Adler-Polarlicht über Norwegen

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Bjørn Jørgensen

Beschreibung: Was ist das am Himmel? Ein Polarlicht. Im Jahr 2012 ereignete sich fünf Tage vor Aufnahme dieses Bildes ein großer koronaler Massenauswurf auf unserer Sonne und schleuderte eine Wolke schneller Elektronen, Protonen und Ionen in Richtung Erde. Obwohl ein Großteil dieser Wolke über der Erde vorbeizog, traf ein Teil davon die Magnetosphäre und führte zu spektakulären Polarlichtern, die in hohen nördlichen Breiten zu sehen waren.

Hier ist eine besonders fotogene Polarlicht-Korona zu sehen, die über dem Grotfjord in Norwegen fotografiert wurde. Manche erkennen im schimmernden grünen Licht des rekombinierenden Luftsauerstoffs einen riesigen Adler. Wenn Sie etwas anderes darin sehen, teilen Sie uns das gerne mit! Zwar hat die Sonnenaktivität derzeit fast ein Minimum erreicht, trotzdem treffen weiterhin Ströme des Sonnenwindes auf die Erde und erzeugen eindrucksvolle Polarlichter. Erst letzte Woche waren welche zu sehen.

Zur Originalseite

Drachenpolarlicht über Island

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Jingyi Zhang und Wang Zheng

Beschreibung: Haben Sie schon einmal einen Drachen am Himmel gesehen? Es gibt zwar keine echten fliegenden Drachen, doch am Himmel über Island entwickelte sich zu Beginn dieses Monats ein riesiges drachenförmiges Polarlicht. Dieses Polarlicht entstand durch ein Loch in der Korona der Sonne, das einen Sonnenwind aus geladenen Teilchen ausstieß, der über das wechselhafte interplanetare Magnetfeld zur Magnetosphäre der Erde gelangte. Einige dieser Teilchen trafen auf die Erdatmosphäre und regten die Atome an, die daraufhin Licht abstrahlten: Polarlicht.

Die kultig Schau war so spannend, dass die Mutter des Fotografen hinauslief, um sie zu sehen, und im Vordergrund fotografiert wurde. Bisher erschienen im Februar auf der Sonne keine Sonnenflecken, daher kamen die Tage der malerischen Polarlichtaktivität dieses Monats etwas überraschend.

Zur Originalseite

Fliegende Untertasse stürzt in der Wüste von Utah ab

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: USAF 388th Range Sqd., Genesis Mission, NASA

Beschreibung: Eine fliegende Untertasse aus dem Weltraum machte in der Wüste von Utah eine Bruchlandung, nachdem sie mit Radar aufgespürt und von Hubschraubern verfolgt worden war. Das Jahr war 2004, und es waren keine Außerirdischen beteiligt.

Die hier fotografierte Untertasse war die Genesis-Probenrückholkapsel, Teil der von Menschen gebauten robotischen Raumsonde Genesis, die 2001 von der NASA gestartet worden war, um die Sonne zu untersuchen. Die unerwartet harte Landung mit mehr als 300 km/h trat auf, weil sich die Fallschirme nicht wie geplant öffneten.

Die Mission Genesis war um die Sonne gekreist, um Sonnenwindpartikel zu sammeln, die normalerweise vom Erdmagnetfeld abgelenkt werden. Trotz der Bruchlandung waren viele Rückkehrproben in ausreichend gutem Zustand für eine Analyse geblieben. Zu den bisherigen Entdeckungen im Zusammenhang mit Genesis gehören neue Details zur Zusammensetzung der Sonne sowie zur Schwankung der Verteilung einiger Elementarten im Sonnensystem. Diese Ergebnisse lieferten faszinierende Detailhinweise dazu, wie Sonne und Planeten vor Milliarden Jahren entstanden sind.

Mehr zum Absturz von Genesis
Zur Originalseite

Apollo 11: Etwas Sonne tanken

Rechts hinten steht das Mondlandemodul "Adler". Davor in der Mitte rollt Buzz Aldrin eine Folie aus und richtet sie zur Sonne. Sein langer Schatten fällt nach rechts über den dunkelgrauen Mondboden.

Bildcredit: Apollo 11, NASA (Bild digitalisiert von Kipp Teague)

Dieses Bild der Mondoberfläche zeigt helles Sonnenlicht und lange dunkle Schatten. Der Apollo-11-Astronaut Neil Armstrong fotografierte es am 20. Juli 1969. Armstrong betrat als Erster den Mond. Rechts hinten steht das Mondmodul der Mission, der Adler.

Buzz Aldrin, der Pilot des Mondmoduls, steht im Raumanzug in der Mitte. Er entrollt eine lange Folie, das Solar Wind Composition Experiment. Die Folie wurde zur Sonne gerichtet und fing Teilchen ein, die mit dem Sonnenwind einströmten. Sie sind eine Stichprobe der Materie von der Sonne. Das Sonnenwind-Experiment wurde zusammen mit Mondgestein und Proben des Mondbodens zur Untersuchung in irdischen Laboren zur Erde gebracht.

Zur Originalseite

Fast drei Schweife für Komet Encke

Mitten im Bild leuchtet die grüne Koma des Kometen 2P/Encke zwischen den Sternen. Nach rechts unten verläuft ein Schweif, nach links oben sogar zwei.

