Mond getroffen

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Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek

Beschreibung: Krater von urzeitlichen Einschlägen auf dem luftlosen Mond sind seit langer Zeit ein vertrauter Anblick. Doch seit den 1990er Jahren erfassen und untersuchen Beobachter regelmäßig optische Blitze auf der Mondoberfläche. Wahrscheinlich handelt es sich um Explosionen infolge von Meteoroideneinschlägen. Natürlich sind die Blitze auf der hellen, sonnenbeleuchteten Oberfläche schwierig zu beobachten. Doch während der totalen Finsternis am 21. Januar fotografierten viele Fotografen zufällig den Einschlagsblitz eines Meteoroiden auf dem mattroten Mond.

Der Blitz oben wurde beim Untersuchen der Bilder kurz vor Beginn der totalen Finsternisphase entdeckt, er ist im Einschub nahe dem verdunkelten westlichen Rand des Mondes markiert. Der Blitz wurde von den Teleskopen des Moon Impact Detection and Analysis System (MIDAS) in Südspanien aufgenommen, Schätzungen anhand seiner Dauer lassen vermuten, dass die Masse des Einschlagskörpers ungefähr 10 kg betrug, und dass ein etwa 7-10 Meter großer Krater entstand.

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Sutter’s-Mill-Meteorit

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Bildcredit: P. Jenniskens (SETI Institute) und Eric James (NASA Ames)

Beschreibung: Der helle Feuerkugel-Meteor, der letzten Sonntag über Kalifornien und Nevada vom Himmel fiel, erzeugte etwa um 7:51 Uhr über einem weiten Gebiet einen Schallknall. Schätzungen zufolge hatte der Meteorit etwa die Größe eines Kleinbusses.

Der Astronom Peter Jenniskens entdeckte diese Bruchstücke eines zerschmetterten 4-Gramm-Meteoriten – es war der zweite Fund dieses Meteoritenfalls – auf dem Parkplatz des Henningsen-Lotus-Parks in der Nähe von Sutters Sägewerk (Sutter’s Mill). Er wird nun als Sutter’s-Mill-Meteorit bezeichnet, nach dem Ort des kalifornischen Goldrausches. Der Meteorit könnte auch das Gold der Astronomen sein, da er vermutlich einer der seltenen kohligen Chondrite ist, eine Meteoritenart, die viele organischen Verbindungen enthält und dem Murchison-Meteoriten ähnelt.

Um die Bahn des Meteors zu verfolgen, Details über sein Auseinanderbrechen zu erfahren und weitere Fragmente zu finden, suchen Wissenschaftler auch nach Videoaufzeichnungen. Sicherheitskameras in einem großen Gebiet könnten am 22. April etwa um 7:51 Pacific Daylight Time zufällig die Feuerkugel aufgezeichnet haben, zum Beispiel in Kalifornien (San Francisco Bay Area, Los Angeles oder in der Nähe von Redding) und Nevada (im Gebiet von Reno, Tonopah), vielleicht sogar Teilen im Süden von Oregon und in der Nähe von Salt Lake City in Utah. Falls Sie Videomaterial dieses Ereignisses besitzen, nützen Sie bitte diese Kontaktinformation.

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Meteoritensuche in der Antarktis

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Bildcredit und Bildrechte: Ralph P. Harvey (CWRU), Antarctic Search for Meteorites Program, NASA, NSF

