Eine fast totale Mondfinsternis

Partielle Mondfinsternis vom 19. November über Cancun in Mexiko im Sternbild Stier bei den Plejaden.

Bildcredit und Bildrechte: Robert Fedez

Beschreibung: Am 19. November stand der Mond in der Morgendämmerung am leicht bewölkten Himmel über Cancun in Mexiko. Auf diesem mit Teleobjektiv fotografierten Schnappschuss ist die Mondscheibe während einer langen partiellen Mondfinsternis nicht ganz in den dunklen Kernschatten der Erde getaucht. Doch die partielle Finsternis reichte tief genug, um das gedämpfte, gerötete Licht im Erdschatten zu zeigen.

So ein Anblick wird bei totalen Mondfinsternissen oft erwartet. Das gedämpfte Licht des verfinsterten Mondes, der durch das Sternbild Stier wanderte, erleichterte auch den Blick auf den Sternhaufen der Plejaden. Die Sterne der Sieben Schwestern rechts oben teilen dieses Bild mit dem fast ganz verfinsterten Mond.

Interessante APOD-Einreichungen (bisher): Mondfinsternis vom 19. November 2021
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Mars und die Plejaden hinter dem Vinegar Hill

Mars und Plejaden neben einem Baum auf dem Vinegar Hill in Milford in Nova Scotia, Kanada.

Bildcredit und Bildrechte: Kristine Richer

Ist das bloß ein einsamer Baum auf einem leeren Hügel? Auf den ersten Blick vielleicht, doch seht einmal dahinter. Dort wartet ein lebhaftes Universum darauf, erforscht zu werden.

Erst einmal steht der Planet Mars physisch links neben dem Baum. Der Rote Planet bleibt diesen Monat nach Sonnenuntergang weiterhin über dem westlichen Horizont sichtbar. Er ist auch die neue Heimat des NASA-Rovers Perseverance. Rechts neben dem Baum leuchten die Plejaden. Sie sind ein heller Sternhaufen mit mehreren hellen blauen Sternen.

Das Bild ist ein Komposit aus separaten Bildern von Vorder- und Hintergrund. Sie wurden Anfang des letzten Monats innerhalb weniger Stunden auf dem Vinegar Hill in Milford in Nova Scotia (Kanada) fotografiert. Nacht für Nacht wanderte der Mars damals langsam fast vor dem fernen Sternhaufen der Sieben Schwestern vorbei. Erst 2038 kommt der Mars den Plejaden wieder so nahe wie im März.

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Zodiakallicht und Mars über einer alten Scheune

Zodiakallicht umhüllt am Abend Mars und die Plejaden über einer alten Scheune in Illinois.

Bildcredit und Bildrechte: Joshua Rhoades

Am 7. März stieg nach Sonnenuntergang noch ein zartes Lichtband über den westlichen Horizont. Das Leuchten wurde auf dieser ruhigen, ländlichen Landschaft mit Himmel in Illinois bei einem alten Bauernhof fotografiert. Es ist Zodiakallicht, das im Frühling auf der Nordhalbkugel der Erde nach Sonnenuntergang markant im Westen leuchtet.

An diesem klaren Abend umhüllte das Band aus Zodiakallicht scheinbar den hellen, gelblichen Mars und den Sternhaufen der Plejaden. Die enge Begegnung steht am sternklaren Himmel über dem Dach der alten Scheune.

Zodiakallicht stammt von der Sonne. Es wird an Staubteilchen gestreut, die sich im All zwischen den Planeten befinden. Sie kreisen in der Nähe der ekliptischen Ebene im Sonnensystem. Alle Planeten im Sonnensystem wandern ungefähr in der Ebene der Ekliptik und in dem Band aus Zodiakallicht.

Vielleicht gibt es zwischen dem Zodiakallicht und dem Planeten Mars eine tiefere Verbindung. Die Raumsonde Juno beobachtete auf ihrer Reise von der Erde zu Jupiter zufällig interplanetaren Staub. Eine aktuelle Analyse dieses Staubs zeigt, dass der Mars wahrscheinlich die Quelle für den Staub ist, aus dem das Zodiakallicht besteht.

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Mars im Stier

Mars zieht am Sternhaufen der Plejaden im Sternbild Stier vorbei, links unten leuchten Aldebaran und die Hyaden, oben der Kaliforniennebel.

