Der Fornax-Galaxienhaufen

Der Fornax-Galaxienhaufen mit den markanten Galaxien NGC 1399, NGC 1404 und NGC 1365.

Bildcredit und Bildrechte: Marco Lorenzi, Angus Lau, Tommy Tse

Beschreibung: Der Fornax-Galaxienhaufen ist nach dem südlichen Sternbild benannt, in dem sich die meisten seiner Galaxien befinden. Er ist einer der nächstliegenden Galaxienhaufen. Seine Entfernung beträgt etwa 62 Millionen Lichtjahre, er ist somit fast 20-mal weiter entfernt als die benachbarte Andromedagalaxie und nur etwa 10 Prozent weiter als der bekanntere und dichter bevölkerte Virgo-Galaxienhaufen.

In diesem zwei Grad weiten Sichtfeld ist fast jeder sichtbare gelbliche Klecks eine elliptische Galaxie im Fornaxhaufen. Die elliptischen Galaxien NGC 1399 und NGC 1404 links oben sind markante helle Haufengalaxien, nicht aber die gezackten Sterne im Vordergrund. Rechts unten seht ihr die Balkenspiralgalaxie NGC 1365, ein markantes Mitglied des Fornax-Galaxienhaufens.

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Westlicher Mond, östliches Meer

Das Mare Orientale am westlichen Rand der Mondvorderseite.

Bildcredit und Bildrechte: Tom Glenn

Beschreibung: Das Mare Orientale, lateinisch für Östliches Meer, ist eines der auffälligsten großflächigen Mondgebiete. Es ist das Jüngste der großen lunaren Einschlagbecken und aus der Perspektive der Erde schwierig zu sehen. Doch auf dieser scharfen Teleskopansicht, die bei einer günstigen Neigung oder Libration der Mondvorderseite fotografiert wurde, liegt das östliche Meer oben in der Mitte, es ist am westlichen Mondrand extrem verkürzt.

Das Becken entstand beim Einschlag eines Asteroiden vor mehr als 3 Milliarden Jahren. Die konzentrischen kreisförmigen Strukturen des fast 1000 Kilometer großen Einschlagbeckens sind Wellen in der Mondkruste. Auf Mondbildern von Raumsonden ist es leichter erkennbar.

Warum liegt das östliche Meer am westlichen Mondrand? Die Mondstruktur Mare Orientale wurde vor 1961 benannt. Damals wurde auf Mondkarten die Bezeichnung von Ost und West umgedreht.

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Südlich von Orion

Der helle blaue Reflexionsnebel NGC 1999 südlich des Orionnebels in einer Region mit vielen Herbig-Haro-Objekten.

Bildcredit und Bildrechte: Vikas Chander

Beschreibung: Südlich der großen Sternbildungsregion, die als Orionnebel bekannt ist, liegt der helle blaue Reflexionsnebel NGC 1999 etwa 1500 Lichtjahre entfernt am Rand des Orion-Molekülwolkenkomplexes.

Die hier gezeigte kosmische Aussicht nimmt am Himmel etwa zwei Vollmonde ein. NGC 1999 wird von dem eingebetteten veränderlichen Stern V380 Orionis beleuchtet. Der Nebel ist rechts neben der Mitte von einer dunklen seitlichen T-Form markiert. Diese dunkle Form wurde früher für eine undurchsichtige Wolke gehalten, die als Silhouette zu sehen ist.

Daten in Infrarot lassen vermuten, dass die T-Form ein Loch ist, das von energiereichen jungen Sternen in den Nebel gesprengt wurde. In der Region wimmelt es nämlich von energiereichen jungen Sternen, die Strahlen und Ausströmungen mit leuchtenden Stoßwellen erzeugen. Die intensiv roten Erschütterungen sind als Herbig-Haro-Objekte (HH) nach den Astronomen George Herbig und Guillermo Haro katalogisiert.

HH1 und HH2 liegen rechts unter NGC 1999. Der Wasserfallnebel HH222 liegt rechts oben im Bild, er sieht wie eine rote Kerbe aus. Bei der Entstehung der Erschütterungen stoßen Sternstrahlen mit Geschwindigkeiten von Hunderten Kilometern pro Sekunde durch das umgebende Material.

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Sterne, Staub und Gas bei Antares

Antares und Rho Ophiuchi im Sternbild Skorpion mit farbenprächtigen Nebeln und dem Kugelsternhaufen M4.

Bildcredit und Bildrechte: Mario Cogo (Galax Lux)

Beschreibung: Warum ist der Himmel um Antares und Rho Ophiuchi so staubig und doch bunt? Die Farben ergeben sich aus einer Mischung von Objekten und Prozessen.

Feiner Staub, der von vorne durch Sternenlicht beleuchtet wird, bildet blaue Reflexionsnebel. Wolken aus Gas, deren Atome durch ultraviolettes Sternenlicht angeregt werden, erzeugen rötliche Emissionsnebel. Von hinten beleuchtete Staubwolken verdecken Sternenlicht und erscheinen daher dunkel.

