Feuerregenbogen über West Virginia

Am blauen Himmel leuchten Faserwolken wie ein Regenbogen. Unten ragen die Kronen von Bäumen ins Bild, weiße Wolken und Kondensstreifen von Flugzeugen ziehen über den Himmel.
Bildcredit und Bildrechte: Christa Harbig

Was passiert mit dieser Wolke? Die ferne Federwolke (Cirre) enthält Eiskristalle, sie verhalten sich wie kleine, schwebende Prismen. Informell nennt man die Erscheinung Feuerregenbogen, weil sie flammenartig wirkt. Offiziell nennt man sie Zirkumhorizontalbogen. Er verläuft parallel zum Horizont.

Einen Feuerregenbogen sieht man nur, wenn die Sone mindestens 58 Grad hoch am Himmel steht und darunter Federwolken schweben. In diesem Fall war es eine Faserwolke (Fibratus). Die vielen flachen sechsseitigen Eiskristalle in der Federwolke brechen das Sonnenlicht gemeinsam auf homogene Art und Weise. Dazu müssen sie waagrecht ausgerichtet sein.

Zirkumhorizontalbögen sieht man nur selten. Dieser Feuerregenbogen wurde 2021 fotografiert, und zwar nahe beim North Fork Mountain. Er steht in West Virginia in den USA.

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Schatten und Regenbogen

Ein Berg wirft einen dreieckigen Schatten, dessen Spitze am Horizont liegt. Rund um die Spitze des Schattengegels verläuft ein kreisförmiger Regenbogen. Der Himmel ist bewölkt, der rötliche Sonnenschein verleiht dem Bild einen etwas schaurigen Eindruck.
Bildcredit und Lizenz: Dave Loschiavo

Diese bemerkenswerte Momentaufnahme zeigt das Zusammenspiel von Regenbogen und Bergschatten bei Sonnenuntergang. Die atemberaubende Aussicht ergab sich am 13. Juli von einem Feuerwachtturm in Kalifornien. Der Fotograf steht auf dem Smith Peak im Plumas National Forest in der Nähe von Portola. Dass der majestätische Bergschatten scheinbar auf die Mitte des anmutigen Regenbogenkreises zeigt, ist auch kurz vor Sonnenuntergang kein Zufall, .

Aufgrund der Perspektive und der langen Sichtlinie bildet der Bergschatten auf natürliche Weise eine sich verjüngende Dreiecksform. Die obere Spitze des Dreiecks befindet sich an dem Punkt gegenüber der Sonne am Horizont. Nach Gewittern in der gesamten Region spannt sich der Regenbogen über den frühen Abendhimmel. Dabei entsteht ein farbenprächtiger und charakteristischer 42-Grad-Bogen. Er kommt zustande, wenn das Sonnenlicht von den Wassertropfen in der Atmosphäre gebrochen und reflektiert wird.

Der geometrische Mittelpunkt eines Regenbogenbogens liegt am Antisolarpunkt. Und in dieser Szene aus der „goldenen Stunde“ auf dem Planeten Erde befindet sich dieser ebenfalls gegenüber der untergehenden Sonne am fernen Horizont.

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Gegendämmerungsstrahlen: Regenbogenfächer über Spanien

Über einem Strand in Spanien breitet sich am Horizont ein Fächer aus Gegendämmerungsstrahlen aus. Die Strahlen wird von einem Regenbogen am wolkigen Himmel begrenzt.

Bildcredit und Bildrechte: Julene Eiguren

Kann dein Regenbogen das auch? Spät abends geht die Sonne wie gewohnt im Westen unter. An diesem Abend war das oben dargestellte farbenfrohe Schauspiel jedoch 180 Grad weiter – im Osten – zu bestaunen. Dort war nicht nur ein Regenbogen zu sehen, sondern auch Gegendämmerungsstrahlen, die vom Mittelpunkt des Regenbogens auszugehen scheinen.

