Meteorstaub

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Bildcredit und Bildrechte: Xu Chen

Was geschieht mit diesem Meteor? Während er durch die Erdatmosphäre rast und sich dabei aufheizt verliert er seine äußersten Schichten. Die rasch ansteigenden Temperaturen verursachen nicht nur das helle Leuchten entlang des beeindruckenden Streifens: durch sie schmelzen und verdampfen auch Teile des Meteoriten, wodurch Staub entsteht.

Dieser Staub wird von Wind üblicherweise fortgeblasen. Nur Minuten später sind keine sichtbaren Spuren mehr übrig. Der größte Teil des Staubs sinkt allmählich zur Erdoberfläche herab.

Das Bild wurde Mitte Dezember aufgenommen, während des Geminiden Sternschnuppen Stroms. Im oberen linken Eck ist Sirius zu sehen, der hellste Stern des Nachthimmels. Den Vordergrund bilden die nebelverhangenen Hänge des Huangshan, der Gelben Berge Ostchinas.

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M104: Die Sombrero-Galaxie im Infrarotlicht

Ein rot leuchtender, scheinbar schwebender Ring umläuft eine bläulich leuchtende, transparente ovale Wolke. Vor dem schwarzen Hintergrund sind außerde, einzelne Lichtpunkt zu sehen.

Bildcredit: NASA, JPL, Caltech, SSC, R. Kennicutt (Steward Obs.) et al.

Dieser schwebende Ring ist so groß wie eine Galaxie. Er ist in der Tat eine Galaxie – oder zumindest ein Teil davon, denn er gehört zur fotogenen Sombrero-Galaxie. Sie ist eine der größten Galaxien im nahe gelegenen Virgo-Galaxienhaufen. Im sichtbaren Licht verfinstert das dunkle Staubband den mittleren Teil der Sombrero-Galaxie. Im Infrarotlicht leuchtet es hell.

Dieses Bild wurde digital nachgeschärft. Es zeigt dieses Infrarotleuchten. Das Weltraumteleskop Spitzer hat es vor kurzem aufgenommen. Ihr seht es hier zusammen mit einem Falschfarben-Bild des NASA-Weltraumteleskops Hubble im sichtbaren Licht.

Die Sombrero-Galaxie hat die Katalogbezeichnung M104. Ihr Durchmesser beträgt rund 50.000 Lichtjahre. Sie ist etwa 28 Millionen Lichtjahre von und entfernt. Ihr könnt M104 mit einem kleinen Teleskop im Sternbild Jungfrau beobachten.

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Jupiter und der grosse Rote Fleck

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Bildcredit und Bildrechte: Christopher Go

Jupiter erreicht seine Opposition 2026 genau heute, am 10. Januar.

Damit steht der schwerste Planet des Sonnensystems genau gegenüber der Sonne und er erreicht etwa seine größte Helligkeit für Beobachtende auf der Erde.

Dieser scharfe Schnappschuss wurde erst vor 3 Tagen mit einem Teleskop aufgenommen. Er zeigt viele Details des Gasriesen, z.B. seine wirbelnden Wolkenspitzen. In hellen Streifen und dunklen Gürteln umgeben sie den schnell rotierenden äußeren Planeten.

Jupiter ist für seinen lange bestehenden Antizyklon berühmt, den man Großen Roten Fleck nennt. Er befindet sich südlich des Äquators, unten rechts. Zwei weitere kleinere rote Flecken sind auch sichtbar: einer oben, nahe der nördlichen Zone und einer nah an Jupiters Südpol.

Obwohl bekannt ist, dass Jupiters Großer Roter Fleck allmählich kleiner wird, ist er aber immer noch ungefähr so groß wie die ganze Erde.

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Eis-Halos bei Mond- und Sonnenlicht

Links ist ein Mond, der nachts von Halo-Erscheinungen umgeben ist, rechts geht die Sonne auf, ebenfalls von Halos umgeben. Die Bilder entstanden in Chamonix-Mont-Blanc. Für die Entstehung der Halos gibt es geometrische Regeln, die von den Eiskristallen in der Luft festgelegt werden.

