Strichspuren auf dem Mount Everest

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Bildcredit und Bildrechte: Jeff Dai (TWAN)

Beschreibung: Diese Berg- und Nachthimmelslandschaft umrahmt den höchsten Gipfel auf dem Planeten Erde. Das Foto ist ein digitaler Stapel aus 240 aufeinanderfolgenden Aufnahmen, die am 30. September mit Kamera und Stativ bei einem Basislager des Mount Everest fotografiert wurden, es zeigt die steile Nordwand des Himalaja und den Vordergrund, beleuchtet vom hellen Mondlicht.

Die Bildfolge wurde in einem Zeitraum von mehr als 1,5 Stunden aufgenommen und zeigt auch farbige Strichspuren. Ihre Bewegungen, welche die tägliche Rotation des Planeten um seine Achse widerspiegelt, verlaufen entlang konzentrischer Bögen, die auf den Himmelssüdpol zentriert sind. Dieser Punkt liegt weit unter dem zerklüfteten Horizont. Die Farbe der Strichspuren zeigt die Temperatur der Sterne. Bläuliche Farben stammen von heißeren Sternen, gelbliche und rötliche Töne stammen von Sternen, die kühler sind als die Sonne.

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Fluss zu Orion

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Bildcredit und Bildrechte: Juris Sennikovs

Beschreibung: Auf dem Lielupe bildet sich Eis, während er durch diese ruhige Nachtlandschaft fließt. Sogar in Bewegung reflektiert das eisige Wasser noch den sternklaren Himmel. Flache Pfannkuchen aus bewegtem Eis ziehen auf den lang belichteten Aufnahmen Streifen, während die bunten Sterne des Orion und der nördlichen Winternacht über und unter dem Horizont erscheinen.

Das auf den Orion zentrierte Panorama blickt nach Süden, fotografiert wurde es auf drei geplanten Aufnahmen auf einer Brücke in der Nähe von Staļģene in Lettland auf dem Planeten Erde. Zu den Lichtern des Dorfes am Horizont zählen auch die Strahler der Gemeindekirche, die zum Himmel leuchten. Das Bild gewann einen ersten Platz beim StarSpace-Astrofotografiewettbewerb 2018.

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Schiffswrack bei Monduntergang

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Bildcredit und Bildrechte: Vikas Chander

Beschreibung: Im Westen sinkt auf dieser Meereslandschaft mit Nachthimmel der Sichelmond unter den Horizont. Das stimmungsvolle Foto wurde am 11. September am Wüstenstrand an der Skelettküste von Namibia fotografiert.

Das Mondlicht ist so kurz vor Monduntergang durch die niedrige, lange Sichtlinie über dem Atlantik gerötet und gedämpft. Doch nahe der Bildmitte leuchtet die Venus noch hell, ihr Licht spiegelt sich im ruhigen Ozean. Die Himmelsbake über dem gleißenden Abendstern ist der helle Planet Jupiter. Namibias Skelettküste erhielt diesen Namen wegen der vielen Robben- und Walknochen, die einst am Strand verstreut lagen. In jüngerer Zeit ist sie eher für Schiffswracks bekannt.

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Polarlichtkreatur über Norwegen

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Bildcredit und Bildrechte: Ole C. Salomonsen (Arctic Light Photo)

Beschreibung: Es war der Abend vor Allerheiligen, und der Himmel sah aus wie ein Untier. Nur welches Wesen, wusste der Astrofotograf war nicht genau (aber vielleicht schlagen Sie eines vor). Aber was diese schaurige Erscheinung 2013 hervorrief, war klar: eines der besten Polarlichtereignisse der letzten Jahre.

Dieses spektakuläre Polarlicht war ungewöhnlich detailreich. Die hier abgebildeten lebhaften grünen und violetten Polarlichtfarben entstehen durch Sauerstoff und Stickstoff hoch oben in der Atmosphäre, die mit einem Schauer an eintreffenden Elektronen reagieren. Die Bäume in Tromsø (Norwegen) bildeten einen ebenso schaurigen Vordergrund. Kürzlich wurden geomagnetische Stürme von neuen fotogenen Polarlichtern begleitet.

Immer noch aktiv: der Meteorstrom der Leoniden

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Der Hügel, der Mond und Saturn

Auf einem Hügel stehen zwei Gestalten neben einer Kamera auf Stativ. Hügel und Gestalten sind eine dunkle Silhouette. Rechts leuchtet der Sichelmond über dem Planeten Saturn am dunkelblauen Himmel in der Abenddämmerung.

Bildcredit und Bildrechte: Tamas Ladanyi (TWAN)

Letzten Sonntag war der Mond noch jung. Seine Sichel, die von der Sonne beleuchtet war, hing im Westen tief am Horizont, als die Sonne unterging. Der Mond war von der Erde beleuchtet, und der helle Planet Saturn begleitete ihn am Abendhimmel. Die schöne Konjunktion war auf dem ganzen Planeten zu sehen.

