Mondstrahlen über Thurso Castle

Hinter der Silhouette eines alten Turms sind seltsame strahlenartige Wolken und einiege Sterne zu sehen.

Credit und Bildrechte: Stewart Watt

Beschreibung: Was ist hier über dem Schloss zu sehen? Während der Amateurfotograf Stewart Watt letzten Monat in Thurso in Schottland darauf wartete, dass der Mond aufging, machte er eine drei Minuten lang belichtete Aufnahme der Hintergrundsterne. Dieses Bild war das überraschende Ergebnis. Lückenhafte Wolken vor dem aufgehenden Mond erzeugten Strahlenbündel, die eindrucksvoll über den Nachthimmel strömten. Im Vordergrund steht ein Steinturm des Schlosses Thurso, einer Festung aus dem 12. Jahrhundert, die im 17. Jahrhundert ausgebaut wurde. Über den dämmrigen Mondstrahlen sind Sterne zu sehen, viele davon gehören zum Sternbild Löwe (Leo). Rechts neben dem Turm ist der Planet Saturn zu sehen.

Zur Originalseite

Strichspuren über dem Canada-France-Hawaii-Teleskop

Vorne links steht eine weiße Teleskopkuppel, rechts glänzt sie im Mondlicht, links unten leuchtet ein rotes Licht darauf. Hinter der Kuppel ziehen die Sterne kreisförmige Strichspuren um den Polarstern, der fast mitten im Bild liegt.

Credit und Bildrechte: Jean-Charles Cuillandre (CFHT)

Wenn ihr eure Kamera auf einem Stativ befestigt, könnt ihr die zierlichen Spuren der Sterne fotografieren, während sich der Planet Erde um seine Achse dreht. Ein Zeitraffervideo ist allerdings mehr Aufwand. Dieses Video wurde am 13. Oktober 2006 auf dem Mauna Kea auf Hawaii in den USA aufgenommen. Es zeigt, was ihr vom Nachthimmel sehen würdet, wenn ihr euer Gehirn davon abhalten könntet, die sichtbare Bildwahrnehmungen etwa jede Hundertstelsekunde zu aktualisieren.

Das Video beginnt mit einem dunklen Himmel, auf dem punktförmige Sterne leuchten. Es zeigt, wie die Sterne über den Himmel ziehen, während sich die Welt dreht. So entsteht eine Art Zielscheibe. Fast in der Mitte steht der Polarstern.

Vorne links steht das 3,7-Meter-Teleskop Canada-France-Hawaii (CFHT). Kurz nach Beginn des Filmes leuchtete rotes Licht auf die Kuppel des CFHT. Es stammte von einem Auto, das vom Vulkangipfel wegfuhr. Der Mond geht etwa zur Hälfte im Video auf. Er wirft weißes Licht auf die CFHT-Kuppel. Das interessante Zeitraffervideo entstand aus etwa 1000 Bildern. Sie wurden 9 Stunden lang nacheinander mit einer Digitalkamera aufgenommen.

Zur Originalseite

Sternspuren in der Haute Provence

Diagonal verlaufen Strichspuren von Sternen durchs Bild, links unten ist die geöffnete, innen rot beleuchtete Kuppel einer Sternwarte zu sehen, rechts sind die Äste von Bäumen.

Credit und Bildrechte: Alexandre Santerne / OHP-CNRS

Montiert eure Kamera auf einem Stativ, dann könnt ihr die zierlichen Spuren der Sterne fotografieren, die sie ziehen, während die Erde um ihre Achse rotiert. Die dramatische Aufnahme ist 5 Stunden belichtet. Sie entstand am 24. Februar am Observatoire de Haute-Provence (OHP) im Südosten von Frankreich.

Das Bild entstand aus 300 Aufnahmen, die nacheinander je eine Minute belichtet wurden. Die Sterne ziehen nahe beim Himmelsäquator in der Projektion fast gerade Linien. Dagegen kreisen sie nördlich und südlich des Äquators scheinbar um die Himmelspole im Norden und im Süden.

