Der Wolfsmond

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Bildcredit und Bildrechte: Göran Strand

Beschreibung: Ein aufgehender Vollmond kann ein dramatischer Himmelsanblick sein, und Vollmonde können viele Namen haben. Beim Anblick dieses inspirierenden Mondaufgangsporträts, das am 8. Januar in Ötersund (Schweden) fotografiert wurde, könnten Sie die Kälte des Winters im Norden spüren. Wenn Sie sich zusätzlich vorstellen, wie in der Ferne Wölfe heulen, verstehen Sie vielleicht, warum die Ureinwohner Amerikas ihn Wolfsmond nannten – das ist ihr traditioneller Name für den ersten Vollmond im Januar. Der Fotograf berichtet jedoch, dass keine Wölfe zu hören waren, als er diesen schönen Vollmondaufgang, der die gelbe Farbe der untergehenden Sonne widerspiegelt, im nachlassenden Licht über dem östlichen Horizont fotografierte. Natürlich ist der nächste Vollmond, dieses Jahr am 7. Februar, der Schneemond.

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Die Sterne des Jägers

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Bildcredit und Bildrechte: Brendan Alexander (Donegal Skies)

Beschreibung: Der mit vielen funkelnden Sternen umgürtete Jäger Orion ist eines der am leichtesten erkennbaren Sternbilder. Auf dieser Nachthimmelslandschaft vom 15. Januar gehen die Sterne des Jägers am Winterhimmel der Nordhalbkugel auf, sind von nackten Bäumen eingerahmt und unten begrenzt von den irdischen Lichtern um den Lough Eske (See der Fische) im County Donegal in Irland. Der rote Riesenstern Beteigeuze sticht links über der Mitte an Orions Schulter in gelblichen Farbtönen hervor. Rigel, ein blauer Überriese, rivalisiert mit dem hellen roten Riesen und besetzt die gegenüberliegende Stelle an Orions Fuß. Orions Schwert hängt nahe der Bildmitte von den drei Gürtelsternen des Jägers, doch der Mittelstern im Schwert ist ganz und gar kein Stern. Ein zartes, verschwommenes, rötliches Leuchten weist auf seine wahre Natur hin – es ist eine nahe gelegene Sternkrippe, die mit bloßem Auge sichtbar und als Orionnebel bekannt ist.

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Cygnus-X: Das Innenleben einer nahen Sternfabrik

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Bildcredit: NASA/JPL-Caltech/Harvard-Smithsonian CfA

Beschreibung: Wie entstehen Sterne? Um diese komplexe Angelegenheit zu untersuchen, fotografierten Astronomen ein detailreiches Infrarotbild von Cygnus X, der größten bekannten Sternbildungsregion in der ganzen Galaxis, unserer Milchstraße. Das obige, kürzlich veröffentlichte Bild wurde 2009 mit dem Weltraumteleskop Spitzer in der Umlaufbahn aufgenommen und digital in Farben dargestellt, die Menschen sehen können. Die heißesten Regionen sind blau gefärbt. Zu sehen sind große Blasen aus heißem Gas, die von den Winden massereicher Sterne kurz nach deren Entstehung aufgeblasen werden. Aktuelle Modelle postulieren, dass diese sich ausdehnenden Blasen Gas zusammenfegen, manchmal sogar zusammenstoßen und dabei häufig Regionen bilden, die dicht genug sind, um durch Gravitation zu noch mehr Sternen zu kollabieren. Die Sternfabrik Cygnus-X umfasst mehr als 600 Lichtjahre, enthält mehr als eine Million Sonnenmassen und leuchtet markant auf Weitwinkel-Infrotpanoramen des Nachthimmels. Cygnus X liegt 4500 Lichtjahre entfernt im Sternbild Schwan (Cygnus). In wenigen Millionen Jahren ist die Ruhe wahrscheinlich wiederhergestellt, und ein großer offener Sternhaufen bleibt zurück, der sich wiederum in den nächsten 100 Millionen Jahre auflösen wird.

