Verfinstertes Mondlicht

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Credit und Bildrechte: Jerry Lodriguss (Catching the Light)

Beschreibung: Mondbeobachter, die mit einem klaren Himmel über Amerika, Europa, Afrika oder Westasien gesegnet waren, genossen diese Woche eine totale Mondfinsternis. Astrofotograf Jerry Lodriguss fing das verfinsterte Mondlicht ein und machte diese Ansicht des beeindruckenden himmlischen Ereignisses mit dem beschatteten Mond, der links vom wandernden Planeten Saturn begleitet wird, mit dem hellen Regulus, dem Alpha-Stern des Sternbildes Löwe, darüber. Das bezaubernde Kompositbild wurde durch Kombination einer gefilterten Teleaufnahme des Mondes mit dem umgebenden Sternfeld, das mit dem Teleskop aufgenommen wurde, hergestellt. Die Kombination dramatisiert das gerötete Mondlicht, da es deutlich die Helligkeitsabstufungen und unterschiedlichen Farbtöne im nicht ganz so dunklen Schatten der Erde über der Mondoberfläche zeigt.

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Der Pferdekopfnebel im Orion

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Credit und Bildrechte: Victor Bertol

Beschreibung: Der Pferdekopfnebel ist einer der berühmtesten Nebel am Himmel. Er ist eine dunkle Markierung im roten Emissionsnebel links unter der Bildmitte dieses Fotos. Der hellste Stern auf der linken Seite befindet sich im Gürtel des bekannten Sternbildes Orion. Die Pferdekopf-Struktur erscheint dunkel, weil sie eine undurchsichtige Staubwolke ist, die vor dem hellen roten Emissionsnebel liegt. Ähnlich wie Wolken in der Erdatmosphäre hat diese kosmische Wolke zufällig eine wiedererkennbare Form. Nach vielen Tausenden von Jahren werden die Bewegungen im Inneren der Wolke ihre Erscheinung verändern. Die rote Farbe des Emissionsnebels wird durch Elektronen verursacht, die sich mit Protonen rekombinieren, um Wasserstoffatome zu bilden. Ebenfalls auf diesem Bild zu sehen sind blaue Reflexionsnebel, die vorzugsweise das blaue Licht von nahe gelegenen Sternen reflektieren.

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Schmale Mondbahn

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Credit und Bildrechte: Stefan Seip (TWAN)

Beschreibung: Keine Spezialfilter – nicht einmal ein Teleskop – sind nötig, um eine geruhsame Mondfinsternis zu genießen. Tatsächlich haben diese regelmäßigen himmlischen Vorstellungen, die von der gesamten Nachtseite des Planeten Erde aus beobachtet werden, schon viele Gelegenheits-Himmelsbeobachter unterhalten. Dennoch sieht dieses auffällige Bild einer Mondfinsternis vielleicht ungewohnt aus. Um es zu machen stellte Astrofotograf Stefan Seip seine Kamera auf ein Stativ und öffnete den Verschluss während der gesamten totalen Mondfinsternis am 3. März 2007. Das sich daraus ergebende Bild zeichnet die Bahn des Mondes und schmalere Spuren von Sternen auf, wie sie durch die Nacht gleiten. Die üblichen Rottöne während der Totalitätsphase einer Mondfinsternis sind entlang des dunkleren, schmaleren Abschnitts der Mondspur klar erkennbar. Wenigstens ein Teil der Mondfinsternis von heute Nacht wird bei klarem Himmel über Amerika, Europa, Afrika und Westasien sichtbar sein. Die Finsternis dauert mehr als drei Stunden vom Beginn bis zum Ende, mit etwa 50 Minuten Totalität. Die Finsternis heute Nacht ist die letzte totale Mondfinsternis bis Dezember 2010.

Mondfinsternis: Zeiten | Webcast | Fototipps
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Columbus-Labor an der Internationalen Raumstation installiert

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Credit: Besatzungen STS-122 und Expedition 16, ESA, NASA

Beschreibung: Die Internationale Raumstation (ISS) wurde mit einem leistungsfähigen neuen Wissenschaftslabor ausgerüstet. Die Raumfähre Atlantis brachte das Labor Columbus zur ISS und schloss letzte Woche das sieben Meter lange Modul  an. Columbus hat zehn Halterungen für Experimente, die entweder von der Station oder dem Columbus-Kontrollzentrum in Deutschland aus kontrolliert werden können. Das erste Satz von Experimenten enthält das Fluid Science Laboratory, das die die Eigenschaften von Flüssigkeiten in der Mikrogravitation des niedrigen Erdorbits untersucht, sowie Biolab, das Experimente mit Mikroorganismen unterstützt. Zukünftige Columbus-Experimente sind unter anderem eine Atomuhr,  die winzige Zeiteffekte einschließlich jener, die laut Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie zu erwarten sind, misst. Oben abgebildet ist Missionsspezialist Hans Schlegel, der an der Außenseite von Columbus arbeitet. Wissenschaftler aus der ganzen Welt können Experimente, die während seiner zehn Jahre dauernden Mission in diesem Labor durchgeführt werden sollen, vorschlagen und abwickeln.

