Überreste der Supernova-Geschwister

Der Quallennebel ist hier farbcodiert dargestellt. Der größte Teil des Nebels leuchtet gelb. Links ist ein violettes Filament, und im Nebel ziehen blaue Fasern durch die Mitte. Rechts leuchtet ein sehr heller Stern, er heißt Propus.
Bildcredit: Goddard-Raumfahrtzentrum der NASA und M. Michailidis et al. 2026; Optisch: DSS; Infrarot: NASA/WISE/JPLCaltech/UCLA; Ultraviolett: NASA/Swift; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Was passiert, wenn ein Stern in einem Doppelsternsystem zur Supernova wird? Dieses Bild kombiniert sichtbares Licht in Gelb, ultraviolettes Licht in Lila sowie infrarotes Licht in Türkis, Rot und Orange. Es zeigt zwei Supernova-Überreste und ihre Umgebung, die etwa 6000 Lichtjahre entfernt sind. Der jüngere ist der bekannte Quallen-Nebel in der Mitte. Er leuchtet im Bild großteils gelb. Mit bloßem Auge gesehen wäre er am Himmel größer als der Vollmond.

Das lilafarbene Filament gehört zu einem älteren Supernova-Überrest. Er hat die Bezeichnung G189.6+3.3 und überlappt den jüngeren Überrest. Eine neue Studie nutzte Daten des Weltraumteleskops Fermi der NASA, das in Gammastrahlen beobachtet. So will man ihre Geschichte rekonstruieren.

In der Astronomie vermutet man, dass dort ursprünglich ein System aus zwei Sternen war, also ein Doppelsternsystem. Der erste Stern explodierte als Supernova. Dabei schleuderte er seinen Begleiter weg. Der explodierte dann ebenfalls Zehntausende Jahre später als Supernova. So überlagerten sich die beiden Supernova-Überreste, die wir heute sehen.

Der helle Stern rechts ist eigentlich ein System aus drei Sternen, er heißt Propus.

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Sharpless 249 und der Quallennebel

Links oben schimmert ein magentafarbener Nebel, der von dunklen Staubwolken unterbrochen wird. Rechts unten ist ein fliederfarbener Nebel, der an eine Qualle erinnert. Die beiden helleren Sterne im Bild sind My und Eta Geminorum.

Bildcredit und Bildrechte: Katelyn Beecroft

Der Quallennebel ist meist blass und nur schwer zu erkennen. Dieses faszinierende Teleskopbild ist eine Langzeitbelichtung. Darauf treibt der Nebel im interstellaren Meer. Rechts und links rahmen ihn zwei helle Sterne, My und Eta Geminorum, die am Fuß der himmlischen Zwillinge leuchten. Der Quallennebel ist der hellere, gebogene Emissionsgrat rechts neben der Bildmitte, an dem Tentakel hängen.

Die kosmische Qualle ist Teil des blasenförmigen Supernova-Überrests IC 443. Er ist die Trümmerwolke eines massereichen Sterns, der bereits explodiert ist. Sie dehnt sich aus. Das Licht der Explosion erreichte die Erde vor über 30.000 Jahren. Sein astrophysikalischer Cousin ist der Krebsnebel. Auch er ist ein Supernova-Überrest. Wie dieser enthält auch der Quallennebel einen Neutronenstern. Das ist der übrig gebliebene ultradichte Überrest des kollabierten Sternkerns.

Ein Emissionsnebel ist als Sharpless 249 katalogisiert. Er füllt das Feld oben links aus. Der Quallennebel ist ca. 5000 Lichtjahre von uns entfernt. Der Bereich im Bild ist etwa 300 Lichtjahre breit.

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Vertont: Der Supernovaüberrest des Quallennebels

Bildcredit: Röntgen (blau): Chandra (NASA) und ROSAT (ESA); Sichtbares Licht (rot): DSS (NSF); Radio (grün): VLA (NRAO, NSF); Vertonung: NASA, CXC, SAO, K. Arcand; SYSTEM Vertonung: M. Russo, A. Santaguida)

Wie hört sich eigentlich ein Supernovaüberrest an? Schall kann als Dichtewelle eines Mediums verstanden werden. Er kann sich daher nicht im leeren Raum ausbreiten. Mithilfe einer Klanginterpretation können Zuhörer nun auf ganz neue Art und Weise den visuellen Eindruck eines Supernovaüberrests erfahren und verstehen.

