Totale Mondfinsternis über Tsé Bit’a’í

Über dem Tsé Bit'a'í im Gebiet der Navajo zieht der Mond über den Himmel, während er in den Erdschatten eintaucht.

Bildcredit und Bildrechte: Satoru Murata; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Diese Woche wanderte der Vollmond durch den Erdschatten. Es war die einzige totale Mondfinsternis des Jahres. Die beeindruckende Bildfolge zeigt den Weg des Mondes am Nachthimmel. Die Fotoserie zeigt, wie der Erdschatten den Mond langsam bedeckt, bis er rot leuchtet.

Warum wird der Mond rot? Die Erdatmosphäre streut und bricht Sonnenlicht. Blaues und grünes Licht, also Licht mir kürzerer Wellenlänge, wird stärker gestreut. Übrig bleiben Rot-, Orange- und Gelbtöne, die den Mond färben.

Vorne steht der Tsé Bit’a’í („Fels mit Flügeln“), der auch Shiprock genannt wird. Der Vulkan liegt im Navajo-Gebiet. Er ist ein wichtiger Ort in den Geschichten der Navajo – voller Ursprungsmythen, Abenteuer und Helden.

Diese Finsternis war speziell: Sie war der erste Vollmond im neuen Mondjahr und für viele Kulturen ein bedeutendes Ereignis. Man sah sie von Ostasien bis Nordamerika, doch sie verband Menschen weltweit – eine kosmische Erinnerung, dass wir alle unter demselben Himmel leben.

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Vollmondlicht

Über drei Hügelkuppen steht der fast volle Mond. Man erkennt deutlich die dunklen Flecken. Am oberen Rand verläuft der Terminator, dort sind ein paar Krater erkennbar. Zwischen zwei Kuppen steht ein Beobachter mit Teleskop.

Bildcredit und Bildrechte: Zhengjie Wu und Jeff Dai (TWAN)

Bei Vollmond ist der Mond am hellsten. Heute Nacht könnt ihr im Licht des ersten Vollmonds im Jahr 2026 stehen. Der Vollmondzeitpunkt ist am 3. Januar um 10:03 Uhr Weltzeit.

Etwa 7 Stunden später, um 17:16 Uhr Weltzeit, erreicht die Erde den sonnennächsten Punkt ihrer elliptischen Umlaufbahn um die Sonne im Jahr 2026: das Perihel. Der Januar-Vollmond war auch nicht weit vom Punkt seiner größten Annäherung an die Erde entfernt, dem Perigäum. In diesem Mondphasenzyklus fand das Perigäum des Mondes am 1. Januar um 21:44 Uhr Weltzeit statt.

Ihr könnt auch den Planeten Jupiter sehen, der heute Nacht fast seine größte Helligkeit für 2026 erreicht. Er steht am Himmel nahe beim Vollmond. Vergesst aber nicht, nach den seltenen, hellen Feuerkugeln des Sternschnuppenstroms der Quadrantiden Ausschau zu halten, wenn ihr draußen den Nachthimmel beobachtet!

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Eine Supermond-Korona

Der volle Mond leuchtet durch dünne Wolken, deren wellige Struktur sichtbar ist. Der Mond ist umgeben von konzentrischen farbigen Ringen, die einem kreisrunden Regenbogen ähneln.

Bildcredit und Bildrechte: Eric Houck

Diese bunten Ringe um den Mond sind eine Korona. Ihr könnt solche Ringe manchmal sehen, wenn der Mond durch dünne Wolken leuchtet. Der Effekt entsteht durch die Beugung des Lichts an gleich großen Wassertropfen, die sich in einer weitgehend lichtdurchlässigen Wolke vor dem Mond befinden.

Verschiedene Farben des Lichts entsprechen verschiedenen Wellenlängen. Deswegen wird jede Farbe unterschiedlich stark gebeugt und abgelenkt. Lichthöfe um den Mond sind einer der wenigen farbigen Beugungseffekte, die ihr mit bloßem Auge leicht erkennen könnt.

Dieses Foto einer Mondkorona entstand letzte Woche beim Supermond in der Nähe von Knights Ferry in Kalifornien in den USA. Rechts neben dem Vollmond leuchtet der orangefarbene Riesenstern Botein. Auch um die Sonne gibt es ähnliche Koronen. Sie sind in der Regel schwerer zu erkennen, weil die Sonne so hell ist.

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Vollmond im Perigäum

Der orange-gelbe Vollmond im Bild hat eine Kappe aus Wolken. Er geht über Kayseri in der Türkei auf.

Bildcredit und Bildrechte: Betul Turksoy

Was ist groß, hell und schön, kann eine Kappe aus Wolken tragen und befindet sich am erdnächsten Punkt seiner elliptischen Bahn? Ein Vollmond im Perigäum, natürlich! Er ist hier kurz vor dem Untergang in der Morgendämmerung des 5. November zu sehen. Die Aufnahme entstand in Kayseri in der Türkei.

Ein Vollmond, der im oder nahe beim Perigäum stattfindet, wird landläufig als Supermond bezeichnet. Er ist etwas größer und heller als ein durchschnittlicher Vollmond. Von den drei Supermonden im Jahr 2025 hat der hier abgebildete Vollmond im Perigäum die geringste Distanz zur Erde. Dieser Vollmond, der mit Sonnenuntergang aufgeht, wird auch Jägermond genannt. Er folgt dem sogenannten Erntevollmond vom Oktober.

