Jupiter und der grosse Rote Fleck

Jupiter füllt das ganze Bild. Rechts unten liegt der Große Rote Fleck unter den beiden markanten ockerfarbenen Gürteln. Braune Zonen wechseln sich mit hellen Bändern ab. Auch einige große weiße Ovale sind im Bild. Der größte Wirbelsturm ist immer noch der Rote Fleck, auch wenn er im Vergleich zu älteren Aufnahmen hier viel kleiner ist.

Bildcredit und Bildrechte: Christopher Go

Jupiter erreicht seine Opposition 2026 genau heute, am 10. Januar. Damit steht der schwerste Planet des Sonnensystems genau gegenüber der Sonne und er erreicht etwa seine größte Helligkeit für Beobachtende auf der Erde.

Dieser scharfe Schnappschuss wurde vor erst 3 Tagen mit einem Teleskop aufgenommen. Er zeigt viele Details des Gasriesen, z. B. die wirbelnden Oberflächen seiner Wolken. Sie bilden helle Streifen und dunkle Gürtel um den schnell rotierenden äußeren Planeten.

Jupiter ist für seinen lange bestehenden Antizyklon berühmt. Man nennt ihn den Großen Roten Fleck. Er befindet sich rechts unten südlich des Äquators. Auch zwei weitere kleinere rote Flecken sind sichtbar: Einer ist oben bei der nördlichen Zone und einer nah an Jupiters Südpol.

Jupiters Großer Roter Fleck wird bekanntlich allmählich kleiner. Trotzdem ist er immer noch ungefähr so groß wie die ganze Erde.

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Juno zeigt Jupiters Wolken in hoher Auflösung

Am südlichen Ende von Jupiter zerfallen die typischen Gürtel, die um den ganzen Planeten reichen, zu einem Gewirr komplexer Wirbel. Dazwischen sind auch weiße Ovale verteilt.

Bildcredit: NASA/JPL-Caltech/SwRI/MSSS; Bearbeitung und Lizenz: Thomas Thomopoulos

Wie komplex ist Jupiter? Die Jupiter-Mission Juno der NASA zeigt nach und nach, dass der jovianische Gigant komplexer ist als erwartet. Sie fand heraus, dass Jupiters Magnetfeld ganz anders ist als das einfache Dipolfeld der Erde. Es hat mehrere Pole, die zu einem komplexen Netzwerk verknotet sind. Es ist im Norden viel stärker verworren als im Süden. Außerdem zeigen Junos Radio-Messungen, dass Jupiters Atmosphäre Struktur besitzt, die weit unter die obere Wolkendecke reicht – Hunderte Kilometer in die Tiefe.

Jupiters neu entdeckte Komplexität ist auch in den südlichen Wolken augenfällig. Das zeigt dieses Bild vom letzten Monat. Die Textur und Farben wurden verstärkt. Hier zerfallen Zonen und Gürtel, die um den ganzen Planeten reichen und am Äquator sehr markant sind, zu einem komplexen Gewirr aus stürmischen Wirbeln. Diese sind so groß wie Kontinente.

Juno zieht weiterhin ihre schleifenförmigen elliptischen Bahnen. Sie saust jeden Monat nahe am riesigen Planeten vorbei. Bei jedem Umlauf erforscht sie einen leicht verschobenen Sektor.

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Juno fliegt an Ganymed und Jupiter vorbei

Videocredit: Bilder: NASA, JPL-Caltech, SWRI, MSSS; Animation: Koji Kuramura, Gerald Eichstädt, Mike Stetson; Musik: Vangelis

Wie wäre es wohl, am größten Mond im Sonnensystem vorbeizufliegen? Die robotische Raumsonde Juno flog 2021 an Jupiters großem Mond Ganymed vorüber. Dabei nahm sie Bilder auf, die dann digital zu einem detaillierten Film zusammengesetzt wurden.

Das Video beginnt mit dem Überflug über eine zweifarbige Oberfläche des Mondes, der 2000 km groß ist. Es zeigt eine fremdartige eisige Landschaft, die von Tälern und Kratern übersät ist. Die Rillen werden wahrscheinlich durch Platten verursacht, die sich bewegen. Die Krater entstehen durch harte Einschläge.

