Der Manicouagan-Einschlagkrater aus dem Weltraum

Links über dem Sankt-Lorenz-Strom ist ein kreisrunder Stausee, der eigentlich ein Ring ist. Er ist ein urzeitlicher Einschlagkrater und hat die Bezeichnung Manicouagan-Stausee.

Bildcredit: NASA, Internationale Raumstation – Expedition 59

Die Internationale Raumstation umkreist die Erde in einer Höhe von 400 Kilometern. Am 11. April 2019 war die Expedition 59 die Besatzung der ISS. Sie nahm von oben diesen Schnappschuss auf. Er zeigt den breiten Sankt-Lorenz-Strom und den seltsam kreisförmigen Manicouagan-Stausee im kanadischen Quebec.

Der ringförmige See liegt rechts neben der Bildmitte. Er befindet sich in den erodierten Überresten eines alten Einschlagskraters, der einen Durchmesser von 100 Kilometern hat, und wurde erst in neuerer Zeit aufgestaut. Der Krater ist zwar stark verwittert, aber aus der Erdumlaufbahn erkennt man ihn trotzdem sehr gut. Er erinnert uns daran, wie anfällig die Erde für Einschläge von Gesteinsbrocken ist, die aus dem Weltraum kommen.

Der Manicouagan-Krater ist mehr als 200 Millionen Jahre alt. Wahrscheinlich entstand er, als ein Gesteinsbrocken einschlug, der etwa 5 Kilometer groß war. Derzeit kennen wir keinen Asteroiden, der mit erhöhter Wahrscheinlichkeit im nächsten Jahrhundert die Erde treffen könnte.

Jeden Monat veröffentlicht das Planetary Defense Coordination Office der NASA die neuesten Zahlen zu nahen Vorbeiflügen von erdnahen Objekten. Die Berichte enthalten auch anderen Fakten über Kometen und Asteroiden, die der Erde vielleicht gefährlich werden könnten.

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Sonnenuntergang zur Tagundnachtgleiche

Über der Stadt Edmonton im kanadischen Alberta geht die Sonne siebenmal unter. Die gepunkteten Sonnenuntergangsspuren wurden in verschiedenen Monaten fotografiert. Die linke Spur zeigt den Sonnenuntergang zur Wintersonnenwende, die rechten den Bogen, den die Sonne im Sommer zieht. Die Landschaft ist winterlich, vorne ist ein Fluss, der teilweise von Eis bedeckt ist. Hinter den Silhouetten von Wolkenkratzern leuchtet Abendrot.

Bildcredit: Luca Vanzella

Geht die Sonne immer in der gleichen Richtung unter? Nein, die Richtung des Sonnenuntergangs hängt von der Jahreszeit ab. Die Sonne geht zwar immer ungefähr im Westen unter. Aber morgen, zur Tagundnachtgleiche, geht sie ganz genau im Westen unter. Danach verschiebt sich ihr Untergang nach und nach Richtung Südwesten. Zur Wintersonnenwende im Dezember erreicht der Sonnenuntergang dann seine maximale Verschiebung.

In den vergangenen Sommermonaten ging die Sonne weiter im Nordwesten unter. Zur Sommersonnenwende im Juni erreichte sie ihre größte Verschiebung nach Nordwesten.

Dieses Bild zeigt sieben verschiedene Wege der Sonne. Sie wurden an je einem Tag in den Monaten von Dezember 2019 bis Juni 2020 fotografiert. Die Bilderserie entstand im kanadischen Alberta, weit nördlich des Äquators. Vorne liegt die Stadt Edmonton. Der mittlere gepunktete Streifen zeigt den Weg der Sonne bei der letzten Tagundnachtgleiche im März. Morgen geht die Sonne dort genau am gleichen Equinox-Band unter.

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Mondfinsternis auf zwei Erdhalbkugeln

Zwei Bilder der totalen Mondfinsternis wurden kombiniert. Eins stammt von der südlichen Halbkugel, eins von der nördlichen. Das obere Bild vom Norden wurde am Campus der Zhejiang-Universität in China fotografiert, das südliche im australischen Canberra.

