Der größte Felsen im Sonnensystem

Der berühmte blassblaue Punkt - Pale Blue Dot - ist ein Bild der Erde, das die Raumsonde Voyager I im Jahr 1990 fotografierte.

Bildcredit: NASA, Raumsonde Voyager 1

Der Punkt dort rechts ist der größte Gesteinsbrocken, den wir im Sonnensystem kennen. Er ist größer als jeder Asteroid, Mond oder Kometenkern, den wir kennen, sogar größer als jeder andere lokale Gesteinsplanet.

Der Felsbrocken ist so groß, dass seine Gravitation ihn zu einer großen Kugel formt, auf deren Oberfläche sich schwere Gase sammeln. (Bis zu den jüngsten Entdeckungen großer dichter Planeten, die um andere Sterne kreisen, war er der größte bekannte Felsbrocken jeglicher Art.) Im Jahr 1990 nahm die Raumsonde Voyager 1 vom äußeren Sonnensystem aus dieses Bild des gewaltigen Weltraumgesteinsbrockens auf, es ist der berühmte blassblaue Punkt (Pale Blue Dot).

Heute beginnt dieser Gesteinsbrocken zum ungefähr fünfmilliardsten Mal eine neue Runde um seinen Heimatstern. Bei jedem Umlauf rotiert er mehr als 350 Mal um sich selbst. Wir wünschen allen Bewohnern dieses Gesteinsbrockens, den wir Erde nennen, frohes neues Jahr nach dem gregorianischen Kalender.

Zur Originalseite

Interstellare Raumsonde

Illustration einer Voyager-Raumsonde auf dem Weg in den interstellaren Raum

Poster-Illustrationscredit: NASA, JPL-Caltech, Voyager

Voyager 1 und Voyager 2 begannen 1977 eine große Reise zu den äußeren Planeten des Sonnensystems. Inzwischen sind sie die am längsten betriebenen und am weitesten von der Erde entfernten Raumsonden. Beide reisten über die Heliosphäre hinaus. Die Heliosphäre ist der Raum, der durch den Einfluss des Sonnenwindes und des Magnetfeldes der Sonne definiert wird.

Im 45. Jahr ihrer Reise zu den Sternen sind Voyager 1 und 2 fast 22 Lichtstunden bzw. 18 Lichtstunden von der Sonne entfernt und bleiben damit die einzigen Raumsonden, die derzeit den interstellaren Raum erforschen.

Jede Raumsonde transportiert eine 12 Zoll große vergoldete Kupferscheibe mit Aufzeichnungen von Klängen, Bildern und Botschaften. Die goldenen Schallplatten sollten die Geschichte des Lebens und der Kultur auf dem Planeten Erde vermitteln. Die Botschaft ist auf einem Medium gespeichert, das eine interstellare Reise eine Milliarde Jahre überdauern kann.

Zur Originalseite

Voyager 1 zeigt Europa und Jupiter

Die Raumsonde Voyager 1 zeigt Jupiter mit dem großen Roten Fleck, dem Mond Europa, dem Schatten von Io und dichten Wolken.

Bildcredit: NASA, Voyager 1, JPL, Caltech; Bearbeitung und Lizenz: Alexis Tranchandon / Solaris

Was sind diese Flecken auf Jupiter? Der größte und am weitesten entfernte Fleck rechts neben der Mitte ist der große Rote Fleck – ein riesiges Sturmsystem, das vielleicht schon seit der Zeit auf Jupiter wütet, wahrscheinlich seit Giovanni Cassini es vor 357 Jahren beschrieb. Wir wissen noch nicht, warum dieser große Fleck rot ist.

Der Fleck links unten ist einer von Jupiters größten Monden: Europa. Bilder von Voyager aus dem Jahr 1979 stützen die heutige Annahme, dass Europa unter der Oberfläche einen Ozean besitzt und daher ein guter Ort ist, um nach außerirdischem Leben zu suchen.