Unten stehen links und rechts Kuppeln mit den OHP-Teleskopen. Der gleißende Planet Venus hinterlässt rechts unten den kurzen, hellen Streifen. Bei der rechten Kuppel enden die Spuren des Sternbilds Orion. Sirius, der Alpha-Stern im Großen Hund, zieht den hellen Bogen über der linken Kuppel. Der Astronom Alexandre Santerne beleuchtete während der Aufnahme auch kurz eine Eiche, die vorne steht.

Zur Originalseite

Messiers Marathon laufen

Das Bild zeigt eine Langzeitbelichtung eines Messier-Marathons. Im Vordergrund leuchten die roten und weißen Lampen der Beobachtenden in einem historischen Palast im Iran, am Himmel verlaufen die Strichspuren der Sterne.

Credit und Bildrechte: Amir Hossein Abolfath

Im astronomischen Frühlingsfieber starten viele auf der Nordhalbkugel einen Messier-Marathon. Bei so einen Marathon werden alle 110 Messier-Objekte in einem einzigen Beobachtungslauf vom Abend bis zum Morgen beobachtet. Die Objekte nahm der französische Astronom Charles Messier im 18. Jahrhundert in seinem Katalog auf.

Das Vorhaben klingt entmutigend. Es gibt aber oft günstige Wochenenden im März um die Tag-und-Nachtgleiche mit mondlosen Nächten. Diese bunte Langzeitbelichtung zeigt eine Gruppe, die den Messier-Marathon dieses Jahres versucht. Das Bild wurde sechs Stunden lang belichtet. Es zeigt sowohl die Strichspuren der Sterne als auch die Lichtspuren der etwa 200 Amateurastronom*innen. Diese beobachteten beim abgelegenen historischen Bahram-Palast im Kavir-Nationalpark im Norden des Iran.

Babak Tafreshi, Astronom und früherer Organisator von Messier-Marathons des ASIAC, erstellte einen faszinierenden Zeitrafferfilm (2MB-wmv-Datei) des Marathons.

Zur Originalseite

ISS: Sonne und Schatten

Die ISS zieht über die Stadt Tübingen und zieht eine strichlierte Bahn. Rechts verschwindet sie im Erdschatten. Das ist nicht ungewöhnlich, es passiert alle 90 Minuten.

Credit und Bildrechte: Till Credner, AlltheSky.com

Dieser Mond umkreist die Erde in einer Höhe von etwa 400 km. Er glitt bei der totalen Mondfinsternis letzte Woche in den Schatten der Erde. Die Internationale Raumstation ISS gerät alle 90 Minuten in den Erdschatten. Für eine Erdumrundung braucht sie 90 Minuten.

Dieses Bildkomposit entstand aus 70 Einzelaufnahmen. Es wurde am 7. Februar kurz nach Sonnenuntergang in Richtung Norden aufgenommen. Die ISS wanderte von links nach rechts über Tübingen in Süddeutschland. Zwischen den Einzelaufnahmen sind Lücken. Die ISS glänzte zu Beginn noch im Sonnenlicht. Dann verschwand sie über dem nordöstlichen Horizont und trat rechts in den Erdschatten ein. Über Tübingen dauerte die Passage etwa vier Minuten.

Wenn ihr auf das Bild klickt, könnt ihr eine Zeitraffer-Animation (mpg-Datei) herunterladen. Sie entstand aus den Einzelaufnahmen. Ein Flugzeug flog den Horizont entlang.

Zur Originalseite

Schmale Mondbahn

Der Mond zieht eine breite Spur am Himmel, während er durch den Schatten der Erde gleitet. An den Enden ist er hell und gleißend, in der Mitte ist seine Spur schmäler und rötlich. Auch Strichspuren ziehen über den dunklen Himmel.

Credit und Bildrechte: Stefan Seip (TWAN)

Wollt ihr eine geruhsame Mondfinsternis genießen? Dazu braucht ihr keine Spezialfilter, ja nicht einmal ein Teleskop. Diese Schauspiele am Himmel sieht man auf der ganzen Nachtseite des Planeten Erde. Sie finden regelmäßig statt. Bei so einer Gelegenheit haben schon viele Leute den Himmel beobachtet.