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IC 2118: Der Hexenkopfnebel

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Bildcredit und Bilrechte: Gimmi Ratto und Davide Bardini (Collecting Photons)

Beschreibung: Doppelt plagt euch, mengt und mischt! Kessel brodelt, Feuer zischt – vielleicht hätte Macbeth den Hexenkopfnebel befragen sollen. Dieser vielsagend geformte Reflexionsnebel steht in Verbindung mit dem hellen Stern Rigel im Sternbild Orion. Der Hexenkopfnebel, förmlicher als IC 2118 bekannt, leuchtet vorwiegend im reflektierten Licht des hellen Sterns Rigel, der knapp außerhalb des unteren Bildrandes liegt. Feiner Staub im Nebel reflektiert das Licht. Die blaue Farbe entsteht nicht nur durch Rigels Blaufärbung, sondern auch, weil die Staubkörnchen blaues Licht stärker reflektieren als rotes. Durch den gleichen physikalischen Prozess erscheint der Tageshimmel der Erde blau, obwohl die streuenden Teilchen in der Erdatmosphäre Stickstoff- und Sauerstoffmoleküle sind. Der Nebel ist etwa 1000 Lichtjahre entfernt.

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Zodiakallicht und falsche Dämmerung


Bildcredit und Bilrechte: Nilesh Vayada und Ajay Talwar (TWAN)

Beschreibung: Ist es Dämmerung oder falsche Dämmerung? Zu gewissen Zeiten des Jahres beginnt der Horizont bei der aufgehenden Sonne ungewöhnlich früh zu leuchten. Dieses frühmorgendliche Leuchten stammt nicht direkt von der Sonne, sondern ist Sonnenlicht, das von interplanetarem Staub reflektiert wird. Das leuchtende Dreieck aus Licht, das als Zodiakallicht bezeichnet wird, kann eine Weile mit dem Sonnenaufgang verwechselt werden, man könnte es daher als „falsche Dämmerung“ bezeichnen. Das oben eingebundene Zeitfaffervideo zeigt zwei Ereignisse einer falschen Dämmerung, jede davon zirka fünf Stunden lang, aufgenommen bei der am höchsten gelegenen Sternwarte der Welt: Mount Saraswati in der Nähe von Hanle in Indien. Zeitweise leuchtet das aufgehende Zodiakaldreieck auf der linken Seite sogar heller als die zentrale Scheibe unserer Galaxis, der Milchstraße, die als diagonales Band zu sehen ist, das sich im Bild von links nach rechts bewegt.

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Infrarotporträt der Großen Magellanschen Wolke

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Bildcredit: ESA / NASA / JPL-Caltech / STScI

Beschreibung: Kosmische Staubwolken kräuseln sich auf diesem Infrarotporträt der Großen Magellanschen Wolke, einer Satellitengalaxie der Milchstraße. Das bemerkenswerte Komposit aus Bildern des Weltraumobservatoriums Herschel und des Weltraumteleskops Spitzer zeigt, dass Staubwolken diese benachbarte Zwerggalaxie füllen, ähnlich dem Staub in der Ebene der Milchstraße. Die Staubtemperaturen zeigen tendenziell Sternbildungsaktivität. Spitzer-Daten in blauen Farbtönen stellen warmen Staub dar, der von jungen Sternen aufgeheizt wird. Herschels Instrumente steuerten die in rot und grün gezeigten Bilddaten bei, die Staubemission von kühleren, dazwischen liegenden Regionen zeigen, wo Sternbildung gerade beginnt oder aufgehört hat. Die Infraroterscheinung der Großen Magellanschen Wolke wird von Staubemissionen dominiert und unterscheidet sich von Ansichten im sichtbaren Licht. Doch der bekannte Tarantelnebel dieser Galaxie sticht immer noch hervor und ist hier leicht als die hellste Region links im Bild zu erkennen. Die große Wolke von Magellan ist an die 160.000 Lichtjahre entfernt und hat einen Durchmesser von etwa 30.000 Lichtjahren.