Juno zog auf ihrer Bahn weiter und kam zum 34. Mal ganz nah an Jupiters Wolken vorbei. Das digitale Video zeigt zahlreiche Wolkenwirbel im Norden. Farbige Zonen und Bänder umspannen in der Mitte den ganzen Planeten. Viele ovale weiße Wolken sind wie Perlschnüre aufgereiht. Zum Schluss gibt es dann wieder Wolkenwirbel, aber diesmal im Süden.

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Jupiter unter uns

Die Nahaufnahme zeigt den Planeten Jupiter mit vielen Wolken, darunter blaue Wolken links unten und weiße ovale Wolken rechts oben.

Bildcredit und Bildrechte: NASA, Juno, SwRI, MSSS; Bearbeitung und Lizenz: Gerald Eichstädt und Seán Doran

Jupiter ist seltsamer, als wir dachten. Die NASA Raumsonde Juno hat inzwischen über 70 Orbits um Jupiter vollendet. Bei diesen Überflügen ist sie auch mehrfach auf hochelliptischen Bahnen über die Pole geflogen.

Im Jahr 2017 entstanden diese Aufnahmen. Sie zeigen Jupiter von unten. Überraschenderweise verschwinden dort die horizontalen Wolkenbänder, die den Planeten sonst umspannen. Ersetzt werden sie dort durch Wirbel und komplexe Muster. Eine Linie aus weißen Wolken-Ovalen verläuft nahe dem Äquator.

Beeindruckende Ergebnisse der Raumsonde Juno zeigen, dass die Wetterphänomene auf Jupiter manchmal bis tief unter die Oberfläche der Wolken reichen. Jupiters Kern ist unerwartet groß und weich, und das Magnetfeld von Jupiter ist je nach Ort ziemlich unterschiedlich.

Derzeit, im Jahr 2025, kreist Juno noch um Jupiter. Später wird die robotische Raumsonde zum kontrollierten Absturz in den Riesenplaneten gebracht.

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Mit Jupiter malen

Die Oberfläche von Jupiter wurde mit einem Grafikfilter bearbeitet, sodass das Bild an ein Ölgemälde erinnert.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, SwRI, MSSS; Bearbeitung: Rick Lundh

Jupiters charakteristische Bänder und Wirbel in der Atmosphäre wurden hier zu einem interplanetarischen, post-impressionistischen Kunstwerk verarbeitet. Für das kreative Bild verwendete der Bürgerwissenschaftler Rick Lundh Daten der JunoCam der Raumsonde Juno. Er wählte für die Bearbeitung ein Bild mit hellen und dunklen Kontrasten. Darauf wendete er einen Ölmalerei-Softwarefilter an. So kamen die digitalen Pinselstriche auf die digitale Leinwand.

Die Bilddaten wurden beim Perijovium-Durchgang 10 aufgezeichnet. Das war Junos nahe Begegnung mit dem Gasriesen am 16. Dezember 2017. Damals befand sich die Sonde etwa 13.000 km über den nördlichen jovianischen Wolken. Juno trat im Juli 2016 in eine Umlaufbahn um Jupiter ein. Seither erforscht sie im Rahmen der Mission, die mittlerweile verlängert wurde, den Planeten Jupiter und seine Monde.

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Stereo-Jupiter in Opposition

Die beiden Bilder von Jupiter entstanden im Abstand von nur 15 Minuten. Der Planet hatte sich in der Zwischenzeit geringfügig weitergedreht, daher bilden die beiden ein Stereo-Paar. Dunkle und helle Bänder sowie der große Rote Fleck sind sehr detailreich abgebildet.

Bildcredit und Bildrechte: Marco Lorenzi

Jupiter sieht hier scharf aus! Die beiden Bilder wurden letztes Jahr am 17. November mit einem Dachteleskop in Singapur fotografiert. Es war etwa zwei Wochen nach Jupiters Opposition 2023. Der Riesenplanet stand um Mitternacht hoch am Himmel. Jupiter war nur 33,4 Lichtminuten von Singapur entfernt. Das sind etwa 4 Astronomische Einheiten.

