Huygens‘ Blick auf Titans Oberfläche

Das verschwommene Bild zeigt eine steinige Landschaft, die in orangefarbenes Licht getaucht ist. Die sensationelle Aufnahme stammt von der Landesonde Huygens, die mit Cassini zu Saturn flog und auf dem Mond Titan landete.

Bildcredit: ESA, NASA, JPL, U. Arizona, Landesonde Huygens

Was würde man sehen, wenn man auf Titan stehen könnte? Dieses Farbbild zeigt die Ansicht einer fremdartigen, weit entfernten Landschaft auf Saturns größtem Mond Titan. Im Jahr 2005 nahm die ESA-Sonde Huygens diese Szene auf. Die Sonde sank damals 2,5 Stunden lang durch die dichte Atmosphäre aus Stickstoff, die mit Methan vermischt ist.

Die Felsen könnten aus gefrorenem Wasser und Kohlenwasserstoffen bestehen. Sie sind in unheimliches orangefarbenes Licht getaucht und liegen in der Szene verstreut. Die unwirtlichen Temperaturen betragen -179 °C. Der hellere Stein links unter der Mitte ist ungefähr 15 Zentimeter groß. Er ist 85 Zentimeter von der Kamera entfernt.

Man vermutet, dass die untertassenförmige Raumsonde etwa 15 Zentimeter tief in die Oberfläche von Titan eindrang. Demnach hätte er etwa die Beschaffenheit von nassem Sand oder Lehm.

Die Batterie der Huygens-Sonde machte es möglich, dass etwas mehr als 90 Minuten nach der Landung Daten aufgenommen und gesendet wurden. Die bizarre chemische Umgebung von Titan könnte der Erde ähnlich sein, bevor darauf Leben entstand.

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Transit von Titans Schatten

Der Planet Saturn mit schmalen, dunklen Ringen liegt mitten im Bild. Oben hat er einen schwarzen Fleck, es ist der Schatten des Mondes Titan, der links über dem Planeten steht.

Bildcredit und Bildrechte: Volodymyr Andrienko

Nur alle etwa 15 Jahre liegen die Ringe des Saturn genau in unserer Sichtlinie. In dieser Zeit ist es für uns Erdlinge besonders schwer, das wunderschöne Ringsystem des Gasriesen zu sehen. Dafür macht uns dieser Blickwinkel möglich, ein anderes Himmelsspektakel besser zu sehen: Transite der Saturnmonde und ihrer dunklen Schatten, die über die helle Scheibe des Planeten streichen.

Der größte Saturnmond Titan ist der Körper, den man am einfachsten so sehen kann. Diese Aufnahme stammt vom 18. Juli 2025. Darauf sieht man den Mond selbst links oben. Er wirft einen dunklen, kreisförmigen Schatten auf Saturns Wolkenbänder. Titan-Transite haben zurzeit überhaupt Hochsaison: Alle 16 Tage können sie beobachtet werden – passend zur Umlaufperiode des Mondes.

Der letzte Schattentransit findet am 6. Oktober statt. Noch bis zum 25. Jänner 2026 kann man durch Teleskope beobachten, wie die schwach leuchtende Mondscheibe über Saturn zieht.

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Titan: Mond über Saturn

Der Saturnmond Titan füllt dunkel fast das ganze Bild. Dahinter verlaufen Saturns Ringe. Auf Titans Oberfläche erkennt man Wolken und dunkle Gebiete.

Bildcredit und Bildrechte: NASA, JPL-Caltech, Institut für Weltraumwissenschaft

Saturns größter Mond Titan läuft wie der Erdmond in einer gebundenen Rotation um seinen Planeten. Dieses Mosaik entstand aus Aufnahmen der Raumsonde Cassini vom Mai 2012. Es zeigt die Seite des Mondes, die stets von dem Gasriesen mit den berühmten Ringen abgewandt ist.