Bildcredit und Bildrechte: Antonella Cicala

Sowohl der Mond als auch die Sonne können wunderschöne Eishalos am Himmel des Planeten Erde bilden. Die zwei hellsten Leuchtfeuer am Himmel sind auf diesen Fotos von je einer Gruppe von Haloerscheinungen umgeben. Sie leuchten über Chamonix-Mont-Blanc in Frankreich. Die beiden Aufnahmen entstanden Ende Dezember 2025 in einer Nacht (links) und am darauffolgenden Tag.

Dass die Halos im Mond- und Sonnenlicht so ähnlich aussehen, liegt daran, dass sie auf ähnliche Weise entstehen. In beiden Fällen spielt Sonnenlicht mit kleinen, flachen sechseckigen Eiskristallen zusammen. Wenn Eiskristalle in der kalten Atmosphäre des Berg-Ressorts flattern, reflektieren und brechen sie das Licht.

Sonne und Mond sind von einem recht häufigen, kreisförmigen 22°-Halo umgeben. An den Schnittstellen des 22°-Halorings mit den angedeuteten Horizontalkreisen durch Mond und Sonne leuchten helle Flecken. Sie manchmal sogar farbig. Man nennt sie auch Nebenmonde und Nebensonnen.

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IC 342: Versteckte Galaxie im Sternbild Giraffe

Vor einem sternenbedeckten, dunklen Himmel, steht formatfüllend eine Spiralgalaxie mit klar erkennbaren Armen und einem gelblich leuchtenden Kernbereich.

Bildcredit und Bildrechte: Gaetan Maxant

IC 342 ist so groß wie die hellen Spiralgalaxien in unserer Nachbarschaft: Sie ist gerade einmal 10 Millionen Lichtjahre entfernt. Wir finden sie im Sternbild Giraffe (Camelopardalis). Die riesige Welteninsel müsste eigentlich eine auffällige Galaxie am Nachthimmel sein. Doch sie versteckt sich vor unseren Blicken. Wir können sie nur erahnen, da sie sich hinter einem Schleier aus Sternen, Gas und Staubwolken befindet, der sich über die Ebene unserer Milchstraße ausbreitet.

Das Licht von IC 342 wird durch diese kosmischen Wolken abgeschwächt und gerötet. Dennoch zeigt dieses scharfe Bild, das mit einem Teleskop aufgenommen wurde, viele Details. Ihr erkennt in den Spiralarmen, die sich weit weg vom Kern der Galaxie erstrecken, verdunkelnden Staub, junge Sternhaufen und leuchtende Regionen mit Sternentstehung.

In IC 342 gab es vor Kurzem einen Ausbruch der Sternbildung. Sie ist nah genug an der Lokalen Gruppe und der Milchstraße, um deren Entwicklung beeinflusst zu haben.

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Simeis 147: Der Spaghetti-Nebel, ein Supernova-Überrest

Der leuchtende Spaghetti-Nebel füllt das Bild. Er ist von leuchtenden, verworrenen Fasern geprägt. Der Nebel ist hier rot leuchtend dargestellt.

Bildcredit und Bildrechte: Saverio Ferretti

Sein beliebter Spitzname ist der „Spaghetti-Nebel“. Doch offiziell ist er als Simeis 147 oder Sharpless 2-240 katalogisiert. Schnell verliert man sich in den verschlungenen, gewundenen Fasern des komplexen Supernova-Überrests. Er liegt am Rand der Sternbilder Stier (Taurus) und Fuhrmann (Auriga). Die beeindruckende Gasstruktur ist am Himmel fast 3 Grad breit – das entspricht sechs Vollmond-Durchmessern. In der geschätzten Entfernung von 3000 Lichtjahren ist das eine Ausdehnung von etwa 150 Lichtjahren.

Der Nebel ist ein Supernova-Überrest. Sein Alter wird auf rund 40.000 Jahre geschätzt. Das Licht dieser gewaltigen Sternexplosion erreichte die Erde also zu einer Zeit, als noch Wollhaarmammuts umherzogen. Neben dem expandierenden Überrest hinterließ die kosmische Katastrophe einen Pulsar. Das ist ein schnell rotierender Neutronenstern. Er war der ursprüngliche Kern des Sterns.

