BLG-109: Eine ferne Version unseres Sonnensystems

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Illustrationscredit: KASI, CBNU, ARCSEC, NSF

Beschreibung: Wie häufig sind Planetensysteme wie das unsere? Vielleicht sind sie ziemlich häufig. Mit einer neu adaptierten Technik, mit der bisher erst sechs Planetensysteme untersucht wurden, entdeckte man das erste Planetensystem, das unserem Sonnensystem gleicht. Die Technik wird als Mikrolinseneffekt bezeichnet, sie sucht nach aussagekräftigen Helligkeits­änderungen, die im Licht eines Sterns messbar sind, wenn ein Vordergrund-Stern mit Planeten zufällig fast genau vor einem weiter entfernten Stern vorbeizieht. Das Licht des weiter entfernten Sterns wird auf eine vorhersagbare Weise von der Gravitation des näher liegenden Systems abgelenkt. Kürzlich brachte eine genaue Untersuchung des Mikrolensing-Systems OGLE-2006-BLG-109 Helligkeitsschwankungen mit zwei Planeten in Verbindung, die Jupiter und Saturn in unserem Sonnensystems ähnlich sind. Diese Entdeckung erlaubt die Vermutung, dass innere Planeten, vielleicht auch erdähnliche Planeten, ebenfalls weit verbreitet sein könnten. Diese Abbildung zeigt eine künstlerische Darstellung, wie das Planetensystem BLG-109 aussehen könnte.

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M1: Der Krebsnebel von Hubble

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Bildcredit: NASA, ESA, J. Hester, A. Loll (ASU); Dank an: Davide De Martin (Skyfactory)

Beschreibung: Dieses Durcheinander bleibt übrig, wenn ein Stern explodiert. Der Krebsnebel ist das Ergebnis einer Supernova, die 1054 n. Chr. zu sehen war, er ist mit rätselhaften Fasern gefüllt. Diese Filamente sind nicht nur ungeheuer komplex, sondern scheinen auch weniger Masse zu besitzen, als von der ursprünglichen Supernova ausgeworfen wurde, sowie eine höhere Geschwindigkeit, als man von einer freien Explosion erwarten würde. Dieses Bild wurde mit dem Weltraumteleskop Hubble aufgenommen und in drei wissenschaftlich zugeordneten Farben dargestellt. Der Krebsnebel ist 10 Lichtjahre groß. Im Zentrum des Nebels liegt ein Pulsar – ein Neutronenstern mit der Masse der Sonne, aber nur so groß wie eine kleine Stadt. Der Krebs-Pulsar rotiert etwa 30 Mal in der Sekunde.

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Large Binocular Telescope

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Credit und Bildrechte: Stefan Seip (TWAN)

Beschreibung: Ein sternklarer Himmel mit Mondlicht am Horizont und die nördliche Milchstraße bilden den Hintergrund für diese dramatische Ansicht der Welt bei Nacht. Das imposante Bauwerk im Vordergrund enthält das Large Binocular Telescope (LBT) auf dem Mount Graham in Arizona. Die beiden 8,4-Meter-Spiegel im Inneren des LBT befinden sich nebeneinander auf einer gemeinsamen Montierung – diese Anordnung ahmt die Bauweise eines einfachen optischen Geräts nach, das normalerweise am Nacken getragen wird. Auch wenn die großformatigen Fernglas-Anordnung nicht gerade transportabel ist, liegen die Vorteile darin unter anderem in einer größeren Empfindlichkeit gegenüber einem Fernrohr mit nur einem Spiegel sowie einer hohen Auflösung bei lichtschwachen Objekten in einem relativ großen Gesichtsfeld. Das LBT-Observatorium wird von einer internationalen Arbeitsgemeinschaft betrieben.

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Junge Sterne in der Wolke von Rho Ophiuchi

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Credit: NASA JPL-Caltech, Harvard-Smithsonian CfA

Beschreibung: Kosmische Staubwolken und darin eingebettete neugeborene Sterne leuchten im Infrarot-Wellenlängenbereich auf diesem atemberaubenden Falschfarben-Bild des Spitzer-Weltraumteleskops. Hier ist eine der nächstgelegenen Sternbildungsregionen zu sehen – ein Teil des Wolkenkomplexes Rho Ophiuchi, etwa 400 Lichtjahre entfernt nahe dem südlichen Ende des aussprechbaren Sternbildes Ophiuchus. Die Ansicht erstreckt sich über fünf Lichtjahre in der geschätzten Entfernung. Nachdem neu geborene Sterne sich in einer riesigen Wolke aus kaltem molekularem Wasserstoff gebildet haben, heizen sie den umgebenden Staub auf und erzeugen so das infrarote Leuchten. Eine Untersuchung der Region im alles durchdringenden Infrarot-Licht brachte in etwa 300 entstehende und neu gebildete Sterne zutage, deren durchschnittliches Alter auf etwa 300.000 Jahre geschätzt wird – extrem jung, verglichen mit dem Alter der Sonne von fünf Milliarden Jahren.

