Milchstraße über Manhattan

Manhattan leuchtet und glitzert im Vordergrund mit seinen riesigen Wolkenkratzern. Doch darüber steigt zart die Milchstraße am sternklaren Himmel auf.
Bildcredit und Bildrechte: Jason Kurth

In der Stadt, die niemals schläft, strahlen die Lichter heller als die Sterne. Wer hätte gedacht, dass man dort die Milchstraße sehen kann? Dieses Bild entstand mit einem Filter, der einen Großteil des sichtbaren Lichts herausfiltert. Dazu gehören Wellenlängen zwischen etwa 400 und 700 Nanometern. Nur Licht im nahen Infrarot dringt durch diesen Filter. Infrarotes Licht gehört zum elektromagnetischen Spektrum und hat längere Wellenlängen als sichtbares Licht.

Die Ausrüstung des Astrofotografen ist gut gewählt. Sie blockiert einen Großteil der Lichtverschmutzung. Alte Glühbirnen und einige Neonröhren leuchten zwar auch im nahen Infrarot hell, Energiesparlampen und LED-Lampen hingegen nicht.

Natürlich leuchten auch die Sterne im nahen Infrarot hell! Wir verwenden Teleskope, die empfindlich sind für verschiedene Arten von Licht. Damit untersuchen wir bestimmte Eigenschaften bei allen möglichen astronomischen Objekten. Die Strahlung, die wir untersuchen, reicht von Radiowellen bis hin zu Gammastrahlung.

Dieses Bild erinnert uns daran, dass wir alle unter demselben Himmel leben. Astronomie macht es uns möglich, mehr über den Platz der Menschheit im Kosmos zu erfahren.

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Treppe von der Wüste zum Himmel

Die Milchstraße geht am Horizont auf und schlängelt sich am Himmel nach oben. Vorne verläuft ein Steinweg zu einer Treppe, die abrupt endet. Das Band der Milchstraße bildet scheinbar eine Fortsetzung der Treppe.

Bildcredit und Bildrechte: Julien Looten

Diese Treppe bringt euch dem Himmel nur ein kleines Stück näher. Aber der Himmel darüber lässt euch staunen, zum Beispiel über die dunkle Spur in unserer Milchstraße. Sie steigt hinter der weiten Atacama-Wüste in Chile auf.

Links oben seht ihr ein Band aus Zodiakallicht. Direkt über dem Horizont leuchtet die Luft grün und rot. Es ist das sogenannte Nachthimmellicht (Airglow). Im Streifen des Zodiakallichts steht der Stern Spica. Und ganz oben rechts seht ihr eine Galaxie, nämlich die Kleine Magellansche Wolke. Die Skulptur im Vordergrund ist die „Desert Staircase“.

Das Foto wurde so geplant, dass die malerische Treppe genau vor dem Band der Milchstraße steht, das fast senkrechten aufsteigt. Wer genau hinschaut, erkennt am Horizont die Anden, die von links nach rechts verlaufen. Dort findet ihr auch der Vulkan Licancabur und die Lichter der Stadt San Pedro de Atacama. Dieses Weitwinkel-Panorama entstand im Juli 2025.

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Meteor im Spiegel und die Milchstraße

Im Vordergrund steht ein riesiger Teleskopspiegel, der senkrecht steht und nach rechts weist, daneben eine Turmkonstruktion. Im Hintergrund steigt die helle Milchstraße senkrecht vom Horizont empor, daneben ein heller Meteor. Sternenhimmel und Meteor spiegeln sich im Teleskopspiegel.
Bildcredit und Bildrechte: Jeff Dai (TWAN)

Dieser Perseid flitzte am 15. August über den Nachthimmel über dem Observatorio del Roque de los Muchachos bei La Palma auf den Kanarischen Inseln. Ihr seht den hellen und farbigen Meteor neben dem Zentrum der Milchstraße. Ihre dunklen interstellaren Staubwolken und das Leuchten der Sterne stehen über dem Horizont. Im Vordergrund dieser spannenden himmlischen Szenerie steht der 23 Meter große Spiegel des Prototyps des Large-Sized Telescope (LST-1). LST-1 ist das erste Teleskop, das am nördlichen Standort des Cherenkov Telescope Array Observatory gebaut wird. Es hat 198 sechseckige Spiegelteile und eine hochempfindliche Kamera. LST-1 soll extrem kurze atmosphärische Blitze sichtbaren Lichts beobachten. Diese Blitze dauern nur eine Milliardstel Sekunde und werden von energiereichen Gammastrahlen ausgelöst. Die stammen von kosmischen Quellen wie fernen aktiven Galaxien und Gammablitzen. Natürlich reflektierten in dieser Nacht einzelne Spiegelteile von LST-1 den atmosphärischen Blitz des hellen Perseiden.

