Komet Holmes bekommt einen Schweif

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Credit und Bildrechte: Vicent Peris und José Luis Lamadrid (astrofoto.es)

Beschreibung: Komet Holmes bleibt weiterhin ein eindrucksvoller Anblick für das bloße Auge. Der Komet verringerte seine Helligkeit nur geringfügig und zeigt nun klar sichtbar eine größere Winkelausdehnung als Sterne und Planeten. Astrofotografen haben auch während der vergangenen Woche eine einen klar grünlichen Schimmer in der Coma festgestellt. Auf der obigen Abbildung aus Spanien, die aus drei digital kombinierten Aufnahmen kombiniert wurde, zeigt Komet 17P/Holmes nun einen deutlichen Schweif. Der blaue Ionenschweif entsteht, wenn Ionen des Sonnenwindes auf die Coma von Komet Holmes treffen und sie von der Sonne wegtreiben. Komet Holmes erfuhr einen unerwarteten, dramatischen Helligkeitszuwachs, der vor nur zwei Wochen begann. Die Details im Schweif von Komet Holmes geben Hinweise darauf, dass die Staub- und Gasexplosion, die diesen dramatischen Helligkeitszuwachs erzeugt hat, ein immer noch andauernder und komplexer Vorgang ist. Komet Holmes wird sich während des nächsten Monats nur langsam über den Himmel bewegen.

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Die nächstgelegene Galaxie: Die Canis-Major-Zwerggalaxie

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Illustrationscredit und -rechte: R. Ibata (Observatorium Straßburg, ULP) et al., 2MASS, NASA

Beschreibung: Welche Galaxie ist der Milchstraße am nächsten? Die neue Antwort auf diese alte Frage lautet: die Canis-Major-Zwerggalaxie. Viele Jahre lang dachten Astronomen, die Große Magellansche Wolke (LMC) wäre die nächste, doch diesen Titel hat sie 1994 an die Sagittarius-Zwerggalaxie verloren. Neuesten Messungen zufolge ist die Canis-Major-Zwerggalaxie nur 42.000 Lichtjahre vom Zentrum der Galaxis entfernt, das sind etwa drei Viertel der Entfernung zur Sagittarius-Zwerggalaxie und ein Viertel der Entfernung zur LMC. Die Entdeckung wurde anhand von Daten der 2MASS-Himmelsdurchmusterung gemacht, da das Infrarotlicht eine bessere Sicht durch unsere im optisch undurchsichtige galaktische Ebene erlaubt. Die beschriftete Illustration oben zeigt die Position der neu entdeckten Canis-Major-Zwerggalaxie und den ihr zugehörigen Gezeitenstrom von Material in Relation zu unserer Milchstraßen-Galaxie. Die Canis-Major-Zwerggalaxie und andere Satellitengalaxien werden langsam  von den Gravitationskräften auseinandergerissen, während sie um unsere Galaxie und durch sie hindurchwandern.

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Der goldene Komet Holmes

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Credit und Bildrechte: Don Goldman

Beschreibung: Der alle überraschende Komet Holmes bleibt gut sichtbar als runde, unscharfe Wolke im nördlichen Sternbild Perseus. Himmelsbeobachter mit Teleskopen, Ferngläsern oder auch jenen, die einfach einen Blick hinauf riskieren, können das jüngste Wunderkind des Sonnensystems genießen, während es etwa 150 Millionen Kilometer von der Erde entfernt jenseits der Marsbahn dahingleitet. Während er sich immer noch ausdehnt, erreicht Holmes bereits etwa ein Drittel der Größe des Vollmondes, und viele Beobachter berichten von einem gelblichen Farbton in der staubhaltigen Coma. Ein goldener Farbton dominiert diese Teleskopansicht, die am 1. November aufgenommen wurde und Strukturen im hellen Zentrum der Coma zeigt. Doch wo ist der Schweif des Kometen? Wie bei jedem guten Kometen wäre Homes‘ Schweif von der Sonne abgewandt. Das wäre fast genau die Sichtrichtung hinter dem Kometen, weshalb der Schweif sehr schwierig zu beobachten ist.

