Komet 45P zieht nahe an der Erde vorbei

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Bildcredit und Bildrechte: Fritz Helmut Hemmerich

Beschreibung: Ein großer Schneeball zog knapp an der Erde vorbei. Er ist als Komet 45P/Honda–Mrkos–Pajdušáková oder kurz 45P bekannt und kam der Erde gestern 10-mal näher, als die Erde je der Sonne kommt. Während seines Vorbeizugs wurde der Komet mit seinem dünnen Ionenschweif und seiner blassen, ausgedehnten Koma fotografiert. Die grüne Farbe stammt großteils von angeregten Kohlenstoffmolekülen. Komet 45P wurde gerade hell genug für das bloße Auge, als er im Dezember der Sonne am nächsten kam. Nun verblasst der Komet, während er zurück in die Nähe der Jupiterbahn zieht, wo er einen Großteil seiner Zeit verbringt. Der kilometergroße Kern aus Eis und Schmutz kehrt 2022 ins innere Sonnensystem zurück.

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Porträt des Sonnensystems

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Bildcredit: Voyager Project, NASA

Beschreibung: Am Valentinstag 1990 blickte die Raumsonde Voyager 1, die damals 6,4 Milliarden Kilometer von der Sonne entfernt war, ein letztes Mal zurück, um dieses erste Familienporträt des Sonnensystems zu fotografieren. Das vollständige Porträt, ein Mosaik aus 60 Bildern, entstand aus einem Blickwinkel 32 Grad über der Ebene der Ekliptik. Die Bilder von Voyagers Weitwinkelkamera streifen links durch das innere Sonnensystem und verbinden dieses nach rechts mit dem Gasriesen Neptun, dem äußersten Planeten des Sonnensystems. Die Positionen von Venus, Erde, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun sind durch Buchstaben gekennzeichnet, die Sonne ist der helle Fleck in der Mitte des Bildkreises. Die Bildeinschübe der Planeten stammen von Voyagers Teleobjektivkamera. Im Porträt unsichtbar sind Merkur, welcher der Sonne zu nahe steht, und Mars, der leider im Sonnenlicht verborgen ist, das vom Optiksystem der Kamera gestreut wird. Die Position des kleinen blassen Pluto, der damals der Sonne näher war als Neptun, wurde nicht erfasst.

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Melotte 15 im Herz

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Bildcredit und Bildrechte: Steve Cooper

Beschreibung: Kosmische Wolken bilden fantastische Formen in den Zentralregionen des Emissionsnebels IC 1805. Geformt werden die Wolken von Sternwinden und der Strahlung heißer massereicher Sterne im neu entstandenen Sternhaufen des Nebels, Melotte 15. Die etwa 1,5 Millionen Jahre jungen Haufensterne sind über diese farbenprächtige Himmelslandschaft verteilt, zusammen mit den Silhouetten dunkler Staubwolken vor leuchtendem atomarem Gas. Die Ansicht, ein Komposit aus Schmalband- und Breitband-Teleskopbildern, zeigt ungefähr 15 Lichtjahre und enthält Emissionen von ionisierten Wasserstoff-, Schwefel- und Sauerstoffatomen, die in grünen, roten und blauen Farbtönen der bekannten Hubble-Palette kartiert sind. Weitwinkelbilder zeigen, dass der einfachere Umriss von IC 1805 zu seinem beliebten Namen führte – Herznebel. IC 1805 ist ungefähr 7500 Lichtjahre entfernt im stolzen Sternbild Kassiopeia.

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Sichel-Enceladus

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Bildcredit: Cassini Imaging Team, SSI, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Auf diesem Bild der Raumsonde Cassini mit Blick aus dem Schatten posiert die Halbkugel des reizenden inneren Mondes Enceladus, die Saturn zugewandt ist. In der dramatischen Szene vom letzten November ist Norden oben, Cassinis Kamera war fast sonnenwärts gerichtet und etwa 130.000 Kilometer von der hellen Sichel des Mondes entfernt. Die ferne Welt reflektiert mehr als 90 Prozent des Sonnenlichts, das sie erhält, weil ihre Oberfläche etwa das gleiche Reflexionsvermögen wie frischer Schnee besitzt. Enceladus, ein überraschend aktiver Mond, hat einen Durchmesser von etwa 500 Kilometern. Die Daten, die während Cassinis jahrelangen Vorbeiflügen gesammelt wurden, bei denen die Bilder entstanden, zeigen auffallende Südpolgeysire und einen möglichen globalen Ozean aus flüssigem Wasser unter einer Eiskruste.

