Der Komet R3 (PanSTARRS) wird heller

Am sternenübersäten Himmel über dunklen Berggipfeln steht ein Komet mit einem grünlichen Kopf und einem langen, geraden, weißen Schweif, der nach rechts oben weist.
Bildcredit und Bildrechte: José Rodrigues

Komet R3 wird zunehmend heller. Wird er überleben? Der Komet mit der vollständigen Bezeichnung C/2025 R3 (PanSTARRS) ist seit seiner Entdeckung im letzten Jahr langsam heller geworden. Zudem ist sein Plasmaschweif gewachsen. In diesem Monat zeigt sich der zerbröselnde Berg aus schmutzigem Eis am schönsten. Denn er erreicht seine geringsten Abstände zur Sonne (am 19. April) und zur Erde (am 25. April).

Dieses Bild zeigt R3 mit seinem Schweif, der sich über mehr als 10 Grad erstreckt. Es entstand vor zwei Nächten in Sitten in der Schweiz. Links sehr ihr einen großen Berg mit dem Namen Bietschhorn. Den Kometen R3 könnt ihr Mitte April vor Sonnenaufgang beobachten. Die zukünftige Entwicklung der Helligkeit von Kometen lässt sich nur schwierig vorhersagen. Aber R3 ist bereits so hell, dass er leicht zu fotografieren ist. Vielleicht wird er sogar freiäugig sichtbar.

Das physische Schicksal von Komet R3 ist ebenfalls ungewiss. Wie zuvor Komet A1 (MAPS) in diesem Monat wird er nah an der Sonne vorbeifliegen und könnte dabei – wie Komet A1 – zerfallen. Oder er überlebt und verlässt das Sonnensystem.

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Artemis II: Der 6. Flugtag

Links ragt das Raumschiff Orion ins Bild. Der Mond rechts in der Mitte wirkt dunkel wie Kohle. Er ist seitlich von der Sonne beleuchtet. Ganz rechts steht die Erde als kleine Sichel am Mondrand.
Bildcredit: NASA, Artemis II

Am 6. Flugtag gelang der Mission Artemis II ein historischer Vorbeiflug. Bei dem Manöver umrundete sie am 6. April die Rückseite des Mondes. Es war der erste Vorstoß der Menschheit in die Tiefen des Alls seit dem Jahr 1972. Damals reiste Apollo 17 zum Mond.

Das Orion-Raumschiff Integrity erreichte dabei die größte Distanz zur Erde. Sie betrug fast 407.000 km. Die Besatzung der Artemis II bestand aus Reid Wiseman, Victor Glover, Christina Koch und Jeremy Hansen. Sie brachen den Rekord für die größte Distanz zur Erde, die je ein Mensch erreicht hat. Den früheren Rekord stellte die Besatzung von Apollo 13 im Jahr 1970 auf.

Am 6. Flugtag entstand dieses Selbstporträt aus dem Weltraumzeitalter hinter dem Mond. Es zeigt das Raumschiff und die Rückseite des Mondes. Die Kamera war an einem Sonnensegel befestigt. Der Planet Erde, die Heimat der Besatzung von Artemis II, ist die kleine helle Sichel hinter dem Mond.

Am 10. Flugtag kehrte die Mission Artemis II mit dem Raumschiff Orion sicher zur Erde zurück.

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Die Antennen erkunden

Zwei Galaxien bilden ein verworrenes Knäuel in der Bildmitte. Nach links unten und rechts oben sind lange Gezeitenschweife ausgeworfen.
Bildcredit und Bildrechte: BeschaffungMike Selby BearbeitungRoberto Colombari

In einer Entfernung von 60 Millionen Lichtjahren, im südlichen Sternbild Corvus, stoßen zwei große Galaxien aufeinander. Sie sind als NGC 4038 und NGC 4039 katalogisiert. Die Sterne in den beiden Galaxien kollidieren im Verlauf dieses gewaltigen, Hunderte von Millionen Jahren andauernden Katastrophenereignisses nur sehr selten miteinander.

Die großen Wolken aus molekularem Gas und Staub der Galaxien tun dies jedoch häufig. Dabei lösen sie heftige Phasen der Sternentstehung nahe dem Zentrum des kosmischen Trümmerfeldes aus.