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Eine Zodiakal-Nacht

Siehe Beschreibung. XXX Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.
Bildcredit und Bildrechte: Neelam und Ajay Talwar (TWAN)

Entspannen im sanften Schein des Zodiakallichts. Dieses leuchtende Band am dunklen Nachthimmel wird auch oft als falsche Dämmerung bezeichnet. Das Bild wurde im September kurz vor Beginn der astronomischen Dämmerung im abgelegenen Hanle Dark Sky Reserve in Ladakh, Indien, aufgenommen. Jedes Jahr treffen sich dort hartgesottene und begeisterte Astrofotografen zur Sternenparty. Auf einer Höhe von 4 500 Metern bietet das Hanle Dark Sky Reserve ideale Beobachtungsbedingungen.

Am östlichen Horizont ist der hell leuchtende Planet Jupiter im schwachen Glanz des Zodiakallichts zu sehen. Rechts davon zischt ein Meteor durchs Bild. Folgt man dem Band des Zodiakallichts Richtung Zenit, findet man den offenen Sternhaufen M44. Weiter oben, nahe der Mitte des Bildes, sieht man den gelblich leuchtenden Mars.

Mithilfe der NASA-Raumsonde Juno hat man Daten von interplanetarem Staub gesammelt, die eigentlich zufällig entstanden sind. Besonders spannend ist, dass die Untersuchungen darauf hindeuten, dass der Mars selbst die Quelle des Staubs ist. Dieser Staub streut das Sonnenlicht und erzeugt so das Zodiakallicht, das wir nachts auf der Erde sehen können.

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Perseïden aus dem Sternbild Perseus

Der Himmel im Bild ist von dunklen Nadelbäumen gesäumt. Sie umranden das ganze Bild. Mitten durchs Bild verläuft die Milchstraße mit roten Nebeln. Unten steht das Sternbild Perseus, aus dem unzählge Meteore der Perseïden strömen.
Bildcredit und Bildrechte: Jakub Kuřák

Es war ein gutes Jahr für den Meteorstrom der Perseïden, denn der Mond stand nicht am Nachthimmel der Erde. Weil der Mond den Himmel nicht aufhellte, sahen wir mehr Sternschnuppen als sonst. Wo war der Mond? Er war damit beschäftigt, die Sonne zu besuchen. Kurz vor dem Höhepunkt der Perseïden schob er sich direkt vor die Sonne. In Grönland und Spanien war eine totale Sonnenfinsternis zu sehen.

Die Perseïden entstehen, indem die Erde auf einen Strom von Staubteilchen trifft, die um die Sonne kreisen. Sie stammen vom Kometen Swift-Tuttle. Üblicherweise sind die Meteoroiden der Perseïden nicht größer als Sandkörner. Da die Staubpartikel des Kometen Swift-Tuttle die Sonne teilweise in die entgegengesetzte Richtung zur Umlaufrichtung der Erde kreisen, sind die Sternschnuppen der Perseïden sehr schnell und gleißend hell.

Das Kompositbild entstand über mehrere Nächte in Jizerka in Tschechien. Darauf kann man die Spuren der Meteore der Perseïden zu einem Punkt am Himmel zurückverfolgen. Es ist ihr Radiant im Sternbild Perseus.

Galerie der Perseïden 2026

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Milchstraße über Yellowstone

Über dem künstlich beleuchteten Silex Spring, dessen türkise Farbe von Bakterien stammt, wölbt sich die Milchstraße. Aus dem Tümpel steigt Dampf aus, weil das Wasser vom Yellowstone-Hotspot erhitzt wird.
Bildcredit und Bildrechte: Dave Lane

Die Milchstraße entstand nicht aus diesem dampfenden, farbigen Teich. Er ist etwa zehn Meter breit und als Silex-Quelle bekannt. Er befindet sich im Yellowstone Nationalpark in Wyoming in den USA.

