Der Pferdekopfnebel im Orion

Links im Bild sind der Flammennebel und der Pferdekopfnebel. Das Pferd ist eine dunkle Wolke, die vor einem roten Emissionsnebel liegt, daher sieht man sie überhaupt. Um die beiden bekannten Nebel leuchten einige helle, blaue Sterne. Das Bild ist von vielen kleineren Sternen übersät.

Credit und Bildrechte: Victor Bertol

Der Pferdekopfnebel ist einer der berühmtesten Nebel am Himmel. Er ist die dunkle Kerbe im roten Emissionsnebel links unter der Bildmitte. Der hellste Stern links gehört zum Gürtel des bekannten Sternbildes Orion. Die Form des Pferdekopfes erscheint dunkel. Sie ist eine undurchsichtige Staubwolke und liegt vor dem roten Emissionsnebel.

Die kosmische Wolke hat zufällig eine erkennbare Form, ähnlich wie Wolken am Himmel. In vielen Tausend Jahren verändern die Bewegungen im Inneren der Wolke ihre Erscheinung. Die rote Farbe des Emissionsnebels entsteht, wenn Elektronen mit Protonen rekombinieren. Dabei bilden sie Wasserstoffatome. Im Bild liegen auch blaue Reflexionsnebel. Sie reflektieren blaues Licht von Sternen in der Nähe.

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Schmale Mondbahn

Der Mond zieht eine breite Spur am Himmel, während er durch den Schatten der Erde gleitet. An den Enden ist er hell und gleißend, in der Mitte ist seine Spur schmäler und rötlich. Auch Strichspuren ziehen über den dunklen Himmel.

Credit und Bildrechte: Stefan Seip (TWAN)

Wollt ihr eine geruhsame Mondfinsternis genießen? Dazu braucht ihr keine Spezialfilter, ja nicht einmal ein Teleskop. Diese Schauspiele am Himmel sieht man auf der ganzen Nachtseite des Planeten Erde. Sie finden regelmäßig statt. Bei so einer Gelegenheit haben schon viele Leute den Himmel beobachtet.

Dieses Bild zeigt eine Mondfinsternis, doch es ist auffällig und ungewöhnlich. Für die Aufnahme montierte der Astrofotograf am 3. März 2007 seine Kamera auf einem Stativ und öffnete den Verschluss während der ganzen totalen Mondfinsternis. So entstand ein Bild, das die Bahn des Mondes und die schmalen Strichspuren von Sternen aufzeichnet, während sie durch die Nacht gleiten. Die üblichen roten Farbtöne bei der Totalität einer Mondfinsternis sind der dunklere, schmalere Abschnitt auf der Mondspur.

Heute Nacht sieht man bei klarem Himmel zumindest einen Teil der Mondfinsternis über Amerika, Europa, Afrika und Westasien. Sie dauert von Anfang bis Ende länger als drei Stunden. Die Totalität ist etwa 50 Minuten lang. Es ist die letzte totale Mondfinsternis bis Dezember 2010.

Mondfinsternis: Tipps für Fotos

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Columbus an der Internationalen Raumstation montiert

Aus dem Fenster der ISS ist das Wissenschaftslabor Columbus zu sehen, links dahinter ist ein Arm mit Solarpaneelen. Oben auf dem zylinderförmigen Modul arbeitet Missionsspezialist Hans Schlegel.

Credit: Besatzungen STS-122 und Expedition 16, ESA, NASA

Die Internationale Raumstation ISS bekam ein neues Wissenschaftslabor. Die Raumfähre Atlantis brachte das Labor-Modul Columbus zur ISS. Dort wurde es letzte Woche montiert. Columbus ist sieben Meter lang. Es enthält zehn Halterungen für Experimente. Diese können entweder von der Raumstation oder vom Kontrollzentrum für Columbus in Deutschland kontrolliert werden.

Zum ersten Satz an Experimenten gehört das Fluid Science Laboratory. Es untersucht die Eigenschaften von Flüssigkeiten in der Mikrogravitation im niedrigen Orbit. Das Biolab ist ein weiteres Experiment für Mikroorganismen. Zu den weiteren Experimenten für Columbus zählt unter anderem eine Atomuhr. Sie misst winzige Zeiteffekte, die wir laut Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie erwarten.

Das Bild zeigt, wie der Missionsspezialist Hans Schlegel außen an Columbus arbeitet. Die Mission dieses Labors ist für zehn Jahre geplant. Forschende aus der ganzen Welt können Experimente dafür vorschlagen und abwickeln.

Totale Mondfinsternis in der Nacht vom 20. auf 21. Februar!

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BLG-109: Eine ferne Version unseres Sonnensystems

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Illustrationscredit: KASI, CBNU, ARCSEC, NSF

Beschreibung: Wie häufig sind Planetensysteme wie das unsere? Vielleicht sind sie ziemlich häufig. Mit einer neu adaptierten Technik, mit der bisher erst sechs Planetensysteme untersucht wurden, entdeckte man das erste Planetensystem, das unserem Sonnensystem gleicht. Die Technik wird als Mikrolinseneffekt bezeichnet, sie sucht nach aussagekräftigen Helligkeits­änderungen, die im Licht eines Sterns messbar sind, wenn ein Vordergrund-Stern mit Planeten zufällig fast genau vor einem weiter entfernten Stern vorbeizieht. Das Licht des weiter entfernten Sterns wird auf eine vorhersagbare Weise von der Gravitation des näher liegenden Systems abgelenkt. Kürzlich brachte eine genaue Untersuchung des Mikrolensing-Systems OGLE-2006-BLG-109 Helligkeitsschwankungen mit zwei Planeten in Verbindung, die Jupiter und Saturn in unserem Sonnensystems ähnlich sind. Diese Entdeckung erlaubt die Vermutung, dass innere Planeten, vielleicht auch erdähnliche Planeten, ebenfalls weit verbreitet sein könnten. Diese Abbildung zeigt eine künstlerische Darstellung, wie das Planetensystem BLG-109 aussehen könnte.

