Setzt eure rot-blauen Brillen auf und schaut damit diese Stereo-Ansicht von der Oberfläche des Mondes an. Die 3D-Szene zeigt, wie der Astronaut Pete Conrad die Raumsonde Surveyor 3 besuchte. Das war vor 50 Jahren im November 1969 bei der Mission Apollo 12. Am Horizont steht die Mondlandefähre Intrepid.
Vor 50 Jahren erreichte Surveyor 1 den Mond. Die Sonde startete am 30. Mai 1966 und landete am 2. Juni 1966 bei Vollmond. Es war die erste Raumsonde der USA, die sanft auf einer anderen Welt landete. Die Surveyor-Missionen sollten das Mondgelände für die geplanten Apollo-Landungen testen.
Die erste von sieben Sonden schickte vor Beginn der Mondnacht am 14. Juni mehr als 10.000 Bilder. Ihre zweite Mondnacht begann am 3. Juli. Davor wuchs die Menge auf mehr als 11.000 Bilder. Surveyor 1 war bis 7. Jänner 1967 auf der Mondoberfläche erreichbar.
2009 fotografierte der Lunar Reconnaissance Orbiter den ersten Surveyorauf diesem Bild. Er steht noch auf seinem Landeplatz. Man sieht ihn als Fleck im Meer der Stürme (Oceanus Procellarum). Die Sonne steht tief am westlichen Horizont. Die einsame Raumsonde ist 3,3 Meter groß und wirft am späten Nachmittag einen fast 15 Meter langen Schatten auf den Mond.
Hat man schon einmal eine Sonnenfinsternis auf dem Mond beobachtet? Ja, erstmals 1967. Nächste Woche passiert es vielleicht wieder.
Die Roboter-Mission Surveyor 3 fotografierte 1967 Tausende Weitwinkel-Fernsehbilder der Erde. Auf einigen zog die Erde vor der Sonne vorbei. Ein paar Bilder aus NASA-Archiven wurden zu einem Zeitraffervideo kombiniert. Es ist oben zu sehen. Die Bilder sind zwar stark gekörnt. Aber man erkennt klar, dass die Erdatmosphäre das Sonnenlicht um die Erde herum streute. Einige Strahlen wurden durch Wolken abgedeckt. Das führte zu einem Perleneffekt.
Nächste Woche wird vielleicht die chinesische Mission Chang’e 3 mit ihrem RoverYutu auf der Mondoberfläche Zeuge einer totalen Verfinsterung der Sonne durch die Erde. Gleichzeitig wird vielleicht auch die NASA-Sonde LADEE im Mondorbit Zeugin des ungewöhnlichen Ereignisses am 15. April. Einen anderen Blickwinkel haben Menschen auf der Erde. Sie sehen eine totale Mondfinsternis.
Credit:Apollo 12, NASA; Stereobild von Patrick Vantuyne
Beschreibung: Nehmen Sie Ihre rot-blauen Brillen und betrachten Sie diese beeindruckende Stereoansicht von der Oberfläche des Mondes. Die 3D-Szenerie zeigt den Apollo 12-Astronauten Pete Conrad, wie er im November 1969 die Raumsonde Surveyor 3 besuchte. Das Bild wurde sorgfältig aus zwei Einzelbildern erstellt (AS12-48-7133, AS12-48-7134), die auf der Mondoberfläche aufgenommen wurden. Sie zeigen die Szene von zwei geringfügig verschiedenen Standpunkten, deren Abstand jenem menschlicher Augen nahekommt. Wenn man Bilder korrekt versetzt zusammenfügt, eines rot gefärbt und das andere blau-grün, entsteht der 3D-Effekt, wenn man rot-blaue Brillen verwendet, den roten Filter über dem linken Auge. Die Farbefilter bewirken, dass jedes Auge nur jenes Bild sieht, das dem korrekten Blickpunkt entspricht. Das hier gewählte Bildpaar erforderte außerdem eine leichte Verkippung um den Stereoeffekt zu optimieren. Wenn Sie schon diese Brillen tragen: es gibt weitere Internetseiten für Astronomie- und Weltraum-Stereobilder, darunter das Mars-Pathfinder-Archiv, eine 3D-Reise durch das Sonnensystem und einen Satz Stereobilder der Apollo-Mondmissionen des Stereo-Experimentators Patrick Vantyune.
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