Rover 1A hüpft auf dem Asteroiden Ryugu

Das Bild wirkt unruhig und verschwommen. Links ist die Oberfläche des Asteroiden 162173 Ryugu, rechts strahlen helle diffuse Lichter.
Bildcredit und Bildrechte: ISAS, JAXA, Mission Hayabusa2

Der Asteroid 162173 Ryugu ist etwa einen Kilometer groß. Auf seiner Oberfläche hüpfen neuerdings zwei kleine Roboter umher. Die beiden sind jeweils etwa so groß wie eine kleine Bratpfanne. Sie bewegen sich in der geringen Gravitation, indem sie hüpfen. Dabei bleiben sie etwa 15 Minuten oben und landen dann ein paar Meter entfernt. Am Samstag schickte der Rover 1A bei einem seiner ersten Sprünge ein frühes Bild seiner neuen Heimatwelt. Ihr seht sie links.

Am Freitag löste sich die Landesonde MINERVA-II-1 von ihrer Sonde Hayabusa2, entkoppelte die Rover 1A und 1B und landete dann auf Ryugu. Die Erforschung von Ryugu liefert der Menschheit nicht nur Information über Ryugus Oberfläche und sein Inneres. Wir erfahren auch, welche Materialien im frühen Sonnensystem für die Entwicklung von Leben verfügbar waren.

Es ist geplant, noch zwei weitere hüpfende Rover auszusetzen. Außerdem soll Hayabusa2 eine Probe der Oberfläche von Ryugu nehmen und diese noch vor 2021 für eine genaue Untersuchung zur Erde schicken.

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Curiositys Aussicht am Vera-Rubin-Kamm

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, MSSS, Marsrover Curiosity

Was sieht man, wenn man auf dem Mars steht? Als NASA-Rover Curiosity wäre es letzten Monat diese Aussicht am Vera-Rubin-Kamm gewesen. Der faszinierende Aussichtspunkt an der Seite des Aeolis Mons ist von Felsen übersät. Das 360-Grad-Panorama könnt ihr durch Klicken oder Kippen in vielen Webbrowsern rundherum drehen. So genießt ihr die Aussicht aus allen Richtungen.

Viele Instrumente des Rovers sind auf dieser virtuellen Ansicht beschriftet: die Antennen, der Roboterarm und die Radionuklid-Batterie (RTG). Dunkler Sand und helles Gestein bedecken den Boden in der Nähe. Diese Mischung bezeichnet man als Seebett-Schlammstein. In der Ferne ragt Aeolis Mons auf. Man sieht ihn kaum, weil sich der Schwebstaub eines planetenweiten Sturms, der bereits abklingt, in der Atmosphäre verteilt.

Curiosity gelangen viele Entdeckungen. Zum Beispiel fand der Rover heraus, dass es auf dem Mars Rohmaterial für Leben gibt. Die nächste Sonde auf dem Mars ist Insight. Sie soll Ende November landen und mit einem Seismometer das Innere des Roten Planeten besser erforschen.

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Asteroid Ryugu vom Hayabusa2

Die Oberfläche des Asteroiden Ryugu ist voller Felsen und Krater. Die Sonde Hayabusa2 war so nahe an dem Asteroiden, dass er nicht ganz ins Bild passt.
Bildcredit und Bildrechte: ISAS, JAXA

Der Wert dieses großen Diamanten im Weltraum wird auf mehr als 80 Milliarden Dollar geschätzt. Doch er ist nur geformt wie ein Diamant. Vermutlich besteht der Asteroid 162173 Ryugu großteils aus Nickel und Eisen.

Asteroiden wie Ryugu sind aus mehreren Gründen interessant. Wenn sie in die Nähe der Erde gelangen, droht eines fernen Tages vielleicht die Gefahr eines Einschlags. In naher Zukunft ist Ryugu vielleicht eine neue Quelle wertvoller Metalle, wenn es möglich wird, mit Raumfahrzeugen Bergbau zu betreiben. Forschende suchen auf Ryugu nach Information, wie unser Sonnensystem vor Milliarden Jahren entstand und warum er auf seiner Bahn der Erde so nahe kommt.