An diesem klaren Abend standen auf einem Hügel in der Nähe der ungarischen Stadt Veszprém Mutter, Tochter, der helle Planet und der junge Mond. Sie alle wurden auf dieser ruhigen nächtlichen Landschaft mit Teleobjektiv fotografiert. Manchen altert der Mond zu schnell. Heute schon bildet der sonnenbeleuchtete Teil eine Halbmondphase.

Dieses Wochenende können wir uns eine schöne Zeit mit Mond und Sternen machen. Wir erwarten den jährlichen Staubregen eines Kometen, der als Meteorstrom der Leoniden bekannt ist.

Zu Gast in der Ö1-SendungSternderl schauen – dem Himmel so nah

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Ausblick auf einem kleinen Planeten

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Bildcredit und Bildrechte: Gyorgy Soponyai

Beschreibung: Keine Angst. Diese Projektion eines kleinen Planeten wirkt verwirrend, aber eigentlich ist es nur ein digital verzerrtes und kombiniertes, auf den Nadir zentriertes Bildmosaik, das fast 360×180 Grad abdeckt. Die Bilder wurden am 31. Oktober nachts auf einem 30 Meter hohen Aussichtsturm auf einem Hügel in der Nähe von Tatabánya in Ungarn (Planet Erde) fotografiert.

Die geklammerte Aussichtsturmkonstruktion entstand aus einem umgebauten Minenlift. Da der Planet Erde rotiert, zeigen die 126 Bildfelder, die jeweils 75 Sekunden belichtet wurden, ebenfalls gekrümmte konzentrische Strichspuren. Der Himmelsnordpol steht links, der Himmelssüdpol steht an diesem Ort rechts neben der Mitte, aber unter dem Horizont des kleinen Planeten.

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Nördliches Nachthimmellicht

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Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Carnegie Las Campanas Observatory, TWAN)

Beschreibung: Auf dieser gebirgigen Nachthimmellandschaft, die letzte Woche im Banff-Nationalpark fotografiert wurde, hängt die bekannteste Sterngruppe des nördlichen Himmels über den kanadischen Rocky Mountains. Doch am bemerkenswertesten ist das beeindruckende grünliche Nachthimmellicht. Dieses war mit bloßem Auge sichtbar, aber ohne Farbe. Die Szene wurde auf zwei Aufnahmen mit einer einzigen Kamera festgehalten: einer Aufnahme für die Sterne, für die andere wurde die Kamera auf einem Stativ fixiert.

Die Strahlung des Nachthimmellichtes stammt vorwiegend von Sauerstoffatomen mit extrem geringer Dichte in der Atmosphäre. Das schaurige, diffuse Licht, das häufig mit empfindlichen Digitalkameras in Farbe aufgenommen wird, ist hier in Wellen über der nördlichen Nacht zu sehen. Es entsteht in einer ähnlichen Höhe wie Polarlichter. Das lichtstarke Nachthimmellicht entsteht durch Chemilumineszenz, bei der Licht durch chemische Anregung entsteht, sowie strahlenden Zerfall. Die Energie für die chemische Anregung kommt tagsüber von der extremen Ultraviolettstrahlung der Sonne. Anders als Polarlichter, die auf hohe geografische Breiten beschränkt sind, ist Nachthimmellicht auf der ganzen Welt zu beobachten.

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Sommer- und Wintermilchstraße

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Bildcredit und Bildrechte: Dong Han

Beschreibung: Dieses Panorama einer Herbstnacht wurde etwa um Mitternacht fotografiert. Es folgt dem Bogen der Milchstraße am nördlichen Horizont im Hohen Venn im Nationalpark Eifel an der Grenze von Belgien und Deutschland.

Wenn Sie den Blick von Westen nach Osten (von links nach rechts) über die Auen schweifen lassen, sehen Sie noch einmal die auffälligen Sterne des nördlichen Sommers, die den Sternbildern weichen, welche bald die Nächte des nördlichen Winters dominieren. Der untergehende Wanderer Mars ganz links leuchtet am hellsten, er leuchtet noch in den fast übermächtigen irdischen Lichtern am südwestlichen Horizont. Die hellen Sterne Atair, Deneb und Wega, auch bekannt als nördliches Sommerdreieck, überspreizen links neben der Mitte die Milchstraße. Kapella und Aldebaran, Teil des nördlichen Wintersechsecks, leuchten beim hübschen Sternhaufen der Plejaden im Nordosten.

Die Sichtlinie entlang des Bretterweges führt fast direkt zum großen Wagen, der in diesen nördlichen Breiten eine Sterngruppe für alle Jahreszeiten ist. Folgen Sie den Zeigersternen des großen Wagens zum Polarstern und dem Himmelsnordpol, der fast genau darüber steht. Andromeda, die andere große Galaxie in der Himmelslandschaft, steht nahe dem oberen Bildrand.

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