Der Planet Erde in der Dämmerung

Der Übergang vom Tag zur Nacht, auch Terminator genannt, ist ein verschwommener Bereich, den wir als Dämmerung wahrnehmen; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: Besatzung der ISS-Expedition 2, Gateway to Astronaut Photography of Earth, NASA

Diese prächtige Ansicht zeigt Ozeane und Wolken auf der schönen Erde. Am Übergang vom Tag zur Nacht gibt es keine scharfe Grenze. Vielmehr ist die Schattenlinie, die auch als Terminator bezeichnet wird, diffus. Sie zeigt den allmählichen Übergang zur Dunkelheit, den wir als Dämmerung wahrnehmen.

Die Sonne leuchtet von rechts auf die Szene. Die Wolkenoberflächen reflektieren das sanfte, rötliche Sonnenlicht. Es wird durch die staubhaltige Troposphäre gefiltert – sie ist die niedrigste Schicht der schützenden Atmosphäre unseres Planeten. Am oberen Rand der Tagseite ist eine klare Schicht. Sie streut blaues Sonnenlicht und geht in das Schwarz des Weltraums über.

Dieses Bild wurde im Juni 2001 auf der Internationalen Raumstation ISS fotografiert. Die Umlaufbahn der ISS befindet sich in einer Höhe von etwa 390 Kilometern. Ihr könnt jetzt die Erde auch von zu Hause aus beobachten.

Feiert mit: Heute ist der Tag der Erde

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Südliche Mondlandschaft

Siehe Beschreibung. Blick auf den Südpol des Mondes und die Krater Tycho und Clavius; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Tom Glenn

Beschreibung: Der Südpol des Mondes liegt am oberen Rand dieser detailreichen Teleskopansicht. Der Blick über die zerklüfteten südlichen Hochländer des Mondes wurde in Südkalifornien auf dem Planeten Erde fotografiert. Der Terminator – die Schattenlinie des Sonnenuntergangs – nähert sich in der abnehmenden Halbmondphase des Mondes von links. Die verkürzte Perspektive der Szenerie verstärkt den Eindruck eines dichten Kraterfeldes und lässt die Krater zum Mondrand hin verstärkt oval erscheinen.

Links unter der Mitte liegt der scharf umrandete Krater Tycho mit einem Durchmesser von 85 Kilometern. Der Zentralberg des jungen Tycho liegt noch im Sonnenlicht, wirft aber einen langen Schatten über den Kraterboden. Der große, markante Krater südlich (über) Tycho ist Clavius. Dieser misst beinahe 231 Kilometer, seine Wände und der Boden sind von kleineren, jüngeren Einschlagkratern übersät. Die Berge oben am Mondrand reichen bis zu etwa 6 Kilometer über das Gelände in ihrer Umgebung.

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Sonnenaufgang am Krater Kopernikus

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Sage Gray

Beschreibung: Der Krater Kopernikus, ein markanter Einschlagsort im Oceanus Procellarum auf dem Mond, liegt in der Mitte dieses Teleskopporträts in Licht und Schatten. Der Mondterminator – die Grenze zwischen Tag und Nacht – verläuft durch die Mitte des 93 Kilometer großen Kraters. Er wurde am 14. April um 3:30 UTC aufgenommen, indem Videobilder übereinandergelegt und geschärft wurden.

Das Sonnenlicht fällt gerade erst auf seine riesigen Wälle im Westen, leuchtet aber noch nicht auf das tiefer liegende Gelände in der Umgebung, und verlängert kurzzeitig den Umriss des Kraters in die Nachtseite des Mondes. Wenn Sie in diesem Augenblick beim Krater Kopernikus stehen würden, könnten Sie den Sonnenaufgang sehen. Dieses Ereignis tritt im Kopernikus alle 29,5 Tage auf, das entspricht einem Mondmonat oder einer Lunation – der Zeit zwischen zwei Vollmonden, vom Planeten Erde aus gesehen.

