Ungewöhnliche Raketenwellen zerstören Nebensonne

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Credit und Bildrechte: George C. Privon (U. Virginia)

Beschreibung: Wie entstanden diese Raketenwellen, und warum zerstörten sie die Nebensonne? Eine genaue Betrachtung dieses Bildes zeigt nicht nur eine Rakete, die nahe der Bildmitte aufsteigt, sondern auch ungewöhnliche Luftwellen rundum und recht eine farbenprächtige Nebensonne. Die Rakete, die das Solar Dynamics Observatory (SDO) trägt, hob vor zwei Wochen von Cape Canaveral in Florida (USA) in einen kalten, blauen Himmel ab. Das SDO soll die Sonne im Laufe der nächsten Jahre kontinuierlich beobachten und die Sonnenatmosphäre in hoher Auflösung und schnellen Zeitskalen erforschen. Die Luftwellen – oben etwa eine Minute nach dem Start zu sehen – traten unerwartet auf, ebenso wie das plötzliche Verschwinden der Nebensonne, nachdem die Wellen vorbeigelaufen waren. Beobachtet und aufgezeichnet wurden sie von mehreren Zusehern, und es gibt viele Spekulationen über den Ursprung der Luftwellen. An einer laufenden Diskussion darüber können Sie im Diskussionsforum Asterisk von APOD teilnehmen. Eine der wahrscheinlichsten Annahmen besagt, dass die Wellen von einem Schallknall stammen, der entstand, als die Rakete die Schallmauer durchbrach, wodurch eine dünne Schicht aus Eiskristallen, welche die Nebensonne erzeugten, durcheinandermischte. Es bleibt jedoch die Frage, warum andere Raketenstarts keine Luftwellen wie die beobachteten erzeugen, und warum die Wellen oberhalb der Rakete deutlicher zu sehen waren. Wenn Sie Bilder eines Flugzeugs oder einer Rakete kennen, die ähnliche Luftwellen erzeugten, fügen Sie diese bitte der Diskussion hinzu – sie könnten zur besseren Erklärung des Effekts beitragen.

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Pyrenäen-Nebenmond

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Credit und Bildrechte: Patrick Lécureuil

Beschreibung: Ein Wolkenmeer umgibt auf dieser stimmungsvollen Aussicht vom Pic-du-Midi-Observatorium die zerfurchten Berggipfel der französischen Pyrenäen. Die Langzeitbelichtung wurde am 4. Juni aufgenommen, die Sternbilder Schütze und Skorpion standen in der sternklaren Nacht am Himmel. Oben rechts liegt ein schwacher, aber farbenprächtiger Nebenmond. Ähnlich wie eine Nebensonne oder Parhelion entsteht ein Nebenmond durch Mondlicht, das durch dünne, sechsseitige Eiskristalle in hoch gelegenen Zirruswolken leuchtet. Wie durch die Geometrie der Eiskristalle vorgegeben, beleuchtet ein heller, fast voller Mond, der sich jenseits des rechten Bildrandes befindet, die Szenerie, der in einem Winkel von 22 Grad zum Nebenmond steht.

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Kreise am Himmel

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Credit und Bildrechte: Jean-Marc Lecleire

Beschreibung: Als er an einem sonnigen Tag zum Himmel blickte, fing der Fotograf Jean-Marc Lecleire diese bezaubernde Darstellung von Eishalos ein, die vollständige Kreise am Himmel bildeten. Dieses Bild, das in der Nähe des großen Château de Chambord in Frankreich mit einem „Fischauge“ aufgenommen wurde, weist nach oben und umfasst beinahe 180 Grad von einem Horizont zum anderen. Die Sonne ist von einem Hof umgeben, der von Sonnenlicht gebildet wird, das von hexagonalen Eiskristallen in hoch gelegenen, dünnen Wolken gebrochen wird. Der Halo ist kreisförmig und hat einen Radius von genau 22 Grad, er sieht jedoch wegen der Verzerrung der extrem weitwinkeligen Linse gekrümmt aus. Rund um den Zenit (das ist der Punkt, der genau über dem Beobacher liegt) und immer in der gleichen Höhe wie die Sonne ist ein hübscher Nebensonnenkreis zu sehen, der durch Sonnenlicht entsteht, das an den fast senkrechten Flächen von Eiskristallen gespiegelt wird. Schöne Eishalos treten häufiger auf als Regenbögen und können am irdischen Himmel von all jenen beobachtet werden, die wissen, wie man nach ihnen suchen mus.

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