Ma’az, das SuperCam-Ziel

Die 6 Zentimeter große Zielregion Ma'az des SuperCam-Lasers des Rovers Perseverance.

Bildcredit: NASA/JPL-Caltech/LANL/CNES/CNRS

Beschreibung: Wie klingt das Klatschen eines Lasers? Ihr braucht dazu keinen Zen-Meister befragen. Lauscht einfach den ersten akustischen Aufnahmen von Laser-Impulsen auf dem Mars.

An Sol 12 (2. März) der Mission Perseverance beschoss das Instrument SuperCam auf dem Mast des Rovers einen Felsen mit der Bezeichnung Ma’az, und zwar 30-mal aus einer Entfernung von ungefähr 3,1 Metern. Das Mikrofon erfasste die leisen Stakkato-Knallgeräusche der schnellen Serie an Laserimpulsen der SuperCam.

Die Stoßwellen, die in der dünnen Marsatmosphäre entstehen, wenn Gesteinsteilchen durch die Laserimpulse verdampfen, verursachen die Knallgeräusche. Diese wiederum liefern Hinweise auf die physikalische Struktur des Zielobjekts.

Diese Nahaufnahme der SuperCam der Zielregion Ma’az ist 6 Zentimeter groß. Ma’az bedeutet in der Sprache der Navajo Mars.


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Vorbeiflug an der Venus

Die NASA-Sonde Parker Solar Probe auf ihrer Mission zur Erforschung der inneren Heliosphäre und Sonnenkorona blickte am 11. Juli 2020 seitlich auf die Venus und das Hochland Aphrodite Terra.

Bildcredit: NASA, JHUAPL, Naval Research Lab, Guillermo Stenborg und Brendan Gallagher

Die NASA-Sonde Parker Solar Probe erforscht auf einer Mission die innere Heliosphäre und die Sonnenkorona. Am 11. Juli 2020 schickte ihre Weitwinkelkamera diesen überwältigenden Blick auf die Nachtseite der Venus. Die Entfernung betrug ungefähr 12.400 Kilometer.

Die Raumsonde führte das dritte von sieben Vorbeischwungmanövern am inneren Planeten durch. Bei jedem Vorbeiflug wird die Bahn der Raumsonde bei der Annäherung an die Venus so verändert, dass sich die Sonde Ende 2025 der Sonnenoberfläche auf etwa 6 Millionen Kilometer nähert.

Auf diesem Bild späht die Kamera seitlich scheinbar durch die Wolken. In der Mitte ist eine dunkle Struktur. Sie wird Aphrodite Terra genannt und ist das größte Hochland auf der Oberfläche der Venus. Am hellen Rand des Planeten leuchtet Nachthimmellicht. Es wird wahrscheinlich von angeregten Sauerstoffatomen abgestrahlt, wenn sie in der oberen Atmosphäre zu Molekülen rekombinieren.

Die hellen Streifen und Störungen im ganzen Bild stammen wahrscheinlich von energiereichen geladenen Teilchen und Staub in der Nähe der Kamera. Die Teilchen reflektieren Sonnenlicht. Leute vom Planeten Erde erkennen rechts unten die vertrauten Sterne im Gürtel und Schwert des Orion.

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Perseverance: Wie man auf dem Mars landet

Der Marsrover Perseverance hängt wenige Meter über der Marsoberfläche an seiner raketengetriebenen Abstiegsstufe.

Bildcredit: NASA, JPL, Mars 2020

Beschreibung: Perseverance hängt hier wenige Meter über der Marsoberfläche an seiner raketengetriebenen Abstiegsstufe, nur ein paar Augenblicke vor seinem Aufsetzen auf dem Roten Planeten am 18. Februar. Der atemberaubende Bildausschnitt entstand nach einer anstrengenden siebenminütigen Reise von ganz oben durch die Marsatmosphäre.

