Sternenstaub im Widder

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Beschreibung: Diese Komposition aus Sternenstaub bedeckt am nördlichen Himmel mehr als 8 Grad. Das gekachelte Sichtfeld liegt westlich vom vertrauten Sternhaufen der Plejaden im Tierkreissternbild Widder in der Ebene unserer Milchstraße.

Die detailreiche Himmelslandschaft zeigt rechts den bläulichen Stern Epsilon Arietis, der mit bloßem Auge sichtbar und etwa 330 Lichtjahre entfernt ist. Die staubhaltigen Nebel LBN762, LBN753 und LBN743 reflektieren das Sternenlicht der Region, sie sind von links nach rechts über Feld ausgebreitet und wahrscheinlich ungefähr 1000 Lichtjahre entfernt.

In der geschätzten Entfernung ist die kosmische Leinwand größer als 140 Lichtjahre. Ihr dunkles Inneres am Rand einer großen Molekülwolke kann neu entstandene Sterne und junge stellare Objekte oder Protosterne vor neugierigen optischen Teleskopen verstecken. Die Protosterne entstehen durch Gravitationskollaps um dichte Kerne, die in der Molekülwolke eingebettet sind.

Zur Originalseite

Arp 78: Merkwürdige Galaxien im Widder

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Stephen Leshin

Beschreibung: Die merkwürdige Spiralgalaxie Arp 78 liegt innerhalb der Grenzen des eigenwilligen Sternbildes Widder (Aries), etwa 100 Millionen Lichtjahre hinter den Sternen und Nebeln unserer Galaxis, der Milchstraße. Das Inseluniversum ist auch als NGC 772 bekannt, hat einen Durchmesser von mehr als 100.000 Lichtjahren und besitzt auf diesem detailreichen kosmischen Porträt einen einzelnen, markanten äußeren Spiralarm. Ihre hellste Begleitgalaxie, die kompakte NGC 770, liegt rechts über der größeren Spirale. Die unscharfe, elliptische Erscheinung von NGC 770 steht in einem Kontrast zu den gezackten Milchstraßensternen im Vordergrund mit den gleichen, gelblichen Farbtönen. Der große Spiralarm von Arp 78 folgt beeindruckenden Staubspuren und ist von jungen, blauen Sternhaufen gesäumt. Wahrscheinlich entstand er durch Gezeiten-Wechselwirkung. Zarte Ströme aus Materie scheinen Arp 78 mit ihren nahen Begleitgalaxien zu verbinden.

Zur Originalseite

Sternstaub im Widder

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit und Bildrechte: Alessandro Falesiedi

Beschreibung: Diese Komposition in Sternenstaub bedeckt fast 2 Grad am Himmel nahe der Grenze des Tierkreis-Sternbildes Widder (Aries) und der Ebene unserer Galaxis, der Milchstraße. Unten rechts auf dieser großartigen Himmelslandschaft steht ein staubhaltiger blauer Reflexionsnebel, der einen hellen Stern umgibt, welcher etwa 1000 Lichtjahre entfernt und als van den Bergh 13 (vdB 13) katalogisiert ist. In der geschätzten Entfernung ist die kosmische Leinwand mehr als 30 Lichtjahre breit. vdB 16, der ebenfalls von gestreutem blauem Sternenlicht umgeben ist, liegt eher oben links, während dunkle, staubhaltige Nebel über die Szenerie verstreut sind. Sie liegen nahe dem Rand einer riesigen Molekülwolke und können neu gebildeten Sterne und junge stellare Objekte oder Protosterne vor neugierigen optischen Teleskopen verbergen. Wenn sie durch ihre eigene Gravitation kollabieren, bilden sich Protosterne um dichte Kerne, welche in die Molekülwolken eingebettet sind.

Zur Originalseite

Kunst und Wissenschaft in NGC 981

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit und Bildrechte: Joseph Brimacombe

Beschreibung: Diese prächtige Teleskopansicht einer Himmelslandschaft zeigt die Spiralgalaxie NGC 981. Das Inseluniversum hat einen Durchmesser von etwa 50.000 Lichtjahren und ist an die 60 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Widder (Aries). Das Bild, eine künstlerische Präsentation, zeigt gezackte Vordergrundsterne in unserer eigenen Milchstraße und gewundene Staubwolken, die über der galaktischen Ebene hängen und Sternenlicht schwach reflektieren. Weiters zeigt es zeigt NGC 981 in einem kosmischen Moment, der für Astrophysiker auf dem Planeten Erde wichtig ist. Licht der Supernova SN2009js, das auf früheren Bildern fehlt, wurde mit zwei weißen Linien links unter dem Zentrum der Galaxie markiert. Die Supernova ist die Todesexplosion eines massereichen Sterns in der Ebene der Galaxie NGC 981. Sie wurde vor kurzem von Supernova-Suchteams in Japan und in den USA im Oktober entdeckt.

Zur Originalseite

Der Fall des sehr staubhaltigen Doppelsterns

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Illustrationscredit und BildrechteLynette Cook

Beschreibung: Für Astronomen stach das nahe Doppelsternsystem BD+20 307 ursprünglich hervor, weil es extrem staubhaltig ist. Eine beträchtliche Menge warmen Staubs, die es umgibt, lässt das System im Infrarotwellenlängenbereich ungewöhnlich hell erscheinen. Natürlich wird Staub mit Planetenbildung in Verbindung gebracht und häufig bei jungen Sternen oder Sternen, die nur wenige Millionen Jahre alt sind, nachgewiesen. Doch das BD+20 307-System ist, wie man nun feststellte, mindestens einige Milliarden Jahre alt – dieses Alter ist mit dem unseres eigenen Sonnensystems vergleichbar. Die große Menge warmen Staubs besteht wahrscheinlich aus Trümmern, die von einer Kollision planetengroßer Objekte – etwa in der Größenordnung von Erde und Venus – stammen, die vor relativ kurzer Zeit im BD+20 307-System stattfand. In Erinnerung an den klassischen Sciencefiction-Roman „Wenn Welten zusammenstoßen“ bietet diese dramatische Illustration eine Darstellung des Katastrophenereignisses. Ironischerweise könnte dieser indirekte Hinweis auf eine destruktive planetare Kollision auch der erste Hinweis sein, dass sich Planetensysteme auch um enge Doppelsternsysteme bilden können. BD+20 307 liegt etwa 300 Lichtjahre weit entfernt im eigenwilligen Sternbild Widder.

Zur Originalseite