Annäherung über dem Sonnenuntergang

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: ESA, NASA

Da ist es! Vor etwas mehr als einer Woche war das Versorgungsschiff Cygnus ein willkommener Anblick für die Leute auf der Internationalen Raumstation. Die Raumsonde Cygnus von Orbital AT war drei Tage zuvor auf einer Atlas V der United Launch Alliance von Cape Canaveral in Florida gestartet. Nun näherte sie sich der Internationalen Raumstation. Dahinter war eine malerische Ansicht des Planeten Erde.

Die Sonne ging links oben über dem Bild unter. Sie beleuchtete die Wolken weit unter dem Gefährt, das näher rückte. Zuerst bildete eine Kamera die robotische Raumsonde Cygnus ab. Später fotografierten Thomas Pesquet und Peggy Whitson die Sonde. Dazu diente der Canadarm2 der Raumstation. Thomas Pesquet war der ESA-Flugingenieur, Peggy Whitson die NASA-Kommandantin der Expedition 51.

Die Kommandantin und Biochemikerin Whitson hält nun einen neuen US-amerikanischen Rekord. Sie verbrachte die meisten ganzen Tage im Weltraum. Cygnus brachte lebensnotwendige Güter und Geräte für mehr als 200 wissenschaftliche Experimente. Sie werden auf der ISS, dem Außenposten im All, durchgeführt. Die ISS ist so groß ist wie ein Fußballfeld.

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Tagundnachtgleiche auf einer rotierenden Erde

Bildcredit: NASA, Meteosat, Robert Simmon

Wann verläuft die Linie zwischen Tag und Nacht senkrecht? – Morgen. Dann ist auf dem Planeten Erde ein Äquinoktium. Das ist die Zeit im Jahr, wo Tag und Nacht fast gleich lang sind.

Der Terminator ist die Trennlinie zwischen Tag und Nacht. Zum Äquinoktium verläuft er senkrecht vom Nordpol zum Südpol. Dieses Zeitraffervideo zeigt das. Es zeigt ein ganzes Jahr auf dem Planeten Erde in zwölf Sekunden. Meteosat ist ein Satellit im geosynchronen Orbit. Er zeichnete diese Infrarotbilder der Erde täglich zur gleichen Ortszeit auf.

Das Video beginnt mit dem Äquinoktium im September 2010. Die Terminatorlinie verlief senkrecht. Während die Erde um die Sonne wandert, sieht man, wie sich der Terminator so neigt, dass die Nordhalbkugel weniger Tageslicht bekam. Das führte im Norden zum Winter.

Als das Jahr verging, folgte nach dem halben Video das Äquinoktium im März 2011. Danach neigte sich der Terminator auf die andere Seite, und es kam zum Winter auf der Südhalbkugel. Im Norden war Sommer.

Das aufgezeichnete Jahr endet wieder mit dem September-Äquinoktium. Damit endete eine von Milliarden Reisen, welche die Erde um die Sonne gemacht hat – und noch machen wird.

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Wolkenwirbel um Jupiters Süden von Juno

Wir blicken vom Pol auf den Gasriesen Jupiter. Viele Wirbelsysteme und weiße Ovale sind erkennbar.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, SwRI, MSSS; Bearbeitung: Damian Peach

Juno vollendete kürzlich ihren vierten nahen Vorbeiflug an Jupiter. Die Robotersonde Juno verließ 2011 die Erde. Letzten Juli erreichte sie Jupiter. Vor 11 Tagen vollendete sie ihren letzten elliptischen Orbit um den größten Planeten unseres Sonnensystems. Dieses Bild zeigt eine neue, hoch aufgelöste Ansicht von Jupiters südlicher Halbkugel. Es entstand bei diesem Vorbeiflug und zeigt die faszinierenden wirbelnden Wolkensysteme.