Bildcredit und Bildrechte: Petr Horalek / Institut für Physik in Opava

Beschreibung: Heute Abend könnt ihr den Mars am Abendhimmel sehen. Dort ist derzeit der Rover Perseverance stationiert. Der Rote Planet wandert am Himmel derzeit durch das Sternbild Stier und zieht nahe am Sternhaufen der Plejaden vorbei, benannt nach den sieben Schwestern.

Diese detailreiche Weitwinkelansicht der Region zeigt Mars am 3. März bei seiner fast engsten Annäherung an die Plejaden. Mars ist das helle, gelbliche Himmelslicht unten in der Mitte, er ist nur etwa 3 Grad vom hübschen blauen Sternhaufen entfernt.

Aldebaran, der Alphastern im Stier, wetteifert in Farbe und Helligkeit mit dem Mars. Der rote Riesenstern befindet sich links unten, er ist ein Vordergrundstern in der Sichtlinie zum weiter entfernten Sternhaufen der Hyaden. Die dunklen, staubigen Nebel sind für das bloße Auge zu blass, sie liegen am Rand der massereichen Perseus-Molekülwolke. Rechts oben seht ihr das markante rötliche Leuchten von NGC 1499, dem Kaliforniennebel.

Umfrage zu Ästhetik und Astronomie (englisch): Vertonungen
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Ein historisches brasilianisches Sternbild

Die Tupi erkennen in den Plejaden, Hyaden und dem Gürtel des Orion den Alten Mann.

Bildcredit und Bildrechte: Rodrigo Guerra

Der Nachthimmel ist voller Geschichten. Kulturen projizierten im Lauf der Zeit einige ihrer beständigsten Legenden in die Sterne. Generationen von Menschen sehen diese Sternbilder, hören die dazugehörigen Geschichten und geben sie weiter.

Hier ist das vielleicht unbekannte Sternbild des Alten Mannes zu sehen. Es ist seit Langem bei den Tupi bekannt, die in einer Region von Südamerika lebten, die nun Brasilien heißt. Im modernen Sprachgebrauch besteht der Alte Mann aus dem Sternhaufen der Hyaden, die den Kopf bilden, und dem Gürtel des Orion, der ein Teil eines Beins ist. Der Tupi-Legende nach wurde das andere Bein von seiner unglücklichen Frau abgeschnitten. Daher endete es in einem orangefarbenen Stern, den wir als Beteigeuze kennen. Der Sternhaufen der Plejaden ganz links kann als Hutfeder gedeutet werden.

Auf diesem Bild wird der humpelnde Alte Mann von einer Person im Vordergrund gespiegelt. Die Legenden des Nachthimmels sind aus vielen Gründen wichtig. Unter anderem zeigen sie das kulturelle Erbe und dokumentiert die Universalität der menschlichen Intelligenz und Vorstellungskraft.

APOD ist in den Weltsprachen Arabisch, Bulgarisch, Chinesisch (Peking), Chinesisch (Taiwan), Deutsch, Englisch (GB), Französisch (Frankreich), Hebräisch, Indonesisch, Japanisch, Katalanisch, Kroatisch, Montenegrinisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch (Brasilien), Russisch, Serbisch, Slowenisch, Spanisch, Syrisch, Taiwanesisch, Tschechisch, Türkisch, Türkisch und Ukrainisch verfügbar.

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Phoenix-Polarlicht über Island

Polarlicht in Form eines leuchtenden Phoenix über dem Helgafell beim Kaldá ungefähr 30 Kilometer nördlich von Islands Hauptstadt Reykjavík.

Bildcredit und Bildrechte: Hallgrimur P. Helgason; Überlagerte Beschriftung: Judy Schmidt

Alle, die Polarlichter sehen wollten, waren schon daheim. In einer ruhigen Nacht im September waren die Polarlichter auf Island um 3:30 Uhr morgens großteils schon abgeklungen. Plötzlich strömte unerwartet ein neuer Teilchenschauer aus dem All herein. Er brachte die Atmosphäre der Erde noch einmal zum Leuchten. Diesmal erhellte eine erstaunliche Form die Nacht. Sie erinnerte an einen gewaltigen Phoenix.