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Äquinoktium auf dem Planeten Erde

Bildcredit: NASA, Meteosat, Robert Simmon

Fröhliche Tag- und Nachtgleiche auf dem Planeten Erde! Heute sind Tag und Nacht auf der ganzen Welt ungefähr gleich lang. Es ist der erste Frühlingstag auf der Nordhalbkugel unseres Planeten. Auf der Südhalbkugel beginnt der Herbst. Zum Äquinoktium verläuft der Terminator der Erde – das ist die Trennlinie zwischen Tag und Nacht – vom Nord- zum Südpol des Planeten. Das sieht man am Beginn dieses Zeitraffervideos. Das Video komprimiert ein ganzes Jahr in 12 Sekunden.

Dieses Video entstand aus Infrarotbildern, die der Satellit Meteosat auf einer geosynchronen Bahn täglich zur selben Ortszeit aufzeichnet. Das Video beginnt im September 2010 zur Tag- und Nachtgleiche. Damals war der Terminator senkrecht ausgerichtet. Während die Erde die Sonne umkreist, neigt sich der Terminator. Dann erhält die Nordhalbkugel weniger Tageslicht. Bei der größten Neigung zur Sonnenwende ist auf der Nordhalbkugel Winter.

Wenn das Jahr weitergeht, neigt sich der Terminator wieder zurück und erreicht nach dem halben Video im März 2011 das Äquinoktium. Dann schwingt der Terminator in die andere Richtung über die Senkrechte hinaus. Im Juni 2011 erreicht er die Sonnenwende und den Beginn des nördlichen Sommers. Das Video endet bei der Rückkehr zum Äquinoktium im September.

Ostern fällt 2019 nicht auf den Sonntag nach dem Frühlingsvollmond

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Das schärfste Bild von Ultima Thule

Das schwarzweiße Bild zeigt einen zweilappigen Körper vor schwarzem Hintergrund, der linke Lappen ist eine kleinere Kugel mit einem Krater.

Bildcredit: NASA, Johns Hopkins University APL, Southwest Research Institute, National Optical Astronomy Observatory

Beschreibung: Am 1. Januar sauste New Horizons in einem Abstand von weniger als 3500 Kilometern an der Kuipergürtelwelt, die als Ultima Thule bekannt ist, vorbei, das ist etwa 3-mal näher als ihre größte Annäherung an Pluto im Juli 2015. Diese beispiellose Meisterleistung der Raumsonde an Navigationspräzision wurde durch Daten aus boden- und weltraumgebundenen Beobachtungseinsätzen gestützt und 6,6 Milliarden Kilometer (mehr als 6 Lichtstunden) vom Planeten Erde entfernt durchgeführt.

Sechseinhalb Minuten vor der größten Annäherung an Ultima Thule fotografierte die Sonde neun Bilder, die für dieses Kompositbild verwendet wurden. Dieses detailreichste Bild des fernsten Objekts, das je erforscht wurde, hat eine Auflösung von ungefähr 33 Metern pro Bildpunkt. Es zeigt faszinierende helle Oberflächenstrukturen und dunkle Schatten nahe der Licht-Schattengrenze. Ultima Thule ist ein urzeitliches Objekt des Sonnensystems, seine beiden Lappen sind zusammen nur 30 Kilometer lang. Der größere Lappen wird als Ultima bezeichnet, kürzlich stellte sich heraus, dass er flach ist wie eine flaumige Palatschinke, während die Form des kleineren Thule einer verbeulten Walnuss ähnelt.

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Mond-LOVE

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Masaru Takeo – Dank an Junichi Watanabe (NAOJ)

Beschreibung: Ein kreativer Suchtrupp einer Gruppe Amateurastronomen in der Präfektur Ehime auf der Insel Shikoku (Japan) fand Mond-L-O-V-E. Ihr Geheimnis war, dieses scharfe Bild des Halbmondes genau zu betrachten. Um es zu finden, betrachten Sie die Details von Schatten und Licht am Terminator, der Linie zwischen Mondnacht und -tag, die durch den Kontrast der beschatteten Kraterböden und sonnenbeleuchteten Wänden und Grate entsteht.

