Fließende Sichel-Sanddünen auf dem Mars

Auf einem kaum geriffelten Untergrund sind links zwei Erhebungen, nach links breiten sich sichelförmige, in Reihen angeordnete Gebilde aus. Das Bild ist schwarzweiß.

Credit: HiRISE, MRO, LPL (U. Arizona), NASA

Beschreibung: Wann verhält sich der Mars wie eine Flüssigkeit? Obwohl Flüssigkeiten frieren und rasch in der dünnen Marsatmosphäre verdampfen, können anhaltende Winde große Sanddünen scheinbar fließen und sogar wie eine Flüssigkeit tropfen lassen. Auf dem obigen Bild sind rechts zwei flache Tafelberggipfel auf dem südlichen Mars zu sehen, wo die Jahreszeit vom Frühling in den Sommer übergeht. Ein heller, mit einer Kuppe bedeckter Hügel ist ebenfalls links im Bild zu sehen. Während die Winde von rechts nach links wehen, hinterlässt der fließende Sand auf und um die Hügel pittoreske Streifen. Die dunklen bogenförmigen Tröpchen aus feinem Sand werden als Sicheldünen (Barchans) bezeichnet und sind die interplanetaren Geschwister ähnlicher irdischer Sandformen. Dünen können als Ganzes mit dem Wind wandern und einander sogar scheinbar durchdringen. In den letzten Wochen haben Winde auf dem südlichen Mars Staub aufgewirbelt und werden dabei beobachtet, um zu sehen, ob sie sich zu einem weiteren berühmten planetenweiten Sandsturm ausweiten.

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Marsdünen und der Schatten von Opportunity

Schwrzweiß sind Dünen auf dem Mars abgebildet, fotografiert vom Marsrover Opportunity. Das Bild wurde aus vielen Einzelbildern zusammengesetzt.

Credit: Mars Exploration Rover Mission, JPL, NASA

Immer noch rollen Roboter über die Oberfläche des Planeten Mars, die von Menschen gebaut wurden. Opportunity und sein Schwesterrover Spirit sind das sechste Jahr auf dem Mars. Sie erforschen den Roten Planeten um viele Jahre länger als erwartet.

Dieses Bild ist ein Komposit. Es entstand mit der Navigationskamera des Rovers Opportunity und zeigt Meridiani Planum. Die Spuren des Rovers laufen parallel über wellenförmige Sanddünen. Rechts ist helles Gestein freigelegt. Vom manchmal künstlerischen Roboter-Fotografen sieht man metallische Teile und den dunklen Schatten.

Derzeit ist Opportunity auf dem Weg zum riesigen Krater Endeavour. Spirit versucht, eine ungewöhnliche Felsstruktur zu erklimmen. Sie wird Home Plate genannt. Wenn Opportunity die raue Umwelt auf dem Mars übersteht, erreicht er in etwa zwei Jahren den Krater Endeavour. Dann revolutioniert er vielleicht das Wissen der Menschheit über diese urzeitliche Landschaft auf dem Mars.

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Flug über die Columbia-Hügel auf dem Mars

Ein Klick auf das Bild führt zu einer Site, die den Flug beschreibt.

Animierte Illustration: Randolph Kirk (USGS), MSSS, MER, NASA

Beschreibung: Wie sieht wohl ein Flug über den Mars aus? Aus Bodendaten der Raumsonde Mars Global Surveyor (nunmehr inaktiv), kombiniert mit Informationen des robotischen Rovers Spirit, der derzeit über den Mars rollt, entstand ein digitaler Film, der zeigt, wie ein Flug über die Columbia-Hügel aussehen könnte. Dunkle, gewellte Sanddünen erheben sich auf dem obigen Eröffnungsbild vor den Columbia-Hügeln. Wenn Sie auf das Bild klicken, heben Sie über dem Mars ab und nähern sich den Columbia-Hügeln. Auf der anderen Seite der Hügel kommen die dunklen Sanddünen in Sicht. Kurz darauf passieren Sie eine ungewöhnliche weiß geränderte Struktur, die leicht erhoben und als Home Plate bekannt ist, deren Entstehung noch unbekannt ist und derzeit untersucht wird. Danach kehren Sie aus einem anderen Winkel zu den Hügeln zurück und nähern sich Spirit, einem seltsamen außerirdischen Rover, der vom Planeten Erde geschickt wurde. Ein letzter Gesichtsfeldwechsel zeigt schließlich das Panorama der Region. Kommenden Sonntag wird die Landesonde Phoenix der NASA nahe dem eisigen Nordpol des Mars aufsetzen und nach Anzeichen für urzeitliches Leben suchen.

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Sanddünen tauen auf dem Mars

Siehe Beschreibung. Ein Klick auf das Bild liefert die höchste verfügbare Auflösung.

Credit: HiRISE, MRO, LPL (U. Arizona), NASA

Beschreibung: Was sind das für seltsame Gebilde auf dem Mars? Es sind abtauende Sanddünen. Mit Frühlingsbeginn auf der nördlichen Marshalbkugel beginnen die oben gezeigten Sanddünen nahe dem Pol zu tauen. Kohlendioxid und Wassereis sublimieren in der dünnen Atmosphäre sofort zu Gas. Dünnere Eisregionen tauen üblicherweise zuerst ab, dabei wird Sand freigelegt, der durch eine dunkle Färbung stärker im Sonnenlicht aufgewärmt wird und das Tauen beschleunigt. Dieser Prozess könnte sogar die Sandexplosionen verursachen, die aus dem dünner werdenden Eis ausbrechen. Im Sommer werden sich Flecken ausbreiten und ganze Dünen bedecken. Der Nordpol des Mars ist von vielen ähnlichen Feldern mit Sicheldünen umgeben, deren seltsame, glatte Bögen von den ständig präsenten Marswinden geformt werden.

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Gesprenkelte Dünen auf dem Mars

Die Sprenkel auf diesen Dünen auf dem Mars stammen wahrscheinlich von aufgetautem Sand unter der Oberfläche

Bildcredit und Bildrechte: Malin Space Science Systems, MOC, MGS, JPL, NASA

Wie entstehen die schwarzen Flecken auf dem Mars? Als 2004 auf der Nordhalbkugel des Mars der Frühling anbrach, begannen die Sanddünen in der Nähe der Pole aufzutauen. Regionen mit dünnerem Eis schmelzen üblicherweise zuerst und legen Sand frei, der sich wegen seiner dunklen Färbung im Sonnenlicht stärker erwärmt, was das Tauen beschleunigt.

Am Prozess könnten Sandstrahlen beteiligt sein, die durch das dünner werdende Eis hindurch explodieren. Als der Sommer kam, dehnten sich die Flecken aus und bedecken ganze Dünen, die dann vollständig aufgetaut und dunkel waren. Kohlendioxid– und Wassereis sublimieren in der dünnen Atmosphäre direkt zu Gas.

Das obige Bild wurde Mitte Juli fotografiert und zeigt ein etwa drei Kilometer großes Feld mit gefleckten Dünen in der Nähe des Mars-Nordpols. Heute ist die Zukunft der Marsrover Spirit und Opportunity unbekannt, da ihnen die Staubstürme weiterhin das nötige Sonnenlicht abschirmen.

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