Was aber ist der dunkle Fleck rechts oben? Das ist der Schatten eines weiteren großen Jupitermondes: Io. Voyager 1 zeigte, dass Io so vulkanisch ist, dass dort keine Einschlagkrater zu finden waren.

Sechzehn Aufnahmen vom ersten Vorbeiflug der Raumsonde Voyager 1 an Jupiter im Jahr 1979 wurden kürzlich überarbeitet und zu diesem Bild kombiniert. Vor 45 Jahren startete Voyager 1 im August von der Erde und begann eine der bisher großartigsten Forschungsreisen ins Sonnensystem.

Frei herunterladen: Voyager-Poster
Zur Originalseite

Verona Rupes: Die höchste bekannte Klippe im Sonnensystem

Verona Rupes, die größte Klippe im Sonnensystem auf dem Uranusmond Miranda, wurde 1986 von der vorbeifliegenden Roboter-Raumsonde Voyager 2 fotografiert.

Bildcredit: Voyager 2, NASA

Beschreibung: Kann man einen Sprung von der höchsten Klippe des Sonnensystems überleben? Durchaus möglich. Verona Rupes auf dem Uranusmond Miranda ist ungefähr 20 Kilometer tief, also zehnmal so tief wie die Große Schlucht auf der Erde.

Bei Mirandas geringer Schwerkraft würde es etwa 12 Minuten dauern, bis ein Abenteurer, der den Nervenkitzel sucht, von oben hinunterfällt. Er würde mit der Geschwindigkeit eines Rennwagens – etwa 200 Kilometer pro Stunde – den Boden erreichen. Trotzdem könnte man den Sturz mit einem geeigneten Prallkissen überleben.

Dieses Bild von Verona Rupes wurde 1986 von der vorbeifliegenden Roboter-Raumsonde Voyager 2 fotografiert. Wie die gewaltige Klippe entstand, bleibt ein Rätsel, wahrscheinlich entstand sie im Zusammenhang mit einem großen Einschlag oder einer tektonischen Oberflächenbewegung.

Zur Originalseite

Europa und Jupiter von Voyager 1

1979 fotografierte die Raumsonde Voyager 1 den Planeten Jupiter und den großen Roten Fleck sowie seine Monde Io und Europa.

Bildcredit: NASA, Voyager 1, JPL, Caltech; Bearbeitung und Lizenz: Alexis Tranchandon / Solaris

Beschreibung: Was sind diese Flecken auf Jupiter? Der größte und am weitesten entfernte ist der Große Rote Fleck rechts neben der Mitte. Er ist ein riesiges Sturmsystem, das schon lange auf Jupiter wütet – vielleicht seit Giovanni Cassini ihn vor 355 Jahren wahrscheinlich bemerkte. Es ist noch nicht bekannt, warum dieser große Fleck rot ist.

Der Fleck links unten ist einer der größten Jupitermonde: Europa. Voyager-Bilder aus dem Jahr 1979 stützen die aktuelle Hypothese, dass Europa unter der Oberfläche einen Ozean besitzt und daher ein geeigneter Ort ist, um nach außerirdischem Leben zu suchen.

Doch was ist der dunkle Fleck rechts oben? Das ist ein Schatten eines anderen großen Jupitermondes: Io. Voyager 1 fand heraus, dass Ios Vulkanismus so aktiv ist, dass der Mond keine Einschlagkrater besitzt.

Sechzehn Bilder vom Vorbeiflug der Raumsonde Voyager 1 an Jupiter im Jahr 1979 wurden kürzlich neu bearbeitet und zu diesem Bild kombiniert. Vor etwa 43 Jahren verließ Voyager 1 die Erde und brach zu einer der bisher größten Forschungsreisen des Sonnensystems auf.