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Drei Nebel mit Schmalbandfiltern

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Credit und Bildrechte: Michael Mayda

Beschreibung: Schmalbandfilter und eine Falschfarbenpalette geben diesen drei Nebeln eine überwältigende Erscheinung vor der kosmischen Leinwand der zentralen Milchstraße. Alle drei Sternkinderstuben sind etwa 5000 Lichtjahre entfernt im nebelreichen Sternbild Schütze. Im 18. Jahrhundert katalogisierte der Astronom Charles Messier zwei davon: den farbenprächtigen M8, oben rechts von der Mitte, und den kompakten M20 links. Der dritte, NGC 6559, ist unten rechts. M8 mit seinem Durchmesser von mehr als hundert Lichtjahren ist auch als Lagunen-Nebel bekannt. Da er von dunklen Staubspuren zerteilt wird, ist der gebräuchlichste Name von  M20 der Trifid. Auf dem Kompositbild wurden die schmalen Emissionslinien von Schwefel, Wasserstoff und Sauerstoffatomen mithilfe von Filtern entsprechend in rot, grün und blau abgebildet. Dieses Farbschema wurde durch Aufnahmen des Hubble-Weltraumteleskops bekannt. Doch erdgebundenen Teleskopen ermöglichen Schmalbandfilter außerdem, die überhand nehmende Lichtverschmutzung zu umgehen und faszinierende kosmische Bilder vom Stadthimmel aus zu machen.

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Das merkwürdige Paar Arp 87

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Credit: NASA, ESA und das Hubble Heritage Team (STScI / AURA)

Beschreibung: Eine kosmische Brücke aus Sternen, Gas und Staub erstreckt sich über 75.000 Lichtjahre und verbindet dieses besondere Paar von Galaxien, das als Arp 87 katalogisiert ist. Die Brücke ist ein starkes Indiz dafür, dass diese beiden gewaltigen Sternsysteme einander in geringem Abstand passiert haben und dabei starken Gezeitenkräften ausgesetzt waren, die durch die gegenseitige Gravitationseinwirkung hervorgerufen wurden. Ein weiterer Hinweis ist, dass die von oben sichtbare Spiralgalaxie rechts, auch bekannt als NGC 3808A, viele junge blaue Sternhaufen enthält, die während einer gehäuften Sternbildung entstanden sind. Die verdrehte von der Seite sichtbare Spirale links (NGC 3808B) scheint in dem Material, das die Galaxien verbindet, eingewickelt und von einem seltsamen Polarring umgeben zu sein. Auch wenn sich solche Interaktionen über Milliarden von Jahren hinziehen, sollten wiederholte enge Passagen schließlich zur Verschmelzung eines solchen Paares von Galaxien zu einer größeren einzelnen Galaxie aus Sternen führen. Obwohl dieses Szenario auffällig wirkt, finden Verschmelzungen von Galaxien wahrscheinlich häufig statt, wobei Arp 87 ein Stadium in diesem unvermeidlichen Prozess darstellt. Das Paar Arp 87 liegt etwa 300 Millionen Lichtjahre entfernt im Löwen. Die markante von der Kante sichtbare Spirale hinten links scheint eine weiter entfernte Hintergrundgalaxie zu sein, die nicht in diese Verschmelzung involviert ist.