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Der Schmetterlingsnebel von Hubble

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Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, HLA
Überarbeitung und Bildrechte: Jesús M.Vargas und Maritxu Poyal

Beschreibung: Die hellen Haufen und Nebel am Nachthimmel des Planeten Erde sind oft nach Blumen oder Insekten benannt. Obwohl seine Flügelspanne mehr als 3 Lichtjahre abdeckt, ist NGC 6302 keine Ausnahme. Mit einer geschätzten Oberflächentemperatur von etwa 250.000 Grad Celsius wurde der sterbende Zentralstern dieses speziellen planetarischen Nebels besonders heiß, er leuchtet hell im Ultraviolettlicht, ist aber durch einen dichten Staubwulst vor direkter Sicht verborgen. Diese scharfe Nahaufnahme des Nebels dieses sterbenden Sterns wurde vom Weltraumteleskop Hubble aufgenommen und wird hier in neu bearbeiteten Farben präsentiert. Der Staubwulst, der den Zentralstern umgibt, schneidet durch eine helle Höhlung aus ionisiertem Gas. Er liegt nahe der Mitte dieser Ansicht, die Kante liegt fast genau in der Sichtlinie. In der kosmischen Staubhülle des heißen Sterns wurde molekularer Wasserstoff entdeckt. NGC 6302 liegt etwa 4000 Lichtjahre entfernt im arachnologisch korrekten Sternbild Skorpion (Scorpius).

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NGC 6357: Der Hummernebel

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Bildcredit: ESO, VLT Survey Telescope

Beschreibung: Warum bildet der Hummernebel einige der massereichsten Sterne, die wir kennen? Das ist nicht bekannt. Der Hummernebel links unten nahe dem augenfälligeren Katzenpfotennebel rechts oben ist als NGC 6357 katalogisiert und enthält den offenen Sternhaufen Pismis 24, wo sich diese gewaltigen hellen blauen Sterne befinden. Das allgemeine rote Leuchten nahe der inneren Sternbildungsregion stammt von den Emissionen ionisierten Wasserstoffs.

Der hier gezeigte umgebende Nebel ist ein komplexer Wandteppich aus Gas, dunklem Staub, gerade entstehenden Sternen und neuen Sternen. Die komplexen Muster entstehen durch komplexe Wechselwirkungen zwischen interstellaren Winden, Strahlungsdruck, Magnetfeldern und Gravitation. Die vergrößerbare Vollversion dieses Bildes enthält etwa zwei Milliarden Bildpunkte, somit ist es eines der größten Weltraumbilder, die je veröffentlicht wurden.

NGC 6357 ist etwa 400 Lichtjahre groß und liegt ungefähr 8000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Skorpion.

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Die Schweinswalgalaxie von Hubble

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Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, HLA
Aufarbeitung und Bildrechte: Raul Villaverde

Beschreibung: Was passiert mit dieser Spiralgalaxie? Vor nur wenigen Hundert Millionen Jahren war NGC 2936, die obere dieser beiden großen Galaxien, wahrscheinlich eine normale Spiralgalaxie – rotierte, bildete Sterne und kümmerte sich um ihren eigenen Kram.

Doch dann kam sie der massereichen elliptischen Galaxie NGC 2937 darunter zu nahe und tauchte ein. NGC 2936 wird wegen ihrer markanten Form Schweinswalgalaxie genannt. Sie wird nicht nur abgelenkt, sondern durch die enge gravitative Wechselwirkung auch verzerrt. Eine Anhäufung junger blauer Sterne bildet die Nase des Schweinswals rechts neben der oberen Galaxie, während das Zentrum der Spirale als Auge erscheint. Manche sehen in dem Galaxienpaar, das gemeinsam als Arp 142 bekannt ist, einen Pinguin, der ein Ei beschützt.

Komplexe Staubbahnen und helle blaue Sternströme ziehen rechts unten hinter der unruhigen Galaxie her. Dieses neu bearbeitete Bild zeigt Arp 142 beispiellos detailreich, es wurde letztes Jahr vom Weltraumteleskop Hubble aufgenommen. Arp 142 ist ungefähr 300 Millionen Lichtjahre entfernt und liegt zufällig im Sternbild Wasserschlange (Hydra). In etwa einer Milliarde Jahre verschmelzen die beiden Galaxien wahrscheinlich zu einer größeren Galaxie.

Fast Hyperraum: APOD-Zufallsgenerator
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Der Krater Odysseus auf Tethys

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Bildcredit: Cassini Imaging Team, SSI, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Manche Monde hätten diese Kollision nicht überlebt. Tethys, einer von Saturns größeren Monden mit einem Durchmesser von etwa 1000 km, überlebte die Kollision und weist heute den ausgedehnten Einschlagkrater Odysseus auf, der manchmal Großes Becken genannt wird. Er befindet sich auf Tethys‚ vorderer Halbkugel, sein hohes Alter ist an den kleineren Kratern erkennbar, die innerhalb seiner aufragenden Wände liegen. Die Dichte von Tethys ist ähnlich wie die von Wassereis. Dieses Bild wurde im November von der Roboter-Raumsonde Cassini im Orbit um Saturn fotografiert, als sie an der riesigen Eiskugel vorbeischoss. Inzwischen hat Cassinis große letzte Reise begonnen, die sie ins Innere der Saturnringe bringt und ihren Höhepunkt im September erreicht, wenn sie in Saturns dicke Atmosphäre taucht.

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