Kürzlich wurde der Quallennebel (IC 443) auf recht kreative Weise vertont, wie im obigen Video zu sehen und zu hören ist. Wenn die nach unten laufende Linie im Video einen Stern passiert, hört man das Geräusch eines ins Wasser fallenden Tropfens – passend zum aquatischen Namensgeber des Nebels. Trifft die Linie auf Gas, ertönt ein tiefer Ton für rotes, ein mittlerer Ton für grünes und ein hoher Ton für blaues Gas.

Das Licht der Supernova, aus der der Quallennebel hervorging, ist bereits vor etwa 35 000 Jahren verblasst – als die Menschheit noch in der Steinzeit lebte. Im Laufe der nächsten Millionen Jahre wird sich der Nebel langsam auflösen. Der bei der Supernova entstandene extrem dichte Neutronenstern wird jedoch auf unbestimmt lange Zeit bestehen bleiben.

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Nebelfeld mit Details: Von Möwe bis Kalifornien

Das sehr detailreiche Bild des Nachthimmels zeigt viele Sterne und Nebel, die scheinbar durch schwache orangefarbene Fäden verbunden sind.

Bildcredit und Bildrechte: Alistair Symon

Wie gut kennt ihr den Nachthimmel? Und wie gut erkennt ihr bekannte Himmelsobjekte auf einem sehr detailreichen Bild? Hier ist ein Test: Findet ihr einige sehr bekannte Motive des Nachthimmels auf diesem detailreichen Bild mit vielen zarten Nebeln?

Dieses Bild zeigt den Sternhaufen der Plejaden, die Barnardschleife, den Pferdekopfnebel, den Orionnebel, den Rosettennebel, den Kegelnebel, Rigel, den Quallennebel, den Affenkopfnebel, den Flammensternnebel, den Kaulquappennebel, Aldebaran, Simeis 147, den Möwennebel und den Kaliforniennebel.

Diese beschriftete Bildversion hilft, um die Orte der Nebel zu erkennen. Die Aufgabe ist schwierig aus einem ähnlichen Grund, warum es anfangs schwierig ist, vertraute Sternbilder bei einem sehr dunklen Himmel zu finden: Der Bildteppich unseres Nachthimmels hat eine extrem detailreiche, versteckte Komplexität.

Dieses Komposit ist ein Mosaik aus 28 Bildern, die in einem Zeitraum von mehr als 800 Stunden unter dem dunklen Himmel von Arizona in den USA fotografiert wurden. Es zeigt eine Andeutung dieser Komplexität.

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IC 443: Der Quallennebel

In der Mitte leuchtet ein stark gefaserter, detailreicher quallenförmiger Nebel abgebildet, im Hintergrund sind Sterne und einige weitere Nebel verteilt.
Bildcredit und Bildrechte: David Payne

Warum schwimmt diese Qualle in einem Meer aus Sternen? Der Quallennebel schwebt nahe beim hellen Stern Eta Geminorum (im Bild rechts) durch das All und streckt dabei seine Tentakel von der hellen, gebogenen Emissionszone vom Zentrum aus nach links.

Die kosmische Qualle ist eigentlich Teil des blasenförmigen Supernova-Überrests IC 443. Er ist Staub- und Gaswolke von der Explosion eines massereichen Sterns, die expandiert. Das erste Licht dieser Explosion erreichte die Erde vor mehr als 30.000 Jahren. So wie der Krabbennebel, sein Cousin in astronomischen Gewässern, enthält auch IC 443 einen Neutronenstern. Das ist der Rest eines kollabierten stellaren Kerns.

Der Quallennebel ist etwa 5000 Lichtjahre von uns entfernt. In dieser Distanz wäre dieses Bild etwa 140 Lichtjahren breit.

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Die Qualle und der Mars

Links steht der Quallennebel im Sternbild Zwillinge beim Stern Eta Geminorum. Rechts ist der helle Planet Mars. Links oben leuchtet der Stern My Geminorum.

Bildcredit und Bildrechte: Jason Guenzel

Diese hübsche Szene zeigt den blassen Quallennebel, der schwer fassbar ist. Im Sichtfeld des Teleskops leuchten zwei helle, gelbliche Sterne. Es sind My und Eta Geminorum. Die beiden stehen links über und knapp unter dem Quallennebel. Sie sind kühle Rote Riesen am Fuß der himmlischen Zwillinge. Der Quallennebel schwebt links unter der unter Mitte. Er ist ein heller, gewölbter Emissionsgrat, an dem Tentakel baumeln.