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Langstielige Rosette

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Credit und Bildrechte: Adam Block (Caelum Observatory) und
Tim Puckett

Beschreibung: Der Rosettennebel (alias NGC 2237) ist nicht die einzige kosmische Wolke aus Gas und Staub, die an das Bild einer Blume erinnert. Doch sie wird am häufigsten als ein zu Valentinstag passendes astronomisches Bild vorgeschlagen. Unter den vielen ausgezeichneten an die APOD-Herausgeber geschickten Bidern des Rosettennebels schien diese Ansicht am passendsten – mit einem langen Stiel aus leuchtendem Wasserstoffgas in der auf der Bildkomposition enthaltenen Region. Die Blütenblätter dieser Rose am Rand einer riesigen Molekülwolke im Einhorn, etwa 5000 Lichtjahre entfernt, sind eine Sterngeburtstätte, deren liebliche, symmetrische Form von den Winden und der Strahlung von den jungen heißen Sternen des zentralen Haufens geformt wird. Die Sterne in dem energiereichen Haufen, katalogisiert als NGC 2244, sind nur wenige Millionen Jahre alt, während die Höhlung in der Mitte des Rosettennebels etwa 50 Lichtjahre misst. Herzlichen Valentinstag!

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Elliptische Galaxie NGC 1132

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Credit: NASA, ESA, M. West (ESO, Chile) und CXC / Penn. State / G. Garmire et al.

Beschreibung: NGC 1132 ist eine glatte Galaxie – doch wie ist sie entstanden? Als elliptische Galaxie enthält NGC 1132 wenig Staub und Gas, und in jüngerer Zeit haben sich nur wenige Sterne gebildet. Obwohl sich viele elliptische Galaxien in Galaxienhaufen befinden, erscheint NGC 1132 als eine riesige, isolierte Galaxie im Sternbild des Flusses Eridanus. Um die Geschichte dieser faszinierenden Billionen-Sterne-Kugel zu untersuchen, fotografierten Astronomen NGC 1132 sowohl in sichtbarem Licht mit dem Hubble-Weltraumteleskop als auch im Röntgen-Licht mit dem Chandra-Röntgenteleskop. Auf diesem Komposit in Falschfarben ist sichtbares Licht weiß, während Röntgenlicht blau dargestellt ist und das ungewöhnliche Vorkommen sehr heißen Gases anzeigt. Das Röntgenlicht zeigt möglicherweise auch die Position Dunkler Materie an. Eine Hypothese besagt, dass NGC 1132 das Ergebnis einer Serie von Galaxienverschmelzungen in einer früheren kleinen Gruppe von Galaxien ist. NGC 1132 ist mehr als 300 Millionen Lichtjahre entfernt, daher wurde das Licht, das wir heute von ihr sehen, bereits ausgestrahlt, bevor die Dinosaurier die Erde bevölkerten. Zahlreiche faszinierende Hintergrundgalaxien sind in der Ferne zu sehen.

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Echos von RS Pup

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Credit: Pierre Kervella (Observatoire de Paris) et al., Antoine Mérand (CHARA), et al., ESO

Beschreibung: Dieser Staub-Reflexionsnebel umgibt den pulsierenden Stern RS Pup, der etwa zehnmal massereicher als die Sonne und für gewöhnlich 15.000 Mal heller ist. Tatsächlich ist RS Pup ein variabler Stern der Cepheiden-Klasse, das ist eine Klasse von Sternen, deren Helligkeit dazu verwendet wird, um die Entfernungen nahe gelegener Galaxien abzuschätzen – als einer der ersten Schritte bei der Erstellung einer kosmischen Entfernungsskala. Da RS Pup mit einer Periode von etwa 40 Tagen pulsiert, sind seine regelmäßigen Helligkeitsschwankungen – mit einer Zeitverzögerung – auch im Nebel zu sehen, gewissermaßen als Lichtecho. Das andernfalls unermessliche Licht von RS Pup wird hinter dem dunklen Streifen in der Bildmitte versteckt. Unter Verwendung neuer Messmethoden für Zeitverzögerung und Winkelgröße des Nebels erlaubt die bekannte Lichtgeschwindigkeit den Astronomen, die Entfernung von RS Pup geometrisch auf 6.500 Lichtjahre zu ermitteln mit einer bemerkenswert kleinen Unsicherheit von plus/minus 90 Lichtjahren. Als eindrucksvolle Leistung stellarer Astronomie liefert die echo-basierende Entfernungsmessung auch einen genaueren Wert für die tatsächliche Helligkeit von RS Pup und verbessert unter Berücksichtigung anderer Cepheiden die Kenntnisse der Entfernungen zu Galaxien jenseits der Milchstraße.