Der Terminator, das ist die Grenze zwischen Tag und Nacht, verläuft unten diagonal. Also steht die Sonne rechts oben außerhalb des Bildes. Rechts unten sieht man das große, orangefarbene Oval BA. Wie die Details und Farben von Jupiters Wolkenwirbeln entstehen, ist derzeit unbekannt. Junos Sechs-Jahres-Mission untersucht den Riesen Jupiter auf neue Art. Sie versucht zu ermitteln, ob Jupiter unter seinen dicken Wolken eine feste Oberfläche hat.

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Der Krater Odysseus auf Tethys

Der Mond Tethys füllt fast das ganze Bild. Er ist von links mehr als halb beleuchtet. Seine Oberfläche hat viele Krater. Links ist ein riesiger alter Krater, der wiederum von kleineren Kratern übersät ist.

Bildcredit: Cassini-Bildgebungsteam, SSI, JPL, ESA, NASA

Manche Monde hätten eine so große Kollision nicht überstanden. Doch Tethys hielt stand. Heute hat der Mond den riesigen Einschlagkrater Odysseus, der manchmal auch Großes Becken genannt wird. Er befindet sich auf der vorderen Halbkugel von Tethys. Sein hohes Alter erkennt man an den kleineren Kratern innerhalb seiner Wände.

Tethys ist einer von Saturns größeren Monden. Er ist etwa 1000 km groß. Seine Dichte ist ähnlich wie die von Wassereis.

Dieses Bild nahm die Roboter-Raumsonde Cassini im Orbit um Saturn im November auf, als sie an der riesigen Eiskugel vorbeischoss. Inzwischen hat Cassinis große letzte Reise begonnen. Sie bringt die Sonde ins Innere der Saturnringe. Im September taucht sie in Saturns dichte Atmosphäre.

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Blick aus der Raumstation: Planet und Galaxie

Die ISS zieht über die Erde. Unten blitzt ein Gewitter unter Wolken. Am Horizont ist braunes und grünes Nachthimmellicht. Am Himmel schimmert die Milchstraße.

Bildcredit: NASA, JSC, ESRS

Was seht ihr, wenn ihr die Erde an Bord der Internationalen Raumstation ISS umkreist? Ihr hättet einige erstaunliche Ausblicke. So einer wurde Mitte 2015 auf diesem atemberaubenden Bild fotografiert.

Oben seht ihr Teile der Raumstation, zum Beispiel Solarpaneele. Unter der Station verläuft das Band unserer Milchstraße. Darin leuchtet das kombinierte Licht von Milliarden Sternen. Es ist stellenweise durch Wolken aus dunklem Staub gedämpft. Das Band aus rotem Licht unter der Milchstraße ist Nachthimmellicht. Dort wurde die Erdatmosphäre von der Sonne angeregt und leuchtet nun in spezifischen Farben. Unter dem roten schimmert grünes Nachthimmellicht. Darunter liegt unsere Erde.

Zwischen Tag und Nacht verläuft der Terminator. Das ist die Schattengrenze. Man sieht sie am Horizont. Wolken sprenkeln den Planeten. Rechts unten ist das Licht eines hellen Blitzes zu sehen. Seit dem Jahr 2000 genießen Astronautinnen aus der ganzen Welt auf der Raumstation zwischen ihren Arbeitsblöcken solche Aussichten.

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Das X auf dem Mond

Rechts ist der fast halb beleuchtete Mond schräg im Bild. Ein Teil am Terminator ist mit einem roten Rechteck markiert. Dieser Teil ist links vergrößert dargestellt.

Bildcredit und Bildrechte: Alessandro Marchini (Astronomical Observatory, DSFTA – Univ. von Siena), Liceo „Alessandro Volta“

Das markante X auf dieser Mondlandschaft ist leicht mit Fernglas oder einem kleinen Teleskop sichtbar. Dennoch haben es noch nicht allzu viele Menschen gesehen. Der Haken daran ist, dass dieses Mond-X flüchtig ist. Es erscheint nur ein paar Stunden vor der zunehmenden Halbmondphase. Die X-Täuschung am Terminator entsteht durch eine Anordnung der Krater Blanchinus, La Caille und Purbach.