Bildcredit und Bildrechte: Nord – Zhouyue Zhu, Süd – Lucy Yunxi Hu

Die totale Mondfinsternis im September ist auf diesen beiden dramatischen Bildfolgen dargestellt. Sie wurden auf der nördlichen und der südlichen Halbkugel des Planeten Erde fotografiert. Das obere Bild zeigt die Finsternis auf der Nordhalbkugel. Die Bahn des Mondes reicht von links oben nach rechts unten. Sie bewegt sich unter dem hellen Planeten Saturn vorbei. Die Bildfolge wurde am Campus der Zhejiang-Universität in China auf dem 30. nördlichen Breitengrad aufgenommen.

Das untere Bild zeigt das gleiche Ereignis – aufgenommen vom Griffinsee in Canberra in Australien, auf 35 Grad südlicher Breite. Hier bewegt sich die Mondbahn von rechts oben nach links unten. Viele helle Blitze von Gewittern, die noch am Horizont zu sehen sind, spiegeln sich im Wasser des Sees.

Beide Bilder wurden mit 16-mm-Weitwinkel-Objektiven aufgenommen. Sie zeigen die ganze Finsternis mit einem dunkelroten Mond, der komplett im Kernschatten der Erde steht. Die verschiedenen Ausrichtungen der Mondbahn am Himmel zeigen die unterschiedlichen Perspektiven, wie sie durch die beiden Standorte auf der Nord- und Südhalbkugel zustande kamen.

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Alles Wasser auf der Erde

Die Erde ist ohne Wasser dargestellt, das Wasser wurde in kleinen Perlen gebündelt. Die größere Perle zeigt das Wasser der Meere, eine viel kleinere Perle zeigt das flüssige Süßwasser, und die winzige Perle zeigt das Süßwasser der Seen und Flüsse.

Bildcredit und Bildrechte: Jack Cook, Adam Nieman, Woods Hole Ozeanographisches Institut; Datenquelle: Igor Shiklomanov

Wie viel des Planeten Erde besteht aus Wasser? Tatsächlich sehr wenig. Zwar bedecken Ozeane aus Wasser etwa 70 Prozent der Erdoberfläche. Doch diese Ozeane sind seicht, wenn man sie mit dem Erdradius vergleicht.

Diese Illustration zeigt, was passiert, wenn man alles Wasser auf oder nahe der Oberfläche der Erde zu einer Kugel formt. Der Radius dieser Kugel beträgt nur etwa 700 Kilometer. Das ist weniger als der halbe Radius des Erdmondes und etwas weniger als der Radius des Saturnmondes Rhea, der wie viele Monde im äußeren Sonnensystem großteils Wassereis besteht.

Die nächstkleinere Kugel zeigt das flüssige Süßwasser der Erde, während die winzige Kugel das Volumen aller Seen und Flüsse aus Süßwasser auf der Erde zeigt. Wie dieses Wasser auf die Erde kam und ob beträchtliche Mengen davon tief unter der Oberfläche der Erde eingeschlossen sind, wird weiterhin erforscht.

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Sardinien im Sonnenuntergang

Hinter dem Leuchtturm von Mangiabarche geht die Sonne unter. Der Blick reicht über das Meer bis zum Horizont. Die Sonne ist von dunklen Wolken gestreift.

Bildcredit und Bildrechte: Lorenzo Busilacchi

Wenn die Sonne am 7. September untergeht, geht der Vollmond auf. An dem Tag können die Bewohner*innen auf einem Großteil unseres schönen Planeten eine totale Mondfinsternis beobachten. Dabei taucht der Mond vollständig in den Schatten der Erde ein. Man sieht es in Teilen der Antarktis sowie in Australien, Asien, Europa und Afrika.

Wenn der helle Vollmond in den Schatten der Erde eintritt, wird er dunkler. Schließlich nimmt er während der totalen Finsternisphase eine rötliche Färbung an. Tatsächlich ist die Farbe des Mondes während einer totalen Mondfinsternis auf das gerötete Licht von Sonnenauf- und -untergängen rund um den Planeten Erde zurückzuführen, das in den sonst dunklen zentralen Schatten der Erde gestreut wird.

Diese Nahaufnahme mit rotem Himmel, blauem Meer und dem Leuchtturm von Mangiabarche entstand, als die Sonne am 22. August unterging. Das Bild wurde bei Sant’antioco auf der italienischen Insel Sardinien aufgenommen.

