Sternbildung im Sternbild Schlange

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Credit und Bildrechte: ESO, Team des Instruments HAWK-1

Beschreibung: Sterne entstehen in einer dichten Molekülwolke im Sternbild Serpens Cauda, das nur 1000 Lichtjahre von uns entfernt ist. Dieses scharfe Infrarotbild der aktiven Sternbildungsregion in Serpens zeigt etwa zwei Bogenminuten, das entspricht in dieser Entfernung einer Breite etwas mehr als einem halben Lichtjahr.

Beobachtungen im nahen Infrarot kann man zwar mit Teleskopen auf Berggipfeln durchführen,  die mit speziellen Detektoren ausgerüstet sind, doch nahes Infrarotlicht hat eine zu lange Wellenlänge für unsere Augen.

Diese Ansicht wurde mit der empfindlichen Kamera HAWK-I (High Acuity, Wide field K-band Imaging) aufgenommen, die kürzlich auf dem Paranal-Observatorium in Chile in Betrieb genommen wurde. Um die eindrucksvolle Leistungsfähigkeit von HAWK-I darzustellen, betont dieses interessante Bild rötliche junge Sterne und Protosterne, die wahrscheinlich wenige Millionen Jahre alt sind und aus dem Gas und Staub des Nebels entstehen.

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Nahaufnahme interstellarer Staubbruchstücke

Interstellare Staubkörnchen bestehen großteils aus Kohlenstoff, Silizium und Sauerstoff und sind üblicherweise weniger als ungefähr 1/1000 Millimeter groß.

Bildcredit und Bildrechte: E. L. Wright (UCLA)

Beschreibung: Unser Universum ist sehr staubig. Staub zeigt sich für gewöhnlich, indem er das Licht von dahinter liegenden Sternen oder Nebeln abdeckt. Manchmal entsteht so die Illusion eines Pferdekopfes oder eines Sombreros. Doch niemand weiß, wie ein typisches interstellares Staubkorn tatsächlich aussieht.

Durch Beobachtung, auf welche Weise der Staub Licht absorbiert, abstrahlt und reflektiert, wissen Forschende, dass interstellarer Staub ganz anders aufgebaut ist als der auf Zellen und Fusseln basierende Staub, den man in einem typischen Haushalt findet. Interstellare Staubkörnchen bestehen großteils aus Kohlenstoff, Silizium und Sauerstoff und sind üblicherweise weniger als ungefähr 1/1000 Millimeter groß. Neuere Arbeiten zeigen, dass die meisten Staubkörnchen nicht rund sind.

Das oben gezeigte Bild zeigt das Ergebnis eines fraktalen Adhäsionsmodells für Staubkörnchen, das zufällige Konglomerate kugelförmiger Verbindungen mit unterschiedlichen Eigenschaften umfasst, die hier durch unterschiedliche Farben hervorgehoben werden.

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