Totale Mondfinsternis in der Nacht vom 20. auf 21. Februar!
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BLG-109: Eine ferne Version unseres Sonnensystems

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Illustrationscredit: KASI, CBNU, ARCSEC, NSF

Beschreibung: Wie häufig sind Planetensysteme wie unseres? Vielleicht ziemlich gewöhnlich, nachdem nun das erste Planetensystem, das unserem Sonnensystem gleicht, mithilfe einer neu adaptierten Technik, mit welcher bisher nur sechs Planetensysteme untersucht wurden, entdeckt wurde. Die Technik, die als Mikrolinseneffekt bezeichnet wird, sucht nach aussagekräftigen Helligkeits-Änderungen, die im Licht eines Sterns gemessen werden, wenn ein Vordergrund-Stern mit Planeten zufällig fast direkt vor einem weiter entfernten Stern vorbeizieht. Das Licht des weiter entfernten Sterns, das auf eine vorhersagbare Weise von der Gravitation des näher liegenden Systems abgelenkt wird. Unlängst brachte eine genaue Untersuchung des Mikrolensing-Systems OGLE-2006-BLG-109 Helligkeitsänderungen in Verbindung mit zwei Planeten, die Jupiter und Saturn in unserem Sonnensystem ähneln. Diese Entdeckung unterstützt den verlockenden Schluss, dass innere Planeten, darunter vielleicht erdähnliche Planeten, ebenfalls weit verbreitet sein könnten. Oben abgebildet ist eine künstlerische Darstellung, wie das Planetensystem BLG-109 aussehen könnte.

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M1: Der Krebsnebel von Hubble

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Bildcredit: NASA, ESA, J. Hester, A. Loll (ASU); Dank an: Davide De Martin (Skyfactory)

Beschreibung: Das ist das Durcheinander, das zurückbleibt, wenn ein Stern explodiert. Der Krabben-Nebel, das Ergebnis einer Supernova, die 1054 n. Ch. zu sehen war, ist mit rätselhaften Filamenten gefüllt. Die Filamente sind nicht nur ungeheuer komplex, sondern scheinen auch noch weniger Masse zu besitzen, als von der ursprünglichen Supernova ausgeworfen wurde, und eine höhere Geschwindigkeit, als man von einer freien Explosion erwarten würde. Das obige Bild, aufgenommen vom Hubble-Weltraumteleskop, wird in drei nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten ausgewählten Farben dargestellt. Der Krebsnebel erstreckt sich über 10 Lichtjahre. Im Zentrum des Nebels liegt ein Pulsar: ein Neutronenstern, so massereich wie die Sonne, doch lediglich so groß wie eine kleine Stadt. Der Krebs-Pulsar rotiert etwa 30 Mal in der Sekunde.

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Large Binocular Telescope

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Credit und Bildrechte: Stefan Seip (TWAN)

Beschreibung: Ein sternklarer Himmel mit Mondlicht am Horizont und die nördliche Milchstraße bilden den Hintergrund für diese dramatische Ansicht der Welt bei Nacht. Das imposante Bauwerk im Vordergrund beherbergt das Large Binocular Telescope (LBT) auf dem Mount Graham in Arizona. Die beiden 8,4-Meter-Spiegel im Inneren des LBT befinden sich Seite an Seite auf einer gemeinsamen Montierung – eine Anordnung, welche die Bauweise eines einfachen optischen Geräts nachahmt, das üblicherweise um den Nacken herum getragen wird. Auch wenn es nicht gerade transportabel ist, liegen die Vorteile einer großformatigen Fernglas-Anordnung unter anderem in einer Zunahme an Empfindlichkeit gegenüber einem Fernrohr mit nur einem Spiegel sowie einer hohen Auflösung bei lichtschwachen Objekten in einem relativ großen Gesichtsfeld. Eine internationale Zusammenarbeit betreibt das LBT-Observatorium.

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Junge Sterne in der Wolke von Rho Ophiuchi

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Credit: NASA JPL-Caltech, Harvard-Smithsonian CfA

Beschreibung: Kosmische Staubwolken und darin eingebettete neugeborene Sterne leuchten im Infrarot-Wellenlängenbereich auf diesem atemberaubenden Falschfarben-Bild des Spitzer-Weltraumteleskops. Abgebildet ist aus einer der am nächsten gelegenen Sternbildungsregionen ein Teil des Wolkenkomplexes Rho Ophiuchi, etwa 400 Lichtjahre entfernt nahe dem südlichen Ende des aussprechbaren Sternbildes Ophiuchus. Die Ansicht erstreckt sich über fünf Lichtjahre in der geschätzten Entfernung. Nachdem neu geborene Sterne sich in einer riesigen Wolke aus kaltem molekularem Wasserstoffgas gebildet haben, heizen sie den umgebenden Staub auf und erzeugen so das infrarote Leuchten. Eine Untersuchung der Region im alles durchdringenden Infrarot-Licht brachte in etwa 300 entstehende und neu gebildete Sterne zutage, deren durchschnittliches Alter auf etwa 300.000 Jahre geschätzt wird – extrem jung, verglichen mit dem Alter der Sonne von fünf Milliarden Jahren.