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Kallisto, eine schmutzige, ramponierte Eiskugel

Die Oberfläche des Jupitermondes Kallisto ist dunkel und von hellen Kratern übersät. Das Bild stammt von der Raumsonde Voyager 2.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Voyager 2; Bearbeitung und Lizenz: Kevin M. Gill;

Der Jupitermond Kallisto ist größer als der Planet Merkur. Die Oberfläche der ramponierten, schmutzigen Eiskugel hat die höchste Dichte an Einschlagkratern im Sonnensystem. Doch was befindet sich im Inneren?

Die NASA-Sonde Galileo besuchte Kallisto mehrmals in den 1990er- und 2000er-Jahren. Doch diese neu bearbeitete Aufnahme stammt vom Vorbeiflug der NASA-Sonde Voyager 2 aus dem Jahr 1979.

Ohne das helle Eis an der Oberfläche, das durch unzählige Einschläge zerbrochen ist, wäre der Mond noch viel dunkler. Das Innere von Kallisto ist womöglich noch interessanter, denn dort ist vielleicht eine interne Schicht von flüssigem Wasser verborgen. Dieses mögliche Meer im Untergrund könnte sogar Leben bergen. Die Schwestermonde Europa und Ganymed sind ebenfalls Kandidaten dafür.

Kallisto ist etwas größer als Luna, der Mond der Erde. Doch wegen des hohen Anteils an Eis hat Kallisto etwas weniger Masse. Die ESA-Sonde JUICE und die NASA-Sonde Europa Clipper sind gerade auf dem Weg zu Jupiter. Ihr Ziel ist, seine größten Monde noch besser zu untersuchen.

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Den Mond fischen

In den Netzen eines alten Fischerbootes hängt der rote Mond am blauen Himmel. Dahinter reicht das Meer bis zum Horizont.

Bildcredit und Bildrechte: Marco Bellelli

Wie groß ist der Mond des Planeten Erde? Verglichen mit den anderen Monden im Sonnensystem ist er die Nummer 5 auf der Liste der Monde, wenn man sie nach Größe sortiert. Er folgt auf Jupiters Mond Ganymed, den Saturnmond Titan und die Galileischen Monde Kallisto und Io. Nach dem Erdmond stehen der Jupitermond Europa und Neptuns Mond Triton auf der Liste. Der Mond ist auch größer als die Zwergplaneten Pluto und Eris.

Der Mond hat einen Durchmesser von 3475 Kilometern. Damit hat er etwa ¼ der Größe der Erde. Das macht ihn zum größten Mond im Vergleich zur Größe seines Heimatplaneten im Sonnensystem.

Doch auf dieser heiteren Landschaft mit Himmel und Meer in der Dämmerung erscheint der Vollmond, der gerade aufgeht, immer noch klein genug, um ihn im Netz eines alten Fischerbootes zu fangen. Der Schnappschuss entstand mit Teleobjektiv an der italienischen Costa dei Trabocchi an der Adria.

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Perseiden-Meteore von Durdle Door

Über der Durdle Door an der englischen Küste bei Dorset steigt die Milchstraße steil über dem Meer auf. Vom Himmel fallen Meteore der Perseïden vom Himmel.

Bildcredit und Bildrechte: Josh Dury

Was sind diese hellen Bögen am Himmel? Das sind Meteore. Genauer gesagt, es sind Sternschnuppen vom Perseïden-Meteorschauer in diesem Jahr. In den letzten Wochen wurden viele einzelne Fotos dieser Perseïden-Meteore nach Einbruch der Dunkelheit aufgenommen. Diese Bilder wurden später zu einem Gesamtbild kombiniert.

Obwohl sich die Meteore auf geraden Linien über den Himmel bewegen, wirken ihre Spuren auf dem Foto gebogen. Das liegt am Weitwinkelobjektiv der Kamera, das die Perspektive verzerrt. Alle Lichtspuren zeigen auf einen gemeinsamen Punkt am Himmel. Das ist der sogenannte Radiant. Er liegt im Sternbild Perseus und befindet sich über dem oberen Rand des Bildes.

Dieselbe Kamera machte außerdem ein lang belichtetes Foto des Nachthimmels. Darauf sieht man das helle Band der Milchstraße, das fast senkrecht durch die Bildmitte verläuft. Im Vordergrund steht der bekannte Kalksteinbogen „Durdle Door“ an der Küste von Dorset in England. Der Name stammt vermutlich aus einer Zeit vor über tausend Jahren.

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