Dieses atemberaubende Teleskopbild erstreckt sich über 50.000 Lichtjahre. Es zeigt auch neue Sternhaufen und Materie, die durch gravitative Gezeitenkräfte weit vom Ort des Zusammenstoßes weggeschleudert wurde. Das bemerkenswert scharfe Bild zeigt die schwachen Gezeitenfahnen und auch einige entfernte Hintergrundgalaxien im Sichtfeld.

Das eindrucksvolle Gesamtbild der ausgedehnten, bogenförmigen Strukturen verleiht dem Galaxienpaar seinen populären Namen – die Antennengalaxie. Das Gebilde ist auch unter dem Namen Arp 244 bekannt.

Artemis II: Aktuelles von der Mission

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Das Ende des Kometen C/2026 A1 (MAPS)

Video Credit: Brian Day, SOHO, SDO, JHelioviewer; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Während die Besatzung von Artemis II diese Woche in Richtung Mond reiste, erreichte der Komet C/2026 A1 (MAPS) am Montag voraussichtlich seinen sonnennächsten Punkt. Zu diesem Zeitpunkt waren der Komet und die Sonne weniger als die Hälfte der Distanz zwischen Erde und Mond voneinander entfernt.

Der Komet hat das nicht überlebt; dieses Video zeigt, wie er wie eine Motte ins Licht direkt in die Sonne stürzt. Um einen Kometen so nah an unserem hellen Stern zu beobachten, wird ein Koronograf benötigt, ein Instrument, das die Sonnenscheibe ausblendet, um die Korona untersuchen zu können.

Dieses zusammengesetzte Video kombiniert (von außen nach innen) Aufnahmen von dem Weitwinkel-Koronografen (blau) und dem Schmalwinkel-Koronografen (rot), die sich beide auf dem Solar and Heliospheric Observatory (SOHO) befinden, und dem Solar Dynamics Observatory (schwarz) der NASA.

Man sieht, wie sich der Komet der Sonne nähert, sich in die Länge zieht, hinter der Okkultationsscheibe des Koronografen verschwindet und schließlich als Trümmerwolke wieder auftaucht, die sich kurz darauf auflöst.

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Die Erde geht unter

Über dem Horizont des dunklen Mondes, der von Kratern bedeckt ist, steht die Erde als breite Sichel. Man erkennt weiße Wolken und blaue Meere.
Bildcredit: NASA; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

„Ihr alle da unten auf der Erde und außen herum, wir lieben euch. Grüße vom Mond! Wir sehen euch auf der anderen Seite“, sendete Victor Glover, Pilot von Artemis II, am 6. April um 11:45 UTC. Dann verschwanden 8,3 Milliarden minus vier Leute und eine Erde hinter dem Horizont des Mondes.

Die Orion-Raumkapsel Integrity reiste bei ihrem Vorbeiflug am Mond hinter den Trabanten der Erde. Das dauerte sieben Stunden. Integrity entfernte sich dabei 406.771 km von der Erde. Noch nie zuvor ist jemand so weit gereist. Die Besatzung kartierte Regionen auf der Rückseite des Mondes, die noch nie so zu sehen waren. Es gibt dort auffallend weniger vulkanische Aktivität als auf der vorderen Seite, die zur Erde zeigt.

Nun gibt es neue Beobachtungen der Krater mit ihren Gipfeln und Böden, Terrassen und Ringen, die auf der Oberfläche des Mondes erhalten geblieben sind. Das hilft vielleicht, die Geschichte der Einschläge im Sonnensystem zusammenzustückeln. Zu diesen Gebieten gehört das Mare Orientale. Es ist das am besten erhaltene Becken auf dem Mond, die in einer Zeit heftiger Kollisionen mit Asteroiden entstanden sind. Man nennt diese Periode spätes schweres Bombardement. Auch zwei neue Krater wurden entdeckt.

