Wellen am dunklen Himmel

In der nachtblauen Szene mit dunklen Silhouetten von Wäldern plätschert unten ein Fluss. Seine Wellen spiegeln sich scheinbar am blauen Himmel in der Dämmerung in Form leuchtender Nachtwolken.

Bildcredit und Bildrechte: P-M Hedén (Clear Skies, TWAN)

In dieser schwedischen Sommernacht plätschert Sonnenlicht über das dunkle Firmament. Die leuchtenden Nachtwolken spiegeln scheinbar den Fluss an den Himmel. Diese Wolken treten in den Sommermonaten in hohen Breiten häufig auf. Man kennt sie auch als polare Mesosphärenwolken.

Leuchtende Nachtwolken entstehen, wenn Wasserdampf in die kalte obere Atmosphäre gelangt. Der Dampf kondensiert an feinem Staub von zerfallenden Meteoren oder Vulkanasche. Bei den kalten Temperaturen in der Mesosphäre verwandelt er sich in Eis. Die frostigen Wolken schweben in einer Höhe von etwa 80 Kilometern am Rand des Weltraums. Sie reflektieren tatsächlich Sonnenlicht zum Boden. Hier sah man sie am 16. Juli im schwedischen Nationalpark Färnebofjärden, obwohl die Sonne unter dem Horizont stand.

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Den Himmel über Argentinien enträtseln

Über einem Hügel mit Sternwarte wölbt sich die prächtige Milchstraße. Am Himmel sind helle Sterne, Planeten, die Magellanschen Wolken und schließlich auch ein Komet verteilt.

Bildcredit und Bildrechte: Sergio Montúfar; Danksagung: Planetario Ciudad de La Plata / CASLEO-Observatorium

Seht ihr den Kometen? Genau, ein scharfes Auge sieht Tausende Sterne, zig Sternbilder, vier Planeten, drei Galaxien und das Zentralband der Galaxis. Sie alle sind am Himmel dieses spektakulären 180-Grad-Panoramas verteilt.

Wenn ihr wisst, wonach ihr sucht, erkennt ihr ein durchdringendes grünes Nachthimmellicht, eine irdische Wolke, den Himmelssüdpol und sogar einen fernen Sternhaufen. Doch sie alle sind leichter zu finden als der Komet 252P/LINEAR. Das Bild wurde Anfang April im Nationalpark El Leoncito in Argentinien fotografiert. Es zeigt auch die Kuppel des Jorge-Sahade-Teleskops rechts auf dem Hügel.

Habt ihr den Kometen schon entdeckt? Wenn ja, gut! (Es ist der grüne Fleck links.) Besonders schwierig ist es, die Kleine Magellansche Wolke zu sehen.

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Sommerplaneten und die Milchstraße

Über der Landschaft im Nationalpark Uludağ in der türkischen Provinz Bursa breitet sich ein Nachthimmel mit drei Planeten und der Milchstraße aus.

Bildcredit und Bildrechte: Tunç Tezel (TWAN)

Diese Landschaft mit Nachthimmel liegt im Nationalpark Uludağ in der türkischen Provinz Bursa auf dem Planeten Erde. Am Horizont breitet sich Licht aus, doch man sieht immer noch die Sterne und Nebel der Milchstraße. Sie schimmern in der nördlichen Sommernacht über den Lichtern. Oben glänzen drei andere Planeten. Ganz rechts steht Jupiter. Mars leuchtet nahe der Bildmitte und Saturn rechts neben dem gewölbten Zentrum unserer Galaxis.

Die Panoramaszene wurde am 6. Juli fotografiert. An dem Tag waren bei allen drei Planeten Roboter-Raumsonden von der Erde im Einsatz. Auf dem beliebten Mars tummeln sich fünf (von drei verschiedenen Raumfahrtagenturen): MAVEN (NASA), die Mars Orbiter Mission (Indien), Mars Express (ESA), Mars Odyssey (NASA) und der Mars Reconnaissance Orbiter (NASA). Um den beringten Saturn kreist die ausdauernde Raumsonde Cassini. Juno kam soeben beim markanten Gasriesen Jupiter an und umkreist ihn nun.

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Langlebige Kiefern mit der Galaxis und Planeten

Hinter knorrigen Wurzeln und Zweigen leuchten die Planeten Mars und Saturn. Diagonal steigt die Milchstraße mit markanten dunklen Staubwolken auf.

Bildcredit und Bildrechte: Brad Goldpaint (Goldpaint Photography)

Was ist älter als diese urzeitlichen Bäume? Niemand, den ihr kennt – doch fast alles im Hintergrund des Bildes. Die Bäume sind beeindruckend alt – wie jeder Teil im Wald der Langlebigen Kiefern. Er liegt im Osten von Kalifornien in den USA. Dort befinden sich viele der ältesten Bäume, die wir kennen. Manche sind ganze 5000 Jahre alt.

Die hellen Himmelskörper Saturn (links) und Mars hängen scheinbar im Geäst. Sie sind jedoch viel weiter entfernt. Diese Planeten entstanden viel früher, zusammen mit der Erde und dem jungen Sonnensystem, und zwar vor ungefähr 4,5 Milliarden Jahren. Von links oben läuft die älteste Struktur im Bild diagonal abwärts. Es ist das Zentralband unserer Milchstraße, die vor ungefähr 9 Milliarden Jahren entstand. Das Bild entstand aus mehreren Aufnahmen, die alle am selben Ort fotografiert wurden – doch erst vor wenigen Wochen.