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NGC 6369, der kleine Geistnebel

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Bildcredit: Hubble Heritage Team, NASA

Beschreibung: Dieser hübsche planetarische Nebel ist als NGC 6369 katalogisiert und wurde im 18. Jahrhundert von dem Astronomen Wilhelm Herschel entdeckt, als er mit einem Teleskop das medizinische Sternbild Schlangenträger (Ophiucus) erforschte. Da der runde, planetenförmige Nebel relativ blass ist, bekam er den Namen „Kleiner Geistnebel“.

a href=“http://www.seds.org/messier/planetar.html“>Planetarische Nebel haben generell nicht das Geringste mit Planeten zu tun, stattdessen entstehen sie am Lebensende eines sonnenähnlichen Sterns, wenn sich dessen äußere Hüllen in den Weltraum ausdehnen, während der Kern des Sterns zu einem weißen Zwerg schrumpft. Der transformierte weiße Zwergstern, der nahe der Mitte zu sehen ist, strahlt stark in ultravioletten Wellenlängen und liefert die Energie für das Leuchten des sich ausdehnenden Nebels.

Überraschend komplexe Details und Strukturen von NGC 6369 werden auf diesem interessanten Bild enthüllt, das aus Daten des Weltraumteleskops Hubble erstellt wurde. Die Hauptringstruktur des Nebels hat einen Durchmesser von etwa einem Lichtjahr, das Leuchten der ionisierten Sauerstoff-, Wasserstoff- und Stickstoffatome ist jeweils blau, grün und rot gefärbt.

Der kleine Geistnebel ist mehr als 2000 Lichtjahre entfernt und bietet einen flüchtigen Blick auf das Schicksal unserer Sonne, die in nur etwa 5 Milliarden Jahren ihren eigenen planetarischen Nebel bilden könnte.

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Saturns bemalter Mond Iapetus

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Bildcredit: Cassini Imaging Team, SSI, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Was geschieht mit Saturns Mond Iapetus? Riesige Bereiche dieser seltsamen Welt sind dunkel wie Kohle, andere wiederum hell wie Eis. Die Zusammensetzung des dunklen Materials ist nicht bekannt, doch Infrarot spektren lassen vermuten, dass es vielleicht einige dunkle Formen von Kohlenstoff enthält. Iapetus hat außerdem einen ungewöhnlichen Grat am Äquator, weshalb er wie eine Walnuss aussieht. Um diesen scheinbar bemalten Mond besser zu untersuchen, lenkte die NASA die Roboter-Raumsonde Cassini, die Saturn umkreist, im Jahre 2007 in einem Abstand von weniger als 2000 Kilometer daran vorbei. Wie man oben aus einer Höhe von etwa 75.000 Kilometern sieht, erlaubte Cassinis Flugbahn beispiellose Bilder von Iapetus‘ Halbkugel, die immer hinterherzieht. Im Süden ist ein riesiger Einschlagskrater zu sehen. Er umfasst gewaltige 450 Kilometer und scheint über einem älteren Krater von ähnlicher Größe zu liegen. Das dunkle Material ummantelt zusehends mehr von Iapetus‚ Ostseite und verdunkelt Krater ebenso wie Hochland. Genaue Untersuchungen lassen vermuten, dass die dunkle Beschichtung, die vorwiegend am Äquator des Mondes zu beobachten ist, weniger als einen Meter dick ist. Der führenden Hypothese zufolge ist das dunkle Material hauptsächlich Schmutz, der zurückbleibt, wenn das relativ warme, verunreinigte Eis sublimiert. Eine ursprüngliche Beschichtung mit dunklem Material könnte jedoch durch einen Zuwachs an Trümmern aufgemalt worden sein, die von Meteoren auf anderen Monden freigesetzt wurden. Auf diesem und weiteren Bildern von Cassinis Vorbeiflug an Iapetus wird nach noch deutlicheren Hinweisen gesucht.