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Halloween und der Geisterkopf-Nebel

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Credit: Mohammad Heydari-Malayeri (Observatoire de Paris) et al., ESA, NASA

Beschreibung: Der Ursprung von Halloween ist historisch und astronomisch. Seit dem fünften Jahrhundert vor Christus wurde Halloween als ein „Viertel-Kreuzungspunkt-Tag“ gefeiert und ist der Tag zwischen dem Äquinoktikum (Tag-Nacht-Gleiche) und der Sonnenwende (kürzester Tag/längste Nacht auf der Nordhalbkugel). Wie auch immer, auf unserem modernen Kalender tritt der tatsächliche Viertel-Kreuzungspunkt-Tag nächste Woche ein. Ein weiterer Viertel-Kreuzungspunkt-Tag ist der Murmeltier-Tag.  Die modernen Halloween-Feiern haben historische Wurzeln; das Verkleiden hatte den Zweck, die Geister der Toten zu verscheuchen. Eine vielleicht passende Anerkennung an diesen historischen Feiertag ist der oben abgebildete Geisterkopf-Nebel, der vom Weltraumteleskop Hubble aufgenommen wurde. Sein Aussehen erinnert an einen fiktionalen Geist; NGC 2080 ist eine Sternbildungsregion in der Großen Magellanschen Wolke, einer Satellitengalaxie unserer eigenen Milchstraßen-Galaxie. Der Geisterkopf-Nebel erstreckt sich über 50 Lichtjahre und ist in typischen Farben dargestellt.

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Die Koma des Kometen Holmes dehnt sich aus

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Credit und Bildrechte: Eric Allen Observatoire du Cégep de Trois-Rivières

Beschreibung: Gehen Sie heute Nacht hinaus und schauen Sie den Kometen Holmes an. Sie brauchen kein Fernglas oder Teleskop – nur Neugierde und eine Himmelskarte. Letzte Woche durchlebte Komet 17P/Holmes einen ungewöhnlichen Ausbruch, der ihn unerwarteter Weise von der Sichtbarkeitsgrenze zu einem der hellsten Kometen der letzen Jahre beförderte. Himmelsschwärmer auf der Nordhalbkugel haben die Entwicklung des Kometen genau verfolgt. Auf der obigen Abbildung aus Quebec in Kanada hat sich die Coma des Kometen Holmes während der letzten Tage beachtlich ausgedehnt. Auf dem obigen Bild wurde ein Bild von Jupiter künstlich eingefügt, um die Winkelgröße vergleichen zu können. Jupiter wurde in der Größe abgebildet, in der er erscheinen würde, wenn er neben dem Kometen Holmes stehen würde. Wie der Komet Holmes sich weiter entwickelt ist unklar, da die sich ausdehnende Gaswolke von seinem kürzlich erfolgten Ausbruch sich möglicherweise langsam ausbreitet und verblasst.

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Teleskopansicht des ausgasenden Kometen Holmes

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Credit und Bildrechte: Igor Chekalin

Beschreibung: Was ist mit dem Kometen Holmes passiert? Ein normalerweise schwacher Komet, der vor mehr als 100 Jahren entdeckt wurde, Komet 17P/Holmes, wurde letzte Woche plötzlich fast eine Million mal heller, und das in vielleicht nur wenigen Stunden. Um einen astronomischen Fachbegriff zu verwenden hellte der Komet von 17 Magnituden, die nur mit einem guten Teleskop sichtbar sind, auf 3 Magnituden auf und wurde so für das bloße Auge sichtbar. Komet Holmes hatte seinen sonnennächsten Punkt außerhalb des Marsorbits bereits im Mai 2007 passiert und war auf dem Weg zurück nahe der Bahn von Jupiter, als der Ausbruch geschah. Die plötzliche Aufhellung des Kometen stammt wahrscheinlich von einem das Sonnenlicht refklektierenden Ausgasen, das vielleicht mit schmelzendem Eis über einer gasgefüllten Höhle zu tun hat oder gar dem teilweisen Bruch des Kometenkerns. Auf der obigen Abbildung, die mittels eines kleinen Teleskops letzten Donnerstag gemacht wurde, erschien Komet Holmes als ein verschwommener gelber Punkt, mit einem deutlich größeren Abbildungswinkel als durch der Erdatmosphäre verschwommene ferne Sterne. Auch wenn Kometen Holmes wegen seines Bahnverlaufs während der nächsten zwei Jahre am nördlichen Sternenhimmel stehen wird, bleibt offen, ob er am besten mit einem Teleskop oder mit Sonnenbrillen zu sehen sein wird.

