
Credit und Bildrechte: Alan Friedman
Dunkle, glatte Regionen auf der vertrauten vorderen Seite des Mondes tragen lateinische Namen für Ozeane und Meere. Die Konvention der Namensgebung ist historisch. Für Leute im Raumfahrtzeitalter wirkt sie ein wenig paradox. Wir kennen den Mond als trockene Welt ohne Luft mit glatten, dunklen Einschlagbecken, die von Lava überflutet sind.
Diese erlesene Mondperspektive ist ein Mosaik, das sorgfältig aus Teleskopbildern montiert wurde. Sie blickt von der Weite des nordwestlichen Regenmeeres (Mare Imbrium) in die Regenbogenbucht (Sinus Iridum). Die Bucht ist etwa 250 Kilometer breit. Außen umgibt sie das Jura-Gebirge. Am unteren Ende des zerklüfteten Bogens begrenzt sie das Kap Laplace (promontorium). Die sonnenbeschienene Oberfläche des Kaps ragt fast 3000 Meter über der Oberfläche der Bucht. An der Spitze des Bogens liegt Kap Heraclides. Manche erkennen darin eine Mondjungfrau.