Kamera und Ausrüstung standen bereit. Rasch wurden zwei Himmelsbilder fotografiert und gleich noch ein drittes von der Landschaft. Der Berg hinten ist Helgafell. Vorne ist ein kleiner Fluss, der Kaldá. Beide liegen ungefähr 30 Kilometer nördlich von Islands Hauptstadt Reykjavík. Leute mit Erfahrung bei der Himmelsbeobachtung erkennen sicher das Sternbild Orion. Es steht links über dem Berg. Mitten im Bild steht der Sternhaufen der Plejaden.

Das Polarlicht dauerte im Jahr 2016 nur eine Minute. Bald darauf war es für immer verschwunden. Ohne dieses digital kombinierte Bildmosaik wäre es wohl als fantastische Fabel abgetan worden.

Portal ins Universum: APOD-Zufallsgenerator

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Mars, die Plejaden und Andromeda

Die Plejaden, die Andromedagalaxie und der Planet Mars in Opposition über einer Gruft im Phrygischen Tal in der Türkei.

Bildcredit und Bildrechte: Cem Özkeser

Beschreibung: Drei sehr unterschiedliche – und sehr berühmte – Objekte wurden letzten Monat auf einem einzigen Bild fotografiert. Links oben sind die hellen, blauen Plejaden, sie sind wohl der berühmteste Sternhaufen des Nachthimmels. Die Plejaden (M45) sind ungefähr 450 Lichtjahre entfernt, wenige Grad von Orion entfernt und leicht zu finden.

Rechts oben leuchtet die ausgedehnte Andromedagalaxie. Nach unserer eigenen ist sie wohl die berühmteste Galaxie des Nachthimmels. Andromeda (M31) ist eines von wenigen Objekten, an denen wir mit bloßem Auge Millionen Jahre altes Licht sehen können.

In der Mitte steht der helle, rötliche Mars, er ist wohl der berühmteste Planet des Nachthimmels. Heute steht Mars in Opposition, das bedeutet, dass er gegenüber der Sonne steht und somit die ganze Nacht sichtbar ist.

Im Vordergrund erhebt sich eine urzeitliche Gruft im Phrygischen Tal in der Türkei. Das Grab, in dem zwei steinerne Löwen dargestellt sind, ist das eindrucksvolle Zeugnis einer mächtigen Zivilisation, die vor Tausenden Jahren hier lebte. Mars, der jetzt annähernd seine größte Helligkeit erreicht hat, ist nach Sonnenuntergang leicht im Osten zu finden.

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Plejaden: Der Sternhaufen der Sieben Schwestern

Die Plejaden sind auch als die sieben Schwestern oder M45 bekannt. Sie liegen ungefähr 400 Lichtjahre entfernt im Sternbild Stier (Taurus).

Bildcredit und Bildrechte: Raul Villaverde Fraile

Beschreibung: Habt ihr schon einmal den Sternhaufen der Plejaden gesehen? Selbst wenn – habt ihr ihn sicher noch nie so groß und klar gesehen wie hier. Die hellen Sterne der Plejaden sind vielleicht der berühmteste Sternhaufen am Himmel. Man sieht sie ohne Fernglas, sogar mitten in einer lichtverschmutzten Stadt.

Bei langer Belichtungszeit an einem dunklen Ort tritt auch die Staubwolke deutlich hervor, die den Sternhaufen der Plejaden umgibt. Diese Aufnahme zeigt einen Himmelsbereich, der mehrere Male so groß ist wie der Vollmond.

Die Plejaden sind auch als die sieben Schwestern oder M45 bekannt. Sie liegen ungefähr 400 Lichtjahre entfernt im Sternbild Stier (Taurus). Eine gängige Erklärung mit moderner Wendung lautet, dass einer der helleren Sterne seit der Benennung des Haufens verblasst ist und nur noch sechs der Schwestersterne mit bloßem Auge sichtbar sind. Die tatsächliche Zahl der sichtbaren Plejadensterne kann jedoch mehr oder weniger als sieben betragen, je nachdem, wie dunkel der umgebende Himmel ist und wie gut jemand sieht.

Lehrerinnen* und Schülerinnen*: Ideen für die Verwendung von APOD im Unterricht
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