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Langstielige Rosette

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Credit und Bildrechte: Adam Block (Caelum Observatory) und
Tim Puckett

Beschreibung: Der Rosettennebel (alias NGC 2237) ist nicht die einzige kosmische Wolke aus Gas und Staub, die an das Bild einer Blume erinnert. Doch sie wird am häufigsten als ein zu Valentinstag passendes astronomisches Bild vorgeschlagen. Unter den vielen ausgezeichneten an die APOD-Herausgeber geschickten Bidern des Rosettennebels schien diese Ansicht am passendsten – mit einem langen Stiel aus leuchtendem Wasserstoffgas in der auf der Bildkomposition enthaltenen Region. Die Blütenblätter dieser Rose am Rand einer riesigen Molekülwolke im Einhorn, etwa 5.000 Lichtjahre entfernt, sind eine Sterngeburtstätte, deren liebliche, symmetrische Form von den Winden und der Strahlung von den jungen heißen Sternen des zentralen Haufens geformt wird. Die Sterne in dem energiereichen Haufen, katalogisiert als NGC 2244, sind nur wenige Millionen Jahre alt, während die Höhlung in der Mitte des Rosettennebels etwa 50 Lichtjahre misst. Herzlichen Valentinstag!

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Elliptische Galaxie NGC 1132

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Credit: NASA, ESA, M. West (ESO, Chile) und CXC / Penn. State / G. Garmire et al.

Beschreibung: NGC 1132 ist eine glatte Galaxie – doch wie ist sie entstanden? Als elliptische Galaxie enthält NGC 1132 wenig Staub und Gas, und in jüngerer Zeit haben sich nur wenige Sterne gebildet. Obwohl sich viele elliptische Galaxien in Galaxienhaufen befinden, erscheint NGC 1132 als eine riesige, isolierte Galaxie im Sternbild des Flusses Eridanus. Um die Geschichte dieser faszinierenden Billionen-Sterne-Kugel zu untersuchen, fotografierten Astronomen NGC 1132 sowohl in sichtbarem Licht mit dem Hubble-Weltraumteleskop als auch im Röntgen-Licht mit dem Chandra-Röntgenteleskop. Auf diesem Komposit in Falschfarben ist sichtbares Licht weiß, während Röntgenlicht blau dargestellt ist und das ungewöhnliche Vorkommen sehr heißen Gases anzeigt. Das Röntgenlicht zeigt möglicherweise auch die Position Dunkler Materie an. Eine Hypothese besagt, dass NGC 1132 das Ergebnis einer Serie von Galaxienverschmelzungen in einer früheren kleinen Gruppe von Galaxien ist. NGC 1132 ist mehr als 300 Millionen Lichtjahre entfernt, daher wurde das Licht, das wir heute von ihr sehen, bereits ausgestrahlt, bevor die Dinosaurier die Erde bevölkerten. Zahlreiche faszinierende Hintergrundgalaxien sind in der Ferne zu sehen.

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Echos von RS Pup

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Credit: Pierre Kervella (Observatoire de Paris) et al., Antoine Mérand (CHARA), et al., ESO

Beschreibung: Dieser Staub-Reflexionsnebel umgibt den pulsierenden Stern RS Pup, der etwa zehnmal massereicher als die Sonne und für gewöhnlich 15.000 Mal heller ist. Tatsächlich ist RS Pup ein variabler Stern der Cepheiden-Klasse, das ist eine Klasse von Sternen, deren Helligkeit dazu verwendet wird, um die Entfernungen nahe gelegener Galaxien abzuschätzen – als einer der ersten Schritte bei der Erstellung einer kosmischen Entfernungsskala. Da RS Pup mit einer Periode von etwa 40 Tagen pulsiert, sind seine regelmäßigen Helligkeitsschwankungen – mit einer Zeitverzögerung – auch im Nebel zu sehen, gewissermaßen als Lichtecho. Das andernfalls unermessliche Licht von RS Pup wird hinter dem dunklen Streifen in der Bildmitte versteckt. Unter Verwendung neuer Messmethoden für Zeitverzögerung und Winkelgröße des Nebels erlaubt die bekannte Lichtgeschwindigkeit den Astronomen, die Entfernung von RS Pup geometrisch auf 6.500 Lichtjahre zu ermitteln mit einer bemerkenswert kleinen Unsicherheit von plus/minus 90 Lichtjahren. Als eindrucksvolle Leistung stellarer Astronomie liefert die echo-basierende Entfernungsmessung auch einen genaueren Wert für die tatsächliche Helligkeit von RS Pup und verbessert unter Berücksichtigung anderer Cepheiden die Kenntnisse der Entfernungen zu Galaxien jenseits der Milchstraße.

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