Cassinis Ausblick auf Saturn

Das Bild zeigt das Sechseck am Nordpol von Saturn aus der Nähe, fotografiert von der Raumsonde Cassini bei einem nahen Vorbeiflug gegen Missionsende.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Institut für Weltraumforschung

So sieht Saturn von innerhalb der Ringe aus. 2017 lenkte die NASA die Raumsonde Cassini erstmals zwischen Saturn und seine Ringe. Bei diesem Tauchflug fotografierte die Roboter-Raumsonde Hunderte beispiellos detailreiche Bilder der Strukturen in Saturns Atmosphäre. Doch auch beim Blick rückwärts boten sich der Raumsonde eindrucksvolle Ansichten.

Dieses Bild entstand wenige Stunden vor der größten Annäherung. Es zeigt Saturns ungewöhnliches Sechseck um den Nordpol. Der nächstliegende sichtbare Ring ist Saturns B-Ring, dahinter trennt die dunkle Cassini-Teilung den B-Ring vom äußeren A-Ring. Wenn ihr genau hinseht, erkennt ihr die beiden kleinen Monde, die den am weitesten entfernten erkennbaren Ring – den F-Ringhüten.

Wenige Monate nach Aufnahme dieses Bildes und nach mehr als einem Jahrzehnt der Erforschung und Entdeckung ging der Treibstoff zur Neige. Die Raumsonde Cassini wurde in die Saturnatmosphäre gelenkt, wo sie vermutlich schmolz.

Himmlische Überraschung: Welches Bild zeigte APOD an eurem Geburtstag? (ab August 2007)

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Apollo 17: Anaglyphe der VIP-Loge

Die Anaglyphe zeigt den Mondrover  und das Landemodul der Apollo-Mission 17 im Taurus-Littrow-Tal.

Bildcredit: Gene Cernan, Apollo 17, NASA; Anaglyphe von Erik van Meijgaarden

Nehmt eure rot-blauen Brillen und betrachtet dieses Bild! Es ist eine Stereo-Szene im Taurus-Littrow-Tal auf dem Mond. Die Farb-Anaglyphe zeigt vorne eine 3D-Ansicht des Mondfahrzeugs von Apollo 17. Dahinter steht das Mondmodul vor den Mondhügeln am Horizont. Auf der ganzen Welt konnte man mit der TV-Kamera des Mondrovers zusehen, wie die Aufstiegsstufe des Mondmoduls startete. Daher bekam dieser Parkplatz die Bezeichnung „VIP-Loge“.

Vor 50 Jahren blieben die Astronauten Eugene Cernan und Harrison Schmitt im Dezember 1972 etwa 75 Stunden auf dem Mond. Währenddessen blieb ihr Kollege Ronald Evans im Orbit. Die Besatzung kehrte mit 110 Kilogramm Gesteins- und Bodenproben zurück. Das war mehr als von jeder anderen Mondlandestelle. Cernan und Schmitt sind immer noch die Letzten, die den Mond betreten (oder befahren) haben.

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Vollmond, Vollmars

Das Bild zeigt, wie der Vollmond am Horizont vor dem Planeten Mars vorbeizieht.

Bildcredit und Bildrechte: Tomas Slovinsky

Am 8. Dezember standen ein voller Mond und ein voller Mars nahe beisammen, beide leuchteten hell am Himmel des Planeten Erde gegenüber der Sonne. An einigen Orten in Europa und Nordamerika wurde der Mars sogar bedeckt und wanderte hinter dem Mond vorbei.

In Košice in der Ostslowakei fand die Bedeckung des Mars durch den Mond kurz vor Sonnenaufgang statt. Mit einem Teleskop wurde das faszinierende Spektakel auf dieser Zeitraffer-Abfolge dokumentiert. Als der letzte Vollmond des Jahres 2022 in warmen Farbtönen zum westlichen Horizont sank, brauchte der Rote Planet etwa eine Stunde, um zu hinter der Mondscheibe zu verschwinden und und dann wieder aufzutauchen.

Die nächste Bedeckung des hellen Planeten Mars durch den Mond findet am 3. Januar im neuen Jahr statt, wenn sich der Mond in einer zunehmenden Dreiviertelphase befindet. Mondbedeckungen sind nur auf Teilen der Erdoberfläche zu sehen. Die Bedeckung des Mars am 3. Januar 2023 ist in Teilen des Südatlantiks, im Süden von Afrika und dem Indischen Ozean sichtbar.

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Mondstaub und Klebeband

Das Bild zeigt ein Rad des Mondrovers der Mission Apollo 17, der mit einer Karte, einer Klammer und Klebeband repariert wurde.

Bildcredit: Apollo 17, NASA

Warum ist der Mond so staubig? Auf der Erde verwittern Felsen durch Wind und Wasser. Dabei entstehen Erde und Sand. Auf dem Mond zersplitterte ein ständiges Bombardement von Mikrometeoriten die felsige Oberfläche. Dabei entstand eine Schicht auf dem Mondboden, so fein wie Pulver, der als Regolith bezeichnet wird.

Der feine, scharfkantige Staub war überall vorhanden. Für die Apollo-Astronauten und ihre Ausrüstung war er ein großes Problem. Im Dezember 1972, also vor fünfzig Jahren, reparierten die Apollo-17-Astronauten Harrison Schmitt und Eugene Cernan auf der Mondoberfläche einen Kotflügel ihres Rovers. So hielten sie die Hahnenschweife aus Staub von sich und ihrer Ausrüstung fern.