Antares, ein roter Überriese und einer der helleren Sterne am Nachthimmel, beleuchtet auf diesem Bild die rot-gelben Wolken rechts unten. Das Sternsystem Rho Ophiuchi liegt links oben in der Mitte des blauen Reflexionsnebels. Rechts über Antares seht ihr den fernen Kugelsternhaufen M4.

Die Sternwolken erscheinen farbenprächtiger, als ein Mensch sie sehen kann, sie emittieren Licht im gesamten elektromagnetischen Spektrum.

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Einstündiges Zeitraffervideo von Komet Leonard


Videocredit und -rechte: Matipon Tangmatitham (NARIT); Text: Matipon Tangmatitham

Beschreibung: In welche Richtung zieht dieser Komet? Nach dem Schweif zu urteilen, könnte man meinen, der Komet Leonard zieht nach rechts unten, doch eine 3-D-Analyse zeigt, dass er sich fast exakt von der Kamera entfernt.

Aus der Perspektive der Aufnahme ist der Staubschweif zur Kamera gerichtet und nur als kleines, gelb-weißes Leuchten nahe dem Kometenkopf zu sehen. Der bläuliche Ionenschweif besteht jedoch aus entweichenden Ionen, die vom Sonnenwind direkt von der Sonne fortgetriebengetrieben und entlang der Magnetfeldlinien der Sonne kanalisiert werden.

Das Magnetfeld der Sonne ist jedoch ziemlich komplex, und gelegentlich kann die solare magnetische Rekonnexion Knoten im Ionenschweif bilden, die dann von der Sonne fortgetrieben werden. So ein Knoten ist auf diesem einstündigen Zeitraffervideo zu sehen, das Ende Dezember in Thailand aufgenommen wurde. Komet Leonard wird nun schwächer und zieht aus unserem Sonnensystem hinaus.

Galerie: Interessante Bilder des Kometen Leonard, die 2021 die bei APOD eingereicht wurden
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Rigel und der Hexenkopfnebel

Der Hexenkopfnebel, auch als IC 2118 bezeichnet, starrt auf den Stern Rigel im Sternbild Orion.

Bildcredit und Bildrechte: José Mtanous

Beschreibung: Im Sternenlicht leuchtet im Dunkeln diese schaurige Fratze, ihr Profil erinnert an ihren landläufigen Namen Hexenkopfnebel. Dieses faszinierende Teleskopporträt erweckt den Eindruck, als wäre der Blick der Hexe auf Orions hellen Überriesenstern Rigel gerichtet. Offiziell ist der Hexenkopfnebel als IC 2118 bekannt. Er ist etwa 50 Lichtjahre groß und besteht aus interstellaren Staubkörnchen, die Rigels Sternenlicht reflektieren.

Die blaue Farbe des Hexenkopfnebels und des Staubs rund um Rigel entsteht nicht nur durch Rigels intensiv blaues Sternenlicht, sondern auch dadurch, dass Staubkörnchen blaues Licht effizienter streuen als rotes Licht. Derselbe physikalische Prozess sorgt dafür, dass der Himmel auf der Erde tagsüber blau erscheint, da blaues Licht in der Erdatmosphäre an Stickstoff– und Sauerstoffmolekülen gestreut wird.

Rigel, der Hexenkopfnebel sowie das Gas und der Staub, die beide umgeben, sind etwa 800 Lichtjahre entfernt.

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Saturn, Tethys, Ringe und Schatten

Die Raumsonde Cassini zeigt den Mond Tethys vor dem Gasriesen Saturn mit Ringen und Schatten.

Bildcredit: Cassini-Bildgebungsteam, SSI, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Vom Eismond Tethys aus gesehen bieten Ringe und Schatten einen fantastischen Blick ins Saturnsystem. Wart ihr kürzlich bei Tethys? Wenn nicht, muss diese prächtige Ringlandschaft der Raumsonde Cassini fürs Erste genügen.

Tethys wurde 2005 links unter der Bildmitte im Sonnenlicht fotografiert. Sie ist etwa 1000 Kilometer groß, ihre Bahn ist knapp fünf Saturnradien vom Zentrum des Gasriesenplaneten entfernt. In dieser Distanz (etwa 300.000 Kilometer) befindet sich Tethys weit außerhalb von Saturns hellen Hauptringen, doch sie ist einer der fünf Hauptmonde innerhalb des blassen, schwachen äußeren E-Rings.

Die beiden sehr kleinen Monde Telesto und Calypso wurden in den 1980er-Jahren entdeckt, sie ziehen koorbital mit Tethys in einer Bahn. Während das Trio um Saturn kreist, läuft Telesto voraus und Calypso zieht hinter Tethys her.

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Vollmond und Tänzer

Vollmond über der sardinischen Hauptstadt Cagliari und ein Vogelschwarm.

Bildcredit und Bildrechte: Elena Pinna

Beschreibung: Am Montag ging bei Sonnenuntergang der Vollmond im Januar auf. Dieses Foto entstand in der Nähe von Cagliari, der Hauptstadt der italienischen Insel Sardinien. Es zeigt seine warmen Farbtöne über dem östlichen Horizont.