Dieses Bild zeigt eine Mondfinsternis, doch es ist auffällig und ungewöhnlich. Für die Aufnahme montierte der Astrofotograf am 3. März 2007 seine Kamera auf einem Stativ und öffnete den Verschluss während der ganzen totalen Mondfinsternis. So entstand ein Bild, das die Bahn des Mondes und die schmalen Strichspuren von Sternen aufzeichnet, während sie durch die Nacht gleiten. Die üblichen roten Farbtöne bei der Totalität einer Mondfinsternis sind der dunklere, schmalere Abschnitt auf der Mondspur.

Heute Nacht sieht man bei klarem Himmel zumindest einen Teil der Mondfinsternis über Amerika, Europa, Afrika und Westasien. Sie dauert von Anfang bis Ende länger als drei Stunden. Die Totalität ist etwa 50 Minuten lang. Es ist die letzte totale Mondfinsternis bis Dezember 2010.

Mondfinsternis: Tipps für Fotos

Zur Originalseite

Eine Galaxie ist kein Komet

Am sternklaren Himmel begegnen sich eine Spiralgalaxie links oben und ein giftgrün leuchtender Komet unten mit türkiser Koma, der vor den Sternen eine Strichspur zieht.

Credit und Bildrechte: Emiel Kempen

Beschreibung: Diese bunte Ansicht mit Galaxie und Kometenporträt wurde am 30. Dezember am Himmel über Hoogeveen in den Niederlanden aufgenommen. Das Bild kombiniert eine Serie aus 60 Aufnahmen, die je 60 Sekunden belichtet wurden. Es zeigt die hübsche, grüne Koma des Kometen 8P/Tuttle kurz vor seiner berechneten Konjunktion mit der Dreiecksgalaxie.

Beim Ausrichten jeder Aufnahme an den Sternen zieht der Komet einen Streifen, weil er sich langsam vor dem Hintergrund der Sterne und der Galaxie bewegte. Eine alternative Komposition aus Aufnahmen, die am Kometen ausgerichtet wurden, zeigt Hintergrundsterne und Galaxie als Streifen.

Die Himmelsszene wäre eine Belohnung für einen einflussreichen Kometenjäger des 18. Jahrhunderts gewesen, nämlich Charles Messier. Als Messier den französischen Himmel nach Kometen absuchte, katalogisierte er sorgfältig die Positionen von Dingen, die verschwommen und kometenhaft aussahen, aber sich nicht vor dem Hintergrund der Sterne bewegten und daher definitiv keine Kometen waren. Die Dreiecks-Galaxie, auch als M33 bekannt, ist das 33. Objekt in seinem „Kein-Komet-Katalog„.

Heute gilt die Dreiecksgalaxie als große Spiralgalaxie, die 3 Millionen Lichtjahre entfernt ist. Komet 8P/Tuttle ist gerade hell genug für das bloße Auge am dunklen, nördlichen Himmel. Er ist etwa 40 Millionen Kilometer entfernt, das sind 2 Lichtminuten.

Zur Originalseite

ISS über dem Observatoire du Mont Mégantic

Über der Kuppel des Observatoire du Mont Mégantic zieht die Internationale Raumstation ISS über den blauen Himmel. Das Bild wurde länger belichtet, daher ist der Himmel so hell, und die Sterne ziehen kurze Spuren. Auf der Galerie sind schemenhafte Gestalten.

Credit und Bildrechte: Guillaume Poulin (Astrolab du Parc du Mont-Megantic)

Am 1. August entstand diese Langzeitbelichtung. Sie zeigt eine surreale Ansicht des Morgenhimmels über dem südlichen Quebec. Nur das Licht des fast vollen Mondes beleuchtet den Himmel und die Kuppel des 1,6-Meter-Teleskops am Observatoire du Mont Mégantic.

Die schemenhaften Gestalten auf der Galerie sind Forschende der Astronomie. Sie unterbrachen ihre Arbeit, um einen Blick auf die Internationale Raumstation (ISS) am Himmel zu werfen. Die ISS war das hellste „Gestirn“ am mondhellen Himmel. Sie war leicht zu sehen, als sie vor dem sternklaren Hintergrund durch das hoch fliegende Sternbild Pegasus zog.

Zur Originalseite