Das Bild stammt aus einem hoch aufgelösten Video, das die Abstiegsstufe während des finalen Himmelskran-Landemanövers filmte. Ihr seht, wie drei straff gespannte, etwa 7 Meter lange Kabel Perseverance absenken, außerdem eine elektrische Versorgungsleitung, die Signale (wie dieses Bild) an den Bordcomputer des fahrzeuggroßen Rovers überträgt. Die Abstiegsraketen wirbeln Marsstaub von der Oberfläche unter Perseverance auf.

Gleich nach dem Aufsetzen wurden die Kabel gelöst, sodass die Abstiegsstufe in eine sichere Entfernung fliegen konnte, bevor sie wie geplant ihren Treibstoff aufbrauchte.

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Mars Perseverance Sol 0

Am 18. Februar um 12:55 Pazifische Standardzeit landete Perseverance auf dem Mars.

Bildcredit: NASA, JPL, Mars 2020

Beschreibung: Nach einer 203 Tage langen interplanetaren Reise und sieben Minuten des Schreckens landete Perseverance auf dem Mars. Am 18. Februar um 12:55 Pazifische Standardzeit bestätigte die Missionskontrolle des NASA-Labors für Strahlenantriebe in Südkalifornien die erfolgreiche Landung im Krater Jezero.

Die vordere linke Kamera zur Gefahrenvermeidung am fahrzeuggroßen Marsrover dokumentierte kurz nach der Landung am Missionstag Sol 0 dieses erste, niedrig aufgelöste Bild. Die Kamera ist noch mit einer Schutzhülle abgedeckt, doch auf der Marsoberfläche seht ihr deutlich den Schatten von Perseverance. Dieser ist das ausgeklügeltste Fahrzeug, der bislang zum Roten Planeten geschickt wurde.

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Durchhalten! In sieben Minuten zum Mars


Videocredit: NASA, JPL

Beschreibung: Wie schwierig ist eine sichere Landung auf dem Mars? So schwierig, dass es viel mehr Fehlschläge gab als Erfolge. Der nächste Versuch findet am Donnerstag statt. Das Hauptproblem ist, dass die Marsatmosphäre zu dicht ist, um sie zu ignorieren – sonst schmilzt die Raumsonde. Andererseits ist die Atmosphäre zu dünn, um sich auf einen Fallschirm zu verlassen – oder die Raumsonde macht eine Bruchlandung.

Daher baut die Landesonde Perseverance, wie dieses Video zeigt, einen Großteil ihrer hohen Geschwindigkeit ab, indem sie einen riesigen Fallschirm entfaltet, dann zu Raketen wechselt, und am Ende – vorausgesetzt, dass alles klappt – wird der fahrzeuggroße Rover Perseverance von einem schwebenden „Himmelskran“ langsam an Seilen zur Oberfläche abgesenkt. Es mag verrückt klingen, doch der Rover Curiosity wurde 2012 mit einem ähnlichen Manöver auf dem Mars stationiert.

Vom Eintritt in die Atmosphäre bis zum Aufsetzen auf der Oberfläche dauert es ungefähr sieben Minuten. Alles wird von einem Bordcomputer koordiniert, weil der Mars für schnelle, interaktive Kommunikation zu weit entfernt ist. Während dieser Zeit können die Menschen auf der Erde einfach nur warten, um schließlich zu hören, ob die Landung erfolgreich war.

Letzte Woche trat die Raumsonde Hope der Vereinigten Arabischen Emirate erfolgreich in einen Orbit um den Mars ein, und am Tag darauf die chinesische Mission Tianwen-1, die voraussichtlich in den nächsten Monaten eine Landung ihres eigenen Rovers durchführt.

Aktuell: Perseverance-Berichterstattung der NASA
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Plutonische Landschaft

Die Raumsonde New Horizons fotografierte 2015 diese Landschaft auf Pluto mit Norgay Montes, Hillary Montes und Sputnik Planitia.

Bildcredit: NASA, Johns Hopkins Univ./APL, Southwest Research Institute

Beschreibung: Diese schattige Landschaft mit majestätischen Bergen und eisigen Ebenen auf einer kleinen, fernen Welt reicht bis zum Horizont. Sie wurde aus einer Entfernung von ungefähr 18.000 Kilometern fotografiert, als die Raumsonde New Horizons 15 Minuten nach der größten Annäherung der Raumsonde am 14. Juli 2015zu Pluto zurückblickte.

