platzierten Sonne. Gleißendes Sonnenlicht beleuchtet die Heckflosse der Endeavor (die zur Erde zeigt) zusammen mit der Radarausrüstung in der Ladebucht.

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