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Jenga-Mond

Der Vollmond geht über einem Gebäude auf, das an einen Jenga-Turm erinnert. Er leuchtet gelb am noch hellen Himmel in der Dämmerung, der vom Erdschatten grau gefärbt ist.

Bildcredit und Bildrechte: Mike Carroll

In der Nacht des 6. Oktober schien ein großer, heller Vollmond. Es war der Erntemond. Der Erntemond ist berühmt aus Festen, Geschichten und Liedern. Und es ist einfach der traditionelle Name für den Vollmond, der dem Herbstäquinoktium auf der Nordhalbkugel am nächsten liegt.

Der Überlieferung nach ist der Name passend gewählt: Obwohl das Tageslicht immer kürzer wird, konnten die Bauern im Norden am Ende der Wachstumsperiode ihre Ernte im Licht eines Vollmonds einbringen. Er schien von der Abenddämmerung bis zum Morgengrauen.

Später als in anderen Jahren war der Erntemond im Oktober 2025 für manche auch ein Supermond. Dieser Begriff etabliert sich zunehmend als Bezeichnung für einen Vollmond in der Nähe des Mondperigäums. Diese Teleskopaufnahme zeigt den (fast) vollen Mond. Er ging am 5. Oktober über einem markanten Wolkenkratzer in New York City auf – ein Vorschlag für einen weiteren Spitznamen des Vollmonds.

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Wolken und ein goldener Mond

Über Wolken mit einem hellen Rand leuchtet der goldene Vollmond. Er wurde so abgebildet, dass auch die dunklen Meere gut erkennbar sind. Manche erkennen darin ein Gesicht oder einen Hasen, dessen Ohren nach links oben gestreckt sind.

Bildcredit und Bildrechte: Alexsandro Mota

Am 10. Juli ging bei Sonnenuntergang der helle Vollmond auf und sein goldenes Licht beleuchtete Wolken am Himmel über Conceição do Coité in Bahia, Brasilien.

Das malerische Foto entstand mithilfe eines Teleobjektivs. Die hellste Mondphase wurde einmal kurz und einmal lang belichtet. Die beiden Aufnahmen wurden kombiniert und zeigen so Details der Mondoberfläche im hellen Mondlicht und ein zartes Schillern entlang der von hinten angestrahlten Wolkenlandschaft.

Auf der Südhalbkugel der Erde ist der Juli-Vollmond natürlich ein Wintermond. Doch im Norden ist er manchen als Donnermond bekannt, in Anspielung an das oft stürmische Wetter im Sommermonat Juli.

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Die große Mondwende 2024–2025

Die Panoramabilder wurden in der kanadischen Stadt Edmonton fotografiert. Sie zeigen die Aufgänge des Vollmondes und zeitgleich der Sonne im Zeitraum der Großen Mondwende.

Bildcredit und Bildrechte: Luca Vanzella, Alister Ling

Dieser Stapel besteht aus monatlich aufgenommenen Panoramabildern von Edmonton im kanadischen Alberta. Die Zeitreihe verläuft senkrecht von oben nach unten. Das ehrgeizige Fotoprojekt folgt dem jährlichen Nord-Süd-Schwenk der Sonnenaufgangspunkte. Oben links geht es los. Es reicht von der Juni-Sonnenwende zur Dezember-Sonnenwende und wieder zurück.

Daneben ist der Aufgang des Vollmondes dargestellt. Man kann ihm deutlich schwieriger folgen. Natürlich verläuft der Nord-Süd-Schwenk bei Mondaufgang entgegengesetzt zum Sonnenaufgang am Horizont. Doch diese aufgehenden Vollmonde reichen auch über einen breiteren Bereich am Horizont als die Sonnenaufgänge. Das gut geplante Projekt deckt nämlich den Zeitraum von Juni 2024 bis Juni 2025 ab. In dieser Zeit fand eine große Mondwende statt. Dieses Video zeigt die Details.

Große Mondwenden stellen die Extreme im Nord-Süd-Bereich des Mondaufgangs dar. Er wird durch die 18,6-jährige Präzession der Mondbahn bestimmt.

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Mond am Abgrund

Über einer Plattform, die aus einem Hochhaus ragt, hängt der voll beleuchtete Mond.

Bildcredit und Bildrechte: Jordi Coy

Die meisten von uns beobachten den Mond bei Nacht. Jedoch verbringt er fast genauso viele Stunden bei Tageslicht über unserem Horizont. Bei hellem Tageshimmel sieht die Mondscheibe allerdings blass aus und ist nicht so auffällig. Natürlich durchläuft der Mond auch bei Tageslicht seine Phasen. Diese entstehen durch die Bewegung auf seiner Umlaufbahn, wodurch immer andere Mondgebiete von der Sonne beschienen werden.

Bei Tageslicht ist der Mond leichter zu erkennen, wenn der sichtbare, von der Sonne beleuchtete Teil der Mondscheibe groß ist und nach dem ersten Viertel zunimmt oder sich dem dritten Viertel nähert. Auch wenn es nicht so bekannt sein mag, ist der Mond bei Tageslicht oft zu sehen, selbst am städtischen Himmel. Diese Teleaufnahme vom 12. März zeigt den zunehmenden Mond bei Tag in der Nähe einer beliebten Aussichtsplattform mit Blick auf den New Yorker Stadtteil Manhattan.

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