Die letzten Tage der Venus als Abendstern

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Radu-Mihai Anghel

Beschreibung: Das ist kein junger Sichelmond, der bei Sonnenuntergang am westlichen Horizont über den Hügeln schwebt. Es ist die Venus in einer Sichelphase. Hier wurde sie – ungefähr 54 Millionen Kilometer entfernt und zu weniger als 20 Prozent beleuchtet – am 30. September mit Kamera und Teleskop in der Nähe von Bacau in Rumänien fotografiert.

Das helle Himmelslicht ist inzwischen in der Abenddämmerung schwächer geworden, seine Tage als Abendstern 2018 gehen zu Ende. Doch ihre scheinbare Größe wächst, im Teleskop wird sie eine immer schmalere Sichel. Der innere Planet nähert sich einer unteren Konjunktion (nicht wertend). Am 26. Oktober steht sie zwischen Erde und Sonne und ist im grellen Sonnenlicht unsichtbar. Zu Monatsende erscheint die Venus jedoch wieder als Sichel im Osten und geht kurz vor der Sonne als gleißender Morgenstern auf.

Zur Originalseite

Mond und Venus über Cannon Beach

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: James W. Young

Beschreibung: Was ist der Punkt neben dem Mond? Die Venus. Vor zwei Tagen zog der Sichelmond langsam an der Venus vorbei und war bei der größten Annäherung nur zwei Grad von ihr entfernt. Diese Konjunktion war aber nur eines von mehreren fotografischen Abenteuern unseres Mondes in diesem Monat (Mon-d), weil am 12. Juli, nur wenige Tage zuvor, eine partielle Sonnenfinsternis stattgefunden hatte.

Derzeit wird der Mond – von der Erde aus gesehen – immer heller, während der von der Sonne beleuchtete Anteil seiner Vorderseite größer wird. In wenigen Tagen erscheint der Mond mehr als halb voll und erreicht somit seine Dreiviertelphase. Nächste Woche wird die Vorderseite des Mondes, die immer zur Erde gerichtet ist, von der Erde aus gesehen vollständig von der Sonne beleuchtet. Auch diese volle Phase sorgt für ein Abenteuer, denn am 27. Juli findet eine totale Finsternis dieses Donnermondes statt.

Machen Sie sich aber keine Sorgen, dass unsere Luna langweilig wird. Nächsten Monat (Mon-d) – genau am 11. August – wird sie wieder neu, und genau dann folgt eine weitere partielle Sonnenfinsternis. Auf diesem Bild wurden Mond und Venus bei Cannon Beach über einer Felsformation vor der Küste von Oregon (USA) fotografiert, die als „die Nadeln“ bekannt ist. Etwa eine Stunde nach Aufnahme dieses Bildes waren Venus und Mond durch die Erdrotation untergegangen.

Zur Originalseite

Leuchtende Nachtwolken über einem Feuerwerk in Paris


Videocredit und -rechte: Jean-Luc Dauvergne (Ciel et Espace);

Beschreibung: Im Norden haben leuchtende Nachtwolken Saison – vielleicht eine Zeit zum Feiern! Sie bestehen aus kleinen Eiskristallen, die nur unter bestimmten Bedingungen in der oberen Atmosphäre entstehen. Leuchtende Nachtwolken können gegen Ende des Sommers bei Sonnenuntergang sichtbar werden, wenn das Sonnenlicht sie von unten beleuchtet.

Leuchtende Nachtwolken sind die höchsten Wolken, die wir kennen und gelten nun als polare Mesosphärenwolken, die am Boden beobachtet werden. Obwohl sie seit 2007 mit dem Satelliten AIM der NASA beobachtet werden, ist noch vieles über leuchtende Nachtwolken unbekannt und wird aktiv beforscht. Dieses Zeitraffervideo zeigt ausgedehnte, gewellte leuchtende Nachtwolken, die nach Sonnenuntergang während eines Feuerwerks im Juli 2009 zur Feier des Nationalfeiertags in Frankreich über Paris schwebten. Dieses Jahr melden bereits mehrere Standorte besonders lebhaft auftretende leuchtende Nachtwolken.

Zur Originalseite

Bei der Inside Passage geht der Erdschatten auf

Über dem Wasser geht der blaugraue Erdschatten auf. Darüber verläuft der rosa gefärbte Venusgürtel. Schatten und Venusgürtel spiegeln sich im Wasser.

Bildcredit und Bildrechte: Steve Cullen

Schaut bei Sonnenuntergang mal nach Osten statt nach Westen. Dort geht der dunkle Erdschatten am Horizont auf. Dabei tauchen gegenüber der untergehenden Sonne blasse, zarte Farben auf.

Die ruhige abendliche Landschaft mit Meer und Himmel entstand bei einer Kreuzfahrt durch die gut besuchte Inside Passage in Alaska. Sie verläuft im Pazifischen Nordwesten. Am Horizont klingt der Sonnenuntergang ab. Er weicht dem rosaroten Bogen der Gegendämmerung. Etwas poetischer wird er auch Venusgürtel genannt.