Als die Erde über dem Horizont des Mondes wieder aufging, leitete Integrity die Heimkehr ein. Christina Koch ist Missions-Spezialistin von Artemis II. Sie fasste diese bedeutende Mission der Menschheit mit starken Worten zusammen: „… Wir entscheiden uns immer für die Erde. Wir wählen immer einander.“

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Reflexionsnebel IC 4592: Der blaue Pferdekopf

Der blasse Nebel im Bild schimmert blau und erinnert an den Kopf eines Pferdes. Ein Stern könnte sein Auge bilden.
Bildcredit und Bildrechte: Rabeea Alkuwari

Seht Ihr den Kopf des Pferdes? Es ist aber nicht um der berühmte Pferdekopfnebel im Orion, sondern ein ziemlich blasser Nebel. Nur wenn er längere Zeit belichtet wird, tritt die bekannte Form hervor.

Der Hauptteil der hier gezeigten Molekülwolke ist der Reflexionsnebel IC 4592. Solche Nebel bestehen aus sehr feinem Staub, der normalerweise dunkel ist. Wenn so ein Nebel das sichtbare Licht heller Sternen in der Nähe reflektiert, erscheint er blau.

In diesem Fall ist die Hauptquelle des reflektierten Lichts ein Stern im Auge des Pferdes. Dieser Stern ist Nu Scorpii. Er ist eines der helleren Sternsysteme im Sternbild Skorpion (Scorpius). Ein zweiter Reflexionsnebel mit der Bezeichnung IC 4601 umgibt die beiden Sterne unter der Bildmitte. Das Bild wurde in Sawda Natheel in Katar fotografiert.

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Der Weg der Artemis II

Video Credit: NASA, GSFC, Artemis II, SVS

Warum landet Artemis II nicht auf dem Mond? Der Hauptgrund dafür ist, dass Artemis II in erster Linie eine Testmission ist. Sie dient dazu, künftige Artemis-Missionen, bei denen Menschen auf dem Mond landen sollen, besser vorzubereiten. Auch bevor die NASA-Mission Apollo 11 auf dem Mond landete, waren schon Apollo 8 und Apollo 10 als Tests zunächst in die Nähe des Mondes geflogen.

Das animierte Video zeigt die Flugbahn von Artemis II. Das Raumschiff umkreist sowohl die Erde als auch den Mond. Etwa 10 Tage nach dem Start kehrt es zur Erde zurück. Die Mission Artemis II bringt erstmals seit den Apollo-Missionen vor 50 Jahren Menschen aus der Magnetosphäre der Erde hinaus. Im Video werden die Teilchen des Sonnenwinds als Streifen dargestellt. Die Magnetosphäre der Erde, die darauf reagiert, flackert grün.

Die Magnetosphäre der Erde spielt eine wichtige Rolle. Sie lenkt sehr energetische Teilchen ab, die von der Sonne kommen. Diese Teilchen lassen malerische Polarlichter entstehen, die man auf der Erdoberfläche sieht.

Portal ins Universum: APOD-Zufallsgenerator

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NGC 3310, eine spiralförmige Sternbildungsgalaxie

Siehe Beschreibung. XXX Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.
Bildcredit und Bildrechte: Verwaltung AAO ITSO, Gemini-Obs./AURA und T. A. Rector (U. Alaska Anchorage)

In der Spiralgalaxie NGC 3310 geht es noch rund. Vor etwa 100 Millionen Jahren kollidierte NGC 3310 vermutlich mit einer kleineren Galaxie. Das verursachte in der großen Spiralgalaxie einen gewaltigen Ausbruch an Sternentstehung. Änderungen in der Schwerkraft im Laufe der Kollision erzeugten Dichtewellen. Diese komprimierten bereits vorhandene Gaswolken und lösten die Sternentstehung aus.

Das Bild, aufgenommen mit dem Gemini Nord Teleskop, zeigt die Galaxie in allen Einzelheiten. Die Farbe Rosa zeigt Gas an, Weiß und Blau hebt die Sterne hervor. Einige der Sternhaufen in der Galaxie sind noch ziemlich jung. Das weist darauf hin, dass Sternentstehungsgalaxien über lange Zeit Sterne in großer Zahl erzeugen können.

NGC 3310 hat einen Durchmesser von etwa 50.000 Lichtjahren und sie ist ca. 50 Millionen Lichtjahre entfernt. Die Galaxie ist bereits mit kleinen Teleskopen im Sternbild Großer Bär (Ursa Major) zu sehen.

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