Kostenlos herunterladen: Voyager-Plakate

Zur Originalseite

Der blassblaue Punkt

Heute vor 30 Jahren: Die Raumsonde Voyager 1 blickte am 14. Februar 1990 zur Erde zurück; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: Voyager-Projekt, NASA, JPL-Caltech

Beschreibung: Am Valentinstag 1990 blickte die Raumsonde Voyager 1, die ungefähr 6 Milliarden Kilometer von der Sonne entfernt war, ein letztes Mal zurück, um dieses erste historische Familienporträt des Sonnensystems zu fotografieren. Das Porträt ist ein Mosaik aus 60 Einzelbildern, die an einem Aussichtspunkt fotografiert wurden, der 32 Grad über der Ebene der Ekliptik lag. Es zeigt die Sonne und sechs Planeten.

Der Planet Erde ist auf einem einzigen Bildpunkt dieses Einzelbildes festgehalten. Es ist der blasse blaue Punkt im Sonnenstrahl rechts neben der Mitte dieser restaurierten Version der inzwischen berühmten Aussicht von Voyager. Der Astronom Carl Sagan entwickelte die Idee, mit Voyagers Kamera aus einer fernen Perspektive zur Heimat zurückzublicken. Betrachten Sie heute – an diesem Valentinstag dreißig Jahre später – noch einmal diesen blassen blauen Punkt.

Zur Originalseite

Familienporträt des Sonnensystems

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: Voyager-Projekt, NASA

Beschreibung: Die Raumsonde Voyager 1 blickte am Valentinstag 1990, als sie 6,4 Milliarden Kilometer von der Sonne entfernt war, ein letztes Mal zurück, um dieses allererste Familienporträt des Sonnensystems zu fotografieren. Das vollständige Porträit ist ein Mosaik aus 60 Einzelbildern, die an einem Aussichtspunkt fotografiert wurden, der 32 Grad über der Ebene der Ekliptik lag.

Die Einzelbilder von Voyagers Weitwinkelkamera tasten links das innere Sonnensystem ab und schaffen eine Verbindung nach rechts zum Gasriesen Neptun, dem äußersten Planeten des Sonnensystems. Die Positionen von Venus, Erde, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun sind mit Buchstaben markiert, die Sonne ist der helle Punkt nahe der Mitte des Bilderbogens. Die eingefügten Bildfelder für jeden Planeten stammen von Voyagers Telekamera. Merkur, der zu nahe an der Sonne steht, um ihn aufzuspüren, ist auf diesem Porträit unsichtbar, ebenso der Mars, der leider hinter Sonnenlicht verborgen ist, das ins optische System der Kamera gestreut wurde. Die Postition des kleinen, blassen Pluto, der damals der Sonne näher stand als Neptun, wurde nicht einbezogen.

Zur Originalseite

Europa und Jupiter von Voyager 1

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NASA, Voyager 1, JPL, Caltech; Bearbeitung und Lizenz: Alexis Tranchandon / Solaris

Beschreibung: Was sind diese Flecken auf Jupiter? Der größte und fernste ist der große Rote Fleck rechts neben der Mitte – ein riesiges Sturmsystem, das vielleicht seit seiner wahrscheinlichen Beschreibung durch Giovanni Cassini vor 352 Jahren auf Jupiter wütet. Noch ist nicht bekannt, warum dieser große Fleck rot ist. Der Fleck links unten ist einer von Jupiters größten Monden: Europa. Bilder von Voyager aus dem Jahr 1979 stützen die aktuelle Hypothese, dass Europa unter der Oberfläche einen Ozean besitzt und somit ein guter Ort ist, um nach außerirdischem Leben zu suchen. Doch was ist mit dem dunklen Fleck rechts oben? Das ist der Schatten eines anderen großen Jupitermondes: Io. Voyager 1 entdeckte, dass Io vulkanisch so aktiv ist, dass keine Einschlagkrater zu finden waren. Sechzehn Bilder des Vorbeifluges von Voyager 1 an Jupiter im Jahr 1979 wurden kürzlich überarbeitet und zu diesem Bild kombiniert. Heute vor vierzig Jahren startete Voyager 1 von der Erde zu einer der bisher interessantesten Forschungsreisen im Sonnensystem.

