Angeknabberte Sonne

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Bildcredit und Bildrechte: Padraic Koen, Adelaide, Südaustralien

Beschreibung: Die kleinste der drei partiellen Sonnenfinsternisse 2018 fand gestern statt, am Freitag, 13. Juli. Sie war großteils über dem offenen Meer zwischen Australien und der Antarktis sichtbar.

Dieses Videobild einer winzigen Kerbe in der Sonne wurde in Port Elliott (Südaustralien) mit einem H-alpha-Filter zur maximalen Verfinsterung an diesem Ort fotografiert. Dort bedeckte der Neumond etwa 0.16 Prozent der Sonnenscheibe. Die beste Verfinsterung, bei der etwa ein Drittel des Sonnendurchmessers vom Neumond abgedeckt wurde, war in der Ostantarktis in der Nähe von Peterson Bank zu sehen, die beste Sicht hatte wahrscheinlich die lokale Kaiserpinguinkolonie.

In dieser ergiebigen Finsternissaison bringt der nächste Vollmond am 27. Juli eine totale Mondfinsternis, gefolgt von einer weiteren partiellen Sonnenfinsternis zum nächsten Neumond am 11. August.

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Aktive Protuberanz auf der Sonne

Videocredit: Chuck Ayoub (Chuck’s Astrophotography)

Beschreibung: Manchmal wird die Sonnenoberfläche zu einem Wirbelwind an Aktivität. Hier ist ein Zeitraffervideo der Sonnenoberfläche zu sehen, das vor- und zurückläuft. Es wurde Anfang Mai in einem Zeitraum von zwei Stunden aufgenommen. Die Sonnenoberfläche wurde abgedeckt, sodass die Details über dem Rand genauer abgebildet werden konnten. Man sieht heißes Plasma in einem ständigen Kampf mit veränderlichen Magnetfeldern und konstanter Gravitation über dem Sonnenrand wirbeln.

Diese Protuberanz erhebt sich etwa einen Erddurchmesser über die Sonnenoberfläche. Energiereiche Ereignisse wie dieses werden seltener, da sich die Sonne in ihrem 11-Jahres-Zyklus einem Aktivitätsminimum nähert.

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Eine Sonnensäule über Norwegen

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Bildcredit und Bildrechte: Thorleif Rødland

Beschreibung: Haben Sie schon mal eine Sonnensäule gesehen? Wenn die Luft kalt ist und die Sonne auf- oder untergeht, können fallende Eiskristalle Sonnenlicht reflektieren und ungewöhnliche Lichtsäulen bilden. Eis formt manchmal flache, sechsseitige Kristalle aus, wenn es aus Wolken in großer Höhe fällt.

Durch den Luftwiderstand kommen diese Kristalle, wenn sie zu Boden flattern, einen Großteil der Zeit fast waagrecht zu liegen. Sonnenlicht, das an den gut ausgerichteten Kristallen reflektiert wird, bildet den Sonnensäuleneffekt. Auf diesem Bild von letzter Woche reflektiert eine Sonnensäule Licht von der Sonne, die über dem Fensfjord in Norwegen untergeht.

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Koronaler Regen auf der Sonne

Videocredit: Solar Dynamics Observatory, SVS, GSFC, NASA; Musik: „Thunderbolt“ von Lars Leonhard

Regnet es auf der Sonne? Ja, aber nicht Wasser, sondern extrem heißes Plasma. So einen Regen gab es Mitte Juli 2012 nach einer mittleren Eruption auf der Sonne. Dabei kam es auch zu einem koronalen Massenauswurf.

Danach geschah etwas eher Ungewöhnliches. In der nahen Sonnenkorona wurde Plasma gefilmt, als es abkühlte und zurückfiel. Das Phänomen nennt man einen koronalen Regen. Protonen und Ionen sind elektrisch geladen. Daher lenkt sie der koronale Regen entlang von bestehenden Magnetschleifen zierlich zur Oberfläche der Sonne. Die Szene wirkt wie ein surrealer Wasserfall in drei Dimensionen ohne Quelle.

Wir sehen das überraschend ruhige Schauspiel hier in Ultraviolett. Die Materie leuchtet mit einer Temperatur von etwa 50.000 Kelvin. Jede Sekunde im Zeitraffervideo dauert in Wirklichkeit etwa 6 Minuten. Also dauerte der ganze koronale Regenschauer an die 10 Stunden. Aktuelle Beobachtungen zeigen, dass so ein koronaler Regen auch in kleineren Schleifen auftreten kann. Manchmal dauert er bis zu 30 Stunden.

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Korona einer totalen Sonnenfinsternis als HDR

Der Mond bedeckt die Sonne, daher sieht man die riesige Korona aus heißem Plasma. Rosarote Protuberanzen ragen über den Sonnenrand. Auf dem Mond erkennt man einige dunkle Flecken, die Maria oder Meere.

