Sternenstaub im Perseus

Die dicht verteilten Sterne sind von Nebeln durchzogen, die teils bräunlich, teils rötlich schimmern. Im Bild findet man viele Hinweise auf neu entstandene Sterne.

Credit und Bildrechte: Jeff Lunglhofer

Diese kosmische Weite aus Staub, Gas und Sternen ist am Himmel im heroischen Sternbild Perseus etwa vier Grad breit. Mitten in der prächtigen Himmelslandschaft steht der staubhaltige blaue Reflexionsnebel NGC 1333. Er ist etwa 1000 Lichtjahre entfernt. In dieser geschätzten Entfernung wäre das Bildfeld fast 70 Lichtjahre breit.

Zwischen dem zart rötlichen Schimmer von Wasserstoff sind noch mehr Reflexionsnebel und dunkle Staubnebel verteilt. Diese Nebel liegen am Rand einer riesigen Molekülwolke. Sie enthalten Hinweise auf Regionen mit Sternbildung. Außerdem verstecken sie neue Sterne und junge stellare Objekte vor neugierigen optischen Teleskopen. Junge stellare Objekte bezeichnet man auch als Protosterne. Sie entstehen in den dichten Kernen von Molekülwolken, wenn die Kerne durch ihre eigene Gravitation in sich zusammenstürzen.

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Sternbildung im Sternbild Schlange

Wenige Sterne sind im Bild verteilt, einige davon sind von leuchtenden Nebeln umgeben.

Credit und Bildrechte: ESO, Team des Instruments HAWK-1

Beschreibung: Sterne entstehen in einer dichten Molekülwolke im Sternbild Serpens Cauda. Sie ist nur 1000 Lichtjahre von uns entfernt. Dieses scharfe Infrarotbild zeigt die aktive Sternbildungsregion im Sternbild Schlange (Serpens). Es ist etwa zwei Bogenminuten breit. Das entspricht in dieser Entfernung einer Breite etwas mehr als einem halben Lichtjahr.

Beobachtungen im nahen Infrarot kann man mit Teleskopen auf Berggipfeln durchführen,  die mit speziellen Detektoren ausgerüstet sind. Doch nahes Infrarotlicht hat eine zu lange Wellenlänge für unsere Augen.

Diese Ansicht wurde mit der empfindlichen Kamera HAWK-I (High Acuity, Wide field K-band Imaging) aufgenommen. Sie ging kürzlich auf dem Paranal-Observatorium in Chile in Betrieb. Um die eindrucksvolle Leistungsfähigkeit von HAWK-I zu zeigen, betont dieses interessante Bild rötliche junge Sterne und Protosterne. Diese Sterne sind wahrscheinlich wenige Millionen Jahre alt. Sie entstehen aus dem Gas und Staub des Nebels.

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Nahaufnahme interstellarer Staubbruchstücke

Interstellare Staubkörnchen bestehen großteils aus Kohlenstoff, Silizium und Sauerstoff und sind üblicherweise weniger als ungefähr 1/1000 Millimeter groß.

Bildcredit und Bildrechte: E. L. Wright (UCLA)

Beschreibung: Unser Universum ist sehr staubig. Staub zeigt sich für gewöhnlich, indem er das Licht von dahinter liegenden Sternen oder Nebeln abdeckt. Manchmal entsteht so die Illusion eines Pferdekopfes oder eines Sombreros. Doch niemand weiß, wie ein typisches interstellares Staubkorn tatsächlich aussieht.

Durch Beobachtung, auf welche Weise der Staub Licht absorbiert, abstrahlt und reflektiert, wissen Forschende, dass interstellarer Staub ganz anders aufgebaut ist als der auf Zellen und Fusseln basierende Staub, den man in einem typischen Haushalt findet. Interstellare Staubkörnchen bestehen großteils aus Kohlenstoff, Silizium und Sauerstoff und sind üblicherweise weniger als ungefähr 1/1000 Millimeter groß. Neuere Arbeiten zeigen, dass die meisten Staubkörnchen nicht rund sind.

Das oben gezeigte Bild zeigt das Ergebnis eines fraktalen Adhäsionsmodells für Staubkörnchen, das zufällige Konglomerate kugelförmiger Verbindungen mit unterschiedlichen Eigenschaften umfasst, die hier durch unterschiedliche Farben hervorgehoben werden.

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