Haufenkollision beleuchtet Rätsel um Dunkle Materie

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Credits: Röntgen: NASA / CXC / U. Victoria / A. Mahdavi et al.; Optisch/Linseneffekt: CFHT / U. Victoria / A. Mahdavi et al.

Beschreibung: In Abell 520 kollidieren riesige Galaxienhaufen – soviel steht fest. Astrophysiker können jedoch nicht mit Sicherheit sagen, warum die Dunkle Materie von der normalen Materie getrennt wird. Dieses Kompositbild in verschiedenen Wellenlängen zeigt die Dunkle Materie in Falschfarbenblau, indem sorgfältig ermittelt wurde, auf welche Weise der Haufen das Licht weiter entfernten Galaxien verzerrt. Sehr heißes Gas – eine Form normaler Materie – ist in Falschfarbenrot dargestellt. Dieses Gas wurde mit dem Röntgen-Weltraumteleskop Chandra im Erdorbit detektiert. Einzelne Galaxien, in denen normale Materie vorherrscht, leuchten gelblich oder weiß.

Nach herkömmlicher Meinung wird normale und Dunkle Materie gleichermaßen durch Gravitationskraft zusammengehalten und sollten daher in Abell 520 gleich verteilt sein. Bei genauer Betrachtung des Bildes zeigt sich jedoch ein überraschender Mangel in der Konzentration sichtbarer Galaxien in der Dunklen Materie.

Eine mögliche Erklärung besagt, dass diese Diskrepanz durch die großen Galaxien verursacht wird, die in eine Art herkömmliche Gravitationsschleuder geraten sind. Eine umstrittenere Hypothese besagt, dass die Dunkle Materie auf eine nie zuvor beobachtete, nicht-gravitative Weise mit sich selbst kollidiert.

Weitere Simulationen und Beobachtungen dieses Haufens könnten dieses Rätsel lösen.

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Schallknall

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Credit: Ensign John Gay, USS Constellation, US Navy

Beschreibung: Was sieht man bei einem Schallknall? Sieht so ein Schallknall aus? Wenn ein Flugzeug mit Überschallgeschwindigkeit fliegt, können die vom Flugzeug ausgesendeten Schallwellen das Flugzeug nicht überholen, daher sammeln sie sich in einem Kegel hinter dem Flugzeug an. Wenn diese Stoßwelle vorbeizieht, hört ein Beobachter in einem einzigen Augenblick den Schall, der in einem längeren Zeitraum erzeugt wurde, als Schallknall.

Wenn ein Flugzeug beschleunigt, um die Schallmauer zu durchbrechen, kann sich – warum auch immer – eine ungewöhnliche Wolke bilden. Der Ursprung einer solchen Wolke ist noch umstritten. Eine der führenden Theorien besagt, dass der Luftdruck fällt, wie in der Prandtl-Glauert-Singularität beschrieben, sodass der Dunst in der Luft dort kondensiert und Wassertröpfchen bildet.

Oben wurde eine F/A-18 Hornet genau in dem Augenblick fotografiert, als sie die Schallmauer durchbrach. Große Meteore und die Raumfähre erzeugen regelmäßig einen Schallknall, bevor sie von der Erdatmosphäre unter die Schallgeschwindigkeit abgebremst werden.

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ISS über dem Observatoire du Mont Mégantic

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Credit und Bildrechte: Guillaume Poulin (Astrolab du Parc du Mont-Megantic)

Beschreibung: Am 1. August entstand bei einer Langzeitbelichtung diese surreale Ansicht des Morgenhimmels über dem Süden von Quebec. Nur das Licht eines fast vollen Mondes beleuchtet den Himmel und die Kuppel des 1,6-Meter-Teleskops am Observatoire du Mont Mégantic. Die schattenartigen Gestalten auf der Galerie sind Astronomen, die ihre Arbeit unterbrachen, um einen Blick auf die Internationale Raumstation (ISS) über ihren Köpfen zu werfen. Die ISS – der hellste „Stern“ am mondbeleuchteten Himmel – war leicht zu erkennen, als sie vor dem sternklaren Hintergrund im hoch fliegenden Sternbild Pegasus vorbeizog.

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