Bildcredit und Bildrechte: Fritz Helmut Hemmerich

Wie kann ein Komet drei Schweife haben? Für gewöhnlich hat ein Komet zwei Schweife: einen Ionenschweif und einen Staubschweif. Der Ionenschweif besteht aus geladenen Teilchen des Kometen, die vom Sonnenwind fortgetrieben werden. Der Staubschweif besteht aus kleinen Teilchen, die hinter dem Kometen auf seiner Bahn herziehen. Er wird bis zu einem gewissen Grad ebenfalls vom Sonnenwind hinausgetrieben.

Oft besitzt ein Komet scheinbar nur einen Schweif, weil man den anderen von der Erde aus nicht gut sieht. Doch dieses ungewöhnliche Bild zeigt den Kometen 2P/Encke scheinbar mit drei Schweifen, weil sich der Ionenschweif geteilt hat. Der komplexe Sonnenwind ist manchmal turbulent. Dann erzeugt er im Ionenschweif ungewöhnliche Strukturen. Sehr selten wurde sogar eine Trennung des Ionenschweifs beobachtet.

Dieses Bild des Kometen Encke wurde zwei Tage später fotografiert. Hier ist die Perspektive etwas weniger verwirrend.

Zur Originalseite

Polarlichter auf Jupiter

Bildfüllend ist der Planet Jupiter dargestellt. Die lebhaften Wolkenbänder sind detailreich abgebildet, rechts unten ist der große Rote Fleck. Oben leuchtet ein blaues Polarlicht.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble

Jupiter hat Polarlichter. Wie auf der Erde spielt das Magnetfeld des Gasriesen eine Rolle. Es lenkt geladene Teilchen der Sonne zu den Polen. Wenn diese Teilchen auf die Atmosphäre treffen, schlagen sie vorübergehend Elektronen aus den Gasmolekülen. Elektromagnetische Kräfte ziehen diese Elektronen zurück. Wenn die Elektronen rekombinieren, bilden sie mit den Atomkernen wieder neutrale Atome und Moleküle. Dabei entsteht ein Polarlicht.

Das Kompositbild wurde kürzlich veröffentlicht. Es entstand mit dem Weltraumteleskop Hubble und zeigt die Polarlichter im UV-Licht. Sie verlaufen in ringförmigen Schichten um den Pol. Anders als Polarlichter auf der Erde bilden Jupiters Polarlichter mehrere helle Streifen und Flecken. Der große Rote Fleck ist rechts unten zu sehen.

Kürzlich traten bei Jupiter besonders starke Polarlichter auf. Zum Glück geschah das letzte Woche, als die NASA-Raumsonde Juno bei Jupiter ankam. Juno beobachtete den Sonnenwind, als sie sich Jupiter näherte. Das führt dazu, dass wir alle Polarlichter besser verstehen, auch auf der Erde.

Zur Originalseite

Nordlichter in Lappland

Die Polarlichter wirken wie Bögen, weil das Panorama 360 Grad breit ist. Die Bögen wölben sich von einem Haus ausgehend nach links und rechts.

Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Casado (TWAN, StarryEarth)

Der Frühlingsbeginn auf der Nordhalbkugel ist eine gute Zeit für Polarlichtjäger. Zum Äquinoktium ist das Erdmagnetfeld so ausgerichtet, dass es die Wechselwirkung mit dem Sonnenwind begünstigt. Sonnenwind löst das reizende Schimmern der Nordlichter aus.

Von 28. auf 29. März war der Himmel über dem Hügel Kaunispää im finnischen Lappland keine Enttäuschung. Die ausgedehnten Schleier aus Polarlicht wurden in dieser Nacht auf einem Panorama fotografiert. Es zeigt eine ganze 360-Grad-Sicht. Einheimische waren fasziniert von dem hellen Schauspiel. Es dauerte in den dunklen Stunden an und schimmerte in Farben, die sogar mit bloßem Auge gut sichtbar waren.

Zur Originalseite

Polarlichter und Jupiters Magnetfeld

Die Illustration zeigt den Planeten Jupiter, umgeben von einem Magnetfeld. Rund um den Planeten sind rosarote leuchtende Hüllen. Weiter außen leuchten dunklere blaue Hüllen, sie werden vom Sonnenwind aus dem Sonnensystem hinausgedrängt.

Illustrationscredit: JAXA;  Credit Bildeinschub: NASA, ESA, Chandra, Hubble

Jupiter hat Polarlichter. Auf der Erde und auf dem größten Planeten im Sonnensystem wird das Magnetfeld komprimiert, wenn ein Schwall geladener Teilchen von der Sonne kommt. Das Magnetfeld leitet geladene Teilchen zu Jupiters Polen und in die Atmosphäre. Dort schlagen die Teilchen vorübergehend Elektronen aus dem Gas in der Atmosphäre. Wenn sich die Ionen in der Atmosphäre wieder mit Elektronen verbinden, leuchten Polarlichter auf.

Die Illustration zeigt die prachtvolle aktive Magnetosphäre von Jupiter. Der Bildeinschub rechts oben wurde letzten Monat veröffentlicht. Er wurde mit dem Röntgenteleskop Chandra im Erdorbit aufgenommen. Die Chandra-Aufnahme wurde über ein Bild in sichtbarem Licht gelegt, das zu einer anderen Zeit mit dem Weltraumteleskop Hubble aufgenommen wurde.

Das kleine Bild zeigt unerwartet starkes Röntgenlicht, das von Jupiters Polarlichtern stammt. Das Röntgenlicht ist hier in Falschfarben-Violett abgebildet. Das Polarlicht auf Jupiter war im Oktober 2011 einige Tage nach einem mächtigen koronalen Massenauswurf auf der Sonne zu sehen.

Zur Originalseite