Jupiters dunkle Gürtel und helle Zonen laufen um den ganzen Planeten. Auch die weißlichen ovalen Wirbelstürme der Riesenwelt sind sehr detailreich abgebildet. Der markante große Rote Fleck steht im Süden.

Jupiter rotiert sehr schnell. Alle 10 Stunden dreht er sich um seine Achse. Daher bilden die beiden Einzelbilder aus einem Video, die im Abstand von nur 15 Minuten entstanden sind, ein Stereo-Paar. Schaut in die Mitte der Bilder und kreuzt die Augen, bis sich die Bilder überlagern. Dann seht ihr den 3D-Effekt.

Derzeit steht Jupiter kurz vor seiner Opposition 2024. Der Planet Erde wandert am 7. Dezember zwischen dem Gasregenten im Sonnensystem und der Sonne hindurch.

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Stereo-Jupiter nahe der Opposition

Das Bild zeigt zwei Abbildungen von Jupiter mit bandförmigen Wolkengürteln und dem großen Roten Fleck. Durch Schielen wirkt das Bild dreidimensional.

Bildcredit und Bildrechte: Marco Lorenzi

Jupiter sieht auf diesen Bildern gestochen scharf aus. Beide wurden am 17. November von Singapur aus mit einem Dachteleskop aufgenommen, nur zwei Wochen nach Jupiters Opposition im Jahr 2023. Der Riesenplanet ist derzeit fast die ganze Nacht hindurch zu sehen und steht um Mitternacht besonders hoch im Süden. Sein Licht war zum Zeitpunkt der Aufnahmen nur 33,4 Minuten zur Erde unterwegs, das sind ca. 4 Astronomische Einheiten oder etwas mehr als 600 Millionen Kilometer.

Die dunklen Gürtel und hellen Zonen des Planeten Jupiter sind in bemerkenswerter Detailtreue zu erkennen, ebenso wie die weißlichen, ovalen Wirbel des Riesenplaneten. Sein charakteristischer Großer Roter Fleck ist im Süden immer noch deutlich zu erkennen.

Jupiter dreht sich alle 10 Stunden schnell um seine Achse, so dass diese Bilder auf der Grundlage von Videobildern, die nur 30 Minuten auseinander liegen, ein Stereobild ergeben. Schaue auf die Mitte des Paares und stelle die Augen auf „Unendlich“ ein, bis sich die einzelnen Bilder überlagern und verschmelzen, um den größten Gasriesen des Sonnensystems in 3D-Optik zu sehen.

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Juno zeigt Jupiters Wirbel

Die Oberfläche des Planeten Jupiter ist von lebhaften Wolkenwirbeln überogen. Vorne in der Mitte ist ein großes weißes Oval, das von Wolken umgeben ist, die Wirbel reichen bis nach hinten zum Rand des Planeten.

Bildcredit: NASA/JPL-Caltech/SwRI/MSSS; Bearbeitung und Lizenz: Kevin M. Gill

Große Stürme auf dem Jupiter sind anders. Auf der Erde entstehen riesige Wirbelstürme und gewaltige Zyklone in Regionen mit niedrigem Druck, doch auf Jupiter sind die gegenläufigen Hochdruckgebiete größer. Auf der Erde dauern große Stürme bestenfalls Wochen, auf Jupiter können sie jahrelang bestehen. Auf der Erde können große Stürme so ein ganzes Land abdecken, aber auf Jupiter sind manche Stürme so groß wie der Planet Erde. In beiden Arten von Stürmen treten manchmal Blitze auf.

Dieses Bild von Jupiters Wolken wurde aus Bildern und Daten erstellt, die mit der Roboter-Raumsonde Juno aufgenommen wurden, als sie im August 2020 nahe über den massereichen Planeten raste. In der Nähe seht ihr ein wirbelndes weißes Oval, in der Ferne sind zahlreiche kleinere ausgedehnte Wolkenwirbel verteilt. Auf Jupiter sind hell gefärbte Wolken für gewöhnlich höher oben als dunkle. Trotz der Unterschiede liefert das Untersuchen von Sturmwolken auf dem fernen Jupiter vielleicht Einblicke in Stürme und andere Wetterphänomene auf der vertrauten Erde.

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