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Saturnmond Epimetheus von der Raumsonde Cassini

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Credit: Cassini Imaging Team, SSI, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Wie entstand Epimetheus? Das ist derzeit dessen sicher. Um diese Frage leichter zu beantworten, wurde der kleine Mond unlängst nochmals von der robotischen Raumsonde Cassini, die derzeit Saturn umkreist, detailreich abgebildet. Epimetheus zieht manchmal vor Janus, einem anderen kleinen Trabanten, um Saturn, und manchmal auch dahinter. Dieses Bild, das letzten Dezember aufgenommen wurde, zeigt eine von Kratern bedeckte Oberfläche, was auf ein hohes Alter schließen lässt. Epimetheus hat einen Durchmesser von etwa 115 Kilometern. Epimetheus besitzt nicht genug Oberflächenbeschleunigung, um eine Kugel zu bilden. Die abgeflachte Stelle auf Epimetheus, die oben zu sehen ist, könnte durch einen einzigen großen Einschlag entstanden sein.

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Abell 2218: Eine Galaxienhaufen-Linse

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Credit: Andrew Fruchter (STScI) et al., WFPC2, HST, NASA

Beschreibung: Gravitation kann Licht beugen, weshalb große Galaxienhaufen als Teleskope fungieren können. Fast alle hellen Objekte auf dieser Aufnahme des Hubble-Weltraumteleskops sind Galaxien des als Abell 2218 bekannten Haufens. Der Haufen ist so massereich und so kompakt, dass seine Gravitation das Licht der Galalaxien, die dahinter liegen, krümmt und fokussiert. Ein Ergebnis daraus ist, dass Mehrfachbilder dieser Hintergrundgalaxien zu langen, blassen Bögen verzerrt werden – ein einfacher Linseneffekt, den man mit dem Betrachten weit entfernter Straßenlampen durch ein Weinglas vergleichen kann. Der Galaxienhaufen Abell 2218 selbst liegt etwa drei Milliarden Lichtjahre entfernt im nördlichen Sternbild Drache (Draco). Die Stärke des massereichen Haufen-Teleskops erlaubte den Astronomen, eine Galaxie mit einer Rotverschibung von 5.58 zu entdecken; diese ist somit die am weitesten entfernte Galaxie, die je erfasst wurde. Diese junge, sich noch entwickelnde Galaxie ist rechts unter dem Kern des Haufens schwach zu sehen.

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Atlantis auf Pad 39A

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Bildcredit: NASA, Kim Shiflett

Beschreibung: Ein aufwändiges Beleuchtungs-Netzwerk spielt auf dieser imposanten Nachtansicht der Raumfähre Atlantis auf Startrampe 39 A über die 40 Meter hohe Rotierende Service-Struktur (RSS). Wie man hier sieht, sorgt die RSS für den Zugang zum Orbiter und seiner Nutzlast im Zuge der Startvorbereitungen, nachdem sie vor dem Shuttlestart am Donnerstag zurückgerollt wurde. Bei dieser Mission, STS-122, zur Internationalen Raumstation ist die Nutzlast der Atlantis das Forschungslabor Columbus der Europäischen Weltraumagentur ESA. Für dieser Mission sind drei Ausstiege in den Weltraum geplant, um das Columbus-Labor anzubringen. Das Andockmanöver der Atlantis an die Raumstation ist für heute vorgesehen.

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Die Regenbogenbucht

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Credit und Bildrechte: Alan Friedman

Beschreibung: Dunkle, glatte Regionen, die das vertraute Gesicht des Mondes bedecken, werden mit lateinischen Namen für Ozeane und Meere benannt. Die Namensgebungs-Konvention ist historisch, auch wenn sie Bewohnern des Raumfahrtzeitalters, die den Mond hauptsächlich als trockene, luftlose Welt und die glatten, dunklen Areale als Lava-überflutete Einschlagbecken kennen, ein bisschen paradox erscheinen mag. Diese erlesene Mondperspektive zum Beispiel, ein sorgfältig erstelltes Mosaik aus Teleskopbildern, blickt über die Ausdehnung des nordwestlichen Mare Imbrium oder Regenmeer, in die Sinus Iridium – die Regenbogenbucht. Die Bucht, umgeben vom Jura-Gebirge (montes), misst etwa 250 Kilometer im Durchmesser, am unteren ende des zerklüfteten Bogens durch das Kap (promontorium) Laplace begrenzt. Die sonnenbeschienenen Oberfläche des Kaps türmt sich fast 3000 Meter hoch über der Oberfläche der Bucht auf. An der Spitze dieses Bogens befindet sich Kap Heraclides, bisweilen als eine Mondjungfrau gesehen.

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