Der Asteroid ist einen Kilometer groß. Die japanische Roboter-Raumsonde Hayabusa2 erreichte ihn Ende Juni. Das Bild zeigt Strukturen auf der Oberfläche, zum Beispiel Gesteinsfelder und Krater. Bevor die Raumsonde Hayabusa2 ankam, kannte man sie nicht. In den nächsten drei Monaten setzt Hayabusa2 mehrere Sonden aus. Manche davon sollen auf Ryugu landen und herumhüpfen. Hayabusa2 soll ein kleines Stück des Asteroiden bergen und zur Erde bringen.

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Titan sehen

Der Saturnmond Titan ist in der Mitte im sichtbaren Licht dargestellt. Man sieht nur seine gelbliche Wolkenoberfläche. Außen herum sind sechs Bilder angeordnet, die in Infrarot durch die Wolken blicken und Details der Oberfläche zeigen.

Bildcredit und Bildrechte: VIMS-Team, U. Arizona, ESA, NASA

Saturns größter Mond Titan ist in eine dichte Atmosphäre gehüllt. Es ist wirklich schwierig, ihn zu sehen. Kleine Teilchen in der oberen Atmosphäre bilden einen fast undurchdringlichen Dunst. Dieser streut sichtbares Licht stark und verbirgt die Details auf Titans Oberfläche vor neugierigen Augen. Doch in Wellenlängen von Infrarot kann man Titans Oberfläche besser abbilden. Infrarot wird weniger stark gestreut oder in der Atmosphäre absorbiert.

In der Mitte ist ein Bild von Titan im sichtbaren Licht. Außen herum sind die bisher besten Ansichten in Infrarot des faszinierenden Mondes angeordnet. Die sechs Bildfelder in Falschfarben entstanden in 13 Jahren. Sie zeigen einen faszinierenden Vergleich mit Cassinis Ansicht im sichtbaren Licht. Die Aufnahmen stammen vom Visual and Infrared Mapping Spectrometer (VIMS). Das Spektrometer befindet sich an Bord der Raumsonde Cassini.

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Start der Parker Solar Probe

Über einer orangefarben leuchtenden Abgaswolke startet eine Trägerrakete mit der Raumsonde Parker Solar Probe in den Nachthimmel. Rechts ragt ein hoher Turm aus Stahlrohren auf.

Bildcredit und Bildrechte: John Kraus

Wann ist die beste Zeit, um eine Sonde zur Sonne zu starten? Die nun historische Antwort lautet nachts. Das ist kein Witz, weil es letztes Wochenende passiert ist. Einerseits lag Startfenster der Parker Solar Probe (PSP) der NASA zu ihrer geplanten Umlaufbahn teilweise in der Nacht. Andererseits werden die meisten PSP-Instrumente im Schatten ihres Schildes arbeiten. So schaffen sie ihre eigene Nacht in der Nähe der Sonne.

Doch bis dahin vergehen Jahre, in denen die PSP genügend Orbitalenergie abgibt, um sich der Sonne zu nähern. Dafür schwingt sie siebenmal an der Venus vorbei. Schließlich soll die PSP geplanterweise gefährlich nah an der Sonne vorbeiziehen, in einem Abstand von 9 Sonnenradien. Es wird die größte Annäherung aller Zeiten. In dieser Nähe steigt die Temperatur auf der Tagseite des PSP-Sonnenschildes auf 1400 Grad Celsius. Das ist heiß genug, um viele Arten von Glas zu schmelzen. Doch auf der Nachtseite herrscht fast Zimmertemperatur.

Durch die PSP-Mission zur Sonne will die Menschheit die Ausbrüche der Sonne besser verstehen. Sie können sogar irdische Satelliten und Stromnetze stören. Das Bild zeigt den Nachtstart der PSP an Bord einer Delta IV Heavy der United Launch Alliances am frühen Sonntagmorgen.

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Cerealia Facula auf dem Zwergplaneten Ceres

Auf einem dunklen Untergrund breitet sich ein helle, gefleckte Schicht aus. Es sind salzige Rückstände aus Natriumkarbonat und Ammoniumchlorid.
Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, UCLA, MPS/DLR/IDA

Cerealia Facula ist der hellste Fleck auf Ceres. Diese Nahaufnahme der Region ist ein Mosaik. Die hoch aufgelösten Bilddaten stammen von der Raumsonde Dawn. Sie kreist nur 34 km über der Oberfläche des Zwergplaneten.