Das hier gezeigte Bild wurde in Lekeitio im nördlichen Spanien aufgenommen, wobei die Sonne sich hinter der Kamera befindet. Der Regenbogen entsteht durch Sonnenlicht, das an den herabfallenden Regentropfen gebrochen und reflektiert wird. Gegendämmerungsstrahlen entstehen, wenn Sonnenlicht am westlichen Horizont strahlenförmig durch die Wolken bricht. Diese Lichtstrahlen laufen einmal quer über den Himmel und scheinen sich am gegenüberliegenden Horizont wieder zu sammeln – eine optische Täuschung.

Regenbögen zu betrachten ist immer aufregend, Gegendämmerungsstrahlen zu sehen ist ein durchaus seltenes Vergnügen, aber beides gleichzeitig zu erwischen ist noch ungewöhnlicher und wirkt schon beinahe surreal.

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Glorie und Nebelbogen

Hinter einem Berghang fällt der Schatten einer Person auf eine Nebelwand. Sie ist von eihem hellen Licht umgeben, es ist die Reflexion der Sonne, sie wird als Glorie oder Heiligenschein bezeichnet.

Bild- und Videocredit und –rechte: Cem Özkeser und Yasin İlcebay

Auf der Fahrt auf den Berg Uludağ in der türkischen Provinz Bursa Ende Juni kamen einige Motorradfahrer* über tief liegende Wolken und Nebel. Mit der grellen Sonne direkt im Rücken zeigte der Blick den Berg hinunter eine prächtige atmosphärische Glorie und einen Nebelbogen.

Die Glorie, auch Heiligenschein oder Brockengespenst genannt, ist manchmal von einem Flugzeug oder sogar von einem hohen Gebäude aus zu sehen. Sie erscheint oft als dunkler Riese umgeben von einem hellen Lichtschein. Der dunkle Riese ist natürlich der Schatten der Person (90MB Video), die mit dem Rücken zur Sonne die Erscheinung beobachtet. Die Wolken und der Nebel bestehen aus winzigen Wassertröpfchen kleiner als Regentropfen, welche das Sonnenlicht brechen und reflektieren und dadurch den farbigen Halo und den ausgedehnten Nebelbogen um die Glorie erzeugen.

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Irisierende Wolken über Schweden

Bunt schillernde Wolken spiegeln sich im Wasser an einem Ufer, am hinteren Gewässerrand ist eine Stadt und eine bewaldete Anhöhe.

Bildcredit: Göran Strand

Warum sind diese Wolken bunt? Ein relativ seltenes Phänomen in den Wolken, das als Irisieren (Schillern) bekannt ist, kann diese ungewöhnlich lebhaften Farben hervorbringen. Es kann sogar ein ganzer Regenbogen von Farben gleichzeitig erscheinen. Diese polaren Stratosphärenwolken werden auch als schimmernde oder Perlmuttwolken bezeichnet. Sie werden aus zahlreichen gleich kleinen Wassertröpfchen gebildet.

Wenn die Sonne an der richtigen Stelle steht und typischerweise nicht direkt sichtbar ist, können diese dünnen Wolken beobachtet werden. Sie lenken das Sonnenlicht auf eine sehr gleichmäßige Weise ab, wobei die verschiedenen Farben unterschiedlich stark abgelenkt werden. Darum scheinen die unterschiedlichen Farben aus leicht verschiedenen Richtungen zu kommen.

Zahlreiche Wolken fangen mit gleichmäßigen Regionen an, die dann das Irisieren (Schillern) zeigen können, aber bald dafür zu dick und zu durchgerührt werden. Wenn ihn Winkelabstand von der Sonne zu groß wird, können sie die starken Farben nicht mehr hervorbringen.

Das hier gezeigte Bild und das begleitende Video wurden Ende 2019 über Östersund, Schweden aufgenommen.

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Regenbogen-Polarlicht über isländischem Wasserfall

In der Bildmitte ist ein Wasserfall unter einem Sternenhimmel zu sehen. Über dem Wasserfall wölbt sich ein buntes Polarlicht. Über dem Polarlicht wölbt sich das zentrale Band der Milchstraße.

