Die großen Nebel im Orion

Im Bild leuchtet rechts ein grißer rötlicher Nebel, links ein kleinerer bläulicher, das ganze Bildfeld ist von Staubwolken gefüllt.

Credit und Bildrechte: Tony Hallas

Der große Nebel im Orion ist auch als M42 bekannt. Er ist einer der berühmtesten Nebel am Himmel. Das scharfe, farbige Mosaik entstand aus zwei Einzelbildern. Es zeigt auch den kleineren Nebel M43 neben der Mitte. Links sind der staubige, bläuliche Reflexionsnebel NGC 1977 und seine Freunde. Die leuchtenden Gaswolken und heißen jungen Sterne der Sternbildungsregion befinden sich rechts.

Die auffälligen Nebel liegen am Rand eines riesigen, aber sonst unsichtbaren Komplexes aus Molekülwolken. Sie sind nur ein kleiner Teil vom Reichtum an interstellarem Material in unserer galaktischen Nachbarschaft. Die gut untersuchte Sternschmiede bietet auch etwas Rätselhaftes. Es sind anscheinend zahlreiche junge Sonnensysteme.

Die prachtvolle Himmelslandschaft ist fast zwei Grad breit. Das sind in der geschätzten Entfernung des Orionnebels, die 1500 Lichtjahre beträgt, etwa 45 Lichtjahre.

Anmerkung der Herausgeber: Ein mit Astrometry.net beschriftetes Bild ist hier verfügbar.

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Kamera Orion

Im Bild ist das Sternbild Orion zu sehen, links unten leuchtet der orangefarbene Stern Betelgeuse, in der Mitte befindet sich der diagonale Gürtel, rechts daneben das Schwert mit dem Orionnebel, und links oben strahlt der helle Stern Rigel.

Credit und Bildrechte: John Gauvreau

Der Jäger Orion ist eines der am leichtesten erkennbaren Sternbilder am Nachthimmel des Planeten Erde. Doch Orions Sterne und Nebel sehen mit bloßem Auge nicht so farbig aus wie auf diesem Bild, das Anfang letzten Monats bei der Black Forest Star Party im Cherry Springs State Park in Pennsylvania (USA) aufgenommen wurde.

Der kühle Rote Riese Betelgeuse, der hellste Stern ganz links, hat auf diesem Einzelbild einen gelblichen Farbton. Ansonsten überwiegen im Orion heiße blaue Sterne: der Überriese Rigel, der rechts oben diagonal gegenüber Beteigeuze liegt, Bellatrix links oben und Saiph rechts unten.

Im Gürtel des Orion leuchten (von unten nach oben) Alnitak, Alnilam und Mintaka in einer Linie, alle sind etwa 1500 Lichtjahre entfernt und in den gut untersuchten interstellaren Wolken des Sternbildes entstanden. Der mittlere „Stern“ von Orions Schwert wirkt rötlich und verschwommen. Dieses Sternentstehungsgebiet ist als großer Orionnebel bekannt.

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Südlicher Orion: Von Gürtel zu Hexe

Um den Gürtel des Orion ist eine riesige Molekülwolke mit vielen Strukturen, die im Bild als rötlich leuchtende Nebel zu sehen sind, nur der Hexenkopfnebel rechts unten leuchtet bläulich.

Credit und Bildrechte: Stéphane Guisard

Erkennt ihr auf diesem Bild den Gürtel des Orion? Links oben seht ihr das vertraute Sternentrio, das man mit bloßem Auge erkennen kann. Auf dieser ungewöhnlich detailreichen Weitwinkelansicht hat der südliche Teil des Sternbildes Orion ein neues Aussehen angenommen.

Alnitak ist der linke untere Gürtelstern. Links neben Alnitak seht ihr den Flammennebel mit hellen Emissionswolken und dramatischen dunklen Staubbahnen. Gleich unter Alnitak erkennt ihr mit Mühe den Pferdekopfnebel. Rechts darunter leuchtet der mit bloßem Auge sichtbare Orion-Nebel M42.

Der helle, blaue Stern rechts unten ist Rigel. Er beleuchtet einen unheimlichen blauen Reflexionsnebel in der rechten unteren Ecke, den Hexenkopf-Nebel. Der riesige rote Ring links ist die Barnardschleife, sie verläuft um die gesamte Region. Wenn die Augen von Menschen etwa 10.000 Mal empfindlicher wären, könnten sie diese Menagerie auch ohne Hilfsmittel sehen.

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Rätselhafte Strichspuren über der Türkei

Merkwürdige Streifen im Sternbild Orion

Bildcredit und Bildrechte: Tunc Tezel

Was ist das? Die fünf Streifen im Bild, das am Sonntag in der Nähe von Ankara in der Türkei fotografiert wurde, sehen auf den ersten Blick wie Meteore des Perseïden-Meteorstroms aus, der in genau dieser Nacht seinen Höhepunkt erreichte. Doch diese Strichspuren zeigen nicht wie erwartet zum Radianten der Perseiden im Perseus. Ihr Ursprung ist daher etwas unklar.

Das Bild wurde in einem Zeitraum von 40 Minuten aufgenommen. Weitere Himmelsikonen sind das Sternbild Orion und der Sternhaufen der Plejaden. Eine Vermutung lautet, dass die Strichspuren als Mikroexplosion eines viel weniger aktiven Meteorstroms auftraten, der als Alpha-Ursae-Majoriden bekannt ist. Vielleicht sind sie aber auch Teile eines Satelliten, der zerbrach, als er in die Erdatmosphäre eindrang.

Der Perseïden-Meteorstrom dieses Jahr war ergiebig, da er besonders aktiv war und von dem dunklen Himmel begünstigt war, den der Neumond mit sich brachte.

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