
Bildcredit und Bildrechte: Russell Croman
Was liefert die Energie, die den ungewöhnlichen Nebel CTB-1 zum Leuchten bringt? CTB-1 ist eine Gashülle, die sich ausdehnt. Sie blieb zurück, als vor ungefähr 10.000 Jahren im Sternbild Kassiopeia ein massereicher Stern explodierte. Es passierte wohl, als die Elemente um den Kern des Sterns, die durch Kernfusion einen stabilisierenden Druck aufbauten, zur Neige gingen. Bei der Explosion entstand ein Supernovaüberrest, dessen Form an ein Gehirn erinnert. Daher trägt er den Beinamen Medulla-Nebel.
Der Supernovaüberrest dehnt sich aus und kollidiert mit dem interstellaren Gas, das ihn umgibt. Dabei entsteht Hitze, die dafür sorgt, dass der Nebel immer noch in sichtbarem Licht leuchtet. Warum er auch in Röntgenlicht leuchtet, ist ein Rätsel. Man vermutet, dass auch ein Pulsar entstand, der den Nebel durch einen schnellen Wind, den er verströmt, mit Energie versorgt. Man dieser Spur und entdeckte dabei kürzlich in den Wellenlängen von Radio einen Pulsar. Der wurde anscheinend bei der Explosion der Supernova mit mehr als 1000 Kilometern pro Sekunde fortgeschleudert.
Der Medulla-Nebel ist zwar am Himmel so groß wie der Vollmond. Doch er leuchtet so schwach, dass für dieses Bild man 130 Stunden Belichtungszeit brauchte. Es entstand mit zwei kleinen Teleskopen in New Mexico in den USA.