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Die Milchstraße über dem Köcherbaumwald

Über den Silhouetten von Köcherbäumen im Köcherbaumwald bei Keetmanshoop wölbt sich die zentrale Milchstraße mit ihren markanten Dunkelwolken. Links stehen die Große und die Kleine Magellansche Wolke.

Bildcredit und Bildrechte: Florian Breuer

Der Hintergrund aus Sternen und Galaxien ist vertraut. Davor stehen etliche sehr ungewöhnliche Bäume der Erde. Es sind Köcherbäume. Sie zählen zu den Aloen, diese sind Sukkulenten. Sie können so groß werden wie Bäume. Der Name Köcherbaum erinnert an die frühere Verwendung der ausgehöhlten Zweige als Köcher. Man findet sie vorwiegend im Süden von Afrika.

Das Komposit entstand aus 16 Einzelbildern. Die Bäume stehen im Köcherbaumwald im Süden von Namibia. Einige der größeren Köcherbäume im Park sind um die 300 Jahre alt. Hinter den Bäumen strahlt das Licht der kleinen Stadt Keetmanshoop.

In der Ferne wölbt sich das majestätische zentrale Band der Milchstraße am Himmel. Links leuchten die Große und die Kleine Magellansche Wolke. Sie sind weit entfernte kleinere Begleitgalaxien der Milchstraße. Beide leuchten markant am Himmel der Südhalbkugel.

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Die Sonne betrachten

Der Mond bedeckt die Sonne, während sie aufgeht. Am Horizont sind die Silhouetten von Beobachtenden vor der Sonne zu sehen. Auch Sonnenflecken verdunkeln den Zentralstern im Sonnensystem.

Bildcredit und Bildrechte: Steven Gilbert

Habt ihr kürzlich unseren Heimatstern betrachtet? Links oben verfinstert der Mond zum Teil die Sonne. Unten stehen Leute. Sie betrachten die Finsternis. Wir sehen sie als Silhouetten vor der Sonne.

Das Bild entstand 2012 in der Glen Canyon National Recreation Area. Der Nationalpark bei Page liegt im US-Bundesstaat Arizona. Parkwächter erklären interessierten Leuten das seltene Ereignis. Rechts unter der dunklen Mondscheibe ist auf der Sonne eine blasse Gruppe Sonnenflecken zu sehen.

Wenn der Mond die Sonne zum Teil verdeckt, ist das eine gute Gelegenheit, um die Sonne zu betrachten. Eine viel seltenere tolle Gelegenheit gibt es nächste Woche, wenn der Planet Merkur bei einem Merkurtransit die Sonne teilweise verfinstert.

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Die Milchstraße über Pinnacles in Australien

Aus einer mondbeleuchteten flachen Landschaft im Nambung-Nationalpark ragen spitze Felsen aus Kalkstein auf, es sind sogenannte Pinnacles. Hinter einer Spitze strahlt der Mond. Die Milchstraße wölbt sich in einem Bogen im Bild. Vom Mond steigt zartes Zodiakallicht auf.

Bildcredit: Michael Goh

Welche seltsame Welt ist das? Es ist die Erde. Vorne im Bild stehen Pinnacles. Sie sind ungewöhnliche Felsnadeln im Nambung-Nationalpark in Westaustralien. Die malerischen Felsnadeln entstanden aus urzeitlichen Meeresmuscheln, die zu Kalkstein wurden. Sie sind so hoch wie eine Frau. Wie sie entstanden sind, ist ein Rätsel.

Hinter der mittleren Spitze strahlt der helle Sichelmond. Das schaurige Leuchten um den Mond ist großteils Zodiakallicht. Es ist Sonnenlicht, das von Staubkörnchen reflektiert wird, die zwischen den Planeten im Sonnensystem kreisen. Über der Mitte wölbt sich das Zentralband unserer Milchstraße. Am Nachthimmel dahinter sind auch viele berühmte Sterne und Nebel verteilt.

Das Panorama entstand aus 29 Bildfeldern. Sie wurden letzten September fotografiert und zusammengesetzt. Die genaue Planung bezog den Mond, die Felsnadeln und die dazugehörigen Schatten mit ein. Doch das starke Zodiakallicht war eine schöne Überraschung.

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Eine herzförmige Lenticularis

Über den dunklen Silhouetten von Bergen schwebt eine herzförmige rote Wolke. Es ist eine seltsam geformte Lenticularis.

Bildcredit und Bildrechte: Michael Kunze

Kann eine Wolke einen Berg lieben? Das vielleicht nicht. Aber heute am Valentinstag neigen wir dazu, vielerorts herzförmige Symbole zu sehen, wo eigentlich keine sind. Dieses Herz ist eine flüchtige Pareidolie. Es war eine Lenticularis, die letzten Juli morgens über dem Mount-Cook-Nationalpark in Neuseeland schwebte.

Ein begleitendes Video zeigt, dass die Lenticularis meist stationär am Himmel stand. Doch sie wurde im Wind verschoben und vibrierte. Die rote Farbe der Wolke stammt von der aufgehenden Sonne. Sie schien rechts außerhalb des Bildes.

Lenticularis sind selten. Sie entstehen, wenn Luft über einen Berg zieht. Dabei können senkrechte Wirbel entstehen, in denen die Temperatur der aufsteigenden Luft unter den Taupunkt sinkt. Dann kondensiert die Luftfeuchtigkeit zu Tröpfchen. Der faszinierte Videofilmer kam wegen der tollen Aussicht leider zu spät zum Frühstück.

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