Titan ist der einzige Mond im Sonnensystem, der eine dichte Atmosphäre hat. Er ist auch der einzige bekannte Himmelskörper außer der Erde, auf dem stabile Flüssigkeitskörper auf der Oberfläche existieren. Es gibt einen Kreislauf aus flüssigem Regen und Verdunstung, ähnlich wie auf der Erde. Cassinis Aufnahme zeigt deutlich die hoch gelegene Dunstschicht von Titans Atmosphäre. Der Mond hat einen Durchmesser von 5000 Kilometern. Er ist über Saturns Ringen und Wolkenoberflächen zu sehen.

Mitten im Bild liegt das dunkle Gebiet namens Shangri-La. Es ist von Dünen durchzogen. Cassini führte die Sonde Huygens mit sich, diese ruht links unter der Bildmitte. Huygens schaffte die bislang fernste Landung eines Raumfahrzeugs von der Erde.

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Titan-Landung: Film von Huygens‘ Abstieg

Video-Credit: ESA, NASA, JPL, U. Arizona, E. Karkoschka

Wie sieht es aus, wenn man auf dem Saturnmond Titan landet? Die Huygens-Sonde der Europäischen Weltraumagentur (European Space Agency, ESA) befand sich 2005 im Landeanflug auf dem bewölktesten Mond des Sonnensystems. Dabei wurde ein Zeitraffer-Video aus den Aufnahmen erstellt.

Huygens trennte sich von der robotischen Raumsonde Cassini, nachdem sie Ende 2004 in den Orbit um Saturn eingeschwenkt war. Dann begann die Annäherung an Titan. Nach der Ankunft stürzte Huygens zwei Stunden lang der Oberfläche von Titan entgegen. Die ersten Bilder zeigen im Wesentlichen die dichte Atmosphäre des Mondes.

Die computergesteuerte Sonde war so groß wie ein Lkw-Rad. Sie stieß einen Fallschirm aus, um den Absturz zu verlangsamen. So stach sie in die dichte Wolkendecke und begann mit der Bildübertragung. Die Bilder zeigen eine merkwürdige Oberfläche in großer Entfernung, die nie zuvor in sichtbarem Licht beobachtet worden war.

Huygens sandte auch einmalige Bilder von der Landung in einem ausgetrockneten Meer und von der 90-minütigen Dauer des Überlebens dort. Sie zeigen eine sonderbare Ebene aus dunklem, sandigen Boden, übersät mit glatten, hellen, faustgroßen Eisbrocken.

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Titan sehen

Rund um ein Bild des Saturnmondes Titan mit gelber, glatter Atmosphäre sind 6 Bilder angeordnet, auf denen die Oberfläche von Titan zu sehen ist.

Bildcredit: VIMS-Team, U. Arizona, U. Nantes, ESA, NASA

Saturns größter Mond Titan ist von einer dichten Atmosphäre verhüllt, daher ist es wirklich schwierig, ihn zu sehen. Kleine Teilchen, die in der oberen Atmosphäre verteilt sind, bilden einen fast undurchdringlichen Dunst, der Licht in sichtbaren Wellenlängen stark streut und Titans Oberfläche vor neugierigen Augen versteckt. Doch in Infrarotwellenlängen kann Titans Oberfläche abgebildet werden. Diese werden schwächer gestreut und die atmosphärische Absorption reduziert.

Rund um das Titan-Bild in sichtbarem Licht (Mitte) sind einige der bisher klarsten globalen Infrarotansichten des interessanten Mondes angeordnet. Die sechs Bildfelder in Falschfarben sind Infrarotbilddaten, die im Laufe von 13 Jahren mit dem visuellen und infraroten Kartierungs-Spektrometer (VIMS) an Bord der Raumsonde Cassini gewonnen und einheitlich bearbeitet wurden. Die Raumsonde kreiste von 2004 bis 2017 um Saturn. Sie bieten einen interessanten Vergleich mit Cassinis Ansicht in sichtbarem Licht.

Im Jahr 2027 soll die revolutionäre Rotorflugzeugmission Dragonfly der NASA zu Titan aufbrechen.

