Apollo 17: Panorama des Kraters Shorty

Das breite Panorama zeigt die Mondoberfläche. Am Horizont ragen Berge hoch, dahinter ist die Schwärze des Weltraums. In der Bildmitte steht das Mondauto mit einem Astronauten, rechts daneben ist der Krater Shorty.

Credit: Apollo 17-Besatzung, NASA; Panorama-Montage: Mike Constantine

Beschreibung: Im Dezember 1972 verbrachten die Apollo 17-Astronauten Eugene Cernan und Harrison Schmitt etwa 75 Stunden auf dem Mond im Taurus-Littrow-Tal, während ihr Kollege Ronald Evans über ihnen im Mondorbit blieb. Dieses hoch aufgelöste Panorama wurde digital aus Bildern zusammengefügt, die Cernan aufnahm, als er und Schmitt über die Talsohle wanderten. Wenn ihr von der Sicht auf das beeindruckende Südmassiv ausgehend das Bild von links nach rechts betrachtet, seht ihr im Panorama Schmitt und den Mond-Rover am Rande des Kraters Shorty. In der Nähe liegt der Ort, an dem der Geologe Schmitt orangefarbenes Mondgestein entdeckte. Die Besatzung von Apollo 17 kehrte mit 110 Kilogramm Gesteins- und Bodenproben zurück – mehr, als von allen anderen Mond-Landeplätzen zurückgebracht wurden. Heute – 35 Jahre später – sind Cernan und Schmitt immer noch die letzten Menschen, die den Mond betreten haben.

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Kaguya zeigt einen Erdaufgang über dem Mond

Siehe Beschreibung. Ein Klick auf das Bild liefert die höchste verfügbare Auflösung.

Credit und Bildrechte: SELENE-Team, JAXA, NHK

Beschreibung: Wie sieht die Erde vom Mond aus betrachtet aus? Eine neue Version dieser Perspektive des Raumfahrtzeitalters wurde kürzlich von der robotischen Sonde Kaguya im Mondorbit aufgenommen. Diese Wissenschaftsmission des Selenological and Engineering Explorer (SELENE) mit dem Spitznamen Kaguya, der vor zwei Monaten in Japan gestartet wurde, soll den Ursprung und die Entwicklung des Mondes untersuchen. Im letzten Monat erreichte Kaguya die Mondumlaufbahn und begann Daten und Bilder zu übermitteln. Dieses Bildfeld stammt von der HDTV-Kamera an Bord von Kaguya. Ein Astronaut, der auf der Mondoberfläche steht, würde niemals einen Erdaufgang beobachten können, da der Mond der Erde immer die gleiche Seite zuwendet. Sowohl dieser als auch der berühmte Erdaufgang, der vor 40 Jahren von der Besatzung von Apollo 8 aufgenommen wurde, geschieht nur für Beobachter in der Mondumlaufbahn.

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Eis-Geysir auf Enceladus

Der südliche Rand von Enceladus ist von hinten von der Sonne beleuchtet, vorne ist der Mond dunkel. Oben steigen blaue Schwaden nach links oben auf.

Credit: Cassini Imaging Team, SSI, JPL, ESA, NASA

Enceladus ist der helle, glänzende innere Mond von Saturn. Dort brechen Eis-Geysire aus. Das Falschfarben-Bild zeigt eine Sicht auf den südlichen Mondrand, die von hinten beleuchtet ist. Oben steigen die majestätischen, eisigen Schwaden auf. Die Raumsonde Cassini entdeckte sie diese Fontänen, als sie im November 2005 nahe am Mond Enceladus vorbeiflog. Inzwischen fand sie acht solche Quellen von Geysiren. Sie liegen an markanten Strukturen auf der Oberfläche des Mondes in der Südpol-Region.

Man vermutet, dass die Geysire aus Kammern nahe der Oberfläche aufsteigen. Sie sind mit flüssigem Wasser gefüllt, das eine Temperatur um die 0 °C aufweist. Das ist ganz schön warm, verglichen mit der Temperatur an der Oberfläche des fernen Mondes, die −200 °C beträgt.