Der Terminator ist die Schattenlinie zwischen Mondtag und -nacht. Ein Astronaut in der Nähe dieser Krater würde kurz vor der zunehmenden Halbmondphase sehen, wie die Sonne sehr langsam am Horizont aufgeht. Einige Zeit wären die Kraterwände schon im Sonnenlicht, während die Kraterböden noch dunkel sind.

Vom Planeten Erde aus sieht der Kontrast aus hellen Wänden vor den dunklen Böden zufällig wie ein markantes X aus. Das scharfe Bild des Mond-X wurde am 6. Dezember 2016 etwa um 16:45 UT fotografiert. Wenn ihr mehr sehen möchtet, folgt der Mondschattengrenze, dann findet ihr das Mond-V.

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Norden und Süden auf Jupiter

Zwei Bilder zeigen Jupiters Nordpol (links) und Südpol je zur Hälfte beleuchtet. Andere Raumsonden und Teleskope auf der Erde können die Polregionen von Jupiter nicht abbilden.

Bildcredit: NASA, JPL, Mission Juno

Am 27. August kam Juno dem Planeten Jupiter auf einer stark elliptischen Umlaufbahn sehr nahe. Die Raumsonde flog über die Pole des Riesenplaneten. Dabei nahm JunoCam diese direkten Ansichten der Pole auf. Sie unterscheiden sich von den Bildern, die wir von anderen Raumsonden erhalten, die das Sonnensystem verlassen, aber auch von den Aufnahmen erdgebundener Teleskope. Diese zeigen nur den üblichen Blick auf den Äquator.

Links ist Jupiters Nordpolregion von der Sonne beleuchtet. Sie wurde zwei Stunden vor Junos größter Annäherung aufgenommen. Die Sonde befand sich etwa 125.000 km über den Wolkenoberflächen.

Eine Stunde nach der Annäherung an Jupiter bildete Juno die Südpolregion ab. Dabei war sie 94.500 km entfernt. Die Wolken der Polregion wirken auffallend anders als die hellen Zonen um die vertraute Äquatorregion. Sie wechseln sich mit dunkleren Gürteln ab. Die Wolken an den Polen wirken verschlungener. Viele rotierende Sturmsysteme sind dort verteilt, die sowohl im als auch gegen den Uhrzeigersinn rotieren.

Für die Mission Juno sind noch weitere 35 nahe Vorbeiflüge im Orbit geplant.

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Jupiters Wolken von New Horizons

Die Raumsonde New Horizons fotografierte dieses Bild von Jupiter bei ihrem Vorbeiflug an dem Gasriesen. Das Bild zeigt die Wolkenstrukturen nahe am Terminator.

Bildcredit: NASA, Johns Hopkins U. APL, SWRI

Die Raumsonde New Horizons fotografierte auf ihrem Weg zu Pluto einige fantastische Bilder von Jupiter. Der Planet ist für seinen Roten Fleck berühmt. Um Jupiters Äquator verlaufen regelmäßige Wolkenbänder, die man sogar mit relativ kleinen Teleskopen sieht. Das Bild wurde waagrecht verzerrt. Es entstand 2007 nahe bei Jupiters Terminator. Man sieht die große Vielfalt an Wolkenmustern auf dem Gasriesen.

Die Wolken links sind nahe bei Jupiters Südpol. Dort befinden sich turbulente Strudel und Wirbel in einer dunklen Region, die man als Gürtel bezeichnet. Sie laufen um den ganzen Planeten. Die hellen Regionen sind sogenannte Zonen. Sie enthalten riesige Strukturen mit komplexen Wellenmustern. Die Energie für diese Wellen kommt sicherlich von unten.

New Horizons ist die schnellste Raumsonde, die je auf den Weg gebracht wurde. Sie führte 2015 erfolgreich ihren Vorbeiflug an Pluto durch. Nun ist sie auf Kurs zu einem Vorbeiflug an einem Objekt im Kuipergürtel. Es hat die Bezeichnung 2014 MU69 2019. Derzeit warten viele interessiert auf Junos Ankunft bei Jupiter am nächsten Montag.

APOD als Poster: PDF oder JPG

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