Bildcredit und Bildrechte: Nicolas Lefaudeux

Die große Sonnenfinsternis 2017 war wirklich toll. Dieses HDR zeigt sie etwas prächtiger, als wir sie kennen. Am 21. August bedeckte der Mond auf einem schmalen Pfad ein paar Minuten lang die Sonne. Der Schatten zog quer über die USA. Die Finsternis war eines der am häufigsten fotografierten Ereignisse der Geschichte. Doch dieses Bild wurde erst kürzlich nach einem außergewöhnlichen Aufwand an Digitalbearbeitung vollendet. Es ist eines der detailreichsten Bilder der Sonnenkorona, die je gelungen sind.

Die Sonnenkorona besteht aus extrem heißem Gas. Nur bei einer totalen Sonnenfinsternis sieht man sie mit bloßem Auge. Das Bild kombiniert mehr als 70 verschieden lang belichtete Einzelbilder einer HDR-Serie, die einander ergänzen. Sie lieferten genug Details, um die Bewegung der Sonnenkorona zu erkennen. In Unity in Oregon, wo die Bilder fotografiert wurden, waren morgens die Sichtbedingungen in der Atmosphäre sehr gleichmäßig.

Die nächste totale Sonnenfinsternis auf der Erde findet im Juli 2019 statt. Im April 2024 gibt es die nächste Finsternis, die man in Nordamerika und in den USA sieht.

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Die losgelassene Sonne: Riesenfackel in Ultraviolett

Videocredit: NASA GSFC’s Scientific Visualization Studio, Solar Dynamics Observatory

Wenn eine Sonnenfackel ausbricht, ist das ein sehr eindrucksvoller Anblick auf der Sonne. Im Juni 2011 gelangten aktive Sonnenfleckenregionen durch die Rotation zum Sonnenrand. Dann stieß die Sonne eine mittelgroße Eruption aus. Doch nach dieser Fackel folgte ein gewaltiger Strom aus magnetischem Plasma.

Die Aufnahme stammt vom Solar Dynamics Observatory SDO der NASA. Sie wurde im extremen Ultraviolettlicht gefilmt und zeigt den Ausbruch der riesigen Fackel am Sonnenrand.

Das Zeitraffervideo zeigt das mehrere Stunden lange Ereignis. Dunkles, kühleres Plasma regnete auf einen großen Bereich auf der Oberfläche der Sonne. Es folgt dabei den gebogenen Magnetfeldlinien, die unsichtbar sind. Dabei wurde auch ein koronaler Massenauswurf (KMA) zur Erde geschleudert. Es kam zu einem Streifschuss des Erdmagnetfeldes. Ein KMA ist eine massereiche Wolke aus Teilchen mit viel Energie.

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Partielle Sonnenfinsternis über Buenos Aires

Hinter einer Insel im Meer vor Buenos Aires geht die Sonne hinter Wolken am orangefarbenen Himmel unter. Am oberen Rand der Sonne fehlt ein kleiner Splitter.

Bildcredit und Bildrechte: Fefo Bouvier

Was ist mit dem oberen Rand der Sonne passiert? Letzte Woche war auf der Südhalbkugel der Erde mancherorts eine partielle Sonnenfinsternis zu beobachten. Dabei bedeckt der Mond einen Teil unserer Sonne.

Dieses Bild entstand gegen Ende der Finsternis an der Küste von Uruguay. Der Blick fällt auf Buenos Aires in Argentinien. Vorne ragt die Isla Farallón mit ihrem Leuchttrum aus dem Meer. Links neben der Sonne fliegt ein Flugzeug. Für das Bild wurden zwei Aufnahmen mit derselben Kamera und den gleichen Einstellungen nacheinander fotografiert und digital kombiniert. Ein Bild zeigt die Landschaft, das andere die Sonne zum Höhepunkt.

Die nächste Sonnenfinsternis, die man auf der Erde sieht, ist wieder eine partielle Finsternis. Mitte Juli ist sie in Teilen von Südaustralien und Tasmanien zu beobachten.

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Eine partielle Finsternis über der Manilabucht

Über der Silhouette der Manilabucht auf den Philippinen geht hinter Piers die partiell verfinsterte Sonne unter. Sie ist eine helle, breite Sichel am dunkelroten Himmel.

Bildcredit und Bildrechte: Armando Lee (Astron. League Philippines), F. Naelga Jr., 100 Stunden Astronomie (IYA 2009)

Was passiert mit der Sonne, die hier untergeht? Eine Finsternis! Anfang 2009 verfinsterte der Mond einen Teil der Sonne. Das konnte man in Teilen von Afrika, Australien und Asien beobachten. Dieses Bild entstand an der Ufermauer der Mall of Asia. Es zeigt die partiell verfinsterte Sonne, als sie über der Manilabucht auf den Philippinen unterging. Vorne stehen die Silhouetten der Piers.

Es war die einzige ringförmige Sonnenfinsternis des Jahres. Leute, die Finsternisse jagen und einen guten Ort für die Beobachtung hatten, schufen viele interessante, kunstvolle Bilder. Sie machten Filme, fotografierten die Schatten der Finsternis und Feuerringe.

Am Donnerstag bedeckt der Mond wieder kurz Teile der Sonne. Manche beobachten das auch diesmal als partielle Finsternis der Sonne. Die Finsternis am Donnerstag sieht man nur teilweise im Süden von Südamerika und in der Antarktis.

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