Der kleine Mond hat einen Durchmesser von nur 500 Kilometern. Der Kryovulkanismus ist ein drastischer Hinweis, dass Enceladus überraschend aktiv ist. Die Eisgeysire auf Enceladus erzeugen vermutlich auch den schwachen, weiten E-Ring um Saturn.

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Helle Planeten mit Mondsichel

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Credit und Bildrechte: Jay Ouellet

Beschreibung: Frühaufsteher genießen derzeit den Blick auf die gleißende Venus, die am östlichen Horizont als Morgenstern zu sehen ist. Diese Himmelsaufnahme entstand am 7. Oktober kurz vor der Morgendämmerung, sie zeigt die Venus rechts oben sowie den sichelförmigen Mond und links unten Saturn.

Wenn Sie Ihre Faust auf Armlänge von sich strecken, können Sie beide Planeten und den Mond leicht in diesem 5 Grad großen Feld bedecken. Erdlicht – das ist Sonnenlicht, das von der Tagseite der Erde reflektiert wird – erhellt die Nachtseite des Mondes. Eine genaue Beobachtung Saturns zeigt einen nahen Lichtpunkt, es ist Saturns großer Mond Titan.

Inzwischen hat sich der Mond weiterbewegt, doch das Licht-Dreieck aus Venus, Saturn und Regulus, dem hellsten Stern im Sternbild Löwe (Leo), steht in den nächsten Tagen weiterhin eindrucksvoll am Morgenhimmel. Der Frühaufsteher und Astrofotograf Jay Ouellet beschrieb auch den Mars als eine „strahlende rote Diode“ am dunklen Landhimmel östlich von Quebec (Stadt) in Canada.

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Die seltsame Schattenseite von Saturns Mond Iapetus

Der Mond Iapetus ist links ziemlich hell und rechts von einer dunklen Substanz überzogen. Unten ist ein riesiger Krater mit einem Berg in der Mitte. Am Äquator hat der Mond einen Wall. Damit erinnert er an eine Walnuss.

Credit: Cassini-Bildgebungsteam, SSI, JPL, ESA, NASA

Was ist mit Saturns Mond Iapetus passiert? Riesige Teile der seltsamen Welt sind schwarz wie Kohle. Andere sind blankes Eis. Wir wissen nicht, woraus das dunkle Material besteht. Doch Infrarotspektren davon zeigen, dass es vielleicht dunklen Kohlenstoff enthält. Iapetus hat auch einen ungewöhnlichen Wall um den Äquator. Damit sieht er aus wie eine Walnuss.

Um den rätselhaften Mond besser zu verstehen, lenkte die NASA die Roboter-Raumsonde Cassini letzten Monat nur 2000 Kilometer entfernt daran vorbei. Cassini kreist derzeit um Saturn. Das Bild entstand etwa 75.000 Kilometer von Iapetus entfernt. Es zeigt beispiellose Details der Halbkugel, die auf ihrer Bahn immer hinten ist. Im Süden ist ein riesiger Einschlagkrater mit einem Durchmesser von 450 Kilometern. Er überlagert einen älteren Krater, der ähnlich groß ist. Das dunkle Material überzieht Iapetus nach Osten hin immer dichter. Es verdunkelt Krater wie Hochländer.

Die Untersuchung aus nächster Nähe zeigt, dass der dunkle Belag hauptsächlich den Äquator des Mondes beschichtet. Ob die Farben von Iapetus durch ungewöhnlichen Vulkanismus aus dem Inneren entstanden sind, oder die Anschwärzung von außen stammt, ist nicht bekannt. Man sucht auf den Bildern von Cassinis Vorbeiflug an Iapetus weiterhin nach wichtigen Hinweisen.

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4000 Kilometer über Saturnmond Iapetus

Cassini zeigt den walnussförmigen Saturnmond Iapetus.