Die blasenförmige kosmische Qualle ist als IC 443 katalogisiert. Sie ist der Überrest einer Supernova. Das ist die Trümmerwolke eines massereichen Sterns, der explodierte, und die sich ausdehnt. Das Licht der Explosion erreichte die Erde vor mehr als 30.000 Jahren. Sein Vetter in astrophysikalischen Gewässern ist der Krebsnebel, auch er ist ein Supernovaüberrest. Beide enthalten einen Neutronenstern. Das ist der Überrest des kollabierten Sternkerns.

Dieser Schnappschuss entstand am 30. April mit einem Teleskop. Er zeigt auch den Mars. Der Rote Planet wandert gerade über den frühen Abendhimmel. Er leuchtet rechts im Bild in einem gelblichen Licht. Der Quallennebel ist ungefähr 5000 Lichtjahre entfernt. Der Mars dagegen ist derzeit nur etwa 18 Lichtminuten von der Erde entfernt.

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Von Orion bis Fuhrmann

Himmelsschätze von Orion bis Fuhrmann.

Bildcredit und Bildrechte: Alistair Symon

Beschreibung: Was ist am Himmel von Orion bis Fuhrmann zu sehen? Viele der berühmten Sterne und Nebel in der Region wurden auf 34 Einzelbildern mit einer Gesamtbelichtungszeit von mehr als 430 Stunden fotografiert und digital zu diesem Bild kombiniert.

Links oben beim Sternbild Fuhrmann (Auriga) beginnend liegt der malerische Flammensternnebel (IC 405). Entlang des hellen Bogens unserer Milchstraße entlang kreuzen weiter unten von links nach rechts die Sternbilder Zwillinge und Stier. Zu den bemerkenswerten Nebeln darin zählen die Kaulquappen, Simeis 147 sowie der Affenkopf-, der Quallen-, der Kegel– und der Rosettennebel.

Im rechten oberen Quadranten Richtung Sternbild Orion (der Jäger) seht ihr Sh2-264, den Halbkreis der Barnardschleife sowie Pferdekopf– und Orionnebel. Berühmte Sterne in und um Orion sind – von links nach rechts – der orangefarbene Beteigeuze (rechts neben der Bildmitte), der blaue Bellatrix (gleich darüber), die Orion-Gürtelsterne Mintaka, Alnilam und Alnitak und rechts oben der helle Stern Rigel.

Dieses Himmelsgebiet bleibt nachts nicht mehr lange oben – es geht abends immer früher unter, je näher die Jahresmitte rückt.

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Sharpless 249 und der Quallennebel

Rechts unten ist eine orange-braune Wolke, die an eine Qualle mit baumelnden Tentakeln erinnert. Links oben schimmert der zarte Nebel Sharpless 249. Die beiden hellen Sterne sind My und Eta Geminorum.

Bildcredit und Bildrechte: Daten: Steve Milne und Barry Wilson, Bearbeitung: Steve Milne

Der blasse, schwer fassbare Quallennebel schimmert im Sichtfeld eines Teleskops. Die Szenerie ist ein Mosaik aus zwei Bildfeldern. Es entstand aus Schmalband-Bilddaten, die das Leuchten der Atome von Schwefel, Wasserstoff und Sauerstoff in roten, grünen und blauen Farbtönen zeigt.

Links und rechts ist das Bild an den hellen Sternen My und Eta Geminorum verankert. Sie leuchten am Fuß der himmlischen Zwillinge. Der Quallennebel liegt rechts neben der Mitte. Er ist der helle, gewölbte Emissionsgrat, an dem Tentakel baumeln. Die kosmische Qualle ist Teil des blasenförmigen Supernova-Überrestes IC 443. Sie ist die expandierende Trümmerwolke eines massereichen Sterns, der explodierte. Das Licht der Explosion erreichte den Planeten Erde erstmals vor mehr als 30.000 Jahren.

Der Cousin des Quallennebels in astrophysikalischen Gewässern ist der Krebsnebel. Auch er ist der Überrest einer Supernova. Beide enthalten einen Neutronenstern. Das ist der dichte Überrest eines kollabierten Sternkerns. Links oben breitet sich der Emissionsnebel Sharpless 249 aus.

Der Quallennebel ist ungefähr 5000 Lichtjahre entfernt. In dieser Distanz ist das Bild etwa 300 Lichtjahre breit.

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