Kostenlos herunterladen zum 40. Jahrestag: Voyager-Poster
Zur Originalseite

Porträt des Sonnensystems

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: Voyager Project, NASA

Beschreibung: Am Valentinstag 1990 blickte die Raumsonde Voyager 1, die damals 6,4 Milliarden Kilometer von der Sonne entfernt war, ein letztes Mal zurück, um dieses erste Familienporträt des Sonnensystems zu fotografieren. Das vollständige Porträt, ein Mosaik aus 60 Bildern, entstand aus einem Blickwinkel 32 Grad über der Ebene der Ekliptik. Die Bilder von Voyagers Weitwinkelkamera streifen links durch das innere Sonnensystem und verbinden dieses nach rechts mit dem Gasriesen Neptun, dem äußersten Planeten des Sonnensystems. Die Positionen von Venus, Erde, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun sind durch Buchstaben gekennzeichnet, die Sonne ist der helle Fleck in der Mitte des Bildkreises. Die Bildeinschübe der Planeten stammen von Voyagers Teleobjektivkamera. Im Porträt unsichtbar sind Merkur, welcher der Sonne zu nahe steht, und Mars, der leider im Sonnenlicht verborgen ist, das vom Optiksystem der Kamera gestreut wird. Die Position des kleinen blassen Pluto, der damals der Sonne näher war als Neptun, wurde nicht erfasst.

Zur Originalseite

Verona Rupes – die höchste bekannte Klippe im Sonnensystem

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: Voyager 2, NASA

Beschreibung: Kann man einen Sprung von der höchsten Klippe im Sonnensystem überleben? Ziemlich wahrscheinlich. Verona Rupes auf dem Uranusmond Miranda ist schätzungsweise 20 Kilometer tief – zehnmal so tief wie der Grand Canyon auf der Erde.

Wegen Mirandas geringer Gravitation würde es etwa 12 Minuten dauern, bis ein abenteuerlustiger Glücksritter, der von oben hinunterfällt, den Boden erreicht. Er hätte unten die Geschwindigkeit eines Rennautos – ungefähr 200 Kilometer pro Stunde. Trotzdem könnte man den Sturz mit einem geeigneten Schutz durch ein Prallkissen überleben.

Dieses Bild von Verona Rupes wurde 1986 beim Vorbeiflug der Roboterraumsonde Voyager 2 fotografiert. Wie die gewaltige Klippe entstand, ist nicht bekannt – vielleicht bei einem großen Einschlag oder durch tektonische Oberflächenbewegung.

Zur Originalseite

Io vor Jupiter von Voyager 1

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Voyager 1; Bearbeitung: Alexis Tranchandon, Solaris

Beschreibung: 1979 flog die NASA-Raumsonde Voyager 1 an Jupiter und seinen Monden vorbei. Die Bilder auf diesem Mosaik, das den Mond Io vor dem Hintergrund der diffusen wirbelnden Wolkenbänder des Gasriesen Jupiter zeigt, wurden von Voyagers Kamera aus einer Entfernung von ungefähr 8,3 Millionen Kilometern aufgenommen. Das Io-Bild im Mosaik ist vielleicht das erste, das seltsame runde, mehr als 60 Kilometer große Strukturen auf Ios Oberfläche zeigt, die in der Mitte dunkel sind und helle Ränder haben. Diese Strukturen sind, wie nun bekannt ist, vulkanischen Ursprungs, damals hielt man sie für Impaktkrater, die im ganzen Sonnensystem häufig auf Gesteinskörpern vorkommen. Doch als Voyager sich Io weiter näherte, zeigten Nahaufnahmen eine bizarre Welt ohne Einschlagkrater, deren Oberfläche häufig durch Vulkanaktivität erneuert wird. Zu Beginn dieses Jahres begann Juno, eine neue Roboterraumsonde der NASA, Jupiter zu umkreisen, und kam Jupiters Wolken bei einem Vorbeiflug letzte Woche näher als 5000 Kilometer. Während der nächsten zwei Jahre hofft man, dass Juno Neues über Jupiter herausfindet, zum Beispiel was sich in Jupiters Inneren befindet.

Zur Originalseite