Credit: Cassini Imaging Team, SSI, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Wie sieht die Oberfläche von Saturns geheimnisvollem Mond Iapetus aus? Das sollte die robotische Raumsonde Cassini herausfinden, die derzeit Saturn umkreist. Sie wurde letzte Woche ausgeschickt, um den einzigartigen Äquatorwall des ungewöhnlichen walnussförmigen zweifärbigen Mondes in einer Höhe von nur 2000 Kilometer zu überfliegen.

Dieses Bild von Cassini stammt aus einer Höhe von etwa 4000 Kilometern, man kann darauf Objekte erkennen, die einen Durchmesser von weniger als 100 Metern besitzen. Cassini entdeckte eine alte, zerschlagene Landschaft aus Kratern, abschüssigen Hügeln, ganze zehn Kilometer hohen Bergen, ähnlich wie der 8,8 Kilometer hohe Mt. Everest auf der Erde. Über der Bildmitte ist ein kleiner heller Fleck, wo vielleicht ein einschlagender Felsen darunter liegendes sauberes Wassereis freigelegt hat.

Weltraumforschende suchen auf Bildern des Vorbeiflugs – wie diesem – mit besonderem Nachdruck nach Hinweisen auf den Ursprung von Iapetus‘ ungewöhnlichen Form und Färbung suchen, denn an dieser faszinierenden Welt sind keine weiteren nahen Vorbeiflüge geplant.

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Der dreidimensionale Äquatorwall auf Iapetus

Das Stereobild ist eine Anaglyphe aus zwei Nahaufnahmen der Raumsonde Cassini. Der Ausschnitt zeigt den Äquator am Rand von Iapetus. In der Mitte ragt ein markanter Äquatorwall auf. Der Mond ist von vielen Kratern bedeckt.

Credit: Cassini-Bildgebungsteam, SSI, JPL, ESA, NASA; Stereo-Anaglyphe: Patrick Vantuyne

Über der dunklen Halbkugel von Iapetus ragt ein bizarrer Äquator-Wall hoch. Damit hat der zweifarbige Saturnmond eine Ähnlichkeit mit einer Walnuss. Mit rot-blauen Brillen seht ihr die ungewöhnliche Form in Stereo. Die Anaglyphe entstand aus Nahaufnahmen der Raumsonde Cassini. Sie entstanden diese Woche bei einem Vorbeiflug.

Der Wall ist etwa 20 Kilometer breit und 20 Kilometer hoch. Wir kennen im ganzen Sonnensystem keine zweite solche Kombination aus äquatorialer Symmetrie und Größenverhältnis. Die einzigartige Form wurde 2004 auf Cassini-Bildern entdeckt. Der Mond ist voller Krater und somit sehr alt. Der Ursprung des Äquator-Walls auf Iapetus ist ein Rätsel.

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Das große Becken auf Saturns Mond Thetys

Siehe Beschreibung. Ein Klick auf das Bild liefert die höchste verfügbare Auflösung.

Credit: Cassini Imaging Team, SSI, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Manche Monde hätten die Kollision nicht überlebt. Tethys, einer von Saturns größeren Monden mit etwa 1000 Kilometern Durchmesser, überlebte den Zusammenstoß, stellt jedoch den ausgedehnten Einschlagkrater Odysseus zur Schau. Manchmal wird dieser auch Großes Becken genannt; Odysseus befindet sich auf der vorderen Hemisphäre von Tethys und zeigt sein hohes Alter durch die relativ große Anzahl an kleineren Kratern, die sich innerhalb der Kraterwände befinden. Ein weiterer großer Krater, Melanthius, ist nahe dem Terminator des Mondes sichtbar. Das Schicksal von Thetys ist ähnlich dem von Wassereis. Das obige digital nachbearbeitete Bild wurde im Juli von der robotischen Raumsonde Cassini im Orbit rund um Saturn gewonnen, während sie an dem an dem riesigen Eisball vorbeischoss.

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