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Der Fall des fehlenden Supernovabegleiters

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Bildcredit: Röntgenstrahlung: NASA/CXC/SAO/J. Hughes et al., sichtbares Licht: NASA/ESA/Hubble Heritage Team (STScI /AURA)

Beschreibung: Wo ist der andere Stern? Im Zentrum dieses Supernovaüberrestes sollte sich der Begleiter des explodierten Sterns befinden. Diesen Stern zu entdecken ist wichtig, um zu verstehen, wie Typ-Ia-Supernovae explodieren, was zu einem besseren Verständnis führen könnte, warum die Helligkeit so einer Explosionen so vorhersagbar ist, was wiederum der Schlüssel zur Kalibrierung der gesamten Natur des Universums ist.

Die Schwierigkeit dabei war, dass sogar bei sorgfältiger Untersuchung des Zentrums von SNR 0509-67.5 kein Stern gefunden wurde. Das lässt den Schluss zu, dass der Begleiter sehr schwach leuchtet – viel schwächer als viele Arten der hellen Riesensterne, die frühere Kandidaten waren. Eine mögliche Schlussfolgerung ist, dass der Begleitstern ein blasser, weißer Zwerg sein müsste, ähnlich dem Stern, der explodierte, aber viel massereicher als dieser.

SNR 0509-67.5 ist oben sowohl im sichtbaren Licht – vom Weltraumteleskop Hubble rot leuchtend fotografiert – als auch im Röntgenlicht in Falschfarbengrün dargestellt, fotografiert mit dem Röntgenobservatorium Chandra. Wenn Sie den Mauspfeil über das Bild schieben, wird die für den fehlenden Begleitstern erforderliche Zentralregion hervorgehoben.

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Kleiner Planet Lovejoy

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Bildcredit und Bildrechte: Alex Cherney (Terrastro, TWAN)

Beschreibung: Komet Lovejoy, einst eine strahlende Erscheinung in der Dämmerung der Südhalbkugel, verblasst nun, doch sein langer Schweif erstreckt sich nahe dem Himmelssüdpol über den Himmel. Der Komet wurde am Morgen des 30. Dezember aufgenommen und erscheint am Rand dieses kleinen Planeten. Natürlich ist der kleine Planet eigentlich die Erde.

Das Bild wurde aus einem 12-Bild-Mosaik erstellt, um ein Kugelpanorama zu erzeugen. Die stereografische Projektion, die zur Kartierung der Bildpunkte angewendet wurde, ist genau unter der Kamera zentriert und als Kleiner-Planet-Projektion bekannt.

Die Sterne, die diesen kleinen Planeten umgeben, standen über dem wolkigen Horizont des Fotografen nahe der Bay of Islands an der Great Ocean Road im Süden von Victoria (Australien). Entlang der Milchstraße ist der Komet zusammen mit anderen Himmelslichtern zu erkennen, wenn Sie den Mauspfeil über das Bild schieben. Die sehr hellen Sterne Kanopus und Sirius stehen rechts neben dem kleinen Planeten.

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Der helle Stern Regulus nahe der Zwerggalaxie Leo I

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Credit und Bildrechte: Chris Cook (CookPhoto.com)

Beschreibung: Der Stern oben ist so hell, dass es manchmal schwierig ist, die Galaxie darunter zu erkennen. Oben sind sowohl der Stern Regulus als auch die Galaxie Leo I zu sehen, beide nur einen Grad voneinander entfernt im Sternbild Löwe (Leo). Regulus ist Teil eines Mehrfachsternsystems mit einem nahen Begleitdoppelstern, der links unter dem jungen Hauptreihenstern zu sehen ist. Leo I ist eine sphärische Zwerggalaxie in der Lokalen Gruppe, die von unserer Galaxis, der Milchstraße, und M31 dominiert wird. Leo I wird für die fernste von mehreren bekannten kleinen Begleitgalaxien gehalten, die unsere Milchstraße umkreisen. Regulus ist zirka 75 Lichtjahre entfernt, im Gegensatz zu Leo I, die etwa 800.000 Lichtjahre entfernt ist.

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