Der Buchstabe V nahe der Bildmitte ist nicht allzu schwer zu finden. Die Buchstaben L und E sind etwas schwieriger, man kann sie unten aus Schatten und Licht am Terminator herauskitzeln. Natürlich ist das O auf der kraterübersäten Mondoberfläche einfach …

Mondbeobachter auf dem Planeten Erde wissen vermutlich, dass diese Mondbuchstaben – wie das berühmte Mond-X, das ebenfalls hier zu sehen ist – flüchtig sind und nur in den Stunden um die zunehmende Halbmondphase am Terminator erscheinen. Somit bietet sich am 15. November die nächste Gelegenheit, Mond-L-O-V-E bei Halbmond zu finden.

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Krater und Schatten am Mondterminator

Der Mond ist halb beleuchtet, er füllt das ganze Bild. Am rechten Bildrand verläuft die Schattengrenze, der Terminator. Dort wirken Krater und Berge viel plastischer als im sonnenbeleuchteten Teil.

Bildcredit und Bildrechte: Talha Zia

Warum ist die Struktur im rechte Teil des Mondbildes so stark? Wegen der Schatten. Die Terminatorlinie – das ist die Grenze zwischen Licht und Schatten – verläuft auf diesem Bild so, dass etwas mehr als die Hälfte der Mondvorderseite von der Sonne beleuchtet wird.

Die Oberfläche erscheint nahe dem Terminator anders, weil dort die Sonne näher am Horizont steht. Daher werden die Schatten dort immer länger. Sie erleichtern es uns, Strukturen zu erkennen. Das vermittelt einen Eindruck von Tiefe, und das zweidimensionale Bild wirkt durch die Schatten fast dreidimensional. Dort, wo auf dem Mond hell zu dunkel wechselt, verraten die Schatten nicht nur Höhe und Tiefe, sie treten außerdem bei immer niedrigeren Strukturen auf. Am Terminator sind viele Krater auffällig, weil sie durch ihre Höhe leichter erkennbar sind.

Das Bild wurde vor zwei Wochen kurz vor abnehmendem Halbmond fotografiert. Der nächste Vollmond ist ein Mond ohne Schatten. Wir sehen ihn heute in einer Woche.

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Ein X und ein V auf dem Mond

Kurz bevor der Mond von der Erde aus halb beleuchtet ist, kann man am Terminator ein Muster erkennen, das wie ein X aussieht. Hier ist es links. In der Mitte ist ein weiteres Muster: ein großes V. Oben ist der beleuchtete Teil des Mondes.

Bildcredit und Bildrechte: Henrik Adamsson

Schon mit einem Fernglas oder einem kleinen Teleskop erkennt man leicht das markante X auf dieser Mondlandschaft. Trotzdem haben es nicht viele je gesehen. Der Haken dabei ist, dass das Mond-X flüchtig ist. Man sieht es nämlich nur ein paar Stunden vor dem zunehmenden Halbmond.

Die Illusion des X entsteht an der Schattenlinie zwischen Tag und Nacht durch eine Anordnung von Kratern, die hier links zu sehen sind: Blanchinus, La Caille und Purbach. Wenn eine Astronautin nahe bei dem Krater steht, sieht sie kurz vor zunehmendem Halbmond, wie die Sonne langsam am Horizont aufgeht. Für kurze Zeit wären die Kraterwände im Sonnenlicht, während die Kraterböden noch im Dunkeln liegen.

Wenn man die hellen Kraterwände vom Planeten Erde aus betrachtet, sehen sie im Kontrast zu den dunklen Böden zufällig wie ein X aus. Dieses scharfe Bild des Mond-X wurde am 22. Februar fotografiert. Wenn ihr den Mond-Terminator absucht, dann seht ihr als Bonus auch das Mond-V.

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