Cerealia Facula misst etwa 15 km. Sie liegt im Zentrum des 90 km breiten Kraters Occator. Wie die anderen hellen Flecken (faculae) auf Ceres ist Cerealia Facula kein Eis, sondern ein freigelegter salziger Rückstand. Er reflektiert so viel Licht wie schmutziger Schnee. Vermutlich besteht der Rückstand großteils aus Natriumkarbonat und Ammoniumchlorid. Beides stammt aus einer matschigen Sole in oder unter der Kruste des Zwergplaneten.

Die Mission Dawn dauerte 11 Jahre. Die Sonde besaß ein fortschrittliches Ionentriebwerk. Sie erforschte Vesta, einen Asteroiden im Hauptgürtel, und reiste dann zu Ceres weiter. Zwischen August und Oktober dieses Jahres geht voraussichtlich der Treibstoff Hydrazin für die Triebwerke der interplanetaren Raumsonde zur Neige. Dann verliert sie die Kontrolle über ihre Ausrichtung und hat keine Möglichkeit mehr, mit der Erde zu kommunizieren. Bis dahin erforscht Dawn Ceres so detailreich wie nie zuvor. Die Sonde bleibt am Ende in ihrem Orbit um die kleine Welt.

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Dunkle Hangstreifen spalten sich auf dem Mars

Ein dunkler Strom fließt einen Hang hinab und fächert sich unten breit auf. Es wirkt, als wäre eine dunkle Flüssigkeit den Hang hinabgeschüttet worden. Tatsächlich wurde aber der dunkle Untergrund freigelegt.
Bildcredit: HiRISE, MRO, LPL (U. Arizona), NASA

Wie entstehen diese dunklen Streifen auf dem Mars? Das weiß niemand genau. Mögliche Ursprünge sind Staublawinen, Schollen aus Trockeneis, die verdampfen, oder Ströme aus flüssigem Wasser. Klar ist, dass die Ströme den hellen Staub an der Oberfläche entfernen. Dabei legen sie eine tiefere dunkle Schicht frei. Seit Jahren bilden Raumsonden auf dem Mars ähnliche Schlieren ab. Diese Ströme gehören zu den wenigen Strukturen an der Oberfläche, die ihr Aussehen im Lauf der Jahreszeiten verändern. Interessant ist hier, dass sich ein breiter Strom weiter unten am Hang in kleinere auffächert.

Das Bild entstand vor einigen Monaten mit der HiRISE-Kamera, die sich an Bord des Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) befindet. MRO kreist in der Umlaufbahn um den Planeten Mars. Derzeit verhüllt ein globaler Staubsturm einen Großteil des Roten Planeten.

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Hayabusa2 nähert sich dem Asteroiden Ryugu

Die Matrix zeigt 16 Bilder des Asteroiden 162173 Ryugu, die bei der Annäherung der Raumsonde Hayabusa2 entstanden sind. Der Asteroid ist wie ein Diamant geformt. Er wird von Bild zu Bild größer.
Bildcredit und Bildrechte: ISAS, JAXA, Hayabusa2-Team

162173 Ryugu (Drachenpalast) sieht aus wie ein großer Diamant im Weltraum – mit Kratern. Japans Robotermission Hayabusa2 erreicht nun diesen Asteroiden, der relativ nahe bei der Erde ist.

Die ehrgeizige Mission Hayabusa2 führt eine Armada Sonden mit sich, die abgetrennt werden können. Dazu gehören zwei Impaktoren, vier kleine Schweber für den Nahbereich, drei kleine Geräte für die Oberfläche und der Mobile Asteroid Surface Scout (MASCOT). Er soll auf Ryugus Oberfläche landen, sie untersuchen und dort umherwandern. Die meisten Geräte haben Kameras. Außerdem ist geplant, dass Hayabusa2 auf der Oberfläche Proben sammelt und sie bis 2020 zur Erde schickt. Dort sollen sie genau untersucht werden.

Was wusste man zuvor über den Asteroiden Ryugu? Man kannte seine Bahn, wusste, dass er ist etwa einen Kilometer groß ist, dass seine Oberfläche dunkel ist und er ungewöhnliche Farben reflektiert. Wenn wir Ryugu untersuchen, erfahren wir vielleicht nicht nur mehr über Ryugus Oberfläche und sein Inneres, sondern auch, aus welchen Rohstoffen im frühen Sonnensystem Leben entstanden sein könnte.

Diese Bildserie stammt von der Annäherung der Raumsonde. Sie zeigt Hinweise auf große Felsen und Krater.

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