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M1: Der Krebsnebel von Hubble

Das explodierte Staubgewirr ist der berühmte Krebsnebel im Stier, der 1. Eintrag auf Messiers Liste (M1).

Bildcredit: NASA, ESA, J. Hester, A. Loll (ASU); Dank an: Davide De Martin

Beschreibung: Dieses Durcheinander bleibt übrig, wenn ein Stern explodiert. Der Krebsnebel ist das Ergebnis einer Supernova, die 1054 n. Chr. zu sehen war, er ist mit rätselhaften Fasern gefüllt. Diese Filamente sind nicht nur ungeheuer komplex, sondern besitzen anscheinend auch weniger Masse, als von der ursprünglichen Supernova ausgeworfen wurde, sowie eine höhere Geschwindigkeit, als man von einer freien Explosion erwarten würde.

Dieses Bild wurde mit dem Weltraumteleskop Hubble aufgenommen und in drei wissenschaftlich zugeordneten Farben dargestellt. Der Krebsnebel ist 10 Lichtjahre groß. Im Zentrum des Nebels liegt ein Pulsar – ein Neutronenstern mit der Masse der Sonne, aber nur so groß wie eine kleine Stadt. Der Krebs-Pulsar rotiert etwa 30 Mal in der Sekunde.

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Large Binocular Telescope

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Credit und Bildrechte: Stefan Seip (TWAN)

Beschreibung: Ein sternklarer Himmel mit Mondlicht am Horizont und die nördliche Milchstraße bilden den Hintergrund für diese dramatische Ansicht der Welt bei Nacht. Das imposante Bauwerk im Vordergrund enthält das Large Binocular Telescope (LBT) auf dem Mount Graham in Arizona. Die beiden 8,4-Meter-Spiegel im Inneren des LBT befinden sich nebeneinander auf einer gemeinsamen Montierung – diese Anordnung ahmt die Bauweise eines einfachen optischen Geräts nach, das normalerweise am Nacken getragen wird. Auch wenn die großformatigen Fernglas-Anordnung nicht gerade transportabel ist, liegen die Vorteile darin unter anderem in einer größeren Empfindlichkeit gegenüber einem Fernrohr mit nur einem Spiegel sowie einer hohen Auflösung bei lichtschwachen Objekten in einem relativ großen Gesichtsfeld. Das LBT-Observatorium wird von einer internationalen Arbeitsgemeinschaft betrieben.

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Junge Sterne in der Wolke von Rho Ophiuchi

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Credit: NASA JPL-Caltech, Harvard-Smithsonian CfA

Beschreibung: Kosmische Staubwolken und darin eingebettete neugeborene Sterne leuchten im Infrarot-Wellenlängenbereich auf diesem atemberaubenden Falschfarben-Bild des Spitzer-Weltraumteleskops. Hier ist eine der nächstgelegenen Sternbildungsregionen zu sehen – ein Teil des Wolkenkomplexes Rho Ophiuchi, etwa 400 Lichtjahre entfernt nahe dem südlichen Ende des aussprechbaren Sternbildes Ophiuchus. Die Ansicht erstreckt sich über fünf Lichtjahre in der geschätzten Entfernung. Nachdem neu geborene Sterne sich in einer riesigen Wolke aus kaltem molekularem Wasserstoff gebildet haben, heizen sie den umgebenden Staub auf und erzeugen so das infrarote Leuchten. Eine Untersuchung der Region im alles durchdringenden Infrarot-Licht brachte in etwa 300 entstehende und neu gebildete Sterne zutage, deren durchschnittliches Alter auf etwa 300.000 Jahre geschätzt wird – extrem jung, verglichen mit dem Alter der Sonne von fünf Milliarden Jahren.

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Langstielige Rosette

Zusammen mit einer rot leuchtenden Säule im unteren Teil des Bildes erinnert der Rosettennebel oben im Bild an einen Gruß zum Valentinstag.

Credit und Bildrechte: Adam Block (Caelum Observatory) und Tim Puckett

Der Rosettennebel ist als NGC 2237 katalogisiert. Er ist nicht die einzige kosmische Wolke aus Gas und Staub, die an eine Blume erinnert. Doch sie wird am häufigsten als astronomisches Bild vorgeschlagen, das zu Valentinstag passt. Von den vielen ausgezeichneten Bildern des Rosettennebels, die an die APOD-Herausgeber geschickt wurden, passt diese Ansicht am besten. Ein langer Stiel aus leuchtendem Wasserstoff in der Region ist Teil der Bildkomposition.

Die Blütenblätter der Rose liegen am Rand einer riesigen Molekülwolke im Sternbild Einhorn. Sie sind etwa 5000 Lichtjahre entfernt und eine Stätte der Sternbildung. Ihre hübsche symmetrische Form wird von den Winden und der Strahlung geformt, welche die jungen heißen Sterne im zentralen Haufen verströmen. Die Sterne im energiereichen Haufen sind als NGC 2244 katalogisiert. Sie sind nur wenige Millionen Jahre alt. Die Höhlung in der Mitte des Rosettennebels ist etwa 50 Lichtjahre breit.

Alles Gute zum Valentinstag!

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