Bei Sonnenuntergang übersehen viele den hübsch gefärbte Bogen, weil der westliche Horizont heller leuchtet. Seine Farbe stammt von gefiltertem Sonnenlicht, das in der dichten Atmosphäre zurückgestreut wird. Der Bogen umarmt den blaugrauen Schatten der Erde. Er geht im Osten auf.

Zur Originalseite

Schatten der Raumfährenschwade zeigt zum Mond

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: Pat McCracken, NASA

Beschreibung: Warum zeigt der Schatten der Abgasfahne beim Start dieser Raumfähre zum Mond? Anfang 2001 waren beim Start der Atlantis die Sonne, die Erde, der Mond und die Rakete passend für diese fotogene Anordnung ausgerichtet.

Zuerst einmal muss die Tageszeit nahe Sonnenauf– oder –untergang sein, damit die Rauchschwade der Raumfähre einen langen Schatten wirft. Nur dann ist der Schatten am längsten und reicht bis zum Horizont. Außerdem stehen bei Vollmond Sonne und Mond auf gegenüberliegenden Seiten des Himmels. Kurz nach Sonnenuntergang zum Beispiel steht die Sonne knapp unter dem Horizont, und in die andere Richtung steht der Mond knapp über dem Horizont. Als daher die Atlantis kurz nach Sonnenuntergang donnernd abhob, wurde ihr Schatten von der Sonne weg zum gegenüberliegenden Horizont projiziert, wo zufällig der Vollmond stand.

Zur Originalseite

Eine Sonnensäule über Norwegen

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Thorleif Rødland

Beschreibung: Haben Sie schon mal eine Sonnensäule gesehen? Wenn die Luft kalt ist und die Sonne auf- oder untergeht, können fallende Eiskristalle Sonnenlicht reflektieren und ungewöhnliche Lichtsäulen bilden. Eis formt manchmal flache, sechsseitige Kristalle aus, wenn es aus Wolken in großer Höhe fällt.

Durch den Luftwiderstand kommen diese Kristalle, wenn sie zu Boden flattern, einen Großteil der Zeit fast waagrecht zu liegen. Sonnenlicht, das an den gut ausgerichteten Kristallen reflektiert wird, bildet den Sonnensäuleneffekt. Auf diesem Bild von letzter Woche reflektiert eine Sonnensäule Licht von der Sonne, die über dem Fensfjord in Norwegen untergeht.

Zur Originalseite

Dämmerung am westlichen Himmel

Über den Silhouetten von Felsen leuchten der schmale Sichelmond mit Erdschein und die Planeten Venus und Merkur zwischen dunklen Wolkenstreifen am Himmel in der Dämmerung.

Bildcredit und Bildrechte: Stan Honda

Die schmale Mondsichel und die inneren Planeten Venus und Merkur sind am Himmel der Erde niemals weit von der Sonne entfernt. Diese stimmungsvolle Landschaft am Himmel wurde am 18. März fotografiert. Hier bilden sie eine Reihe in der abklingenden Abenddämmerung am westlichen Horizont.

Die himmlische Szene war auf der ganzen Welt zu bewundern. Auf diesem Bild des Trios steht der blassere Merkur ganz rechts über den Felsen im Big-Bend-Nationalpark. Er liegt im Südwesten von Texas. Heute Nacht ist der Mond voll, er geht also gegenüber der Sonne auf. Um Mitternacht steht er hoch am Himmel nahe beim hellen Stern Spica.

Zur Originalseite

Der Blaue Mond und der Baum

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Eric Houck

Gibt es so eine Anordnung nur alle heiligen Zeiten? Nein. Doch diese Einzelaufnahme wurde bei „blauem Mond“ fotografiert. Ende Jänner knipste der Fotograf diese Anordnung bei Vollmond. Es war der zweite des Monats und wird daher als „blauer Mond“ bezeichnet. Für die Aufnahme lief er schnell umher, um einen Punkt zu finden, wo der Mond im Hintergrund hinter dem Bogen eines Baumes im Vordergrund zu sehen war.

Leider gab es keine andere Möglichkeit, als sich in den Schlamm zu werfen und die Kamera auf einem Zaun aus Stacheldraht abzustellen. Zuvor schufen hungrige Kühe den Bogen in der Eiche, die in Knight’s Ferry in Kalifornien in den USA steht.

Solche skurrilen Anordnungen mit Mond und Baum gibt es bei jedem Vollmond, wenn man genug Zeit und Planung investiert. Eine neue Gelegenheit bietet sich dieses Wochenende. Dann geht wieder ein „blauer Mond“ auf. Es ist schon der zweite „blaue“ Mond des Jahres 2018. Somit ist dieser Monat der zweite des Jahres, in dem zwei Vollmonde auftreten. Jahre mit zwei blauen Monden sind recht selten. Das letzte solche Jahr war 1999, das nächste ist 2037.

Zur Originalseite