Das Bild zeigt das Rad und den Kotflügel ihres staubbedeckten Rovers. Daran wurde Ersatzkarten mit Klammern und einem grauen Streifen Klebeband befestigt.

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Io in Echtfarben

Das Bild zeigt den vulkanischen Jupitermond Io in leuchtend gelben Farben.

Bildcredit: NASA, JPL, Projekt Galileo

Der seltsamste Mond im Sonnensystem ist leuchtend gelb. Dieses Bild ist ein Versuch, Io in Echtfarben zu zeigen, wie ihn das durchschnittliche menschliche Auge wahrnehmen würde. Im Juli 1999 nahm ihn die Raumsonde Galileo auf, die von 1995 bis 2003 um Jupiter kreiste.

Ios Farben stammen von Schwefel und geschmolzenem Silikatgestein. Ein System aktiver Vulkane hält die ungewöhnliche Oberfläche von Io sehr jung. Jupiters intensive Gezeitengravitation streckt Io und dämpft die Taumelbewegungen, die von Jupiters anderen Galileischen Monden verursacht werden. Dadurch entsteht Reibung, die das Innere von Io stark aufheizt, sodass geschmolzenes Gestein durch die Oberfläche schießt. Ios Vulkane sind so aktiv, dass sie das Innere des Mondes nach außen kehren. Ein Teil von Ios vulkanischer Lava so heiß ist, dass sie im Dunkeln leuchtet.

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America und das Meer der Heiterkeit

Das Bild zeigt eine Anaglyphe aus zwei Einzelbildern mit dem Kommandomodul America von Apollo 17 vor dem Südmassiv und dem Taurus-Littrow-Tal.

Bildcredit: Gene Cernan, Apollo 17, NASA; Anaglyphe von Patrick Vantuyne

Nehmt eure rot-blauen Brillen, dann seht ihr diese Stereo-Ansicht einer anderen Welt dreidimensional. Vor fünfzig Jahren, am 11. Dezember 1972, fotografierte Eugene Cernan diese Szene. Es war einen Umlauf vor dem Abstieg zur Landung auf dem Mond. Cernan war der Kommandant der Mission Apollo 17.

Die Stereo-Anaglyphe entstand aus zwei Bildern (AS17-147-22465, AS17-147-22466). Cernan fotografierte sie an Bord des Mondlandemoduls Challenger. Er und Dr. Harrison Schmitt flogen gerade über den Landeplatz von Apollo 17 im Taurus-Littrow-Tal.

Mitten im Bild ist die breite Bergwand des Südmassivs, das von der Sonne beschienen ist. Links daneben liegt der dunkle Boden von Taurus-Littrow. Vor dem Gipfel des Südmassivs fliegt das Kommandomodul America im Orbit. Es wurde von Ron Evans gesteuert. Hinter den Bergen zum Mondrand hin liegt das Mare Serenitatis.

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Mars steigt über dem Mondrand auf

Das Bild zeigt, wie der Planet Mars nach einer Bedeckung hinter dem Mondrand wieder auftaucht.

Bildcredit und Bildrechte: Tom Glenn

In der Nacht vom 7. auf den 8. Dezember stand der Mars in die Nähe des Vollmondes. Von Europa und Nordamerika aus gesehen wurde der Rote Planet sogar bedeckt, als er hinter dem Mond vorbei wanderte. Etwa eine Stunde nach seinem Verschwinden hinter der Mondscheibe tauchte der Mars auf diesem Stapel scharfer Videobilder, die in San Diego auf dem Planeten Erde aufgenommen wurden, wieder auf.

Im Vordergrund stand der Mond, der Mars war an die 82 Millionen Kilometer entfernt und nahe seiner Opposition. Vollmond und Vollmars waren hell genug für dieses spektakuläre Bild, es war keine Helligkeitsanpassung nötig. Im Bild geht der Mars knapp über dem urzeitlichen Mondkrater Abel mit seinem dunklen Boden nahe am südöstlichen Rand der Mondvorderseite auf. Der große Einschlagkrater nördlich davon (links) ist Humboldt.

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Orion und das Meer der Stürme

Eine Kamera an Bord des Raumschiffs Orion zeigt einen Teil der Kapsel vor der Mondoberfläche

Bildcredit: NASA, Artemis 1

Eine Kamera an Bord des unbesatzten Raumschiffs Orion fotografierte diese Ansicht vom 5. Dezember, als sich Orion bei ihrem Rückkehr-Vorbeiflug dem Mond näherte. Unter einem von Orions großflächigen Solarpaneelen liegt das dunkle, glatte Gelände am westlichen Rand des Oceanus Procellarum (Meer der Stürme).

Das markante Meer der Stürme auf der Mondvorderseite ist das größte der lavagefluteten Mondmeere. Der Terminator des Mondes – die Schattenlinie zwischen Tag und Nacht auf dem Mond – verläuft am linken Bildrand. Über der Mitte befindet sich der 41 Kilometer große Krater Marius. Der Strahlenkrater Kepler lugt rechts neben dem Solarpaneel ins Bild. Keplers helle Strahlen reichen bis nach Norden und Westen zum dunklen Boden des Kraters Marius.

Aktuell ist das Raumschiff Orion unterwegs zu seiner Wasserung am 11. Dezember im wasserüberfluteten Pazifik des Planeten Erde.

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