Die vertrauten Muster auf der Vorderseite des Mondes aus Licht und Schatten entstehen durch helle, zerklüftete Hochländer und glatte dunkle Mondmeere. Die Muster entstehen durch Pareidolie, sie ruft die visuelle Illusion eines menschlichen Gesichts wie dem Mann im Mond oder eines vertrauten Tieres wie dem Mondhasen hervor.

Für einen Augenblick fügte der schwirrende Formationsflug eines Schwarms von Staren, der auf dem Schnappschuss eingefroren wurde, der Szene ein weiteres Pareidolie-Element hinzu. Manche erkennen darin die zarte Figur eines vom Mondlicht verzauberten Tänzers.

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Junger Stern-Strahl MHO 2147

Strahlen an MHO 2147, aufgenommen von Gemini Süd in den chilenischen Anden.

Bildcredit und Lizenz: Internationales Gemini-Observatorium / NOIRLab / NSF / AURA; Danksagung: L. Ferrero (Nationale Universität Córdoba)

Beschreibung: Dieses tolle, auf der Erde fotografierte Bild zeigt stellare Strahlen. Es wurde vom Gemini-Süd-Observatorium in den chilenischen Anden aufgenommen und mit Laserleitsternen und adaptiver Optik geschärft.

Die Ausströmungen auf beiden Seiten von MHO 2147 stammen von einem jungen, noch entstehenden Stern. Er ist geschätzte 10.000 Lichtjahre entfernt und liegt in Richtung des Zentrums der Milchstraße an der Grenze der Sternbilder Schütze und Schlangenträger.

Der Stern im Zentrum ist von einer dichten Region aus kaltem Staub verdeckt. Das Infrarotbild zeigt auch die gekrümmten Strahlen in einem Bildausschnitt, der in der geschätzten Entfernung des Systems etwa fünf Lichtjahre umfasst.

Die Richtung der Strahlen, die der junge rotierende Stern ausstößt, wandert anscheinend – vermutlich wegen der Präzession. Der junge Stern ist Teil eines Mehrfachsternsystems, daher präzediert seine Rotationsachse unter dem Gravitationseinfluss seiner nahen Begleiter. Das bedeutet, seine Achse wackelt langsam wie ein Kreisel.

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NGC 7822 im Sternbild Cepheus

NGC 7822 im Sternbild Kepheus liegt am Rand einer Molekülwolke und enthält viele energiereiche junge Sterne.

Bildcredit und Bildrechte: Mark Carter

Beschreibung: In NGC 7822 drängen sich heiße, junge Sterne und kosmische Säulen aus Gas und Staub. Die leuchtende Sternbildungsregion ist etwa 3000 Lichtjahre entfernt und liegt am Rand einer riesigen Molekülwolke im nördlichen Sternbild Kepheus. Diese farbenprächtige Teleskop-Himmelslandschaft betont helle Ränder und dunkle Formen im Nebel.

Das Bild entstand aus Daten, die mit Schmalbandfiltern gewonnen wurden, sie zeigt die Emissionen von atomarem Sauerstoff, Wasserstoff und Schwefel in blauen, grünen und roten Farbtönen. Diese Kombination von Emissionslinien und -farben ist die inzwischen gut bekannte Hubble-Palette.

Die Emission der Atome entsteht durch die energiereiche Strahlung der zentralen heißen Sterne. Ihre mächtigen Winde und die Strahlung formen und erodieren die dichteren Säulenformen und bilden eine charakteristische, Lichtjahre große Höhlung im Zentrum der Entstehungswolke.

Im Inneren der Säulen könnten durch den Gravitationskollaps immer noch Sterne entstehen, doch wenn die Säulen erodieren, wird den entstehenden Sternen schließlich der Zugang zu ihrem Vorrat an Sternenmaterial abgeschnitten.

Dieses Sichtfeld ist in der geschätzten Entfernung von NGC 7822 etwa 40 Lichtjahre breit.

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M31, die Andromeda-Galaxie

Die Andromedagalaxie M31 im Sternbild Andromeda.

Bildcredit: Subaru (NAOJ), Hubble (NASA/ESA), Mayall (NSF); Bearbeitung und Bildrechte: R. Gendler und R. Croman

Beschreibung: Das fernste Objekt, das wir leicht mit bloßem Auge sehen können, ist M31, die prächtige Andromedagalaxie. Selbst in einer Entfernung von zweieinhalb Millionen Lichtjahren ist diese gewaltige, mehr als 200.000 Lichtjahre große Spiralgalaxie noch sichtbar, wenn auch nur als blasse, nebelige Wolke im Sternbild Andromeda.

Auf diesem tollen Teleskopbild sind hingegen ein heller gelber Kern, dunkle gewundene Staubbahnen und ausgedehnte Spiralarme zu sehen, die mit blauen Sternhaufen und roten Nebeln gesprenkelt sind, dieses kombiniert Daten von Hubble im Orbit mit bodenbasierten Bildern von Subaru und Mayall.

In nur etwa fünf Milliarden Jahren sehen wir die Andromedagalaxie vielleicht noch besser, weil sie wohl den ganzen Nachthimmel einnehmen wird – kurz bevor sie mit unserer Milchstraße verschmilzt.

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