Zwei Ansichten, zwei Sicheln

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Credit und Bildrechte: Links: Stefano De Rosa, rechts: Babak Tafreshi (TWAN)

Beschreibung: Die Venus ging am 5. November an einem in der Dämmerung leuchtenden Himmel kurz vor der Sonne auf. Für Frühaufsteher war ihre gleißende Sichelphase am besten mit einem Fernglas oder einem kleinen Teleskop zu sehen. An diesem Tag stand die Sichelvenus auch in einer engen Konjunktion mit einer weiteren lieblichen Sichel am östlichen Horizont des irdischen Morgenhimmels, dem abnehmenden Sichelmond. Der himmlische Fototermin wurde hier an zwei Orten festgehalten. Links, weniger als ein Grad voneinander getrennt, schweben die beiden Sicheln über einem Wolkenmeer. Das Bild wurde an einem Alpenpass nahe Turin in Italien aufgenommen. Rechts ist eine scharfe Teleobjektivaufnahme zu sehen, die vor einem früheren Sonnenaufgang weiter östlich im Elburs-Gebirge im Iran aufgenommen wurde. Am ruhigen Himmel gleitet der schmale Mond immer noch auf die Venus zu, die kompakte Sichel des hellen Planeten heitert den bergigen Horizont auf. Derzeit kann man die Sichelphase der Venus mit einem Ferngrlas am November-Dämmerungshimmel leicht bewundern. Die ersten Beobachtungen der Venusphasen, die 1610 von Galileo mit seinem Teleskop gemacht wurden, stimmten mit den Vorhersagen des heliozentrischen kopernikanischen Modells des Sonnensystems überein.

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