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Titan: Mond über Saturn

Die Raumsonde Cassini zeigt den Saturnmond Titan vor dem Gasriesenplaneten Saturn mit der dunklen, von Dünen bedeckten Region Shangri-La.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Institut für Weltraumwissenschaften

Wie der Erdmond ist auch Saturns größter Mond Titan in einer gebundenen Rotation gefangen. Dieses Mosaik entstand aus Bildern der Raumsonde Cassini vom Mai 2012. Es zeigt die Seite von Titan, die immer vom beringten Gasriesen fortgerichtet ist.

Titan ist der einzige Mond im Sonnensystem mit einer dichten Atmosphäre. Außerdem ist er die einzige Welt im Sonnensystem außer der Erde mit stehenden Gewässern auf der Oberfläche und einem erdähnlichen Zyklus mit flüssigem Regen und Verdunstung.

Auf dieser Cassini-Ansicht des 5000 Kilometer großen Mondes über Saturns Ringen und Wolkenoberflächen seht ihr die hoch gelegenen Schichten aus atmosphärischem Dunst. Nahe der Mitte liegt die dunkle, von Dünen bedeckte Region, die als Shangri-La bekannt ist. Die von Cassini abgesetzte Sonde Huygens befindet sich nach ihrer fernsten Landung einer Raumsonde von der Erde links unter der Mitte.

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Meere auf Titan reflektieren Sonnenlicht

Die Raumsonde Cassini zeigt Sonnenglanz auf den Titans Meeren.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, U. Arizona, U. Idaho

Beschreibung: Warum blitzt auf der Oberfläche von Titan ein helles Licht auf? Es ist Sonnenglanz auf flüssigen Meeren. Auf dem Saturnmond Titan gibt es viele glatte Methanseen, die Sonnenlicht wie Spiegel reflektieren, wenn der Winkel stimmt.

Die Roboter-Raumsonde Cassini, die Saturn von 2004 bis 2017 umrundete, bildete 2014 den wolkenbedeckten Titan in verschiedenen Bändern des wolkendurchdringendem Infrarotlichtes ab (hier in Falschfarben dargestellt). Die Reflexion war so hell, dass sie eine von Cassinis Infrarotkameras sättigte.

Der Sonnenglanz war störend, aber auch nützlich. Die spiegelnden Regionen bestätigen eine Vielzahl komplexer Meere im Norden Titans, deren Geometrie auf Zeiten erheblicher Verdunstung schließen lässt. Während der zahlreichen Vorbeiflüge am rätselhaftesten Mond unseres Sonnensystems zeigte Cassini, dass Titan eine Welt mit aktivem Wetter ist – mit Zeiten, zu denen es flüssiges Erdgas regnet.

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Saturn und sechs Monde

Ringplanet Saturn mit sechs seiner größten Monde, darunter Titan und Iapetus.

Bildcredit und Bildrechte: Mohammad Ranjbaran; MR Dank: Amir Ehteshami

Beschreibung: Wie viele Monde hat Saturn? Bisher wurden 82 bestätigt, der kleinste davon misst nur den Bruchteil eines Kilometers. Dieses Kompositbild zeigt sechs seiner größten Monde. Das Bild besteht aus 13 kurz belichteten Aufnahmen des hellen Planeten und 13 lang belichteten Bildern der hellsten seiner blassen Monde. Sie alle wurden letzten Monat in einem Zeitraum von zwei Wochen aufgenommen.

Saturns größter Mond Titan ist größer als der Erdmond und sogar etwas größer als der Planet Merkur. Titan hat einen Durchmesser von 5150 Kilometern. Während er fotografiert wurde, wanderte er fast ganz um seinen heimatlichen Ringplaneten herum. 1655 wurde Titan als erster der natürlichen Begleiter Saturns von dem niederländischen Astronomen Christiaan Huygens entdeckt. Im Gegensatz dazu wurden 2019 mehrere kürzlich entdeckte Monde bekannt gegeben.

Die Spur ganz rechts gehört zu Iapetus, er ist der drittgrößte Saturnmond. Der Bahnradius des bemalten Iapetus ist so groß, dass hier nur ein Teil davon erfasst wurde.

Diesen Monat zieht Saturn vor Jupiter über den Nachthimmel. Bald nach Sonnenuntergang geht er im Südosten auf und bleibt bis zur Dämmerung sichtbar.

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