Beschreibung: Wo ist der beste Ort auf der Erde, um Meteoriten zu finden? Obwohl Meteoriten auf der ganzen Welt herabfallen, sinken sie normalerweise auf den Grund eines Meeres, werden von rutschendem Gelände begraben oder mit irdischem Gestein verwechselt. Am unteren Ende der Welt jedoch, im Osten der Antarktis, bleiben riesige Platten aus blauem Eis rein und klar. Wenn man eine solche Platte absucht, sticht ein dunkler Stein deutlich hervor. Solche Steine sind sehr wahrscheinlich echte Meteoriten – Stücke aus einer anderen Welt. Eine Explosion oder ein Einschlag kann solche Meteoriten vom Mond, Mars oder sogar einem Asteroiden wegkatapultiert haben. Diese enthalten wertvolle Informationen über diese fernen Welten und unser frühes Sonnensystem. Kleine, mit Motorschlitten ausgerüsteten Forschergruppen haben bereits Tausende davon gefunden. Oben sind Eistraktoren zu sehen, die ein solches 25 Kilometer langes Feld vor dem Otway-Massiv im Transantarktischen Gebirge im antarktischen Sommer 1995-1996 absuchen. In diese Woche fällt der 100. Jahrestag, an dem Menschen erstmals den Südpol der Erde erreichten.

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Almahata Sitta 15

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Credit und Bildrechte: Peter Jenniskens (SETI Institute/NASA Ames)

Beschreibung: Der kleine Asteroid 2008 TC3 fiel am 7. Oktober 2008 in der Morgendämmerung auf die Erde und hinterließ seine Spuren am Himmel der Nubischen Wüste im Norden des Sudan. Dieses Ereignis war außergewöhnlich, weil erstmals ein Asteroid im All entdeckt wurde, bevor er auf die Erdatmosphäre stürzte. Es wurde allgemein angenommen, dass der Asteroid völlig zu Staub zerfallen würde. Doch aufgrund von Satellitendaten und Bodenbeobachtungen des Einschlags in die Atmosphäre leitete Dr. Mauwia Shaddad von der Universität von Khartoum, unterstützt von Dr. Peter Jenniskens vom SETI Institute and NASA Ames Research Center, eine Expedition, zusammengesetzt aus Studenten und Mitarbeitern, in die Region, um die Wüste nach erhaltenen Fragmenten zu durchsuchen. Am 6. Dezember 2008, zwei Stunden nach Beginn der Suche, wurde der erste Meteorit gefunden. Das Team sammelte insgesamt etwa 280 kleine Meteorite, die nunmehr als Almahata Sitta bezeichnet werden, mit einer Masse von insgesamt zirka 5 Kilogramm – das erste Material, das von einem bekannten Asteroiden wiedergefunden wurde. Das schwarze Fragment, das auf diesem Bild in starkem Kontrast zu den helleren Steinen steht, ist Almahata Sitta Meteorit Nummer 15. Mit etwa 4 Zentimetern Durchmesser ist es so zu sehen, wie es auf dem Wüstenboden zu liegen kam.

Anmerkung: Im Arabischen bedeutet Almahata Sitta „Station Sechs“: eine Bahnstation in der Nubischen Wüste, wo Zeugen den hellen Feuerkugel-Meteor beobachteten.

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Meteoritensuche in der Antarktis

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Credit und Bildrechte:  Ralph P. Harvey (CWRU), Antarctic Search for Meteorites Program, NASA, NSF

Beschreibung: Wo ist der beste Ort auf der Erde um Meteorite zu finden? Obwohl Meteorite auf der ganzen Welt herabfallen, sinken sie normalerweise entweder auf den Grund eines Ozeans, werden im sich verschiebenden Gelände begraben oder sind leicht mit irdischen Steinen zu verwechseln. Am Ende der Welt, in der östlichen Antarktis, bleiben riesige Platten aus blauem Eis rein und karg. Wenn man eine solche Platte überquert, ist ein dunkler Stein sehr auffällig. Solche Steine sind mit hoher Wahrscheinlichkeit echte Meteorite – wahrscheinliche Teile einer anderen Welt. Eine Explosion oder ein Impakt kann diese Meteorite, die wertvolle Information über diese weit entfernten Welten und unser frühes Sonnensystem enthalten, vom Mond, Mars oder sogar einem Asteroiden wegkatapultiert haben. Kleine Teams mit Motorschlitten haben bislang Tausende gefunden. Oben abgebildet durchsuchen Eistraktoren im antarktischen Sommer 1995-1996 ein 25 Kilometer großes Feld vor dem Otway-Massiv in der Transantarktischen Bergkette.

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