Das Bild wurde letzten Monat in Forca Canapine in Italien aufgenommen.

Fast Hyperraum: APOD-Zufallsgenerator

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Juno zeigt Jupiters Wolken in hoher Auflösung

Am südlichen Ende von Jupiter zerfallen die typischen Gürtel, die um den ganzen Planeten reichen, zu einem Gewirr komplexer Wirbel. Dazwischen sind auch weiße Ovale verteilt.

Bildcredit: NASA/JPL-Caltech/SwRI/MSSS; Bearbeitung und Lizenz: Thomas Thomopoulos

Wie komplex ist Jupiter? Die Jupiter-Mission Juno der NASA zeigt nach und nach, dass der jovianische Gigant komplexer ist als erwartet. Sie fand heraus, dass Jupiters Magnetfeld ganz anders ist als das einfache Dipolfeld der Erde. Es hat mehrere Pole, die zu einem komplexen Netzwerk verknotet sind. Es ist im Norden viel stärker verworren als im Süden. Außerdem zeigen Junos Radio-Messungen, dass Jupiters Atmosphäre Struktur besitzt, die weit unter die obere Wolkendecke reicht – Hunderte Kilometer in die Tiefe.

Jupiters neu entdeckte Komplexität ist auch in den südlichen Wolken augenfällig. Das zeigt dieses Bild vom letzten Monat. Die Textur und Farben wurden verstärkt. Hier zerfallen Zonen und Gürtel, die um den ganzen Planeten reichen und am Äquator sehr markant sind, zu einem komplexen Gewirr aus stürmischen Wirbeln. Diese sind so groß wie Kontinente.

Juno zieht weiterhin ihre schleifenförmigen elliptischen Bahnen. Sie saust jeden Monat nahe am riesigen Planeten vorbei. Bei jedem Umlauf erforscht sie einen leicht verschobenen Sektor.

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Hubble zeigt den Roten Rechtecknebel

Von einem hellen X, das mitten im Bild leuchtet, strömt ein rechteckiger roter Nebel aus. Er erinnert an einen Tesserakt, weil zwischen den roten Achsen, die diagonal durchs Bild laufen, Sprossen in Rechtecken um das helle Zentrum verlaufen.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble; Bearbeitung und Lizenz: Judy Schmidt

Wie entstand der ungewöhnliche Rote Rechtecknebel? Mitten im Nebel befindet sich ein alterndes Doppelsternsystem. Das erklärt zwar, woher der Nebel seine Energie bezieht, aber nicht seine Farben – zumindest noch nicht.

Die ungewöhnliche Form des Roten Rechtecknebels entsteht sehr wahrscheinlich durch einen ringförmigen Bereich (Torus) aus dichtem Staub. Er formt das ausströmende Material, das eigentlich kugelförmig ist, zu zwei Kegel, deren Spitzen sich berühren. Da wir seitlich auf den Staubring blicken, sehen die Kegelkanten des Nebels X-förmig aus.

In den Kegeln sieht man Strukturen, die an eine Sprossenleiter erinnern. Sie deuten darauf hin, dass das Material in Schüben ausströmt. Die Ursache für die ungewöhnlichen Farben des Nebels kann man sich derzeit noch nicht gut erklären. Man vermutet jedoch, dass sie durch Kohlenwasserstoffmoleküle entstehen. Diese könnten sogar Bausteine für organischen Leben sein.

Der Rote Rechtecknebel ist etwa 2300 Lichtjahre entfernt. Er liegt in der Nähe des Sternbilds Einhorn (Monoceros). Die Aufnahme entstand mit dem Weltraumteleskop Hubble. Das Bild wurde neu bearbeitet. Es zeigt viele schöne Details im Nebel. In einigen Millionen Jahren hat einer der beiden Zentralsterne seinen Kernbrennstoff weiter aufgebraucht. Dann erblüht der Rote Rechtecknebel wahrscheinlich zu einem planetarischen Nebel.

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