Die heiße Quelle wird künstlich beleuchtet. Ihre Farben stammen von Schichten aus Bakterien. Aus der Quelle steigt Dampf auf, weil unterirdisches Magma, das mit dem Yellowstone-Hotspot in Verbindung steht, sie aufheizt. Unabhängig davon biegt sich in weiter Ferne oben das zentrale Band der unserer Galaxis, der Milchstraße. Der Eindruck eines Bandes entsteht durch Milliarden von Sternen. Das Panorama entstand aus 16 einzelnen Aufnahmen aus dem Jahr 2014.

Vor zirka 640.000 Jahren brach der Yellowstone-Hotspot schon einmal als Supervulkan aus. Wenn das wieder passiert, ist ein großer Teil von Nordamerika davon betroffen.

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Helle Perseïden über Schweden

In der dämmrigen Landschaft im Vordergrund spiegelt sich der Himmel in einem ruhigen Gewässer. Vor der zart erkennbaren Milchstraße und dicht verteilten Sternen zischen einige Meteore über den Himmel. Hinter einem Wald ist der Horizont hell beleuchtet.
Bildcredit und Bildrechte: P-M Hedén (Clear Skies, TWAN)

Der jährliche Meteorstrom der Perseïden ist bekannt für seine hellen und flinken Sternschnuppen. Sie kommen scheinbar aus dem Sternbild Perseus, wenn sie in die Erdatmosphäre eintreten. Dieses Spektakel am Nordhimmel entsteht durch Staubkörnchen, die der Komet 109P/Swift-Tuttle auf seiner Bahn um die Sonne verliert. Wenn die Staubkörnchen in die Erdatmosphäre eintreten, verglühen sie und ziehen kurze, aber wunderschöne Spuren in der Nacht.

Das Bild entstand zum Höhepunkt des Meteorschauers in der Nacht des 12. August aus mehreren einzelnen Aufnahmen. Zwei besonders helle Perseïden ziehen über den Himmel. Sie sind so hell, dass sie sich sogar im Wasser spiegeln. Die Aufnahme entstand in Grisslehamn, einem Ort an der Küste in Schweden.

Der hellste Stern dieser Szene ist Altair. Er ist nur wenig heller als die beiden hellsten Perseïden. Die Spuren vieler weiterer Sternschnuppen ziehen über das schwache Band der Milchstraße. Da der Höhepunkt heuer mit dem Neumond zusammenfiel, störte kein helles Mondlicht die Beobachtungen. Für viele Leute, die sich für Astronomie begeistern, war der Meteorschauer dieses Jahr der krönende Abschluss eines Beobachtungsabends, der mit der Sonnenfinsternis begann!

Galerie der Sonnenfinsternis am 12. August 2026

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Perseïden über einem kleinen Planeten

Ein kleiner Planet ist von einem hellen Leuchten umgeben. Oben wölbt sich die Milchstraße, und Tausende Meteore blitzen über den Himmel. Die Bahnen der Meteore sind gekrümmt, wegen der Projektion.
Bildcredit und Bildrechte: Marcin Rosadziński; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Es sieht aus wie ein Blick vom Planeten des Kleinen Prinzen. Das Bild ist eine Rückschau auf den Meteorschauer der Perseïden von 2024. Auf dieser Projektion umrahmen ihn die Bieszczady, ein Gebirgszug der Karpaten in Polen. Am Himmel wölbt sich der Bogen der Milchstraße mit mehreren roten Nebeln und über hundert Meteoren. Sie zeigen zum Radianten im Sternbild Perseus.

Die Perseïden sieht man im Sommer auf der Nordhalbkugel gut. Sie sind sehr beliebt. Meteorströme im Winter zu beobachten ist weniger angenehm. Dieses Jahr bieten sie wohl ein noch beeindruckenderes Spektakel als sonst, denn der Höhepunkt fällt auf den Neumond.

Der Meteorschauer der Perseïden 2026 erreicht heute Nacht seinen Höhepunkt. Wir erwarten 50 bis 100 Meteore pro Stunde. Die Erde durchquert dann auf ihrer Bahn die Staubspur, die der Komet Swift-Tuttle hinterlässt. Die beste Zeit, um die Meteore zu beobachten, ist in der Regel zwischen Mitternacht und dem Morgengrauen. Um die Meteore zu beobachten, braucht man kein Fernglas. Doch ein Liegestuhl und ein Ort mit dunklem Himmel sind sehr hilfreich.

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