Die dramatische, mit Teleobjektiv aufgenommene Szene nahe der Schattengrenze zeigt zerklüftete Berge links im Vordergrund, die nun offiziell als Norgay Montes bekannt sind. Am Horizont liegen die Hillary Montes, gefolgt von der glatten Sputnik Planitia rechts. Im Gegenlicht erkennt ihr die Schichten von Plutos dünner Atmosphäre.

Das frostige, seltsam vertraut wirkende Gelände besteht wahrscheinlich aus Stickstoff- und Kohlenstoffmonoxideis sowie bis zu 3500 Meter hohen Wassereisbergen. Das ist von der Höhe her vergleichbar mit den majestätischen Bergen auf dem Planeten Erde.

Diese Landschaft auf Pluto ist 380 Kilometer breit.

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Spur des Heimkehrers

Diese Nachthimmelsansicht in der Nähe von Zhangye in der chinesischen Provinz Gansu an der Grenze zur Inneren Mongolei zeigt eine helle Feuerspur zwischen den Zwillingssternen Kastor und Pollux.

Bildcredit und Bildrechte: Zhuoxiao Wang

Beschreibung: Die vertrauten Sterne einer nördlichen Winternacht leuchten auf dieser Nachthimmelsansicht, die in der Nähe von Zhangye in der chinesischen Provinz Gansu an der Grenze zur Inneren Mongolei fotografiert wurde. In den frühen Morgenstunden des 17. Dezembers stand Orion in der Mitte dieser Einzelaufnahme.

Über den Himmel blitzte eine Feuerkugel, sie leuchtete fast so hell wie der gelbliche Mars auf der rechten Seite. Die Feuerkugel teilt Geminis helle Zwillinge Kastor und Pollux am oberen Bildrand. Die Spur und der Zeitpunkt stimmen überein mit einem zweiten sprunghaften Eintritt in die Atmosphäre, nämlich dem der Rückkehrkapsel der Mission Chang’e 5.

Die Rückkehrkapsel wurde nach der Landung in der Inneren Mongolei auf dem Planeten Erde erfolgreich geborgen, mit etwa 2 Kilogramm Mondmaterial an Bord. Die Mondprobe enthält vermutlich relativ junges Material. Es wurde in der Region um Mons Rümker im Oceanus Procellarum (Meer der Stürme) gesammelt.

Die chinesische Mission Chang’e 5 startete am 23. November (Weltzeit), sie ist die erste Mission zur Rückführung von Mondproben seit der sowjetischen Mission Luna 24 im Jahr 1976.

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Kapsel vom Asteroid Ryugu kehrt zurück


Videocredit: JAXA, Hayabusa2

Beschreibung: Der Streifen am Himmel ist eine Kapsel, die von einem Asteroiden zurückkehrt. Der Behälter kehrte kürzlich vom erdnahen Asteroiden 162173 Ryugu zurück und brachte kleine Steine und Staub von seiner Oberfläche zur Erde. Die Kapsel wurde zuvor von ihrer japanischen Ursprungssonde Hayabusa2 ausgeklinkt. Diese Sonde besuchte Ryugu im Jahr 2018, nahm 2019 eine Bodenprobe und flog dann zur Erde zurück. Die abgeworfene Probenrückkehrkapsel entfaltete einen Fallschirm und landete in einem ländlichen Teil von Australien.

Auch die NASA-Mission OSIRISREx sammelte kürzlich Gestein und Staub von Bennu, einem ähnlichen Asteroiden, und soll diese Bodenprobe 2023 zur Erde zurückbringen. Die Analyse der Bestandteile dieser Asteroiden verspricht der Menschheit neue Einblicke in das frühe Sonnensystem und Hinweise darauf, wie Wasser und organisches Material auf die Erde kamen.

Expertendiskussion: Wie entdeckt die Menschheit erstmals außerirdisches Leben?
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