Bildcredit und Bildrechte: Stefano Pellegrini

Ein Polarlicht in den Farben des Regenbogens – gibt es das überhaupt? Durchaus. Ein Polarlicht kann wie ein Regenbogen aussehen, doch es sind verschiedene Phänomene. Polarlichter entstehen durch Teilchen von der Sonne. Diese werden vom Magnetfeld der Erde in die Atmosphäre gelenkt. Die Farben entstehen, wenn Atome in unterschiedlichen Höhen angeregt werden.

Ein Regenbogen entsteht, wenn fallende Regentropfen das Sonnenlicht brechen. Dabei lenken die Tropfen verschiedene Farben in leicht abweichenden Winkeln ab. Leider erzeugen Polarlichter keine Wasserfälle. Aber wenn man gut plant und Glück hat, kann man beides zusammen fotografieren.

Dieses Bild entstand aus mehreren Fotos. Sie wurden letzten Monat in einer Nacht beim Wasserfall Skógafoss auf Island fotografiert. Der Fotograf wollte das zentrale Band der Milchstraße über dem malerischen Wasserfall einfangen. Wie es der Zufall wollte, erschien kurz darauf ein spektakuläres Polarlicht. Es schimmerte unter dem Bogen der Galaxis. Weit im Hintergrund erkennt man den Sternhaufen der Plejaden und die Andromeda-Galaxie.

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Regenbogenbaum

Hinter dem Baum steigt ein leuchtender Regenbogen in allen Spektralfarben auf.

Bildcredit und Bildrechte: Eric Houck

Was ist am Ende des Regenbogens? Für jeden etwas anderes. Für den Fotografen dieses Bildes endete der Regenbogen bei einem Baum. Andere hätten das Ende des Regenbogens wahrscheinlich wo anders gesehen, weil die Position von der Blickrichtung des Beobachters abhängt. Der Mittelpunkt eines Regenbogens liegt immer gegenüber der Sonne, doch diese Richtung führt zu unterschiedlichen Stellen am Horizont.

Vermutlich liegt die Mitte dieses Regenbogens etwa 40 Grad links und etwas unter dem Horizont. Die Sonne stand weit hinter der Kamera knapp über dem Horizont. Die bunten Lichtbänder entstehen durch die Reflexionen und Brechung von Sonnenlicht in den Regentropfen eines fernen Gewitters in Richtung des Regenbogens.

Das Bild wurde Anfang Jänner in der Nähe von Knight’s Ferry im US-Bundesstaat Kalifornien fotografiert.

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Ein Vollkreis-Regenbogen über Norwegen

Das Bild zeigt einen kreisförmigen Regenbogen vor der Inselgruppe Lofoten, er wurde von einer Drohne vor den Inseln im Meer fotografiert.

Bildcredit und Bildrechte: Lukas Moesch

Habt ihr schon einmal einen vollständigen Regenbogen gesehen? Vom Boden aus ist in der Regel nur der obere Teil eines Regenbogens sichtbar, weil es in Richtungen Boden zu wenig Regentropfen gibt. Aus der Luft ist jedoch häufiger der ganze 360-Grad-Kreis eines Regenbogens zu sehen.

Im September fotografierte eine Drohne, die durch einen Regenschauer flog, einen Ganzkreis-Regenbogen über den Lofoten-Inseln in Norwegen. Das Phänomen eines Regenbogens ist abhängig von der Beobachtung. Es entstehen durch die Reflexion von Sonnenlicht im Inneren von Regentropfen.

Ein Regenbogen hat einen vollen Durchmesser von 84 Grad. Die Sonne steht exakt in der Gegenrichtung vom Zentrum eines Regenbogens. Als Bonus leuchtete außerhalb des ersten Regenbogens ein zweiter, dieser war blasser mit umgekehrten Farben.

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