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Leuchtende Nachtwolken über Schweden

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Credit und Bildrechte: P-M Hedén

Beschreibung: Manchmal ist auf der Erde Nacht und am Himmel Tag. Da sich die Erde dreht und dabei immer wieder die Sonne bedeckt, steigt der Sonnenuntergang quasi von der Erde auf. Wenn also am Boden die Sonne untergeht, leuchtet sie immer noch auf die Wolken darüber. Unter normalen Umständen ist vielleicht ein hübscher Sonnenuntergang zu sehen sein, doch ungewöhnliche leuchtende Nachtwolken schweben so hoch, dass sie auch nach Einbruch der Dunkelheit noch gut zu sehen sind. Diese Abbildung vom letzten Monat zeigt eine Gruppe leuchtender Nachtwolken, die nach Einbruch der Dämmerung in der Nähe von Vallentuna in Schweden einen farbenprächtigen, schaurigen Glanz verbreiten. Man vermutet, dass leuchtende Nachtwolken aus kleinen, eisbedeckten Partikeln bestehen, doch viele Details sind noch offen. Satelliten wie Odin (Schweden) oder AIM (NASA) sollen nun diese Wolken untersuchen. Neueste Hinweise lassen vermuten, dass zumindest einige der leuchtenden Nachtwolken von gefrorenem Wasser aus den Abgasen von Raumfähren stammt.

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Der große Carinanebel

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Credit und Bildrechte: Robert Gendler und Stephane Guisard

Beschreibung: Ein Juwel des südlichen Himmels, der große Carina-Nebel, auch bekannt als NGC 3372, erstreckt sich über 300 Lichtjahre und ist eine der größten Sternbildungsregionen unserer Galaxis. Wie auch der kleinere, nördlicher gelegene Orion-Nebel ist der Carina-Nebel leicht mit bloßem Auge zu sehen, obwohl er mit einer Entfernung von 7.500 Lichtjahren an die fünfmal weiter entfernt ist. Diese beeindruckende Teleskopsicht enthüllt bemerkenswerte Details der leuchtenden Filamente dieser Region aus interstellarem Gas und dunklen kosmischen Staubwolken. Der Carina-Nebel enthält junge, extrem massereiche Sterne, einschließlich des immer noch rätselhaften veränderlichen Sterns Eta Carinae; dieser Stern hat mehr als 100 Sonnenmassen. Eta Carinae ist der helle Stern links der dunklen Aussparung im Zentrum dieses Feldes und liegt genau unter dem staubhaltigen Schlüsselloch-Nebel (NGC 3324).

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Ausbruch am Kometen Holmes

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Credit und Bildrechte: Babak Tafreshi und Alan Friedman (Einschub)

Beschreibung: Zu Beginn dieser Woche erstaunte Komet 17P/Holmes Kometenbeobachter auf dem ganzen Planeten Erde. Am 24. Oktober erhöhte sich seine Helligkeit in wenigen Stunden um mehr als eine halbe Million Mal. Der Ausbruch verwandelte den dunklen und schwachen Kometen, der in aller Stille mit einer Periode von etwa sieben Jahren um die Sonne kreist, in ein mit bloßem Auge sichtbares Objekt, das mit den helleren Sternen im Sternbild Perseus rivalisiert. Diese Aufnahme, entstanden an diesem Tag in Tehran im Iran, zeigt die drastische neue Sichtbarkeit des Kometen (im Kreis) am Stadthimmel. Das Insert (links) ist ein Teleskopbild von einem Hinterhof in Buffalo, New York, welches die beeindruckende Coma des Kometen zeigt, doch auch das offensichtliche Fehlen eines Schweifes. Der Ausbruch von Holmes könnte mit einer plötzlichen Enthüllung von frischem Kometeneis oder sogar mit dem Aufbrechen des Kometenkerns zusammenhängen. Der Komet könnte die nächsten Tage weiterhin so hell bleiben.

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